Die Selfix AG hat an der Fachmesse Packaging Innovations 2016 in Zürich ihre ausgebaute digitale Etikettenproduktion vorgestellt. Die neue 7-Farben-Durst Tau 330 HD Inkjet (Bild unten) ist nach der Tau 150 8C das zweite digitale Etikettendrucksystem im Maschinenpark von Selfix. Die Abbildung links zeigt zwei mit digital bedruckten Etiketten versehene 3-Liter-Salatsauce-Packungen. Der Komplettanbieter der Etikettenbranche setzt für die Erfüllung der Kundenwünsche bezüglich Flexibilität seit Jahren u.a. auf den Digitaldruck. Mit der Einführung der zweiten UV-Inkjet-Digitaldruckmaschine wird den Kunden nebst der kurzen Drucklaufzeiten vor allem hochwertige Druckqualität in mittleren und grösseren Auflagen geboten. Der neue Digital-Etikettendrucker produziert personalisierte Labels mit variablen Daten flexibel, mit der neusten Technologie und 7 migrationsarmen UV-Farben. Die aktuelle Tintenformulierung «Low Migration» erfüllt die erweiterten Richtlinien der Europäischen Ink Association (EuPIA), der schweizerischen Ordonanz und der Nestlé-Richtlinien. CEO Kurt Fischer weiss: «Die kurze Rüstzeit, die Lichtbeständigkeit der Farben, die daraus resultierende Wirtschaftlichkeit und Qualität überzeugen unsere Kunden.» Etiketten im Digitaldruck können nicht nur dank der raschen Produktionszeit kostengünstiger produziert werden; Vorteil ist auch, dass die Kosten für die Herstellung einer physischen Druckvorlage wegfallen. Sämtliche Daten werden elektronisch festgehalten und aufbereitet. Der Geschwindigkeitsvorteil fällt insbesondere dann am grössten aus, wenn viele verschiedene Aufträge in relativ kleinen Auflagen gedruckt werden sollen.

100 Millisekunden – so schnell ist ein menschlicher Wimpernschlag; fürs Auge fast nicht wahrnehmbar. An dieser Leistung nah dran ist der neue Etikettierer Alpha Print Plus von Bluhm Systeme, entwickelt und konstruiert für den Maschinenbauer Uhlmann. Die Mission des Alpha Print Plus: Pharma-Faltschachteln mit 50x50 mm kleinen, vorgedruckten Etiketten blitzschnell und punktgenau etikettieren. In der konkreten Anwendung etikettiert das neue System 300 Etiketten pro Minute (= 5 Etiketten pro Sekunde) – dies bei einer Geschwindigkeit von 70m/min. In Tests erreichte der Etikettierer bei einer Geschwindigkeit von 100m/min sogar Taktraten von bis zu 8 Etiketten pro Sekunde! Mit einer Toleranz von +- 0,3 mm platziert der Alpha Print Plus die Etiketten haargenau auf den Faltschachteln. Um solche Spitzenleistungen zu erreichen, hat das Konstruktionsteam von Bluhm Systeme auf das bewährte Antriebssystem vom Etikettierer Alpha Compact plus zurückgegriffen: zwei starke Servomotoren. Doch die Anforderung des Kunden ging über das einfache Aufbringen mit Vordruck-Etiketten hinaus: So sollte der Etikettierer bei Bedarf auch individuell eine Chargennummer aufdrucken können. Die Bluhm-Konstrukteure integrierten hierfür noch platzsparend ein Druckmodul. Da der Lauf der Etikettenbahn für das Etikettieren der Schachteln mit vorgedruckten Etiketten extra ausserhalb des Druckmoduls verlegt wurde, wird unnötiger Steuerungsaufwand, Verschleiss des Druckmoduls und Verbrauch von Thermotransferfolie vermieden. Alpha Print Plus beweist zudem Ausdauer: Er kann Etiketten-Grossrollen bis 400 mm verarbeiten, was weniger Rollentausch und somit geringere Ausfallzeiten bedeutet. Das Bild oben links zeigt den Alpha Print Plus in der EtikettierVersion mit vorgedruckten Etiketten, das Bild unten rechts in der Version «Chargennummer drucken & Etiketten spenden».

 


Die Etikettiermaschinen Geset 100, 300 und 700 von Bluhm Systeme stehen für ein Baukastensystem mit 50 standardisierten Modulen. Sie ermöglichen die flexible Etikettierung unterschiedlichster Gebinde – rund, eckig, oval – von oben, unten seitlich oder rundum. Die Geset 100-Serie ist perfekt für den Einstieg, um die Durchsatzraten zu erhöhen. Die Systemlösungen der Geset 300-Serie können schnell und einfach auf andere Produkte umgestellt werden, während die 700er-Serie z.B. auch individuell mit Laserdruckern, Thermo-Transfer-Direktdruckern oder Druckspende-Systemen kombinierbar ist.

 

 

 

 


Der Kiaro! 200 ist in der Lage, bis zu 20,32 (8 Zoll) cm breite und 43,18 cm (17 Zoll) lange Etiketten mit einer Geschwindigkeit von 200 mm/Sek. und einer Auflösung von 1’200 dpi in bestechender Qualität zu bedrucken. Der Drucker bedient das Anforderungsprofil für individuellen, farbigen Etikettendruck von Herstellern in der chemischen Industrie, Nahrungsergänzungsmittel- und Lebensmittelindustrie, die kleine Serien von Etiketten für grossformatige Produkte drucken müssen. Das neue Gerät ergänzt den Kiaro! Standard-Etikettendrucker, mit dem Etiketten von 2,54 cm bis 10,16 cm Breite gedruckt werden. Dem Hersteller zufolge druckt der Kiaro! 200 auf eine breite Vielfalt von Substraten, darunter Hochglanzpapier und Polypropylen. Die fertigen Etiketten sind langlebig und können direkt nach Austritt aus dem Etikettendrucker verwendet werden. Das vollständig integrierte Design ist benutzergerecht und ermöglicht, die Etiketten schnell einzulegen. Die Druckertreiber sind mit nahezu jeder Etikettensoftware kompatibel. Das Gerät wurde von ICS Identcode Systeme AG an der Pack&Move 2014 in Basel vorgestellt.

 


Die zunehmenden Anforderungen an die Unternehmen führen zu einem immer grösseren Bedarf an innovativen Etikettenlösungen. Zugleich wächst auch die Vielfalt diverser Angebote der Etikettenabieter – ermöglicht durch die Variabilität und Kombinationsfähigkeit heutiger Druckverfahren. Die Entwicklung, welche Selbstklebeetiketten seit Mitte des letzten Jahrhunderts durchgemacht haben, lässt sich bei der Firma Selfix AG plastisch verfolgen. Auf ihre reiche Erfahrung zählen heute über 2'500 Kunden aus dem Lebensmittel-, Pharma-, Spital-, Logistik- und Elektronikbereich sowie dem Gross- und Detailhandel.

Gegründet 1949 als Selfix Hermann & Co mit Sitz und Produktion in Baar, war die Firma ursprünglich in der Herstellung von Kunstledereinfass- und Zellulosebändern für Akten tätig. Von Mitte der 1990er Jahre bis 2010 war sie in Zürich-Oerlikon ansässig und zog dann in das neu erstellte Geschäftshaus mit Hochregallager nach Otelfingen/ZH um. 2014 feiert Selfix ihr 65. Lebensjahr – doch Ruhestand ist für sie kein Thema: CEO Kurt Fischer (rechts im Bild) und Produktionsleiter Hossam Elgendy (links), sind zusammen mit ihren 45 Mitarbeitenden voller Tatendrang und auf weitere effizienzsteigernde Innovationen ausgelegt. Vom Sitz Otelfingen/ZH aus wird die Deutschschweiz bearbeitet, während die Niederlassung Genf die Westschweizer Kunden bedient. Produziert wird auf insgesamt 11 Druckmaschinen (Buch-, Flexo-, Sieb-, Offset- und Digitaldruck). Durch eine Wärmerückgewinnungsanlage wird der Maschinenpark der Forderung nach umweltschonender Produktion gerecht. Die Etiketten können mit Folienprägungen oder Laminaten inline veredelt werden. Zum Einsatz kommt eine Vielzahl von Materialien wie Papier, PE, PP, PET, spezielle Verbunde sowie Gold- und Silbermaterialien aus Papier und Kunststoff. Als Komplettanbieter in der Etikettenbranche stellt Selfix neben «gewöhnlichen» Selbstklebeetiketten auch spezielle Produkte her – wie Booklets, Wiederverschluss-, Sicherheits- und Erstöffnungsgarantie-Etiketten sowie Etiketten mit Glitzereffekten. Das Unternehmen verfügt über 8'000 Stanzwerkzeuge und 180 verschiedene Selbstklebeverbunde. Eine interessante Zahl stellt auch der Jahresverbrauch von Rohmaterial dar: es sind mehr als 2 Mio. m².