50 Jahre Rivella blau

Laut einer neuen Umfrage, an der 6'200 Haushalte teilgenommen haben, bevorzugen drei Viertel der europäischen Verbraucher das traditionelle Verpackungsmaterial Glas für Nahrungsmittel und Getränke. Die gross angelegte Studie, die Anfang 2009 im Auftrag der FEVE, dem Europäischen Verband der Behälterglasindustrie, Brüssel, in 12 europäischen Ländern durchgeführt wurde, ist vermutlich eine der umfangreichsten Untersuchungen, die jemals von der Verpackungsindustrie initiiert wurde. Erkennbar ist der Trend, dass Verbraucher bei der Verpackungswahl zunehmend Gesundheits- und Umweltbedürfnisse über ihre Convenience stellen. Europäische Konsumenten sehen Glas als recycelbaren und umweltfreundlichen Packstoff an, welcher den Geschmack bewahrt, den Inhalt sicher vor Verunreinigungen schützt und für das Produkt einen Mehrwert bietet. Dies war denn auch der Grund, weshalb Glasflasche im Jahre 1952 die initiale Verpackung für das Schweizer Erfrischungsgetränk Rivella darstellte. Erst viel später - im Jahre 1995 - wurde mit der Abfüllung in die leichte Verpackungsvariante PET begonnen. Nach der erfolgreichen Einführung von Rivella rot kam 1959 in der Schweiz Rivella blau als erstes Lightgetränk Europas auf den Markt. Sie wurde auf Anregung der holländischen Diabetikergesellschaft entwickelt und vom Gesetz her gezwungen, die Bezeichnung «Diabetikergetränk» zu tragen. Schon in den Anfängen war aber klar, dass man linien- und gesundheitsbewussten Menschen eine zuckerfreie Alternative bieten wollte. So stand die Lancierungskampagne vor 50 Jahren unter dem Motto «Angst vor Zucker? Dann Rivella blau.» Die eigentliche Lightwelle schwappte erst 25 Jahre später aus den USA nach Europa über.


Eine besondere Weinflasche

Ein besonderer Inhalt braucht eine besondere Verpackung. Deshalb wurde für die fruchtigen Weine von Uvavins in Tolochenaz eine spezielle Flasche realisiert, die sich vom gewohnten abhebt. Die vom bekannten Schweizer-Pass-Grafiker und Künstler Roger Pfund kreierte 75-cl-Weinflasche erhielt den Sonderpreis Design im Swiss-Star-Wettbewerb 2007. Hergestellt wird die Flasche mit einer flachen und einer runden Seite bei der Vetropack in St.-Prex. Die Ausführung der ebenen Fläche erforderte ganz spezifische Einstellungen der Maschine, denn die homogene Verteilung des Glases ist für die Widerstandsfähigkeit gegebüber dem internen Druck ausschlaggebend. Die Originalität der Flasche entsteht aber insbesondere durch die Gesamtgestaltung: Das Zusammenspiel zwischen der ungewöhnlichen, asymetrischen Form, der Glasprägungen, Farben und der in Grösse und Typografie reduzierten Etikette vermittelt Markenidentität und Authentizität in grossem Stil.

Gerresheimer baut Aktivitäten in Südamerika aus

Gerresheimer AG kauft die Allplas Embalagens Ltda. Das in São Paulo mit zwei Produktionsstätten ansässige Unternehmen ist brasilianischer Marktführer in pharmazeutischen Kunststoffverpackungen. Für den Gerresheimer-Bereich Plastic Systems besiegelt diese Akquisition einen markanten Ausbau der Aktivitäten in Südamerika. Allplas fertigt hochwertige Fläschchen, Anwendungs- und Verschlusssysteme für flüssige und feste Arzneimittel (z.B. für Augentropfen oder Tabletten), die das bestehende Produktprogramm von Gerresheimer gut ergänzen. Das vorhandene, bislang vorwiegend in Europa vermarktete Kunststoffportfolio soll dadurch Eingang in die südamerikanischen Pharmamärkte finden. Ende Dezember 2007 hatte Gerresheimer mit EDP die spanische Marktführerin für pharmazeutische PET-Flaschen erworben und damit erstmals auch in Südamerika Fuss gefasst. Wie EDP wird auch Allplas dem Segment Plastic Packaging zugeordnet, das mit führenden Marken wie Duma®, DudekTM und EDPTM auf pharmazeutische Primärverpackungen und Anwendungssysteme spezialisiert ist. Mit den beiden Akquisitionen erreichen die Kunststoffaktivitäten von Gerresheimer ein Umsatzvolumen von ca. 350 Mio. Euro (= ca. 32% des Gruppenumsatzes). Das Produktportfolio erstreckt sich von Arzneimittelfläschchen aus Glas und Kunststoff bis zu komplexen Drug Delivery-Systemen für die Pharma- und Life Science-Industrie.

Spezielle Glasverpackungen für Pharma und Nahrungsmittel

Die Vetropack-Tochtergesellschaft Müller + Krempel AG ist auf den Handel von Kleinserien und Spezialverpackungen ausgerichtet. Sie ist führende Dienstleisterin für Glas- und Kunststoff-Flaschen, Flakons, Dosen und Verschlüsse für die Pharma- und Kosmetikindustrie. Dank Reinraumtechnologie, Safe Pack und einem integralen Qualitätsmanagement in den Herstellerwerken erfüllen die von Müller+Krempel AG vertriebenen Produkte die hohen Pharma-Anforderungen. Mit einem umfassenden Lagersortiment an Spezialverpackungen und -geräten sowie Verbrauchmaterialien ist das Unternehmen in der Schweiz zusätzlich auch Grossist für Apotheken, Drogerien, gewerbliche Abfüller und Kleinverbraucher. Für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie werden hochwertige und exklusive Glasverpackungen guter ausländischer Produzenten angeboten. Zahlreiche Modelle dieser Kollektion sind in Einzelpaletten ab Schweizer Lager kurzfristig verfügbar. Das 1920 gegründete Handelhaus gehört seit 1958 zur Vetropack-Gruppe. Verkaufsbüros und Shops für Glasverpackungen und Zubehör befinden sich in Bülach und St-Prex.


Taschenverpackung mit Mehrfachfunktion

Die Firma Kunststoff-Packungen AG, die 2003 für ihre Zweikammerflasche mit einem Swiss Star ausgezeichnet wurde, befindet sich auch unter den Preisträgern `04: sie wurde mit einem Swiss Star und mit einem WorldStar ausgezeichnet. Ihre mehrteilige Flüssigwax-Verpackung im Taschenformat besteht aus einer schwarzen HDPE-Flasche sowie verschiedenen montierten Einzelteilen aus schwarzem PP und anderen Materialien. Dazu gehören ein auf dem Flaschenoberteil aufgesteckter Schwammaufträger mit Ventil und ein am Flaschenboden verankerter Filzträger mit montiertem Filz. Oberteil und Unterteil werden mit je einer aufgesteckten Verschlusskappe aus gelbem PP verschlossen und über die Kanten, d.h. dreiseitig etikettiert. Die 100 ml-Flasche versteht sich als Taschenpackung mit zwei Funktionen. Das Skiwachs lässt sich dank dem Schwammapplikator auf die Gleitfläche der Skis auftragen und wird anschliessend mit dem Filz fein verteilt oder poliert. Form und Funktionalität bilden hier eine Einheit. «Die Verkörperung von Lifestyle und Convenience», betont die Swiss-Star-Jury, «werden mit dieser originellen Kombination ebenso abgedeckt wie der saubere Markenauftritt des Verwenders Toko in Gelb/Schwarz.» Eine Besonderheit bildet auch die Etikettierung. Jeweils eine Etikette wird auf der oberen Verschlusskappe über die runde Oberpartie und die Seitenflächen resp. auf der unteren Kappe auf die kantige Boden- und Seitenpartien aufgebracht und deckt somit je drei Seiten der Kappe ab. Beide Etiketten bilden ausserdem einen Originalitätsschutz: Damit die Kappen für die erste Applikation abgenommen werden können, müssen die vorperforierten Etiketten durchtrennt werden. Alle Informationen und die Gebrauchsanweisung für den Mehrfachgebrauch bleiben dabei erhalten.

 


Mehrweg-Mineralwasserflasche

Eine grazile Glasflasche, geschmückt mit dem Gütesiegel des alpinen Edelweiss, gewann den Swiss-Star-Konsumentenpreis 2004. Dieser Preis wird nicht von Fachjury, sondern über E-Voting der Konsumenten ermittelt. Die schlanken Mehrwegflaschen überzeugten die Mehrheit der rund 1000 abstimmenden Konsumenten mit ihrem zeitgemässen, prägnanten Design. Sie werden für die UNIverre Pro Uva SA von Saint Gobain in Deutschland hergestellt und mit Heidiland-Mineralwasser abgefüllt.

 

 


Olive-Glas für Wein

Vetropack lanciert eine neue Glasfarbe Olive. Das Gros der in diesem neuen Ton im Werk St-Prex produzierten Artikel bilden die Weinflaschen. Parallel zum Produktionsstart von Olive-Glas hat die Vetropack AG ihr ganzes Weinflaschen-Sortiment aktualisiert. Den Schweizer Weinproduzenten präsentiert sich im neuen, übersichtlich gestalteten Sortimentskatalog ein interessantes, sowohl auf Tradition beruhendes als auch durch Innovation geprägtes Programm. Das Vetropack Weinflaschensortiment für die Schweiz umfasst insgesamt 105 Standardmodelle in 8 verschiedenen Farbnuancen. 25 Prozent des aktualisierten Sortiments entfallen auf die neue Farbe Olive.

Flaschen, die verkaufen

Über zwei neue Spirituosen-Glasflaschen, die auf ihren Heimmärkten Furore machen, berichtet die Frühlingsausgabe 2002 swisspack international. Die eine in Österreich, die andere in Tschechien, sorgten die beiden Flaschen dafür, dass die darin abgefüllten Produkte innertkürzester Zeit zu Verkaufshits wurden. Beide Modelle sind das Resultat enger Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber und Verpackungshersteller.
Mehr als zwei Jahre haben die Arbeiten am neuen Outfit der von Grazer Destillerie Franz Bauer angebotenen Schnäpse, Edelbrände und Liköre beansprucht. Das ganze Sortiment von 25 verschiedenen Geschmacksrichtungen wird jetzt in die neu entworfenen, einheitlichen Spirituosenflaschen von Vetropack abgefüllt. In zylinderförmigem Bordeaux-Stil gehalten, bestechen sie durch ein raffiniert angeschnittenes, flaches Etikettenfeld. Die schlanke und hohe Erscheinung der «Spirit-Flasche» bleibt in ihren beiden Grössen (500 und 1000 ml) unverändert. Trotz hoher, schlanker Flaschenform ist eine optimale Abfüllung gewährleistet.
Eine ebenso ansprechende Lösung wie jene der Bauer-Flasche stellt auch die neue Likörflasche des grössten tschechischen Spirituosenproduzenten Stock Plzen (seit 1995 eine Tochterfirma von Eckes) dar. Auch hier war die Vetropack-Gruppe, in Tschechien Marktleader ebenso wie in Österreich, die Entwicklungspartnerin auf der Verpackungsseite. Die neue Einliterflasche, eine passende Ergänzung zur bisherigen Halblitergrösse, liegt massiv in der Hand - und mutet dennoch zierlich an. Sie besticht durch ihre lange Gestalt in weissem Glas, wiegt 650 Gramm und verfügt über eine Gewindemündung von 31 Millimetern mit Drehverschluss. Die quadratisch hochgezogene Etikette zeigt einen Schlittenhundezug, der durch die klirrende Kälte zieht: die abgefüllten Drinks Rum, Wodka und Likör Magister wollen denn auch die richtigen Wärmespender sein.

Redesign für ungleiche Drinks

Unter diesem Titel wird auf der ersten Seite der Herbstausgabe 2001 der Zeitschrift swisspack international über neue Glasflaschen für Schweizer Mineralwasser- und Biermarken berichtet. Die Drinks überzeugen mit ihrem modernen Auftritt. Grosse wie kleine Flaschen in einheitlichem Markendesign tragen in Verbindung mit anderen Verpackungskomponenten zur Profilierung traditioneller Getränke.
Passugger - das beliebte natürliche Mineralwasser aus Graubünden - führt eine 100-cl-Glasflasche in der edlen, leicht taillierten «Bordeaux»-Form ein und vervollständigt damit seinen einheitlichen Gebinde-Auftritt. Das Redesign hat zum Ziel, die hochstehende Qualität der zu den mineralstoffreichsten Wässern der Schweiz gehörenden Marke hervorzuheben. Erstmals 1562 urkundlich erwähnt, beweist das Traditionsgetränk nun, dass es mit der Zeit geht - nach der Devise «bewährt in der Qualität - modern im Design». Die neu entworfene 100-cl-Flasche aus dem Hause Vetropack ist eine gelungene Anpassung an die bestehenden 20-, 35- und 50-cl-Gebinde. Sie wirkt nicht nur leichter - sie ist es auch: mit lediglich 592 g unterbietet sie die bisherige 100-cl-Flasche um 78 g.
Cardinal, mit einem Marktanteil von 12 Prozent die Nummer zwei auf dem schweizerischen Biermarkt, ersetzt ihre 29-cl-Glasflasche durch neue 33-cl-Cuvée von Vetropack, die 292 g wiegt. Zusammen mit dem Flaschen-Redesign erhalten Cardinal-Freunde auch spezielle Trinkgläser, frische Etiketten, auffällige Kartonverpackungen für Einwegflaschen und gelbe Harassen für Mehrwegflaschen. Der Neuauftritt soll zur weiteren Absatzsteigerung von Cardinal beitragen; bei Coop, der grössten Bierverkäuferin der Schweiz, ist dieses Bier nun national erhältlich.

Die Milch-Alternativen

Der Markt für UHT-Milch- und Rahmprodukte wächst und die Molkereien suchen nach Möglichkeiten der Produktdifferenzierung. Besonders beliebt sind die neuen «Life-Style»-Getränke; die Absatzmengen steigen dementsprechend. Die swisspack international 2001/Nr. 2 berichtet über eine neue aseptische Flaschenabfüllanlage der AZM Aargauer Zentralmolkerei AG Suhr. Die Investitionssumme in diese Anlage betrug 10 Millionen Franken.
In die mit ansprechenden Sleeves und Drehverschlüssen versehenen Flaschen wird konventionelle Floralp- und Coop-Vollmilch, Milch-Drink, Vollrahm und für Coop auch bereits vier Spezialmilchsorten (an-gereichert mit Vitaminen, Mineralstoffen, Calcium und Proteinen) abgefüllt. Die AZM plant im Einführungsjahr 30 Millionen Einheiten zu produzieren. Die heutige Flaschenfamilie besteht aus folgenden sieben Grössen: 2 dl, 2,5 dl, 3,3 dl, 5 dl, 7,5 dl, 1 Liter und 1,5 Liter. Die 1,5-Liter-Flasche hat einen rechteckigen, alle anderen einen runden Boden.
Zum Einsatz kommt ein neuer aseptischer Flaschenfüller von SIG Hamba Filltec GmbH, Neunkirchen. Die AZM-Verantwortlichen begründen ihren Entscheid für diese Abfülltechnologie mit deren sicheren Beherrschung der gesamten Aseptik auf engstem Raum: Dazu gehört das Sterilisieren der Flaschen, die Abfüllung, die Sterilisation der Verschlusskappen, das Verschliessen sowie das ausgeklügelte Sterilluftsystem.
Die von CROWN VOGEL AG in Aesch hergestellten neuen PolyethylenFlaschen sind gewichtsoptimiert. So wurden zu ihrer Stabilisierung Rillen angebracht, mit deren Hilfe das Flaschengewicht um ca. 25 Prozent reduziert werden konnte (1-Liter-Flasche mit Rillen wiegt 30 g, ohne Rillen 40 g). Die zusätzliche, positive Wirkung der Rillen für den Konsumenten ist, dass damit die Griffigkeit der Flasche verbessert werden konnte. Die Rillen ermöglichen durch ihren Federeffekt im leeren Zustand die gewünschte Stapelfähigkeit.
Die 3-schichtig aufgebauten Coex-Flaschen bestehen aus Monomaterial. Die zu 40 Prozent aus Recyclingmaterial bestehende Mittelschicht ist schwarz eingefärbt, wodurch ein ausgezeichneter Schutz gegenüber UV-Strahlung und Tageslicht geboten wird. Diese Mittelschicht hat einen Gewichtsanteil von 60 Prozent.
Die in Plastiksäcken angelieferten PE-Flaschen werden lose in den Vorratsbehälter des Flaschenaufrichters geleert und (in 10 Kanälen geordnet) zur Abfüllanlage transportiert. Die Anlage verarbeitet 7 Flaschengrössen (200 - 1500 ml). Die Abfüllleistung beträgt, abhängig von Grösse der Flaschen, 9000 - 15000 Stück/Stunde. Pro Arbeitstakt werden 10 Flaschen verarbeitet.
Die Flaschen werden nach einer Dichtigkeitskontrolle mittels Wasserstoffperoxyd sterilisiert und mit Heissluft getrocknet. In der Füllstation wird das Füllventil pneumatisch geöffnet und über einen Durchflussfüllmesser kontrolliert. Durch die gezielte Dosierung ist die Befüllung schaumfrei. Auch der Alu-Deckel wird mittels Peroxyd sterilisiert und anschliessend auf die Flasche gesiegelt. Als letzter Arbeitsgang wird der Kunststoffdeckel mit Sicherheitsring auf die Flasche aufgebracht. Mit dem Drehverschluss und der speziellen Ausguss- resp. Trinkmündung versehen bieten diese Flaschen neue Convenience-Aspekte. Die Abbildung links zeigt die Produktionsreihenfolge innerhalb des Abfüllprozesses: weisse PE-Flasche ohne und mit Alu-Platine, mit Drehverschluss, mit übergestülptem Schrumpfsleeve und fertig gesleevt.
Die Codierung (Datierung und Preisauszeichnung) der Packungen wird mit Metronic-Ink-Jet von SigTech AG, Suhr, vorgenommen.
Die Sammelverpackung wurde von der italienischen Firma Mariani eingerichtet (in der Schweiz durch Kundert Ingenieure AG, Schlieren, vertreten). Es sind 3er und 6er Schrumpfpackungen möglich, welche mit einem Traggriff versehen werden. Sie werden direkt der Palettisierung zugeführt oder zu 12er Kartontray-Liefereinheit geschrumpft.


PET-Flaschen für Körperpflege

Blick in die Vitrine der Kunststoff-Packungen AG auf der Pack it 01 in Basel: effektvolle PET-Flaschen für Körperpflegeprodukte.

Flasche mit dem Glas auf dem Kopf

Der Biermarkt ist stark umkämpft. Während einige wenige starke internationale Marken immer mehr Marktanteile bei sich vereinigen, sind andere mit massgeschneiderten Spezialitäten erfolgreich. Als eine solche Spezialität will sich der Mountain-Twister durchsetzen. Das neue Biermischgetränk dieses Namens, aus 60 Prozent Apfel-/Birnensaft und 40 Prozent Bier bestehend, wird seit wenigen Wochen bei Rugenbräu in Interlaken gebraut. Und wie es oft der Fall ist, soll der Erfolg im Marktauftritt durch eine besondere Verpackung unterstützt werden. In Zusammenarbeit mit Vetropack wurde innert kürzester Zeit eine moderne Glasflasche kreiert. In ihr findet der Konsument die typischen Eigenschaften des neuen Biers ausgedrückt: Hochwertigkeit, Natürlichkeit und Lifestyle. Zu dieser neuen 0,33-Liter-Vetrogrün-Flasche gibt es auch ein Trinkglas. Als Grundlage wurde die Flasche einfach auf den Kopf gestellt. Bier wird seit kurzem in verschiedenen Ländern auch in PET-Flaschen angeboten. Dazu zwei interessante Beispiele.

Ein klares «ja» zu Kunststoffflaschen

Elopak, bisher hauptsächlich auf dem Gebiet von Giebeldach-Getränkekartonverpackungen tätig, hat einen neuen Unternehmensbereich für Kunststoffflaschen gebildet. Die Elopak Plastic Systems wird eine Reihe von Verpackungsalternativen auf Basis von PET und HDPE anbieten. Es werden ein- und mehrschichtige HDPE- sowie einschichtige PET-Flaschenabfüll- und Verschliesssysteme eingeführt. Ziel sind «clean», «ultra clean» und aseptische Abfüllprozesse für Milch-, Saft- und kohlensäurefreie Getränke. Das Entwicklungsprogramm hat bereits zur Einführung der linearen Abfüllanlage UC 6000 Ultra Clean linefill® geführt. Bei dieser Produktlinie handelt es sich um eine hochflexible Anlage zur Abfüllung von PET- und HDPE-Flaschen unterschiedlicher Grössen. Die Anlage arbeitet in einem vollständig abgeschlossenen Abfüllbereich, der über ein steriles Luftüberdrucksystem verfügt. Der neuen UC 6000 sollen drei weitere Abfüllanlagen folgen:

  • eine Hochgeschwindigkeits-«Clean»-Rotationsanlage
  • eine lineare «Ultra Clean»-Anlage
  • eine lineare aseptische Anlage.

Neu entwickelte aseptische Flaschensysteme für kohlensäurefreie Getränke verwenden die Aseptiktechnologie von Elopak-alfill und bieten über Alplas-Elopak die erforderlichen Schutzschichtsysteme.

Neue Schutzschicht für Kunststoffflaschen

Durch das Alplas-Elopak Joint-Venture entstand ein Plasmabeschichtungssystem, welches das Plasmaquellenmodul «Cyrannus» verwendet und daher auf den Einsatz von Hochdruck-Vakuumsystemen verzichten kann. Es kommt als neue Schutzschicht für Kunststoffflaschen zur Anwendung.
Das Plasma verfügt über sehr gute Eigenschaften für die durchgehende, homogene Beschichtung einer breiten Auswahl von Kunststoffflaschen für robuste industrielle Hochgeschwindigkeitsanwendungen. Die dünnen Filme, welche durch diese patentierte Technologie entstehen, schaffen eine Sauerstoffschutzschicht, ohne dabei die Oberflächenklarheit zu verlieren.

Skål und Prosit: PET

bSpendrups und Bitburger, zwei führende Brauereien in Schweden und Deutschland, bringen Bier in 500 ml PET-Flaschen mit der neuen, hauchdünnen Glaskin®-Beschichtung mit hoher Diffusionsdichte auf den Markt.
Bei der Glaskin-Technologie von Tetra Pak wird die Innenseite der geblasenen PET-Flasche mit einer kristallklaren, glasähnlichen Siliciumoxidschicht überzogen. Die Markttests ergaben hochwertige Gas-, Sauerstoff- und Kohlendioxidbarriereeigenschaften sowie einen unbeeinträchtigten Geschmackserhalt. Weil sich die Beschichtung auf der Innenseite der Flasche befindet, besteht kein Risiko der Beschädigung während des Transports oder der Lagerung.
Die beiden neuen Bierflaschen sind in ihrem Aussehen ganz unterschiedlich. Die Spendrups-Brauerei suchte seit längerem nach einer leichten Flasche, die für Bier Haltbarkeit und Qualität ohne künstliche Zusatzstoffe garantiert. Die Besonderheit der Bitburger Premium-Pils-Flasche, die sich durch durch eine rundere Form als jene von Spen-drups auszeichnet, liegt in ihrem grossen Bigneck-Flaschenhals mit 38 mm Durchmesser. Der von Bericap entwickelte Verschluss ist mit einer Barriere-Dichtungseinlage und zusätzlichem Sauerstoffabsorber ausgestattet, der gleich nach dem Verschliessprozess aktiv wird und Sauerstoff entzieht. Mit dieser kombinierten Multilayer-Dichtscheibe bleibt die Kohlensäure drin und der Sauerstoff draussen. Dadurch wird das Aroma, der Geschmack und die Frische des Bieres auch in der PET-Flasche erhalten.


Flaschen nach Mass

Die «Glas nach Mass»-Verpackungslösung von Vetropack erstreckt sich auf die Lieferdienstleistungen, die Produktion und die ganze Kette der Auftragsabwicklung bis zur Koordination mit der Etikettengestaltung. Zudem unterstützt ein eigenes Designcenter den Kunden bei der Entwicklung und Gestaltung neuer, individueller Glasverpackungen. Es ist keine Ausnahme, wenn diese als verkaufsförderndes Instrument Emotionen lösen und Wertgefühle wecken, die kaufentscheidend sind. Die abgebildeten Flaschen demonstrieren die Individualität, welche sich mit originellen «Glas nach Mass»-Lösungen erzielen lässt.

Kaffeerahmflasche mit tropfarmer Mündung

Kategorie «Verkaufsverpackungen»
Die beiden neuen Kaffeerahmflaschen sind mehrwegfähig und aus Braunglas für den optimalen Lichtschutz hergestellt. Die im Inhalt auf 2 dl resp. 4 dl reduzierten Flaschen sind den sich ändernden Konsumentenbedürfnissen angepasst. Ein PVC-freier Alu-Drehverschluss stellt die Erstöffnungsgarantie und die Wiederverschliessbarkeit sicher. Die ergonomisch gestaltete Flasche liegt rutschsicher in der Hand und garantiert einen hohen Wiedererkennungsgrad. Die neu entwickelte und erstmals auf dem Schweizer Markt eingeführte tropfarme Mündung verhindert zusätzlich eine Verschmutzung des Gewindes.

Kommentar der Jury
Bemerkenswerte Entwicklung einer für den Glasbereich innovativen tropfarmen und hygienischen Mündung für Kaffeerahm mit Drehverschluss. Ausserdem honoriert die Jury die attraktive und ergonomisch optimale Formgebung.

Einsender: Aargauer Zentralmolkerei AZM, Suhr
Hersteller: Vetropack AG, Bülach
Auftraggeber / Verwender: Aargauer Zentralmolkerei AZM, Suhr
Entwicklung / Gestaltung: Thomas Liebe, Worb, und Vetropack AG, Bülach


1L-Bordeaux-Leichtglasflasche

(Kategorie «Food, Getränke»)
swiss_star_98.GIF (1716 Byte)Die neue 1L-Bordeaux-Weinflasche in Grün ist der neue Standard für 1L-Weinflaschen in der Schweiz. Die Bezeichnung «Bordeaux» bezieht sich dabei ausschliesslich auf die traditionelle Form und lässt nicht unbedingt auf den Inhalt schliessen. Die Flasche wird für Konsumweine im Detailhandel eingesetzt und ist als Einweggebinde konzipiert. Convenience für Produzenten, Logistik und Konsument stand im Zentrum der Neuentwicklung. Die neue Bordeaux-Flasche wiegt gerade mal 380 g.flaschenVetropack.JPG (19282 Byte) Dies entspricht gegenüber dem Vorgänger von 600 g einer Gewichtsreduktion von 37%. Da die Anzahl Flaschen pro Palette im Vergleich zur vorherigen Flasche identisch ist, verringert sich beim Transport einer gleichen Anzahl Paletten mit dem LKW das Gewicht um 4760 kg, wodurch sich Kosten und Umweltemissionen reduzieren. Andererseits profitiert auch der Konsument von weniger Gewicht, trägt er doch mit der gleichen Anstrengung mehr Wein und weniger Glas nach Hause.
Die Schwierigkeit bei der Herstellung dieser neuen 1L-Bordeaux-Flasche mit Leichtglastechnologie liegt darin, einerseits die traditionelle Form beizubehalten und andererseits die Glasmenge so zu reduzieren, dass Stabilität und Sicherheit der Flasche gewährleistet sind. Zusätzlich musste bei diesem Modell eine spezielle Kombimündung für den alternativen Einsatz von Korkzapfen oder Kronkorken eingesetzt werden, was die Aufgabe, das Gewicht zu reduzieren, zusätzlich erschwert hat.

Kommentar der Jury
Bemerkenswerte Entwicklung mit neuster Leichtglas-Technologie, die zu einer grossen Gewichtsreduktion der Glasverpackung geführt hat. Es ist beeindruckend, wie die traditionelle Form der Bordeaux-Flasche unter Berücksichtigung aller Vorgaben der Gewichtsreduktion erhalten werden konnte. Die Convenience wurde für alle Phasen des Produktlebenszyklus verbessert.

Einsender: Vetropack AG, Bülach
Hersteller: Vetropack AG, Bülach
Auftraggeber/Verwender: Vetropack AG, Bülach
Entwickler (Verfahren): Vetropack AG, Bülach
Gestalter (Formgeber): Vetropack AG, Bülach


Saft-Original im Glas

Der Cranberry Nektar ist neuerdings auch im Schweizer Detailhandel erhältlich. Im Zusammenhang mit der Einführung dieses Fruchtsaft-Klassikers aus den USA wurde insbesondere auch die Verpackungsfrage diskutiert.
Der US-Hersteller und der Schweizer Abfüller haben sich zur «Premium»-Positionierung des herbsüss schmeckenden Erfrischungsgetränks für Glasflasche entschieden und diese im US-Look gestaltet. Hersteller von Cranberry ist die Vertriebsorganisation Ocean Spray, eine Kooperative von 900 Cranberry-Farmern, die vor 70 Jahren gegründet wurde und heute zu den führenden nordamerikanischen Anbietern von konservierten und in Flaschen abgefüllten Fruchtsäften und -drinks gehört. Nach Aussage des Schweizer Ocean Spray-Partners Schlör AG in Menziken wurde die Glasflasche ganz bewusst gewählt, um die Besonderheit des darin verpackten Produktes zu positioniert: Cranberry Nektar weise einen besonders hohen Gehalt an Vitamin C auf und habe auf den menschlichen Körper eine wissenschaftlich nachgewiesene reinigende und schützende Wirkung.
Die 100 cl Mehrweg-Flasche von Vetropack kommt mit einem Schraubdeckel im Look der US-Flagge daher und erinnert damit, zusammen mit der Etikette, an die Herkunft des Produktes.

PET-Fortschritte bei Rivella


In PET-Flaschen der Grössen 50 und 150 cl ist - neben der 30-cl-Gastronomie-Glasflasche - auch die jüngste Innovation des Hauses Rivella erhältlich: die Rivella grün. Die erfolgreiche Lancierung dieses Getränks, welches nebst dem Rivella-typischen Milchserum auch Grüntee-Extrakte mit positiven Eigenschaften für mentale Tätigkeiten enthält, gilt beim Schweizer Getränkehersteller als wichtigster Eckstein in der Unternehmensgeschichte seit der Einführung von Rivella blau vor mehr als 40 Jahren.
Die heute erhältlichen Halbliter - PET-Flaschen für Rivella rot, blau und grün sind schlanker als die früheren. Dank ihrer handlichen Form und elegant verlockendem Auftritt spricht diese Gebindeform die Konsumenten besonders vorteilhaft an, wie ein Evaluations- und Testverfahren zeigte. Die Rivella-Multipacks aus je vier bzw. sechs Halbliter-PET-Flaschen werden mit einer breiten, elastischen Kunststoffbanderole gebildet. Sie ergibt eine werbewirksame Verkaufseinheit mit Rundum-Bedruckung und hat auch klare technische Vorteile, denn sie bleibt auch bei Wärme stabil und ist blickdicht für Scanner. Der Multipack-Vollautomat kommt von der italienischen Comag und auch die Sleeves sind italienischen Ursprungs, nämlich von der Firma Tecnosleeve. Beide Firmen werden in der Schweiz durch die Kellenberger AG vertreten.

Bierflasche mit «Ice Look»

swissstar_small.gif (2878 Byte)vetropack_1.jpg (31928 Byte)Glas lässt praktisch jede Formgebung zu. Die an sich konventionelle 33-cl-Flaschenform weist rings um den Flaschenhals in Glas geformte Eiswürfel auf. Der «coole» Charakter der von Feldschlösschen AG angebotenen trendigen Biersorte wird durch die Formgebung visualisiert. Die von Vetropack AG hergestellte Flasche ist kompatibel zu bestehenden Abfüllanlagen und Umgebinden.

Ansprechende Salatdressinglinie

bmw_vogel_1.jpg (39717 Byte)swissstar_small.gif (2878 Byte)Die Kunststoffflaschenserie «Anna's Best» fällt am Verkaufspunkt der Migros durch ihre neuartige und attraktive Gestaltung auf. Trotz der stark taillierten Flaschenform wird eine perfekte Anwendung der Sleevetechnik erreicht. Diese Salatdressings von Conserves Estavayer SA werden in ansprechenden gesleevten Polyethylenflaschen von CROWN VOGEL AG (jetzt: HUBER Packaging Group) angeboten. Klaus Dannenberger, Geschäftsführer dieser zur CarnaudMetalbox-Gruppe gehörenden Firma, äussert sich in einem Interview mit der swisspack international über die Entstehung dieser Verpackung.

Die Rundumetiketten reichen vom Bodenrand bis zur Flaschenmündung. Die im Tiefdruckverfahren wiedergegebenen Bildmotive der fünf verschiedenen Salatdressings zeichnen sich durch maximale Schärfe aus. Die Illustrationen des Designers Armando Rutelli geben auf sympathische Art Anregungen für Salatzubereitungen.