Ohne Antrieb läuft nichts

In der Antriebstechnik werden immer die neuesten Trends und Entwicklungen verfolgt und integriert. In vielen Fällen ist sie sogar der Auslöser für neue Innovationen. Antriebe werden überall dort benötigt, wo Personen oder Gegenstände zu bewegen sind. Dies trifft vor allem für die Logistik zu. Wörtlich genommen: ohne Antriebe läuft nichts. In der Fachzeitschrift swisspack internationalberichtet der Fachteil «Antriebstechnik» über die neusten Entwicklungen im Bereich mechanische, elektrische, hydraulische, pneumatische sowie thermische Antriebe.

Kompaktes 120-Watt-Schaltnetzteil 

Lütze ergänzt das erfolgreiche LCOS-Gehäusesystem um ein Ultracompact-Schaltnetzteil. Das neue Lütze Power Supply gehört somit zu den kleinsten 120-Watt-Netzgeräten auf dem Weltmarkt. Das einphasige und primär getaktete Schaltnetzteil ist ausgangsseitig in einem Spannungsbereich von 23-27,5 V einstellbar und verfügt über einen AC-Weitbereichseingang von 88-264 V. Es zeichnet sich durch seine ausserordentliche Kompaktheit mit Aussenmassen von gerade mal 35x100x110 mm aus. Der überdurchschnittliche Wirkungsgrad ist grösser als 94 Prozent. Hervorzuheben ist der verstärkte Schutz gegen Überspannungen, die PFC «Power Factor Correction» und der Störmeldeausgang. Das neue Schaltnetzteil ist ausgangsseitig über den Remote Kanal schaltbar und bietet mit einem Power Boost von 150 Prozent hohe Leistungsreserven. Der parallele Betrieb mehrerer Schaltnetzteile ist via Downslope-Kennlinie sehr einfach zu konfigurieren. Alle Lütze LCOS PS Schaltnetzteile von 30 bis 120 Watt besitzen eine einheitliche Gehäusestruktur und sind für den Einsatz im modularen Gehäusesystem LCOS oder auch in herkömmlicher Weise für die Hutschienenmontage (TS 35 EN 50022) ausgelegt. Das 120-Watt-Schaltnetzteil ist geschaffen für den Einsatz im Maschinen- und Anlagenbau in der Prozess- und Verfahrenstechnik, Telekommunikation sowie für Anwendungen der erneuerbaren Energie; also überall dort, wo hohe Verfügbarkeiten erforderlich sind. Das LCOS-Gehäusesystem von Lütze lässt sich sowohl als Einzelgehäuse sowie als Stand-Alone-Lösung einsetzen oder durch werkzeugfreies Zustecken von Daten- und/oder Energiemodulen zu einem kompletten und modularen I/0-System erweitert. Basis des LCOS-Elektronikgehäuses ist ein Geräteträger zur Aufnahme der einzelnen Gehäuse bzw. der aufsteckbaren Funktionseinheiten. Der patentierte Vier-Leiter-Energie-Bus ermöglicht die feldseitige Versorgung bis 16 A Nennstrom pro Leiter. So lassen sich auf einfache Art und Weise dreiphasige Funktionen mit einer Betriebsspannung von 500 V oder auch 24 V Applikationen mit einer Strombelastung von DC 64 A realisieren.


Dezentrale Automatisierung für Verpackungsmaschinen


Der Anspruch an automatisierte Umsetzung von Verpackungslösungen steigt stetig. Allerdings stehen die Hersteller von Verpackungsmaschinen unter einem enormen Preisdruck. Häufige Produkt- und Formatwechsel sind für ihre Kunden heute an der Tagesordnung. Darum brauchen sie flexible Maschinen, die schnell und einfach umzurüsten und dennoch leicht bedienbar sind. Diese Anforderungen haben mit der Zeit dazu geführt, dass im Verpackungsmaschinenbau die servoelektrische Antriebs- und Steuerungstechnik Einzug gehalten haben. Die hohen Automatisierungsgrade fordern prozessoptimierte Lösungen, die sowohl zukunftssicher als auch bezahlbar sind. Deshalb hat AMK eine komplette mechatronische Funktionseinheit entwickelt, die dezentral in die Maschine einbaut werden kann. Als anschlussfertige kompakte Einheit aus Hightorque-Motor, Servoregler und Winkelgeber bietet der neue AMKASMART IDT4 sehr gute Servo-Eigenschaften. Er eignet sich bestens für Positionieraufgaben in Verpackungsmaschinen. Durch den kompakten Aufbau des AMKASMART Motors benötigt dieser nicht mehr Einbauraum als ein herkömmlicher Motor ohne integrierten Servoregler. Dies bedeutet Einsparungen an Schaltschrankvolumen, Kabel und Verdrahtungsaufwand. Optional kann er mit einer mechanischen Haltebremse, einem Getriebe oder einem Multiturngeber ausgerüstet werden. Die Einbindung in eine übergeordnete Systemstruktur ist jederzeit problemlos möglich, da die Durchgängigkeit über die ACC-Bus-Schnittstelle basierend auf CANopen volle Kompatibilität zu allen Modulen aus dem AMKASYN-Baukasten bietet. Die dezentrale Systemarchitektur ermöglicht den Herstellern von Verpackungsmaschinen zudem eine Modulbauweise - und somit erhöhte Flexibilität und reduzierte Lieferzeiten.

Neues Plugin-Modul für Ethernet-kompatible Bewegungssteuerung

Der Wechsel hin zur echtzeitgesteuerten und deterministischen Ethernet-kompatiblen Bewegungssteuerung im Maschinenbau erfreut sich steigender Beliebtheit. Baldor hat für die Bewegungs- und Maschinensteuerung seiner Ethernet-kompatiblen Powerlink-Antriebe ein neues Plugin-Modul auf den Markt gebracht. Durch diesen neuen Controller kann der Maschinenbau auf die Verwendung von separaten externen Netzwerkcontrollern verzichten. Das neue Mint Machine-Modul wird einfach in den Hardware-Erweiterungssteckplatz eines der Powerlink-kompatiblen Drehstrom-Motorantriebe der MotiFlex-Reihe von Baldor eingesetzt. Die Erweiterungskarte wird in zwei Variationen angeboten: Eine Version für zwei Achsen, die den Powerlink-Hostantrieb plus einen weiteren externen Antrieb über eine konventionelle analoge Schnittstelle steuert, oder eine High-Speed-Version, die ausserdem als Powerlink-Netzwerkcontroller eingesetzt wird, um ein komplettes mehrachsiges Steuerungssystem zu verwalten. Beide Optionen sind mit Baldors Mint, der leistungsstarken Programmiersprache zur Bewegungssteuerung und ihrer umfangreichen Entwicklungsumgebung kompatibel. Der Designansatz fügt den Vorteilen durch die Reduzierung der Verkabelung, der vereinfachten Systemerstellung und der Ethernet-kompatiblen Powerlink-Netzwerke eine Reihe weiterer Einsparungsmöglichkeiten hinzu. Der Hardwarebedarf wird reduziert, da durch das Modul auf einen separaten Systemcontroller verzichtet werden kann. Darüber hinaus fallen die sonst erforderliche Verkabelung, die Stromversorgung und der Verdrahtungsaufwand im Schaltschrank weg. Die Maschinenbauindustrie profitiert allein durch das Einstecken eines Controllers in den Antrieb von der vollständigen Flexibilität einer Steuerungssystem-Architektur, da der Antrieb als eigenständige intelligente Automatisierungslösung, als dezentrales Element eines grösseren Powerlink-Netzwerks oder als komplettes, autonom arbeitendes Bewegungssteuerungssystem für mehrere Achsen eingesetzt werden kann.


Getriebe aus Edelstahl

In der Lebensmittelbranche, der chemischen, petrochemischen und der pharmazeutischen Industrie werden inzwischen sehr hohe Ansprüche an Hygiene, Sauberkeit und Korrosionsschutz gestellt. Nicht zuletzt aufgrund rechtlicher Grundlagen und verschiedener Normen werden die Ansprüche an die Materialgüte permanent höher. Maschinen und Produktionsanlagen, welche in dieser Branche ihren Einsatz finden, werden deshalb zum grössten Teil aus Edelstahl gefertigt. Der Werkstoff lässt sich relativ einfach reinigen und ist zudem korrosionsbeständig. Das Material besitzt somit optimale Eigenschaften für derartige Anwendungen. Wie sieht es mit den Antrieben für solche Anlagen aus? Bezüglich der in den Maschinen eingesetzten Getriebe und Getriebemotoren konnten Maschinenhersteller bisher noch nicht auf Edelstahl zurückgreifen. Aufgrund dieser Tatsache kam von den verschiedensten Maschinenherstellern und Anlagenbauern immer wieder die Anregung, auch die Antriebskompontenten aus Edelstahl zu fertigen. Hintergrund hierbei ist die Gegebenheit, dass die besagten Antriebe innerhalb von Maschinen und Produktionsanlagen in aller Regel schlecht bzw. gar nicht zugänglich sind, so dass eine vollständige Reinigung nicht möglich ist. In Vertiefungen, wie zum Beispiel in den Kühlrippen der Gehäuse lagern sich Materialreste und Keime ab, so dass sehr aggressive Reiniger und Desinfektionsmittel eingesetzt werden müssen, um die hygienischen Anforderungen sicherzustellen. Diese aggressiven Medien in Verbindung mit Wasser führen jedoch zu Korrosionsschäden an den Antrieben, deren Gehäuse in der Regel aus Grauguss oder Aluminium bestehen. Bisher wurde immer wieder versucht, die Korrosionsprobleme durch aufwendige Beschichtungen in den Griff zu bekommen. Diese Lösung konnte sich allerdings nicht durchsetzen, da die Beschichtung nach einiger Zeit durch die Reinigung der Antriebe mit Hochdruckreinigern und die Verwendung aggressiver Reiniger abblättert. Eine Lösung aus Edelstahl schien von Zeit zu Zeit unumgänglich zu werden, konnte jedoch bisher nicht zufrieden stellend umgesetzt werden. Das in der Antriebstechnik tätige Unternehmen Carl Rehfuss (Generalvertretung für die Schweiz: Haag Antriebstechnik AG) hat auf die Forderungen seiner Kunden reagiert und kann bereits jetzt eine Schneckengetriebereihe komplett in Edelstahl und mit absolut glatter Oberfläche anbieten. Die Gehäuse, sowohl der durch einen IEC-Flansch angebaute Motor bestehen aus rostfreiem Edelstahl 1.4308. Viele Kunden und Interessenten sind von dem Produkt begeistert, da hierdurch mit einem Schlag eine Vielzahl von Problemen mit Korrosion und Reinigung gelöst wird. Dies bringt klare Wettbewerbsvorteile für die Maschinen und Anlagen.