50 Jahre Rivella blau

Laut einer neuen Umfrage, an der 6'200 Haushalte teilgenommen haben, bevorzugen drei Viertel der europäischen Verbraucher das traditionelle Verpackungsmaterial Glas für Nahrungsmittel und Getränke. Die gross angelegte Studie, die Anfang 2009 im Auftrag der FEVE, dem Europäischen Verband der Behälterglasindustrie, Brüssel, in 12 europäischen Ländern durchgeführt wurde, ist vermutlich eine der umfangreichsten Untersuchungen, die jemals von der Verpackungsindustrie initiiert wurde. Erkennbar ist der Trend, dass Verbraucher bei der Verpackungswahl zunehmend Gesundheits- und Umweltbedürfnisse über ihre Convenience stellen. Europäische Konsumenten sehen Glas als recycelbaren und umweltfreundlichen Packstoff an, welcher den Geschmack bewahrt, den Inhalt sicher vor Verunreinigungen schützt und für das Produkt einen Mehrwert bietet. Dies war denn auch der Grund, weshalb Glasflasche im Jahre 1952 die initiale Verpackung für das Schweizer Erfrischungsgetränk Rivella darstellte. Erst viel später - im Jahre 1995 - wurde mit der Abfüllung in die leichte Verpackungsvariante PET begonnen. Nach der erfolgreichen Einführung von Rivella rot kam 1959 in der Schweiz Rivella blau als erstes Lightgetränk Europas auf den Markt. Sie wurde auf Anregung der holländischen Diabetikergesellschaft entwickelt und vom Gesetz her gezwungen, die Bezeichnung «Diabetikergetränk» zu tragen. Schon in den Anfängen war aber klar, dass man linien- und gesundheitsbewussten Menschen eine zuckerfreie Alternative bieten wollte. So stand die Lancierungskampagne vor 50 Jahren unter dem Motto «Angst vor Zucker? Dann Rivella blau.» Die eigentliche Lightwelle schwappte erst 25 Jahre später aus den USA nach Europa über.


Eine besondere Weinflasche

Ein besonderer Inhalt braucht eine besondere Verpackung. Deshalb wurde für die fruchtigen Weine von Uvavins in Tolochenaz eine spezielle Flasche realisiert, die sich vom gewohnten abhebt. Die vom bekannten Schweizer-Pass-Grafiker und Künstler Roger Pfund kreierte 75-cl-Weinflasche erhielt den Sonderpreis Design im Swiss-Star-Wettbewerb 2007. Hergestellt wird die Flasche mit einer flachen und einer runden Seite bei der Vetropack in St.-Prex. Die Ausführung der ebenen Fläche erforderte ganz spezifische Einstellungen der Maschine, denn die homogene Verteilung des Glases ist für die Widerstandsfähigkeit gegebüber dem internen Druck ausschlaggebend. Die Originalität der Flasche entsteht aber insbesondere durch die Gesamtgestaltung: Das Zusammenspiel zwischen der ungewöhnlichen, asymetrischen Form, der Glasprägungen, Farben und der in Grösse und Typografie reduzierten Etikette vermittelt Markenidentität und Authentizität in grossem Stil.

Gerresheimer baut Aktivitäten in Südamerika aus

Gerresheimer AG kauft die Allplas Embalagens Ltda. Das in São Paulo mit zwei Produktionsstätten ansässige Unternehmen ist brasilianischer Marktführer in pharmazeutischen Kunststoffverpackungen. Für den Gerresheimer-Bereich Plastic Systems besiegelt diese Akquisition einen markanten Ausbau der Aktivitäten in Südamerika. Allplas fertigt hochwertige Fläschchen, Anwendungs- und Verschlusssysteme für flüssige und feste Arzneimittel (z.B. für Augentropfen oder Tabletten), die das bestehende Produktprogramm von Gerresheimer gut ergänzen. Das vorhandene, bislang vorwiegend in Europa vermarktete Kunststoffportfolio soll dadurch Eingang in die südamerikanischen Pharmamärkte finden. Ende Dezember 2007 hatte Gerresheimer mit EDP die spanische Marktführerin für pharmazeutische PET-Flaschen erworben und damit erstmals auch in Südamerika Fuss gefasst. Wie EDP wird auch Allplas dem Segment Plastic Packaging zugeordnet, das mit führenden Marken wie Duma®, DudekTM und EDPTM auf pharmazeutische Primärverpackungen und Anwendungssysteme spezialisiert ist. Mit den beiden Akquisitionen erreichen die Kunststoffaktivitäten von Gerresheimer ein Umsatzvolumen von ca. 350 Mio. Euro (= ca. 32% des Gruppenumsatzes). Das Produktportfolio erstreckt sich von Arzneimittelfläschchen aus Glas und Kunststoff bis zu komplexen Drug Delivery-Systemen für die Pharma- und Life Science-Industrie.