Nachhaltigkeit – ein heute viel frequentierter Begriff – hat ihren Ursprung in der Forstwirtschaft. Sie bringt die verantwortungsbewusste Bewirtschaftungsweise der Wälder zum Ausdruck: Es soll nie mehr Holz entnommen werden als nachwächst. Getränkekartons bestehen bis zu 80 Prozent aus Zellstoff, der aus Holz gewonnen wird. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Die Regel ist, dass nur so viel Holz geerntet wird, wie durch Wiederaufforstung nachwachsen kann. So kann sich das Ökosystem regenerieren und noch mehr fürs Klima tun. Die Bäume, aus denen der Zellstoff stammt, binden Kohlendioxid aus der Luft und geben Sauerstoff ab. Sie leisten damit einen Beitrag zum Klimaausgleich und zur Verminderung des Treibhauseffekts.


Eine von Tetra Pak alle zwei Jahre durchgeführte Umweltstudie zeigt, dass sich sowohl Konsumenten als auch Branchenakteure verstärkt erneuerbaren Materialien zuwenden. Dieser Trend wird durch die Entwicklung neuer Technologien verstärkt. Der Einsatz von bio-basierten Materialien ist für die Fachleute einer der wichtigsten Umwelttrends mit nachhaltigem Einfluss auf die Zukunft von Getränkeverpackungen. Der Bericht zeigt ausserdem, dass Recycling sowohl für die Konsumenten als auch für die Akteure in der Lebensmittelindustrie weiterhin eine grosse Rolle spielt. Dank der Verwendung von Papier als nachwachsendem Material gilt Karton bei den Konsumenten nach wie vor als die «umweltfreundlichste» Verpackung. Über die Hälfte der Konsumenten geht davon aus, dass der Einsatz von bio-basiertem Kunststoff die Umweltbilanz von Kartonverpackungen in Zukunft weiter verbessern wird. Die Konsumenten achten der Studie zufolge immer stärker auf Informationen zur Umweltverträglichkeit von Produkten. 37 Prozent von ihnen suchen auf Lebensmittelverpackungen regelmässig nach Umweltlabels, um fundierte Kaufentscheidungen treffen zu können. Ebenso wie in den früheren Befragungen liegt bei den Konsumenten das Trennen und Sortieren von Verpackungen für das Recycling erneut auf Platz eins der Tätigkeiten für den Umweltschutz. Auch bei den Akteuren der Lebensmittelindustrie geniesst die Recyclebarkeit des Verpackungsmaterials bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen die höchste Priorität. Die seit 2005 durchgeführte Studie erschien 2013 zum fünften Mal. Befragt wurden mehr als 7’000 Verbraucher und über 200 Vertreter der Lebensmittelindustrie aus 13 Ländern.


Tetra Pak hat Anfang 2015 die erste Getränkekartonverpackung eingeführt, die vollständig aus pflanzlichen und damit nachwachsenden Rohstoffen besteht. Der Karton Tetra Rex ist mit bio-basierter LDPE-Folie (Polyethylen niedriger Dichte) beschichtet und verfügt über einen Verschluss aus bio-basiertem HDPE (Polyethylen hoher Dichte). Ausgangsmaterial für beide Biokunststoffe ist Zuckerrohr. Hauptbestandteil der neuen Verpackung ist Rohkarton aus Holz, das durch den Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert ist. «Eine exzellente Umweltbilanz zählt zu den strategischen Kernzielen von Tetra Pak und ist ein entscheidender Treiber für unsere Produktentwicklungsaktivitäten. Indem wir den Anteil nachwachsender Rohstoffe in unseren Verpackungen erhöhen, tun wir nicht nur etwas Gutes für die Umwelt, sondern verschaffen unseren Kunden auch einen Wettbewerbsvorteil, indem wir das ökologische Profil ihrer Produkte schärfen», erklärt Charles Brand, Vice President Marketing & Product Management bei Tetra Pak. Abfüller, die bereits die standardmässige Einliter-Tetra-Rex mit TwistCap OSO 34 einsetzen, können laut Hersteller problemlos auf die neue Version umstellen. Zusätzliche Investitionen oder Anpassungen der bestehenden Abfüllanlagen seien nicht erforderlich. Die neue Tetra-Rex-Verpackung wurde in Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Unternehmen Braskem – dem weltweit führenden Hersteller von Biopolymeren – entwickelt.


Mit seinem an der interpack 2014 als Weltneuheit lancierten Bioventil für Kaffeeverpackung setzt das 100-jährige Familienunternehmen Wipf AG voll auf die Zukunft und zunehmende Nachfrage nach Bioverpackungen. Das speziell für die Kaffeeindustrie entwickelte «Wicovalve® W606E» lässt sich in Kombination mit bioabbaubaren Verbundmaterialien nach dem industriellen Standard EN 13432 kompostieren. Kaffeeröster können somit in Kombination mit biokompostierbaren Verbundmaterialien zukünftig eine Verpackung anbieten, die den Bohnenkaffee optimal gegen Aromaverlust schützt und zudem vollständig abbaubar ist. Das neue Ventil W606E basiert auf dem weitverbreiteten Kaffeeventil W606. Die Wicovalve-Ventiltechnologie wird von Volketswiler Verpackungsspezialisten seit 30 Jahren stetig weiterentwickelt.

 

 

 


Seit 25 Jahren vertritt Toel Recycling AG in der Schweiz die Dixi Ballenpressen der Maschinenfabrik Bermatingen (Nähe Konstanz). Gestartet wurde mit zwei Modellen, inzwischen gibt es von Dixi ein komplettes Programm. Die Dixi-Palette umfasst folgende Produkte: ein Schrankpressen-Programm von 4 bis 80 t, eine 60 t halbautomatische Horizontalpresse in Kompaktbauweise bis hin zu den bewährten vollautomatischen Kanalballenpressen Typ SLK in 4 Leistungsstufen. Beiden Firmen sind Qualität und Zuverlässigkeit wichtig. Einige Dixi-Modelle sind seit den Anfangszeiten im Einsatz.