22. Februar 2019
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Marken – und so auch die Getränkemarken im speziellen – suchen verstärkt nach Möglichkeiten, wie die Individualisierung und Personalisierung ihrer Produkte erhöht werden kann. Die Tetra Pak kündigt jetzt an, dass sie in absehbarer Zeit als erstes Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkekartonindustrie den vollfarbigen Digitaldruck auf ihren Kartonverpackungen anbieten wird

Die Investition in die innovative Drucktechnologie von Koenig & Bauer, die sich die Vorteile des digitalen On-Package-Drucks zu Nutze macht, werde den Getränkemarken-Anbietern ganz neue Chancen eröffnen. Die Digitaldrucktechnologie wird nämlich die Komplexität des Designhandlings deutlich vereinfachen: die Zeit vom Design bis zum Druck wird verkürzt, was der Flexibilität bei der Auftragserteilung und kundenspezifischen Produktanpassung zugute kommt. Anbieter von Getränkemarken werden dadurch einige zusätzliche Vorteile nutzen können – zum Beispiel die Möglichkeit, eine Vielzahl von Designs in einem einzigen Auftrag zu integrieren. Charles Brand, Executive Vice President, Product Management & Commercial Operations bei Tetra Pak, erklärt: «Wir wollen unseren Kunden dabei helfen, neue Wege zu gehen. Durch die digitale Revolution verändern sich die Geschäftsabläufe für alle und unsere Investition in die neue Digitaldruckmaschine zeigt unser Engagement, unsere Kunden mit zukunftssicheren Technologien zu unterstützen.» Das «smarte» Paket von Tetra Pak soll den Anwendern die Produktanpassungen, die Herstellung kleinerer Losgrössen sowie die Rückverfolgbarkeit erleichtern. Die grossformatige RotaJET 168 wird derzeit von Koenig & Bauer gebaut und im Tetra Pak-Produktionswerk in Denton, Texas (USA) installiert. Feldversuche mit den neuen, digital bedruckten Kartonverpackungen sollen Anfang 2020 mit nordamerikanischen Kunden beginnen. Laut Christoph Müller, Mitglied des Vorstands von Koenig & Bauer, ist die Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen äusserst konstruktiv und vertrauensvoll: «Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam den Markt zum Vorteil der Tetra Pak-Kunden erheblich verändern werden.» Carmen Becker, President und CEO von Tetra Pak USA und Kanada, freut sich, ihren Kunden «neue und innovative Wege zur Interaktion mit den Verbrauchern zielführend bieten und gleichzeitig die Flexibilität im Design- und Bestellprozess erhöhen zu können.» Die Schweizer Tochtergesellschaften beider Unternehmen sind im Kanton Zürich ansässig: Tetra Pak (Schweiz) AG in Glattbrugg und Koenig & Bauer (CH) AG in Höri.

 

 

 

 

 

 

 


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Exklusive Schokoladen- und Pralinenverpackungen werden aus Direct Food Contact DFC Board – durchgefärbtem und lebensmittelzertifiziertem Karton der Basler Winter & Company AG hergestellt. Das für direkten Kontakt mit Lebensmitteln geeignete Material ist ab Lager in 11 verschiedenen Farben verfügbar. Bei einer Mindestmenge von 50 Stück werden auch diverse Standardverpackungen inkl. Folienprägung angeboten. Neben Food- und Süsswarenverpackungen bietet das Unternehmen persönliche und kompetente Beratung auch für diverse Nonfoodkollektionen. Am Lager befinden sich mehr als 3’000 Artikel. Erfolgt die Bestellung vor dem Mittag, werden die Artikel meist schon am nächsten Tag geliefert. Das bestellte Material wird exakt auf das gewünschte Format zugeschnitten – egal, ob DIN A4, Grossbogen oder als Rollenabschnitt. Da keine Mindestbestellmenge und kein Kleinmengenzuschlag berechnet werden, können auch kleinere Projekte mit kreativen und aussergewöhnlichen Materialien realisiert werden. Bei grösseren Bestellmengen werden Sonderanfertigungen in speziellen Farben, Breiten, Flächengewichten usw. angeboten.

 

 

 

 

 


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Die LogiMAT, welche 2019 vom 19. bis 21. Februar auf dem Messegelände Stuttgart stattfindet, verzeichnet eine wachsende Internationalisierung. Die Aussteller- und Besucherzahlen aus dem Ausland haben sich in den vergangenen zehn Jahren verfünffacht. 2018 kamen 400 von den 1’564 Ausstellern aus dem Ausland. Von den insgesamt 55’375 Messebesuchern reisten 2018 rund 11’000 aus dem Ausland an. 2019 wird die Messe erstmals auch die Halle 2 belegen und sich damit in allen 10 Hallen auf einer Gesamtfläche von 120’000 m2 präsentieren. Die Aussteller des Bereichs Anlagen- und Fördertechnik findet man wie gewohnt in den Hallen 1, 3, 5 und 7. Um auch hier dem gewachsenen Interesse gerecht zu werden, belegt dieses Thema darüber hinaus auch die Galerie in Halle 1. Flurförderzeuge und Zubehör, Fahrerlose Transportsysteme (FTS), Lösungen für das Batterie- und Energiemanagement sowie die Bereiche der Kran-/Hebetechnik und der Ladungssicherung befinden sich in der Halle 7 sowie in den sich gegenüberliegenden Hallen 9 und 10. Der Bereich Verpackungen, Verpackungssysteme und Behälter belegt auch im nächsten Jahr in unmittelbarer Nachbarschaft mit den Themen Identifikationstechnik/RFID die Hallen 4 und 6. Die Anbieter von Softwarelösungen für die Intralogistik sind in den Hallen 6 und 8 vertreten.

 

 


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VeranstaltungenDie Label & Print, welche im Rahmen des Zürcher Messequartettszusammen mit Emack, Packaging Innovations und Logistics & Distribution auf dem Programm stand, wird in die Empack reintegriert. Damit erfüllt der Veranstalter Easyfairs im April 2019 den Wunsch, den die Aussteller und Besucher in einer Umfrage mehrheitlich geäussert haben. Die Befragung ergab, dass die Empack Zürich der Zielgruppe Label & Print bestens bekannt ist und die gemeinsame Messe den Bedürfnissen der Aussteller wie Besucher gerecht wird. Die Easyfairs konzentriere ihre Kräfte auf das Wesentliche und intensiviere die Kampagne auf das gemeinsame Besucherpotenzial mit Fokus auf die Entscheidungsträger (u.a. Einkäufer und Produktionsleiter). Die Empack findet also mit integriertem Verpackungsdruck- und Etikettierteil vom 10. bis 11. April 2019 parallel zu Packaging Innovations und Logistics & Distribution in der Messe Zürich statt. Mit 15 Prozent mehr Ausstellern als im Vorjahr zeichnen sich 2019 zwei starke Messetage ab. Die Veranstaltung richtet sich an Einkäufer und Produktionsleiter, Product Manager, KMU-Verantwortliche sowie Brandholder. Begleitend zur Messe werden Fachvorträge und Expertengespräche zu aktuellen Themen der Verpackungsindustrie angeboten. HOT TOPIC 2019 ist «Green Packaging – Packaging in the Circular Economy». Darüber hinaus werden am ersten Tag die Herausforderung Plastik, alternative Rohmaterialien und Recycling behandelt. Am zweiten Messetag liegt der Fokus auf der Nachhaltigkeit von Produktionsketten, der Produktion «on demand», der Ökobilanz des Onlinehandels und den neuen Verfahren im Bereich des nachhaltigen Verpackungsdrucks. Das Publikum wird mittels Q&A eingebunden. Die Besucher können ihre Fragen direkt an die Experten und Moderatoren auf der Bühne richten – und im Anschluss in der Networking-Zone diskutieren.

 


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Viel Interesse bei den Fachbesuchern der FachPack 2018 weckten zwei über 10 m lange Pickerlinien, ausgestellt auf dem 300 m² grossen Messestand des Maschinenbauers R. Weiss Verpackungstechnik GmbH & Co. KG. Alle Maschinen des Unternehmens basieren auf dem modularen UNIROB-System. Ausgestellt war eine Monolinie, die dort Anwendung findet, wo sortenreine Produkte (Süsswaren oder Medikamente) präzise mit Höchstgeschwindigkeit verpackt werden. Mit dem gezeigten Untermischungssystem kann man Verkaufseinheiten mit unterschiedlichen Sorten oder Geschmacksrichtungen flexibel konfigurieren und verpacken. Anwendung findet das System z.B. beim Verpacken von Schokoladenriegeln, Pralinen oder Hygieneprodukten wie Shampoo. Die andere UNIROB-Toploading-Maschine arbeitete mit integriertem Intelligent Shuttle System (ISS) für das Handling von Einzelprodukten im Highspeed-Bereich. Das Unternehmen bietet die Möglichkeit, solche branchenspezifischen Vorgaben entweder direkt im Projekt zu realisieren oder für einen späteren Zeitpunkt vorzubereiten. Jedes Modul wird, auf dem Standard basierend, für die jeweilige Funktion konfiguriert. Die FachPack-Exponate griffen auch topaktuelle Themen wie Serialisierung und Track & Trace in der Pharmabranche sowie deren Integration in die von R.Weiss entwickelten und hergestellten UNIROB-Toploading-Maschinen und -Anlagen auf. Die Technologie bedient aktuelle Trends, welche sich durch eine immer höhere Dynamik der Märkte, kleinere Chargen und kürzere Umrüstzyklen auszeichnen.

 

 

 

 

 


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Aktuelle Branchenthemen der Bereiche Verpackung und Intralogistik beherrschten die Pariser Messehallen während der  all4pack 2018. Zur Veranstaltung, welche vom 26. bis 29. November 2018 auf dem Messegelände in Paris Nord Villepinte stattfand, kamen rund 1’350 Aussteller und 79’000 Fachleute. Starke internationale Präsenz war vor allem an den ersten beiden Messetagen zu beobachten. Insgesamt zählte die Messe fast 35% internationale Besucher, davon 21% aus Afrika. Vertreten waren über 60 Länder. Am bewusst selektiver gestalteten Begleitprogramm fanden 25 Vortragsveranstaltungen mit über 80 Rednern statt. Sie befassten sich mit wichtigen aktuellen wie zukunftsorientierten Themen. Auf Interesse stiessen u.a. Referate über die zweifache europäische Umfrage der all4pack und ihr Weissbuch «Verpackungsindustrie im Wandel» sowie die Preisverleihungen «Pack The Future» und «Sustainable Plastic Packaging Award 2018», welche brandneue Innovationen von Kunststoffverpackungen und Folien präsentierten. Einen wichtigen Stellenwert nahm das viel diskutierte Thema rund um nachhaltige Verpackungen und Beeinflussung der Märkte durch neue Gesetzes- und Umweltanforderungen. Die Creative Lounge warf einen erweiterten Blick auf Innovationen. Dazu präsentierte sie sich mit unterschiedlichen Selektionen (all4pack Innovation Awards, Auswahl SIAL Innovation, De Gouden Noot, Preisträger von Pack the Future) als Forum für Trendscouting und Inspirationen. Die Exponate des Forums entsprachen dem Messemotto «Share your creativity» in bester Weise. Insgesamt 16 Start-ups nahmen teil. Sie präsentierten sich im Rahmen von Pitches und vereinbarten im Anschluss  Termine mit Entscheidern der Verpackungs- und Intralogistikbranche. Die spontanen Feedbacks dazu waren vielversprechend. Von der Messe  wurden 1’100 Business Meetings zwischen Auftraggebern und Ausstellern organisiert (mehr als doppelte Menge von 500 Terminen bei der Veranstaltung 2016). Auf diese Weise kamen auch konkrete Geschäftsabschlüsse zustande. Die nächste all4pack findet 2020 in Paris statt.

 

 

 


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2019 ist Jubiläumsjahr: Die Swiss Packaging Awards werden zum 50. Mal an die innovativsten Verpackungen der Schweiz verliehen. Aus Anlass des runden Geburtstags werden die Sieger aller ausgeschriebenen Kategorien einmalig mit dem goldenen Ei ausgezeichnet! In diesem traditionellen Wettbewerb (der früher Swiss Star hiess) zeichnet das Schweizerische Verpackungsinstitut SVI herausragende Verpackungslösungen aus. Ziel ist, die Kreativität und Innovationskraft der Schweizer Verpackungsindustrie aufzuzeigen.

Das goldene Ei wird nur im nächsten Jahr verliehen. SVI-Präsident Philippe Dubois weist darauf hin, dass die teilnehmenden Unternehmen hier die Chance haben, eine einzigartige Auszeichnung zu erhalten. Goldene Awards wurden bisher nämlich noch nie vergeben. Der Einsendeschluss ist am 1. Februar 2019. Die Anmeldung wird (auch dies eine Neuerung) erstmals online abgewickelt. Den Teilnehmern soll so die Einreichung ihrer Verpackungslösungen und die Verwaltung ihrer Wettbewerbseingaben erleichtert werden. Wer die goldenen Auszeichnungen gewonnen hat, wird im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung am 16. Mai 2019 – dem Tag der SVI-Generalversammlung – in Horgen bekanntgegeben.

Preise in acht Kategorien      

Der Swiss Packaging Award steht für zukunftsweisende Verpackungslösungen in der Schweiz. Zum Wettbewerb zugelassen sind innovative Verpackungen sowie Verpackungs- und Abpacksysteme, die von schweizerischen Firmen bzw. Personen entwickelt, designt, hergestellt oder vertrieben werden oder von ausländischen Firmen bzw. Personen, die ihre Einsendungen auf dem schweizerischen Markt eingeführt haben. Pro Einsender können auch mehrere Verpackungen eingereicht werden. Der Swiss Packaging Award wird in den Kategorien Nachhaltigkeit, Convenience, Design, Marketing, Technik und Konstruktion vergeben. Hinzu kommen der Nachwuchs- und der Publikumspreis als Sonderwertungen. Anmelden kann man Verpackungen aus allen Materialien. Der Fokus liegt dabei auf der Förderung und Auszeichnung ganzheitlicher Verpackungslösungen, unabhängig vom Packstoff.

Innovative Verpackungslösungen     

Die Jury nominiert zuerst bis zu drei Verpackungen pro Kategorie und aus den Nominierungen wird dann je ein Gewinner erkoren. Ein Sieg und auch eine Nominierung bringen den ausgezeichneten Unternehmen hohe Aufmerksamkeit, bestätigen die eigene Leistung und motivieren die Mitarbeitenden. Alle prämierten und nominierten Verpackungen sowie die daran beteiligten Firmen und Personen dürfen das offizielle Signet des Swiss Packaging Awards verwenden. Die prämierten Verpackungen qualifizieren sich für die Teilnahme am World Star, dem von World Packaging Organisation WPO organisierten internationalen Wettbewerb um die weltweit besten Verpackungen des Jahres. Als Sonderkategorie wird in der Schweiz jedes Jahr der Packaging Innovations Publikumspreis verliehen. Wer ihn bekommt, entscheiden die Verbraucherinnen und Verbraucher mittels E-Voting.

Auch der Nachwuchs ist aufgerufen

Der Veranstalter SVI ruft neben etablierten Unternehmen speziell auch den Nachwuchs dazu auf, seine Verpackungslösungen beim Wettbewerb zu präsentieren. Schülerinnen und Schüler sowie Studierende gehen mit ihrer Verpackung kostenfrei an den Start. Voraussetzung ist, dass diese nicht am Markt eingeführt ist. Die Nachwuchskategorie gibt es schon seit mehreren Jahren, wurde bislang jedoch nur unzureichend wahrgenommen. Das soll sich nach Wunsch des SVI ändern: «Wenn die schweizerische Verpackungswirtschaft ihre Leistungsfähigkeit zeigt, darf die nächste Generation nicht fehlen», sagt SVI-Geschäftsführer Stephan Bitterlin.

Zeitlicher Ablauf

  • bis 1.2.2019: Anmeldung zum Swiss Packaging Award 2019
  • 18.2.2019 – 29.3.2019: Abstimmung Publikumspreis 2019
  • 28. – 29.3.2019: Jurierungstage
  • 10. – 11.4.2019: Ausstellung der nominierten Verpackungen an der Messe Packaging Innovations in Zürich
  • 16.5.2019: Preisverleihung in Horgen.

 

 

 

 

 

 


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Die von Georg Utz GmbH, Schüttorf (Schwestergesellschaft der in Bremgarten domizilierten Georg Utz AG), hergestellte Behälterserie ECOBIN wurde mit dem Deutschen Verpackungspreis 2018 in der Kategorie «Logistik + Materialfluss» ausgezeichnet. Das innovative und RFID-gesteuerte Belieferungssystem wurde für die Firma Böllhoff GmbH, Bielefeld, entwickelt und verfolgt klare Ziele: autonome Identifizierung, Lokalisierug, Quantifizierung / Disqualifizierung, Quantifizierung und Mitarbeiterführung üver optional einsatzbare Displays. Die modularen Behälter sind die Kernelemente eines umfassenden Dienstleistungspaketes ECOSIT® (ECOnomic Supply In Time), um die logistische Lieferkette von der Disposition bis zum Band mit einem einheitlichen Verpackungssystem zu erfüllen. Bedingt durch die hohe Funktionalität der neuen Behälterserie lassen sich Effizienzsteigerungen, Kosteneinsparungen mit hoher Qualität und Warenbereitstellung kombinieren. Als besondere Eigenschaften lassen sich insbesondere die vertikal
beweglichen transluzenten Öffnungs-/Verschlussscheiben inklusive Halter für die Befestigung von RFID-Etiketten oder digitalen Displays hervorheben. Ein spezieller Waffelboden mit Aussparungen für den optionalen Staubschutzdeckel ermöglicht eine stabile und sichere Verbundstapelung. Damit können die unterschiedlichen Grössen von Behältern (150×200, 200×300 und 300×400) mm in jeglicher Anordnung untereinander gestapelt werden. Stapelzentrierungen verhindern dabei das Verrutschen der Behälter. Zusätzlich ist die Aufnahme eines Röhrchen-Transponders im Boden für individuelle und zukünftige Anforderungen möglich. Die ECOBIN-Behälter wurden Ende September am Utz-Messestand an der FachPack 2018 ausgestellt.

 

 


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Als erster Hersteller brachte das italienische Familienunternehmen San Giorgio Dolce & Salato vorgebackene, gefüllte und anschliessend gefrorene Croissants auf den Markt. Für diese Produktinnovation wurde eine Anlage nötig, die verschiedene Füllungen schonend in die Backwaren injiziert und diesen Vorgang effizient mit dem Endverpackungsprozess kombiniert. Die anspruchsvolle Aufgabe meistert eine Anlage, die für den italienischen Neukunden von Gerhard Schubert GmbH eigens entwickelt wurde.

Integrative und skalierbare Technologie

Schubert wurde auf der IpackIma 2015 in Mailand vom italienischen Backwarenhersteller kontaktiert und konnte mit seiner professionellen Projektbegleitung bereits in der Angebotsphase punkten. Die Verpackungsspezialisten setzten sich von Anfang an intensiv mit den Besonderheiten des Produkts auseinander. Eine Herausforderung bestand darin, bei der Konzeption der Gesamtanlage eine Injektionsstation des Maschinenherstellers Canol zu integrieren. Dafür arbeitete der Verkaufs- und Projektverantwortliche von Schubert, Antonino Lanza, eng mit Canol zusammen. Das Ergebnis ist ein exakt auf die Robotertechnologie von Schubert abgestimmter Injektor. Darüber hinaus überzeugten die schonende und sichere Greifertechnologie sowie die für Schubert-Maschinen typische Flexibilität. So ist es möglich, unterschiedliche Füllungen zu injizieren, und zwar sowohl in die Croissants als auch in andere Backwaren. Neben den technologischen Vorzügen war zudem auch die vertrauensvolle Zusammenarbeit wichtig, die von Beginn an gegeben war: von Familienunternehmen zu Familienunternehmen.

Pick-and-Place-Roboter mit schonenden Greifern

Die Anlage, die Schubert für den Backwarenhersteller entwickelt hat, besteht aus vier Teilmaschinen. Innerhalb der Anlage übernehmen drei Pick-and-Place-Roboter sowie zwei F2-Roboter das Handling der Croissants. Das beginnt direkt nach dem Backen: Aus dem Ofen werden die Backwaren zur Vorgruppierung in die erste Teilmaschine befördert. Dort kontrolliert zunächst ein 2D-Bilderkennungssystem die Position der Produkte und übermittelt die Daten an die F4-Roboter in der nächsten Station. Gesteuert von zwei Servomotoren können diese in einem zweidimensionalen Arbeitsfeld beliebige Bewegungen ausführen. Da die Croissants empfindl

iche Backwaren sind sowie in Höhe, Dichte und Konsistenz variieren, muss der Roboter sorgsam mit ihnen umgehen. Das stellen vier Greifer und eine flexible Dämpfung an den Roboterwerkzeugen sicher, die die weichen und noch war

men Produkte nicht eindrücken oder beschädigen.

Flexible Injektionsanlage

Die Pickerarme greifen die Croissants einzeln und legen sie in Zwölferreihen mit gleichmässigem Abstand auf Transmodule. Diese Transportroboter bringen die Croissants zur Injektionsstation,

in der ein Aggregat die Füllung mit Marmelade, Schoko- oder Vanillecreme vornimmt. Ein Roboter fixiert die Gebäckstücke, das Aggregat mit zwölf Injektionsnadeln fährt heran und sticht die Nadeln hinein. Auch hier ist Flexibilität gefragt: So sind die Nadeln in der Höhe verstellbar, ebenso lässt sich einrichten, wie tief sie die Füllung in die Backwaren injizieren. Dank Steckverbindungen lässt sich die Injektionsanlage komplett aus der Anlage fahren, um sie zu reinigen und auf andere Füllungen umzustellen.

Jederzeit erweiterbare Lösung

Nachdem die Croissants befüllt wurden, platzieren F2-Roboter sie wiederum in Zwölfer-Gruppen auf dem Band. Anschliessend durchlaufen sie einen Froster. Im letzten Schritt werden die tiefgekühlten Produkte einzeln oder zu je drei Produkten in Schlauchbeutel oder von der nächsten Schubert-Anlage in Kartons endverpackt. Dank dieser Automatisierungslösung kann San Giorgio Dolce & Salato 160 Croi

ssants pro Minute füllen und verpacken. Diese effiziente Kombination von Injektion und Endverpackungsprozess ist für das italienische Unternehmen von grossem Vorteil, ebenso wie die Flexibilität, die es ermöglicht, dass auf

derselben Anlage beziehungsweise nach demselben Prinzip unterschiedliche Backwaren gefüllt und verpackt werden können. Damit ist das Angebot an vorgebackenen Backwaren jederzeit erweiterbar.


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«Unser Geschäft entwickelt sich entgegen dem allgemeinen Markttrend weiterhin gut», erklärte Hans-Joachim Boekstegers, Geschäftsführender Direktor und CEO von Multivac, im Rahmen eines Pressefrühstücks an der FachPack 2018. Der Umsatz der Unternehmensgruppe erreich nahezu 1 Mrd. Euro und im laufenden Geschäftsjahr wird mit einem Wachstum von bis zu 10 Prozent gerechnet. Dennoch bestünden zahlreiche wirtschaftspolitische Risiken – etwa die Abschottungs-Politik der USA, die Folgen des Brexit, ein zunehmender Nationalismus, Schutzzölle und stark schwankende Rohstoffpreise. Mit Blick auf die aktuell viel diskutierte EU-Kunststoffstrategie gab Boekstegers zu bedenken, dass sich die EU-Forderung zur Verwertung der Kunststoffe nur auf die Recyclingfähigkeit konzentriere. Der Mehrwert einer Kunststoffverpackung während ihres Lebenszyklus, etwa Haltbarkeitsverlängerung von Lebensmitteln ohne Konservierungsstoffe und Schutz bzw. Sicherheit für den Verbraucher durch versiegelte Verpackungen, werde dabei nicht berücksichtigt. Neue Verpackungskonzepte müssten vergleichbare Vorteile wie herkömmliche Lösungen in puncto Schutz und Haltbarkeit des verpackten Produkts bieten, sonst werde der ohnehin schon hohe Anteil an weggeworfenen respektive verdorbenen Lebensmitteln weiter steigen. Neue Verpackungskonzepte sollten zudem mit Rücknahmesystemen kompatibel sein und nicht zuletzt müsse recyclingfähiges Material als solches erkennbar sein. Multivac arbeitet gemeinsam mit führenden Herstellern von Verpackungsmaterialien an der Entwicklung neuer Verpackungskonzepte unter Verwendung von recyclingfähigen Materialien (z.B. Monomaterialien oder faserbasierten Packstoffen). Die CH-Tochtergesellschaft Multivac Export AG ist Hünenberg domiziliert.

 

 

 

 

 



Über uns

Die Fachzeitschrift spi swisspack international mit Logistik-Praxis erscheint fünfmal jährlich in deutscher Sprache in einer Auflage von 4200 Exemplaren. Jede Ausgabe berichtet aktuell und lebendig über die verwandten Fachbereiche Verpackung und Logistik und verdeutlicht die Zusammenhänge zwischen ihnen.




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