Bei Verpackungen aus Biokunststoffen gehört Folag zu den Pionieren. Die Verarbeitung von Biopolymeren hat im Werk Sempach Station eine lange Tradition. Bereits in den 90er Jahren wurden hier Hemdchentaschen aus biologisch abbaubaren Materialien hergestellt. Heute verfu?gt die Firma über ein spezialisiertes Labor und moderne, auf die Verarbeitung von Biopolymeren ausgelegte Maschinen. Die bei Folag verwendeten Biokunststoffe der neuesten Generation helfen z.B. bei der Gewichtsreduzierung (Leightweighting) des Verpackungsmaterials. Durch die Herstellung individueller Blends werden Tragtaschen und Hemdchentaschen auch in deutlich dünneren Wandstärken aus Biopolymeren gefertigt. In Zusammenarbeit mit Rohstoffherstellern und führenden Universitäten werden Werkstoffe von morgen entwickelt und getestet.


Kleiner MärzFür ihre umweltbezogenen Leistungen und die seit Jahren konsequente Umsetzung ihrer Unternehmensphilosophie, die Werte der sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit zu leben und zu wahren, wurde die O. Kleiner AG im ZKB-Nachhaltigkeitswettbewerb für KMU 2012 mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Die Zürcher Kantonalbank honoriert mit diesem Preis Unternehmen, die nachweislich einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten. Kleiner hat im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit ein Umweltprogramm formuliert, das auf zwei Säulen – Produktionsprozesse und Produktentwicklung – basiert. Dank permanenter Optimierung der Produktionsprozesse, wie u.a. dem Biofilter zur ökologischen Entsorgung der lösungsmittelhaltigen Prozessabluft auf biologischer Basis oder dem geschlossenen Heiz-/Kühlsystem, konnten in den vergangenen zwei Jahren über 30 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden. Zudem befindet sich die grösste Fotovoltaikanlage der Region auf dem Dach der Unternehmung. Die Kleiner-Fachleute verfolgen das Ziel, die Produkte so zu optimieren, dass sämtliche vermeidbaren CO2-Emissionen vermieden oder, wo dies nicht vollständig möglich ist, reduziert werden können. Die in jedem Produktionsprozess entstehenden unvermeidbaren Emissionen werden in Zusammenarbeit mit myclimate in zertifizierten internationalen Projekten kompensiert. Als erstes solches Projekt wurden 2011 die aus klimaneutralen Verpackungsfolien hergestellten Beutel für Bio-Müesli vorgestellt. Martin Kleiner, CEO der O. Kleiner AG,Kleiner sieht in der Auszeichnung auch eine Anerkennung für die steigenden Nachhaltigkeitsleistungen der gesamten Verpackungsindustrie. Mit Blick auf sein Unternehmen könne er mit Bestimmtheit sagen, dass der Weg in eingeschlagener Richtung fortgesetzt werde. Er und seine Mitarbeiter fühlten sich durch die Auszeichnung in ihrem Bestreben bestätigt, die Nachhaltigkeit in allen Bereichen permanent weiter auszubauen. Das ZKB-Diplom bestätigt den drei Preiträgern – die in einem mehrstufigen Auswahlverfahren unter mehreren Hundert Bewerbungen ausgewählt wurden – dass ihre Unternehmen bezüglich Nachhaltigkeit eindeutig zur Schweizer Spitzengruppe gehören. Zusammen mit O. Kleiner AG wurden das Gebäudetechnikunternehmen Hunziker Partner AG (1. Platz) sowie die Alternative Bank Schweiz AG (2. Platz) ausgezeichnet. Das Bild zeigt die Preisträger (v.l.n.r.): Martin Rohner (CEO Alternative Bank), CEO Christian Hunziker und CEO Martin Kleiner.

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Wie verlautet, werden die ersten Prototyp-Kunden die «GreenPlast» von SwissPrimePack für ausgewählte, mittels Tiefzieh-Inline-Verfahren hergestellte Verpackungen (z.B. für Molkereiprodukte) demnächst testen. Das Unternehmen hat seine Öko-Entwicklung erstmals an der InterMopro 2010 in Düsseldorf präsentiert. Die Innovation will neben den konventionellen Kunststoffmaterialien einen möglichst grossen Anteil an natürlichen Rohstoffen zur Anwendung bringen. Ziel ist nach Angaben des Unternehmens nicht die vollständige Substitution der herkömmlichen Rohstoffe, sondern das Aufzeigen einer sinnvollen, technisch vertretbaren Lösung, indem die unverzichtbaren Vorteile des konventionellen Kunststoffmaterials mit den Vorteilen der natürlichen Rohstoffe genutzt und verbunden werden. Diese Verbindungen halten die ursprünglich zugedachte Funktion der Verpackung bei gleichbleibendem Gewicht vollumfänglich aufrecht. Um die Energiebilanz von auf Polystyrol basierenden Verpa-ckungen zu verbessern, hat SwissPrimePack ein mehrschichtiges Folien-Konzept entwickelt. Je nach Produkt wird für die Aussen- oder Mittelschicht ein compoundiertes, mit natürlichen Additiven angereichertes Alternativmaterial verwendet. Der Anteil des Rohstoffs fossiler Herkunft wird so um bis zu 40 Prozent reduziert. Der Entwickler von GreenPlast versichert, dass die herkömmlichen Veredelungsarten und Abdichtungsprozesse beim neuen Material unverändert bleiben und auch die Abfüll- und Abpackprozesse keine Umstellungen verlangen.


Im Rahmen einer Projektzusammenarbeit wurde von NBS AG eine kompakte und leistungsfähige Absauganlage für den neuen Rotationsschneider Typ JobTrim der WRH Marketing AG entwickelt und im Februar 2010 in Betrieb genommen. Die mobile Kleinabsauganlage besteht aus einem Materialabscheider, einer Kompaktierschnecke, einem Transportventilator sowie einer eigenständigen Steuereinheit. Bei einem Leergewicht von ca. 600 kg ist es möglich, diese mit einem Palettenhubwagen an einem beliebigen Ort zu platzieren. Damit die Anlage in Betrieb genommen werden kann, braucht es lediglich eine 400 V Steckdose sowie die entsprechende Rohrleitung zum Standort. Die anfallenden Papierabfälle werden durch die Rohrleitung abgesaugt, fallen im Materialabscheider in die Kompaktierschnecke und werden dort in verdichtetem Zustand in einen Abfallcontainer oder Palettenrahmen ausgepresst. Die mobile Absauganlage ist ein eigenes System, welches sich für die Absaugung einer einzelnen Produktions- oder Druckmaschine eignet.

 

 


Das Produkteportfolio der NBS AG, Nickel Betriebsanlagen + Systeme, beinhaltet Absauganlagen, Filteranlagen, Ballenpressen, Presscontainer, Brikettierpressen, Rohrleitungssysteme, Fördersysteme, Schallschutzanlagen, Paper Scanning Systeme sowie Service und Unterhalt von Anlagen. Das 2002 von J. Nickel aus der damaligen KNC AG gegründete Unternehmen hat sich auf den Bau von Entsorgungsanlagen für Papierabfälle und Papierstaub spezialisiert. Die Tätigkeit ist weltweit ausgerichtet. Die NBS-Anlagen werden von der papierherstellenden und weiterverarbeitenden Industrie in Europa und im nahen Osten eingesetzt. Zu den Kunden gehören viele in diesem Bereich tätige Grossunternehmen wie auch kleinere Betriebe.