Wie man ungewöhnlich grosse und damit recht schwer zu positionierende Verschluss- und Kennzeichnungsetiketten präzise und effizient anbringt, zeigen sechs Etikettierer Herma 400 bei einem kanadischen Hersteller von Cookies. Die IPS International Packaging Systems GmbH aus Crailsheim, ein Unternehmen der Schubert-Gruppe, hat dort eine neue Verpackungsstrasse für Cookies konzipiert und in Betrieb genommen. Ziel war es, den Produktionsbetrieb zu automatisieren und möglichst unterbrechungsfrei zu gestalten.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Anlage ist der Case Packer, in dem das Gebäck verpackt, etikettiert und in Versandkartons geladen wird. Hier galt es, eine Lösung für die Etikettierung der Cookies in «Clamshell»-Verpackungen zu finden. Die Etiketten stellen sicher, dass die Verpackungen geschlossen bleiben. Da die Cookies keine weitere Umverpackung haben, spielt die optisch perfekte Positionierung der Etiketten ebenfalls eine grosse Rolle.

Technisch anspruchsvolle Lösung

Die Baureihe Herma 400 ist für ihre grosse Flexibilität bei sehr unterschiedlichen Einbau- und Etikettiersituationen bekannt. Die Etikettenposition oben, stirnseitig und unten bei einer Etikettenlänge von 240 bzw. 290 mm und einer Breite von 69 bzw. 89 mm auf drei verschiedenen Clamshell-Formaten erforderte konstruktive Anpassungen. «Bei der Etikettenpositionierung war unser Know-how jenseits von Standardanwendungen gefragt», erklärt Herma-Projektleiter Michael Kürner und präzisiert: «Hier haben wir daher eine technisch anspruchsvolle Lösung entwickelt: sie basiert auf servo-angetriebenen Vakuumbändern, die die recht langen Etiketten millimetergenau und faltenfrei aufbringen. Damit erreichen wir einen exzellenten Präzisionsgrad.» Zuvor werden die Clamshells von einem Auflichtscanner erfasst, mit einem Vierachsroboter umgesetzt und den Etikettierer-Transportbändern zugeführt. Bandgeschwindigkeit, Position der Seitenführung und Oberführung sowie die Etikettenspendeposition sind im Programm der Anlage formatabhängig hinterlegt.

Anbindung der Etikettierer speziell entwickelt

Die Anbindung der Etikettierer an die übergeordnete Schubert-Steuerung wurde ebenfalls speziell für diese Anwendung entwickelt. Die Gesamtlösung mit drei parallel betriebenen Etikettierern sowie drei Standby-Geräten, die bei Störungen oder Etikettenmangel einspringen, bewältigt mehr als 140 Clamshell-Verpackungen in der Minute. «Die geplante Leistung und Etikettiergenauigkeit wird bei allen Formaten voll erreicht», sagt Thomas Niever, zuständiger Projektleiter bei der Schubert-Tochter IPS.