12. Dezember 2017

Der digitale Wandel der Schüttguttechnologien

Oktober 18, 2017141

Am 7. und 8. Februar 2018 steht die Halle 4 der Messe Zürich im Zeichen der Technologien der Schüttgutverarbeitung. Die Messe findet zum sechsten Mal in der Schweiz statt und wechselt nächstes Jahr von Basel nach Zürich. Um ihre Bedeutung in der Schüttgutbranche besser hervorzuheben, gibt sich die bisherige SCHÜTTGUT den internationalen Namen SOLIDS und tritt mit einem neuen Logo auf. Im Zentrum der Fachmesse stehen die vielfältigen Verarbeitungs- und Verfahrensschritte von grob bis feinst körnigen Materialien. Fachbesucher finden hier die aktuellsten Produkte u.a. zu den Themen Wiegen, Mischen, Filtern und Zerkleinern von Schüttgütern. Lösungen zum Fördern, Lagern und Verpacken, ergänzt durch Sicherheits- und Umweltfragen runden das Themenspektrum ab.

Der digitale Wandel wird auf der parallel zur maintenance Schweiz stattfindenden SOLIDS Zürich 2018 ein grosses Thema sein, denn er hält in allen Branchen und bei fast allen Komponenten Einzug. Vom Trend ausgenommen sind auch die Druckluftsysteme nicht. «Ja, die Digitalisierung und ganz generell die Vernetzung sind ein eindeutiger Trend bei uns», sagt etwa Michael Juhas, Geschäftsleiter der Firma Kaeser Kompressoren. Diesem Trend entsprechend hat man mit dem Sigma Air Manager 4.0 ein Druckluftmanagementsystem unter dem Fokus «maximal mögliche Energieeffizienz in der Drucklufterzeugung» und «Vernetzung des gesamten Druckluftsystems» im Sortiment. «Wichtig dabei ist, dass bei einem solchen Managementsystem auch die externe Vernetzung für die Predictive Maintenance vorhanden ist, also zum Beispiel die einfache Einbindung in kundeninterne Leitsysteme zwecks Monitoring, Analyse und Überwachung der Anlage», meint Juhas.

Das «digitale Shopfloor Management»

«Unser Trend ist die digitale Fabrik», heisst es bei Siemens Schweiz. Das Elektronikwerk Amberg ist das Vorzeigebeispiel für die Anwendung der Digital Enterprise Suite von Siemens, welche den ganzheitlichen Ansatz verfolgt, eine traditionelle Wertschöpfungskette in einen integrierten Produkt- und Produktionslebenszyklus umzuwandeln. Produkte kommunizieren dabei mit Maschinen dank IT-gesteuerten Prozessen und steuern ihre Fertigung selbst. Die Automatisierung ermöglicht höchste Qualität in kurzer Zeit zu niedrigen Preisen. «Siemens-Produktionswerke geben die Richtung bei Industrie 4.0 vor – auch beim Werk in Haguenau (Frankreich), in welchem die Prozessinstrumente produziert werden», sagt Tarek Larbi, Kundenbetreuer Prozessautomation bei Siemens Schweiz. Das Werk legt den Fokus auf das «digitale Shopfloor Management», welches die Digitalisierung von Kundenaufträgen über die digitale Dokumentation aller Arbeitsschritte zur Fertigung des individuellen Produktes bis hin zur Logistik beinhaltet.

Ausgestellte Produkte aus der digitalen Fabrik

Auf der Messe SOLIDS 2018 wird Siemens unter anderem die Produkte Siwarex WP241, die MSI-Bandwaagen und Simatic S7-1500 zeigen, welche in den obengenannten Werken produziert werden. Die Wägeelektronik Siwarex WP241 ist speziell für Bandwaagenapplikationen konzipiert. Durch die verschiedenen Schnittstellen wie Ethernet und RS485 können modbusfähige Panels oder Steuerungen auch direkt an die Wägeelektronik angeschlossen werden. Die Standardfunktionalitäten für die Überwachung einer Bandwaage, wie z.B. Fördermenge, Bandgeschwindigkeit und Bandbeladung, können bedarfsspezifisch angepasst bzw. erweitert werden. Die MSI-Bandwaage bietet sowohl in der Grundstoff- als auch in verarbeitender Industrie eine kontinuierliche Inline-Verwiegung. Sie ist eine bewährte Lösung in vielen schwierigen Applikationen bei der Rohstoffgewinnung, bei Energieerzeugung, in der Eisen- und Stahl- sowie Nahrungsmittel- und chemischen Industrie.

Erhöhte hygienische Standards

Weil die regulatorischen Massnahmen in der Branche immer wieder neue Lösungen hervorrufen, werden neben der Digitalisierung auch Dauerthemen wie der Explosionsschutz oder die Reinhaltung der Luft noch lange Zeit Trends bleiben. Florian Seifert, Geschäftsführer der Firma WAM Helvetia aus Nebikon, erinnert: «Tatsächlich sind der Schutz der Umwelt und die Reinhaltung der Luft Themen, die uns seit vielen Jahren immer wieder vor neue Herausforderungen stellen.» Die stetige Reduzierung von Emissionen sei hierbei der wichtigste Ansatzpunkt. «Die hygienischen und produktionstechnischen Anforderungen und die Standards steigen im Lebensmittel- und Pharmabereich stetig», meint Jan Rudolf von Rohr, Produktmanager bei der Firma Swissfilter aus Muhen. Um in diesem Bereich up to date zu sein, zeigt die Firma an der SOLIDS Zürich 2018 den flexiblen BFM-Verbinder. Dieser trägt mit seiner 100-Prozent-Staubdichtigkeit dazu bei, die hygienischen Standards in der Produktion massiv zu erhöhen und so die einwandfreie Produktqualität zu gewährleisten.

 

 

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