Verlängerte Haltbarkeit von Lebensmitteln wird im Molkereibereich normalerweise durch ultrahohes Erhitzen oder durch die Zugabe von Konservierungsstoffen erreicht. Beiden Methoden stehen Konsumenten jedoch zunehmend skeptisch gegenüber. Mit der inert barrier technology wird nun von Greiner Packaging International eine neue Variante der Haltbarkeitsverlängerung bei Becherverpackungen vorgestellt.

Die Technologie nutzt die exzellenten Eigenschaften der chemischen Verbindung Siliziumoxid. Eine extrem dünne Schicht aus diesem Material wird auf der Innenseite von Kunststoffbechern aufgebracht.

Sehr gute Barriere-Eigenschaften

Die technische Umsetzung erfolgt in Form eines Plasmaabscheideverfahrens. Die Kunststoffbecher kommen in eine Kammer, in der ein Vakuum erzeugt wird. Eine Elektrode bildet in Verbindung mit eingeleitetem Sauerstoff und siliziumhaltigem Gas ein Plasma. Dadurch ergibt sich eine Beschichtung auf den Bechern. Die Barriereschicht und der Kunststoff gehen eine sogenannte «kovalente Bindung» ein. Die Siliziumoxid-Schicht ist chemisch inert und sorgt für stark reduzierte Sauerstoff- und Wasserdampfdurchlässigkeit. Im Vergleich zu unbeschichteten Kunststoffbechern aus PP steigt die Sauerstoffbarriere um den Faktor 20. Gegenüber Verpackungen aus PS erhöht sie sich sogar um den Faktor 30. Die inert barrier technology sorgt für optimalen Aromaschutz und erhält Geruch und Geschmack des Füllgutes. Gegenüber Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit reagiert sie unempfindlich und ist zudem flexibel, pasteurisations- und sterilisationstauglich. Die inert barrier technology verhindert einen sogenannten Retort Shock (Abfall der Barrierewirkung). Dadurch ermöglicht sie eine längere Haltbarkeit von Lebensmitteln ohne den Zusatz von Konservierungsstoffen.

Hauchdünne Schicht

Die mittels inert barrier technology aufgebrachte Siliziumoxid-Schicht ist rund 500 Mal dünner als ein menschliches Haar. Sie wiegt so gut wie nichts und hat daher keinen Einfluss auf das Verpackungsgewicht. Das ist ein bedeutender Faktor in Hinblick auf die Logistik und den CO2-Ausstoss.

Nachhaltig und recyclingfähig

Die neue Beschichtungstechnologie ist produktschonend und zugleich nachhaltig. Sie macht auch bezüglich Entsorgung und Recycling eine gute Figur. Beschichtete Verpackungen werden als Monomaterial deklariert und können bedenkenlos eingemahlen werden. Das Mahlgut kommt bei der Produktion neuer Kunststoffbecher wieder zum Einsatz.


Die Greiner Packaging International nimmt 2014 die Produktion an ihrem US-Standort in Pittston, Pennsylvania, auf. Die Region gehört aus der Sicht der Verpackungsindustrie zu den attraktivsten der USA. Der Fokus für Greiner liegt auf hochwertigen Premium-Verpackungen für den Molkereimarkt (Karton-Kunststoff-Kombinationen sowie bedruckte Becher). «Vieles spricht dafür, gerade jetzt am US-Markt aktiv zu werden: Die Konsumenten denken um und wollen sich bewusster ernähren. Mit der steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln in guter Qualität steigt auch der Bedarf an qualitativ hochwertigen Verpackungen. Gleichzeitig ist ein Trend zu nachhaltigen Verpackungskonzepten zu beobachten», erklärt CEO Willi Eibner (Bild) und ergänzt: «Einige unserer Kunden haben den Schritt in die USA bereits gemacht. Der neue Standort eröffnet die Möglichkeit, die bewährte Geschäftsbeziehung auf einem anderen Kontinent möglichst kundennah fortzusetzen.» Für die aktuellen Anforderungen des US-Molkereimarktes bietet Greiner passende Lösungen. Die K3®-Technologie ist stark in der Kommunikation. Ihr Kartonwickel ist innen und aussen dekorierbar und damit prädestiniert für das hochentwickelte US-amerikanische Marketingsystem. Mit ihren Nachhaltigkeitsvorzügen (nachwachsende Rohstoffe, geringer Kunststoffanteil, bis zu 25 Prozent reduzierter CO2-Fussabdruck) liegt die K3®-Technologie im Trend. Für die erste Ausbaustufe steht eine Betriebsfläche von 10’000 m² zur Verfügung. Die Greiner Packaging International beschäftigt mehr als 3’200 Mitarbeiter an 34 Standorten.


Der von BACHMANN FORMING AG und Neuzeit AG gemeinsam entwickelte Gemüse-Shaker ist eine clevere Convenience-Verpackung für den «Vegi-Snack» zwischendurch. Die hohe Funktionalität des Bechers und die einfache Ausführung des Deckels haben die Jury des Schweizerischen Verpackungswettbewerbs gesamthaft überzeugt; sie würdigte die Entwicklung mit einem Swiss Star 2013. «Alle Anwendungsmerkmale», betont die Jury, «wurden im Deckel integriert und sind ohne aufwendige Gebrauchsanweisungen für jeden zu verstehen.» Man füllt kaltes Wasser durch die runde Öffnung im Deckel, schüttelt den Becher vorsichtig durch und giesst das Wasser durch das Sieb im Deckel wieder ab. Nach diesem Frische-Kick ist der Snack knackig frisch und genussbereit. Das im Kunststoffbecher verpackte Gemüse ist sauber, bedarfsgerecht portioniert, handlich und man kann es überall hin mitnehmen. Durch diese clevere Lösung – entwickelt für den Gemüseproduzenten Gebrüder Meier AG in Dällikon – spart der Konsument Zeit in der Zubereitung. Der Behälter ist rezyklierbar und kann in jedem PET-Sammelbehälter zur Wiederverwertung entsorgt werden.

Clevere Convenience-Verpackung für den «Vegi-Snack».

Die Swiss-Star-Auszeichnung nahmen Heinz Stocker von BACHMANN FORMING AG (links) und Markus Meier von Gebrüder Meier AG entgegen.

 


In stimmungsvoller Atmosphäre wurde die Produktlinie Caffé Lattesso am 21. März 2013 im Club Mascotte in Zürich präsentiert. Ideengeber und Geburtshelfer des neuen kalten Kaffeegetränks ist Erich Kienle, Geschäftsführer der Innoprax AG, Meggen: ein Name, der für die Neuheit einen verheissungsvollen Start verspricht – zählt Kienle doch schon so erfolgreiche Produkt-Lancierungen wie zum Beispiel Caffè Latte oder Shakeria zu seinen Kindern.

Der europäische Markt für Milchmischgetränke mit Kaffee-Aroma wächst seit der Einführung von Caffè Latte im Jahre 2004 (damals war Kienle Marketingleiter bei Emmi) sehr stark. Inzwischen verkaufen unterschiedliche Hersteller europaweit 350 Mio. Becher jährlich. Trotz starker Marktdurchdringung ist «Mr. Coffee-to-go» auch heute noch überzeugt, das die Konsum-Kurve weiter nach oben schnellen wird, denn «diese Getränke treffen den Geist der Zeit». Beweisen will er das mit kompromisslos höchster Produktqualität, verbunden mit ebenso hoher Convenience.

Lifestyle und Natürlichkeit

Der neue Lattesso ist in den Geschmacksrichtungen Espresso, Macchiato und Cappuccino erhältlich. Jede Sorte wird mit frischgebrühtem Espresso aus exquisitem Arabica-Hochlandkaffee aus den Kaffeegärten von Honduras hergestellt. Für die volle Entfaltung des Aromas sorgt die schonende Langzeitröstung der Schweizer Rösterei La Semeuse. Die Sorte Cappuccino wird mit einer feinen Schokoladennote aus dem Hause Felchlin veredelt. Hergestellt wird Lattesso mit Milch von der Molkerei Valait im Wallis. Die kontrollierten Herstellungsprozesse erfüllen die modernen Qualitätsanforderungen, garantieren die Rückverfolgbarkeit und Achtung vor der Umwelt. «Lifestyle und Bestes aus der Schweizer Genusskultur haben wir zu einem Produkt vereint, dass sich auf internationalen Märkten durchsetzen wird», sagt Kienle. Deshalb sei das Schweizerkreuz integrativer Teil der Verpackung.

Packungsgestaltung mit hoher Signalwirkung

Abgesehen von der hundertprozentig natürlichen Rezeptur (ohne Zusatzstoffe wie Stabilisatoren und Bindemittel) ist es nämlich vor allem die Verpackung, die für Kienle die wichtigste Voraussetzung für den Produkterfolg darstellt: «Sie ist das klare Marketinginstrument Nr. 1». Die Packungsgestaltung der Latesso-Becher setzt konsequent auf wenige Elemente mit hoher Signalwirkung im Regal. Gestaltungselement der Marke ist der harmonische Farbcode für die Sorten in weichen Nuancen von Milch und Kaffee. Die Kaffeebohne als Markensymbol zeigt den Bohnenspalt als gestaltetes Doppelprofil mit dem Gesicht von Frau und Mann. Damit wird auf kreative Art signalisiert, dass Lattesso ein Coffee-to-go für Frauen und Männer ist. Durch den leuchtenden Kupferton wird nicht nur die Exklusivität der Marke unterstrichen, sondern auch die Wirkung im Regal signifikant erhöht.

Innovativer Trinkdeckel

Der klar gestaltete, weissgrundige spritzgegossene Polypropylen-Becher ist mit einem Schrumpfsleeve aus geschäumtem PET bekleidet. Dank diesem Material überzeugt er neben seiner Form, die sich gut in der Hand umfassen lässt, auch durch die Haptik seiner Oberfläche. Der Trinkdeckel – wie der Becher aus Polypropylen spritzgegossen – ist eine Innovation. Die Lösung heisst «One action opening», d.h. «Öffnen mit einer Handbewegung». Auf dem Deckel ist eine mit dem Produktnamen bedruckte Siegelplatine aus Alu-Kunststoffverbund angebracht. Erst wenn diese abgezogen wird, wird eine Trinköffnung im Becher für den «on the go»-Konsum frei. Wird die Platine nicht abgezogen und stattdessen der Deckel abgeschraubt, kann aus dem offenen Becher wie aus einem Glas getrunken werden. Der einfach zu öffnende und wiederverschliessbare Drehverschluss mit Erstöffnungsgarantie sorgt für einen hygienischen Schutz des Trinkbereiches.   Die Verpackungshersteller sind die Firmen Menshen (Becher und Deckel), CCL Label (Sleeve) und Model (Wellkartontray).

In 2’300 Verkaufsstellen erhältlich

Für die Generation der mobilen Frühstücker gibt es neben dem 250-ml-Becher auch einen Lattesso Lungo mit 350 ml. Ab April 2013 ist die Produktlinie Caffé Lattesso in der Schweiz an 2’300 Verkaufsstellen erhältlich – u.a. bei Coop, Volg, Manor, Valora mit avec und k-kiosk, Prodega, Howeg, sowie zahlreichen Tankstellen. Eine Handelseinheit besteht aus einem Wellkartontray mit jeweils 10 Bechern.


Für ihren innovativen Becher mit Aufreissboden erhielt die SwissPrimePack AG einen Swiss Star 2012. Der für Latticini Italia srl aus Bologna entwickelte Mono-Kunststoffbecher wird im Spritzgiessverfahren hergestellt. An der Becherunterseite ist eine Aufreisslasche angebracht. Die Art, die Aufreissringe zum Entfernen des Bodens zu verwenden, ist neuartig. Die Befüllung des Bechers erfolgt wie bis anhin von oben. Der Becher wird mit einer Siegelfolie verschlossen. Für das Öffnen kann entweder die Folie oben abgezogen werden oder kopfstehend der Boden über die Lasche einfach entfernt werden. Je nach Lust und Laune öffnen die Konsumenten den Becher also oben oder unten – das Genusserlebnis ist individuell. Dies hebt auch die Swiss-Star-Jury hervor, welche sich durch die Einfachheit der Verpackungslösung und den hohen Konsumentennutzen überzeugen liess: Bei Dessertprodukten mit mehreren Ingredienzen – zum Beispiel mit einer Creme oben und einem Fruchtkonzentrat unten – kann hier der Konsument individuell wählen, von welcher Seite er «sein Dessert» geniessen will.