Bei einem «U-Boot» handelt es sich klassischerweise um ein mit hochprozentigen Spirituosen gefülltes Schnapsglas, das in einem Glas mit Limonade versenkt wird. In Clubs oder Bars, in denen Getränke oft nur in Flaschen ausgeschenkt werden, konnte man bisher kein «U-Boot» bestellen. Greiner Packaging hat nun für das deutsche Unternehmen U-Boot Getränke eine «Flasche-in-der-Flasche» entwickelt. Die neue Verpackungslösung gewährleistet das klassische «U-Boot»-Erlebnis mit zwei PET-Flaschen – ohne Gläser. Inhalt: 30 ml Spirituose und 140 ml Limonade. Die Innen- wie auch die im Siebdruck mit UV trocknenden Farben dekorierte Aussenflasche sind spritzstreckgeblasen. Beide Flaschen werden mit dem gleichen HDPE-Verschluss verschlossen – die kleine mittels Prellmündung, die grosse mittels Schraubmündung. Der gespritzte Verschluss ist im Tampondruck bedruckt. Beim Aufschrauben entformt sich die kleinere Innenflasche – das «U-Boot» – aus dem Verschluss und versinkt in der grösseren Aussenflasche.

 

 

 

 

 


Die Craft-Beere liegen international voll im Trend. Speziell kleine Brauereien, darunter viele Neugründer, kreieren immer öfter fantasievolle Biere, um sich auf dem Markt hervorzuheben. Das geht natürlich nur mit einer passenden Verpackung, welche anders sein muss als die, die man allgemein kennt. Die neue schwarze Bierflasche, welche die Univerre Pro Uva SA in diesem Frühjahr auf dem Schweizer Markt lancierte, erfüllt diese Kriterien. Denn die Farbe Schwarz wirkt bei einer Getränkeverpackung stilvoll, elegant und mystisch zugleich. «The new Black» ist unverwechselbar und fällt am Verkaufspunkt schnell auf. Das Verpackungsmaterial Glas schützt perfekt den Geschmack des Bieres, da die Flaschen weniger lichtdurchlässig sind und einen guten UV-Schutz bieten. Als positiver Faktor fällt nicht zuletzt die Tatsache ins Gewicht, dass die Verpackung zu 100 Prozent recycelbar ist. Die erste Schweizer Brauerei, welche die neuen Schwarzglas-Bierflaschen einsetzt, ist die 2013 gegründete Doppelleu Brauwerkstatt AG in Winterthur. Das dortige Chopfab Draft wird in 0,33-Liter-Glasflaschen abgefüllt. Die Univerre Pro Uva bedruckt die eindrucksvollen Gebinde kontrastreich in der Farbe Weiss im Siebdruck-Verfahren. Das Unternehmen verfügt im Kanton Waadt über ein eigenes Druckzentrum, wo Glasverpackungen und Trinkgläser aller Art mit bis zu 6 Farben bedruckt werden können.

 


Den Publikumspreis im SwissStar-Wettbewerb 2012 – über welchen nicht die Jury, sondern Konsumenten per E-Voting entscheiden – gewann die Wasserflasche «Drinkdrab» von Traritrara GmbH. Ähnlich einer Schweizer Handorgel kann die von Crown Vogel AG (jetzt: HUBER Packaging Group) produzierte Faltflasche nach Bedarf vergrössert oder verkleinert werden. Sie verfügt über ein Fassungsvermögen von 0,3 bis 0,7 Liter. Die praktische, grössenverstellbare Flasche für Trinkwasser mit Schraubverschluss trägt das Prägedekor «Drinkdrab» als Laufschrift. Jede einzelne Flasche ist durch ihre unterschiedliche Färbung eigentlich ein Unikat. Diese besondere Verpackung, die durch ihre Verspieltheit in Form und Gestaltung zum regelmässigen Wassertrinken animieren soll, überzeugt auch durch die Nachhaltigkeit: Sie besteht zu 100 Prozent aus Polypropylen und bietet somit einen geschlossenen Recyclingkreislauf.

 


 

«Shakeria» ist das neue Schweizer Milchgetränk mit Wachstumspotenzial. Doch mindestens so beachtenswert wie die fünf ohne Konservierungsmittel hergestellten Milkshakes ist auch deren Verpackung. Die mit einem aufmerksamkeitsstarken Sleeve gestaltete PET-Flasche ist anders und weckt Neugier.

Das markante Logo «Shake it easy» verrät es: Die Verpackung bekommt hier eine neue Funktion und wird zum Barshaker. Dies erklärt auch die wellige Form und den grossen Kopfraum der Flasche; damit sich genügend Schaum bilden kann, ist sie nur zu ca. drei Vierteln gefüllt. Ein kurzes Shaken erzeugt einen cremigen Milchschaum. Ermöglicht wird das intensive Aufschäumen durch die geriffelten Innenflächen der Flasche. Aussen ist die Flasche mit einer Kerbung versehen, welche Platz für einen in der Länge verstellbaren Trinkhalm bietet. Der vom Sleeve geschützte und durch ein Fenster sichtbare Halm wird durch Aufreissen der Sleeve-Perforation entnommen. Er wird durch die Deckel-Öffnung, die gleichen Durchmes ser hat, in die Flasche eingeführt. Die gewählte Verpa ckungslösung mit integriertem Trinkhalm erlaubt stilvolles und hygienisches Trinken. Besonders praktisch: Das Getränk kann mit dem Klappdeckel jederzeit luftdicht verschlossen und wieder neu aufgeschäumt werden. Shakeria wird in den Geschmacksrichtungen Macchiato, Cappuccino, Erdbeere, Schokolade und Vanill e im Migros-Betrieb Bina Bischofszell hergestellt. Die Produktreihe und ihre Verpackung wurde vom Start-up-Unternehmen Innoprax AG des ehemaligen Emmi-Marketingleiters Erich Kienle in enger Zusammenarbeit mit folgenden Herst ellern entwickelt: Bina (Milkshakes und PET-Flaschen à 250 ml), Resilux (Preforms), Pago (PET-Sleeves) und Menshen (HDPE-Verschluss mit eingesiegelter Aluplatine). Die Neuheit, die seit Sommer 2010 in der Migros und weiteren Schweizer Detailhandels- und Take-Away-Geschäften (Volg, Spar, Manor, Denner, diverse T ankstellen usw.) erhältlich ist, soll demnächst auch in Belgien und Luxemburg in den Verkauf gelangen. Es ist anzunehmen, dass die schnell wachsenden «On-the-go»-Märkte in weiteren Ländern bald folgen werden. Denn obwohl unzählige Drinks die Gunst und den Geschmack der Konsumenten erobern wollen, ist Kienle überzeugt, dass es «gesättigte Märkte» nicht gibt.



Die Faszination einzigartiger Flakons und Tiegel ist eine konsequent gepflegte Spezialität im Portfolio der Gerresheimer-Gruppe, die sich mit einem hochkarätigen Glas- und Kunststoffprogramm sonst hauptsächlich auf Pharma & Life Sciences konzentriert. Wie der Konzern insgesamt, hat sich sein Kosmetikzweig in den letzten Jahren immer stärker internationalisiert und weiterentwickelt: In Europa, Amerika und China arbeiten spezifische Produktionsstätten für die Märkte der Schönheit. Auf der Luxe Pack in New York stellte das Unternehmen im Mai 2009 eine prominente Neuheiten-Kollektion vor, die mit vielfältigen Marketingimpulsen und hinreissenden neuen Designeffekten glänzte. Zu den Highlights gehörte die 'Dancing Lady': Gerresheimer-Designer haben dem neuen Parfum von Oriflame ein bezauberndes Fläschchen auf den Leib geschneidert - fast so beweglich und schön wie die phantastisch duftende Orchidee, der das Produkt seinen Namen verdankt. Das transparente Glas wurde hier in die Illusion einer duftig wirbelnden Bewegung verwandelt. Das Temperament beruht auf ausgeklügelten, scheinbar mehrschichtig verschachtelten Kugelformen, gepaart mit einem zart verlaufenden Hauch von Weiss. Anders als die seltene, bewegungsfreudige Blüte aus den südpazifischen Regenwäldern, die an eine leibhaftige Tänzerin im wehenden Kleid erinnert, zeigt das feine, kleine Fläschchen Kugelformen. Damit gelang es, die Idee der Blume und ihres Tanzes in eine eigenwillige Abstraktion zu übersetzen. Wie sich entfaltende Blätter einer Knospe verschachtelten die Glaskünstler der belgischen Gerresheimer-Tochtergesellschaft Momignies drei Kugeln zu einem sagenhaft leichten, lebendigen Objekt - die genial tarierte Konstruktion verleiht der gläsernen 'Dancing Lady' unverkennbaren Swing. Genau gesagt sind es zwei ineinandergelegte Kugelschalen, die eine dritte, scheinbar komplette Kugel umfangen. Erst eine Asymmetrie bringt optische Bewegung in diesen Aufbau: Die Schalen neigen sich in unterschiedlichen Winkeln und Richtungen - aus der Mitte wächst die kleinste Kugelform als makelloses Rund. Um das bewegte Bild zu vollenden, legten die Designer einen Hauch von Weiss auf das klare Glas - in Degradee-Besprühung, die nach unten hin allmählich in schwereloser Transparenz verschwindet. Besondere Akzente setzt dazu der Verschluss: In knackigem Lila-Metallic blitzt der Sprühkopf aus einer blütenweissen Manschette, die gleichfalls wie eine mehrschichtige Knospe erscheint - im Gleichklang mit dem Glas swingend, nur en miniature.