Die TGW Mechanics GmbH hat ihre gesamte Erfahrung im Bau von Regalbediengeräten für automatische Kleinteilelager aus fast 30 Jahren in die Entwicklung einer neuen Version ihrer Einmastgeräte gesteckt. Mit dem Mustang evolution setzt das Unternehmen auf eine Kombination aus bewährten Technologien und neuen Ansätzen im Regalbediengerätebau. Seit Anfang der 1980er Jahre baut das Unternehmen Regalbediengeräte in Leichtbauweise für automatische Kleinteilelager (AKL). Im langjährigen Durchschnitt produziert TGW jährlich mehr als 300 AKL-Regalbediengeräte und ist damit Marktführer in Europa und Nordamerika. «In den letzten 6 Jahren konnten wir einen klaren Trend zu Hochleistungsanwendungen feststellen», sagt Entwicklungsleiter Christoph Wolkerstorfer. «In diesem Zeitraum haben wir weltweit mehr als 1'000 unserer Mustang Einmastgeräte für den Hochleistungsbetrieb realisiert». Nun hat TGW die langjährige Erfahrung bei Hochleistungsanwendungen in die neuerliche Weiterentwicklung ihrer Regalbediengerätetechnologie gesteckt und bringt als Ergebnis den neuen Mustang evolution auf den Markt. Wolkerstorfer: «Wir setzen nach wie vor auf konsequenten Leichtbau, haben viele bewährte Technologien mit Ansätzen kombiniert, die im RBG-Bau völlig neu sind und daraus ein Gerät entwickelt, das auch in Bezug auf die Energieeffizienz wesentliche Vorteile bietet. Dabei haben wir den neuen Mustang evolution als Einmastgerät mit 100 kg Nutzlast auf eine Anwendungshöhe von 12 m optimiert, weil damit die Höhen- und Gewichtsanforderungen bei mehr als 70 Prozent aller AKL-Lösungen optimal abgedeckt werden». Durch seine Steifigkeit und die optimierte Schwerpunktslage erreicht selbst ein 12 m hoher Mustang evolution mittels Reibradantrieb an der unteren Fahrschiene eine Höchstgeschwindigkeit von 6 m/s.


Bereits der Name Commissioner verdeutlicht, dass dieses Regalbediengerät von TGW in Hubbalkenbauweise die optimale Kommissioniermaschine darstellt. Jetzt kann das Gerät um 50 Prozent höher und 80 Prozent länger gebaut werden als bisher und ist dadurch für ein noch breiteres Einsatzspektrum geeignet. Das Besondere an der Hubbalkenbauweise ist, dass sich dabei im Gegensatz zu konventionellen Regalbediengeräten ein waagrechter Balken über die gesamte Länge des Lagerblocks erstreckt, der zwischen den Regalzeilen nach oben und nach unten bewegt wird. Mit einer Geschwindigkeit von 3 m/s erreicht das Gerät Spitzenleistungen von knapp 250 Ein-/Auslagerungen pro Stunde im Doppelspiel. Das Gerät konnte auf eine maximale Länge von 10 m und eine maximale Höhe von 18 m erweitert werden. Durch den Einsatz eines Doppelhubantriebs werden dennoch die kinematischen Werte der bisher wesentlich kleineren Version erreicht. Der Commissioner wird dadurch zu einem schnellen Regalbediengerät mit höherer Stellplatzkapazität. Damit eignet er sich nach wie vor hervorragend für hochdynamische Lager, beispielsweise in der Versorgung von Kommissionierarbeitsplätzen, Warenbereitstellung, Auftragskonsolidierung, Versandsortierung oder als Zwischenpuffer. Darüber hinaus ist er jetzt aber auch für ein wesentlich grösseres Spektrum von automatischen Kleinteilelageranwendungen geeignet. Durch seine Bauweise stellt der Commissioner ein kompaktes Lagersystem dar, das mit wenig Grundfläche und entsprechender Höhenausnutzung eine beachtliche Stellplatzkapazität und höchste Leistungen bietet. Durch die verschiedenen Lastaufnahmemittel ist er flexibel für verschiedene Waren und Ladungsträger geeignet.


KNAPP mit Rekordergebnis

Die KNAPP AG ist in den letzten Jahren auf weltweit rund 2'100 Mitarbeitende angewachsen (1'600 davonin Österreich) und erzielt einen Rekordumsatz von 327 Mio. Euro. Die Exportquote beträgt 98 Prozent. Das UUnternehmen ist mit 18 Niederlassungen und 14 Repräsentanzen in allen Erdteilen vertreten. Die strategische Steuerung wird in der KNAPP-Holding zusammengefasst. Diese Aufgabe übernahmen als Vorstände die beiden langjährigen Geschäftsführer des Stammhauses Hart bei Graz, Karl Freudelsperger (Bildmitte) und Eduard Wünscher (ganz links). Die Geschäftsleitung im Stammhaus übernehmen Franz Mathi, Technik & Administration (3. von links), Gerald Hofer, Vertrieb, Marketing & Qualitätsmanagement (2. von rechts) und Erik Körner, Innovation & Anlagendesign (ganz rechts). Franz Leitner (2. von links) leitet gemeinsam mit Bernhard Rottenbücher (5. von links) das Softwarehaus KNAPP Systemintegration GmbH in Leoben.

 


Proaktive Lagerprozesse mit WMS

Mit KiSoft WMS, dem Warehouse Management System von KNAPP, werden die Lagerprozesse proaktiv gesteuert. Das WMS integriert alle Prozesse und Technologien und der Anwender profitiert dadurch von lückenloser Transparenz und der Verfolgung aller Warenströme über alle Geschäftsprozesse. Chargen- oder Seriennummernverfolgung sind ebenso Standardfunktionalitäten wie Mandantenfähigkeit (verschiedene Wareneigner) oder Mehrlager-Unterstützung. Das System ist in über 100 Standorten weltweit erfolgreich im Einsatz. Es überzeugt durch hohe Skalierbarkeit - zum Einsatz kommt ein einheitliches System sowohl für IT-automatisierte (RF und Voice) als auch vollautomatisierte Lösungen. KiSoft WMS kann einfach um verschiedene Module ergänzt werden, zum Beispiel um das KiSoft Management Information System (MIS). Dieses liefert nicht nur Kennzahlen und Statistiken, sondern erlaubt bei vollkommener Online-Steuerung aller Prozesse auch jederzeit einen Einblick in Echtzeit - im Lager und auch unterwegs. Die dadurch gewonnene Transparenz des Lagers und dessen Entwicklung ermöglichen dem Lager- bzw. Logistikleitstand die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.


SSI Schäfer und Salomon Automation zusammen

Die SSI Schäfer unterstrich 2008 mit der Übernahme der Salomon Automation ihre führende Position im Bereich Intralogistik. Die auf komplexe Logistikanlagen und Kommissioniertechnik spezialisierten Unternehmen SSI Schäfer Noell GmbH und SSI Schäfer Peem GmbH wurden damit durch einen weiteren kompetenten Partner ergänzt. Unterstützt werden die drei Firmen durch die auf Automation fokussierten Produktionsstandorte Graz (A) und Hranice (CZ), wo die Fabrikation auf 60'000 m2 erweitert wird. Die praktisch durchgehende Wertschöpfung innerhalb der Gruppe ermöglicht nun rasches und kompetentes Reagieren auf die wechselnden Anforderungen des Marktes.

Wohin mit den leeren Rollbehältern?

Transportbehälter sind nützliche Hilfsmittel. Doch wohin mit ihnen, wenn sie gerade nicht gebraucht werden? Die Dennree GmbH in Töpen, führende Grosshändlerin für biologische Lebensmittel, hat eine passende Lösung in Anwendung. Die Firma liefert Naturkostprodukte mit garantiert ausgesuchter Qualität und Frische an über 1'800 Kunden in Deutschland, Österreich und Luxemburg aus. Diese Leistungen erfordern ein hohes Mass an Logistik und Präzision, um die Ware termingerecht zuzustellen. Am Standort Töpen führte Dennree Massnahmen zur Erweiterung der Lager- und Kommissionierflächen für Trocken-, Frische- und Tiefkühlprodukte durch. Neben baulichen Massnahmen stand im Rahmen dieser Aktivitäten die Installation verschiedener technischer Ausstattungen an. Hierzu zählt die automatische Leer-Rollbehälter-Rückführung mit einem Rollbehälterspeicher der Gilgen Logistics AG. Die Lebensmittel werden aus den verschiedenen Lagerbereichen im Zentrallager hauptsächlich nachts termingerecht kommissioniert. Die vollen Rollbehälter werden von der Distribution umgehend verladen und an die 9 Niederlassungen geliefert. Um die leeren Rollbehälter, welche den ganzen Tag angeliefert werden, zwischenzulagern, wurde eine Zwischenbühne über der Distributionsfläche für den Rollbehälterspeicher errichtet. Die dadurch frei gewordene Fläche wird jetzt als Lager- und Kommissionierfläche genutzt. Leere Rollbehälter werden je nach Typ im Untergeschoss auf eine Transportstrecke aufgegeben, mit einem Lift zur Bühne über der Distributionszone transportiert und dort auf dem automatischen Rollbehälterspeicher gepuffert. Bei der Kommissionierzone befinden sich 5 Abnahmestellen für leere Rollbehälter. Die Abnahmen werden laufend automatisch nachgefüllt. Damit sind immer leere Rollbehälter verfügbar. Durch diese Lösung hat Dennree teuren Lager- und Kommissionierraum gewonnen und den leeren Raum über der Distribution genutzt. Weiter sind keine aufwendigen, manuellen Transporte für leere Rollbehälter notwendig. Der Zwischenpuffer hat 1'290 Stellplätze mit einer Kapazität von 2'580 Rollbehälter. Die Dennree GmbH kommissioniert in Spitzenzeiten bis zu 3'000 Rollbehälter während 6 - 8 Stunden pro Tag. Die gesamten Förderelemente sind in Zahnriementechnik ausgeführt.

Swisslog verstärkt Kompetenzen in der Leichtgutlogistik


Der von Swisslog akquirierte Leichtgutlogistik-Spezialist EVOmatic verfügt über fundierte Erfahrung in der Entwicklung von erfolgreichen Logistiktechnologien. Das in Thalheim bei Wels (Österreich) angesiedelte, 2003 als Start-up gegründete Ingenieurunternehmen ist auf innovative automatisierte Technologien wie z.B. Regalbediengeräte, Lastaufnahmemittel oder Shuttlesysteme spezialisiert. «Die Materialflusstechnologien von EVOmatic werden die Wettbewerbsfähigkeit von Swisslog im Bereich der Leichtgutlogistik steigern. Die Akquisition ist Teil unserer Strategie, das Lösungsportfolio in wachstumsträchtigen Geschäftsbereichen auszubauen», erklärt Daniel Fink, Leiter der Division Warehouse & Distribution Solutions von Swisslog.

ALSO: more than distribution

ALSO ist in Europa eines der führenden Grosshandels- und Logistikunternehmen für Informationstechnologie und Consumer Electronics. Das Unternehmen ist in neun europäischen Ländern tätig: Unter dem Namen ALSO in der Schweiz und in Deutschland und unter GNT in Finnland, Norwegen, Schweden, Estland, Lettland, Litauen und Polen (ALSO übernahm 2008 hundert Prozent der finnischen GNT Holding, dem grössten ICE-Distributionsunternehmen in Skandinavien und Osteuropa). Als engagierter Businesspartner steht für ALSO der Kundennutzen an erster Stelle. Exzellenter Service und persönliche Betreuung sind dabei ebenso selbstverständlich wie Kompetenz und Wettbewerbsfähigkeit. Das Ziel ist eine langfristige Partnerschaft, auf welche sich die Geschäftspartner verlassen können. Das Unternehmen gehört zum Schindler-Konzern. In der Distribution ist ALSO in der Schweiz marktführend. Man arbeitet mit den namhaftesten Herstellern von Hard- und Software zusammen und erbringt zusätzliche Leistungen in den Value-added-Bereichen, Highend-Server, Storage, Sicherheit und Netzwerke. Ergänzend bietet man auch eine breite Palette von IT-Verbrauchsmaterial an. Die Marktleistung zeichnet sich durch hohe Verfügbarkeit aus und erfüllt strengste Qualitätsanforderungen. Auf dem bestehenden Areal in Emmen erstellt ALSO Schweiz neben dem bereits bestehenden Logistikcenter von rund 26'000 m2 ein zusätzliches Logistikcenter mit der gleich grossen Lagerfläche. Damit beträgt die zentrale Logistikplattform von ALSO für die Schweiz zukünftig insgesamt 52'000 m2. Durch die Konsolidierung ihrer Logistikstandorte erweitert man die Logistikkapazität um 20 Prozent und ist somit gut gerüstet, um das zukünftige Wachstum optimal abzuwickeln. Die Gilgen Logistics AG wurde für Lieferung einer automatischen Behälter-/Kartonförderanlage für die Kommissionierung beauftragt. Alle Ebenen (UG / EG / ZG / OG) sind an das automatische System angebunden. Die Behälter oder Kartons werden in der Kommissionierung im UG auf die Förderanlage aufgegeben. Über Heber und C-Förderer werden die Behälter in das EG und OG transportiert und anschliessend über Gurtförderer (unter der Decke) zu den Bereichen Versand/dynamischer Puffer/Versandkontrolle/Kommissionierung weitergeleitet. Kurze Durchlaufzeiten, eine hohe Produktivität durch intelligente Materialflussplanung mit zielgerichteter Zusammenführung und Verteilung von Lieferaufträgen sind Beispiele bezüglich den Anforderungen im dynamischen Warenfluss. Im Sommer 2009 wird das neue, prozessoptimierte Logistikcenter betriebsbereit sein.

40 Jahre Fördertechnik-Erfahrung

Die Frei Fördertechnik AG ist seit 40 Jahren Spezialist auf dem Gebiet der Fördertechnik. Aus einer Hand werden Beratung, Planung, Fertigung, Montage und Service für Schütt- und Stückggut-Förderung jeglicher Art angeboten. Im Stückgutbereich gehören zu den Spezialitäten des Familienunternehmens neben Neuinstallationen auch Erweiterungen und Umbauten von bestehenden Anlagen. Dank ausgebauten Serviceleistungen können kostspielige Betriebsunterbrüche vermieden werden. Garantiert werden eine zuverlässige Versorgung mit Ersatzteilen und fachmännische Reparatur- und Servicearbeiten. 7 komplett ausgerüstete Servicefahrzeuge bieten einen Notfall-Pikettdienst. Mit Generalvertretungen werden in der Schweiz verschiedene Produkte und Dienstleistungen angeboten:
  • TRANSNORM SYSTEM ist spezialisiert auf fördertechnische Komponente wie auch komplette Gesamtanlagen inklusive komplexer Steuerungs- und Visualisierungssystemen. Die zu grösster Flexibilität gereifte Systembauweise steht künftigen Veränderungen in Bezug auf Fördergut, Automatisierungsgrad und Kapazitätsanpassungen nicht im Wege. Bei der Entwicklung und Fertigung fördertechnischer Schlüsselkomponenten ist das deutsche Unternehmen international führend, beispielsweise in der Kurvenfördertechnik mit einem Weltmarktanteil von mehr als 50 %.
  • Die Frei Fördertechnik AG vertritt seit 1974 die auf Herstellung von Sieben zur Klassierung und Entwässerung von Schüttgütern spezialisierte, zur Hein-Lehmann-Gruppe gehörende Isenmann GmbH.
  • Zellenradschleusen, Absperrschieber und Drehklappen für Schüttgüter sind die Spezialität des deutschen Unternehmens Jaudt. Die Fachleute der Frei Fördertechnik stehen hier auch als für Lösung der Sonderfälle zur Verfügung.
  • Überall dort, wo Metallteile im Fördergut Maschinen gefährden oder wo kein Metall im Fördergut erlaubt ist, sorgen Metallsuchgeräte von EAB für einen sicheren Schutz vor kostspieligen Schäden und Produktionsausfällen. Seit Ende 2006 wird EAB durch die Frei Fördertechnik vertreten.

  • MDE-Lösung für Lieferdienste

    Mit FieldForceAutomation präsentiert zetes eine Frontend-Lösung, mit der sich die informationslogistischen Prozesse im Lieferservice automatisieren und optimieren lassen. Moderne Handcomputer mit mobilen Belegdruckern und eine speziell auf die Anforderungen von Lieferdiensten zugeschnittene Software helfen, den administrativen Aufwand im Tagesgeschäft stark zu reduzieren und gleichzeitig vielfältige Fehlermöglichkeiten auszuschalten. Eine Komplettlösung für die mobile Datenerfassung im Lieferservice wurde von der Schweizer Zetes autoID Systems AG unter dem Namen FieldForceAutomation entwickelt und wird nun über die jeweiligen Landesvertretungen der Zetes Group europaweit angeboten. Ursprünglich für das Liefer- und Retourenmanagement von Getränkelogistikern entwickelt, erlaubt FieldForceAutomation vielen Branchen mit Lieferdiensten die schnelle und sichere Erfassung aller abrechnungsrelevanten Daten durch die Fahrer direkt vor Ort. Über Handcomputer mit mobilen Druckern können sie Lieferungen und Leergut-Rücknahmen bzw. Retouren dokumentieren und sofort Belege wie Lieferscheine, Rechnungen und Quittungen ausdrucken. Alle erfassten Daten der Tagestouren werden im Handcomputer gespeichert und in Echtzeit oder am Tagesende an das zentrale Warenwirtschaftssystem übertragen. FieldForceAutomation bietet den Fahrern eine spürbare Erleichterung bei ihrer täglichen Arbeit: Kein Gedränge bei der morgendlichen Tourenvorbereitung mehr, denn statt eines Stapels Lieferpapiere erhalten sie die Aufträge mit allen Details drahtlos auf ihren Handcomputer übertragen. Während der Tour lassen sich alle benötigten Informationen praxisgerecht darstellen, alle relevanten Aktivitäten bequem erfassen und direkt auf Plausibilität überprüfen. Barcodes lassen sich mit dem Handcomputer einscannen, Mengen bzw. Artikel über die Tastatur oder den Touchscreen eingeben und Unterschriften zur Bestätigung der Geschäftsvorfälle beleglos auf das Touchpanel eingeben. Abweichende Liefermengen und Retouren führen sofort zur Neuberechnung der Belege, die für die spätere Auswertung gespeichert und gleichzeitig als Kundenbeleg via Bluetooth zum mobilen Drucker übertragen werden. Nach Beendigung der Tour werden alle erfassten Daten und auch die gespeicherten Beleg-Dokumente über ein Kommunikations-Cradle oder WLAN ins zentrale Warenwirtschaftssystem übertragen und ausgewertet. Ein ausgedruckter Tourbeleg zeigt übersichtlich alle relevanten Ergebnisse des Tages an. So sehen Fahrer und Depotleiter auf einen Blick, wie viel Bargeld entgegengenommen wurde und wie viel Leergut bzw. Ware noch auf dem Fahrzeug sein sollte. Die ersten Installationen von FieldForceAutomation sind seit Mitte 2006 in 18 Depots der Heineken Switzerland AG im Einsatz und haben sich auf mehr als 80 Getränke-Lieferfahrzeugen bestens bewährt.

    Flexibel bei der Klebstoffproduktion

    Die Sika Chemie hat im Sommer 2008 anlässlich eines Fachpressegesprächs im neuen Klebstoffwerk Düdingen ihr automatisches Logistiksystem vorgestellt. Die innovative Anlage ermöglicht volle Flexibilität und höchste Versorgungssicherheit für Produktion, Abfüllung und Versand der Klebstoffe.

    Die Westfalia Logistics Solutions Switzerland AG, Generalunternehmerin für Planung und Umsetzung der Logistik, entwickelte ein innovatives Gesamtkonzept, welches aus drei Elementen besteht: einem Wareneingangspuffer mit Trans-Faster-Technologie zwischen den Abfüll- und Verpackungslinien auf der einen Seite, einem Warenein- und Ausgang auf der anderen Seite sowie einem Stahlbaupodest mit Palettieranlage auf einer zweiten Ebene. Eine Besonderheit der Anlage sind zwei flurfrei übereinander fahrende Regalfahrzeuge TransFaster. Das Hochregallager mit ca. 750 Palettenplätzen versorgt die Abfüllung mit Material und unterstützt die automatische Palettierung von Versandkartons mit Fertigprodukten. Wie Logistikleiter Roland Zenhäusern ausführte, schlägt Sika alle Waren just-intime um und benötigt kein Fertigwarenlager für Klebstoffe. Weil das System alle Räume und Flächen optimal nutzt, spart das Unternehmen darüber hinaus Energie, gewinnt Flexibilität bei Produktionsspitzen und Kapazitäten für die 2010 geplante Erweiterung der Anlage.

    TransFaster auf zwei Ebenen

    Das automatische, doppelttiefe HRL mit Satellitentechnik dient Sika als Anlieferungspuffer. LKWs liefern die Produktions- und Verpackungshilfsmittel auf Europaletten im Versandbereich an. Von dort schlagen Stapler die Paletten manuell um und bringen sie auf eine Einlagerungsfördertechnik mit Konturenkontrolle, die zum HRL-Einlagertor führt. Ein zweiter Förderer liegt direkt daneben und dient zur Auslagerung fehlerhafter Produkte und für Inventurzwecke. Beide TransFaster können am HRL-Eingang wechselweise Paletten von der Fördertechnik übernehmen und diese links und rechts einlagern, ohne sich zu behindern. Denn die Waren sollen schnell ins Lager, um dem nächsten LKW die Einlagerungsbahn frei zu machen. Erich Dreier, Projektverantwortlicher von Westfalia: «Die flurfreien TransFaster sind bei Sika extra nicht auf der gleichen Ebene angebracht, sondern in der obersten und der zweitobersten Ebene der Regale. So können sie gleichzeitig das HRL durchfahren und sich sogar kreuzen. Das ermöglicht höchste Redundanz, Betriebssicherheit und Einlagerleistung.»

     

    Zusammenspiel von Lager, Abfüllung und Verpackung

    Die Packmittel und Packhilfsmittel - Klebstofftuben, Etiketten usw. - werden von den TransFastern an integrierte Bereitstellbahnen mit Gefälle im Erdgeschoss übergeben. Sika-Personal pickt diese Waren dann manuell aus den Kartons von den Paletten und versorgt damit die Abfülllinien. Die Regalfahrzeuge füllen die Bereitstellbahnen automatisch wieder nach. Der Abfüllbereich an sich wird über FTS-Fahrzeuge aus der Sika-Produktion versorgt. Die Fahrzeuge bringen die Klebstoffe aus der angeschlossenen Produktionshalle zu den Abfülllinien. Die HRL-Gasse befindet sich zwischen Abfüllungs- und Versandbereich. Zwei Tunnels kreuzen sie und verkürzen dadurch die Wege zwischen den Hallen. Für Sonderaufgaben können so parallel zur Fördertechnik durch die Tunnels Waren umgeschlagen werden. Um den Verpackungsbereich direkt in Lager und Abfüllung zu integrieren, wurde eine Stahlbaubühne mit Fördertechnik und Palettierrobotern in der Abfüllhalle direkt ans TransFaster- HRL gebaut. Die Regalfahrzeuge übergeben die Paletten mit Hilfsmaterialien wie Folien, Umreifungsbändern und Palettendeckeln direkt der Palettieranlage. Vier S-Elevatoren bringen gleichzeitig die Kartons mit verpackten Spezialklebstoffen vom Erdgeschoss auf die Stahlbaubühne. Durch die Fördertechnik kommen die Kartonpackungen zu den Kuka-Palettierrobotern. Die palettierten Kartons werden automatisch umwickelt, mit einem Holzdeckel versehen, umreift und etikettiert. So schliesst sich der Materialfluss-Kreislauf zwischen Abfüllung, Verpackung und Palettierung.

    Ecolog: jüngstes Mitglied der TGW-Gruppe

    Per 1. Juli 2007 wurde die Ecolog Logistiksysteme GmbH in die TGW-Gruppe integriert. Mit diesem für beide Unternehmen markanten Schritt reagierte das Management auf die Entwicklungen am Intralogistik-Markt und stellte die Weichen für die Zukunft. «Wir bemerken in den letzten Jahren sehr deutlich, dass sich unsere Absatzmärkte stark verändern. Grosse Generalunternehmer bauen sich beispielsweise ihre eigenen Mechatronik Kompetenz- und Produktionszentren auf», erläutert TGW-Geschäftsführer Georg Kirchmayr (rechts im Bild). Die Gruppe wolle sich daher verstärkt als Komplettanbieter für Intralogistiklösungen positionieren. Ecolog brachte laut Kirchmayr genau jene komplementären Kompetenzen, «die wir für unseren zukünftigen Markterfolg benötigen». Die Firma, die ihren Sitz wie das neue Mutterunternehmen im österreichischen Wels hat, ist seit 1998 ein erfolgreicher Systemanbieter von automatisierten und schlüsselfertigen Intralogistiklösungen. Ecolog-Geschäftsführer Manfred Lindner (links): «Unser Erfolg begründet sich darin, dass es uns sehr gut gelingt, das am besten zu den Geschäftsprozessen des jeweiligen Kunden passende Lösungskonzept zu finden. Dadurch konnten wir in den letzten Jahren stark wachsen und unseren Umsatz auf rund 40 Mio. Euro ausweiten.» Die TGW-Gruppe erzielt mit dem Kauf einen Umsatz von 350 Mio. Euro und überschreitet die 1000-Mitarbeiter-Marke deutlich.

    Gesamtlösungen für die Food-Intralogistik


    Um die hohen Kundenanforderungen in Sachen Lieferbereitschaft und Verfügbarkeit zu erfüllen, sind neue Logistikkonzepte gefordert. Der steigenden Nachfrage nach komplexen Logistiklösungen kommt Gilgen Logistics AG mit massgeschneiderten Eigenprodukten für den innerbetrieblichen Transport, die Lagerung und Kommissionierung und für Lade-Applikationen nach. Von der Beratung, Planung, Projektmanagement, Entwicklung, Konstruktion, Lagerverwaltungsmanagement bis zu Schulung bietet das Unternehmen All-Inklusiv-Lösungen aus einer Hand an. Die Kernkompetenzen umfassen Förder- und Lagersysteme, Automatisierung, IT-Lösungen, Handling-Technologien und Spezialsysteme. Das komplette Förderprogramm beinhaltet das Behälter- und Stückgutfördersystem «mecom», welches für einfache wie auch komplexe Materialflüsse eingesetzt werden kann, Palettentransportsysteme, kombinierte Paletten- und Rollbehältertransportsysteme, Automatische Aufzüge, Monorail- und Hängebahnsysteme «licom», Kommissionier- und Lagersysteme für Paletten und Automatische Kleinteilelager. Das Rollbehälter- und Palettenfördersystem wird hauptsächlich in grossen Distributionszentren eingesetzt, vor allem in der Lebensmittelindustrie; aus dieser können bereits viele Referenzen vorgezeigt werden, darunter bekannte Schweizer Unternehmen wie Le Patron, Pistor und Coop. Für Le Patron, einen führenden Hersteller von Pasteten, Terrinen und Convenience-Foodprodukten, wurde eine komplette automatische Lagerlösung mit Anbindung an ein Behälterfördersystem konzipiert. Das Lagersystem kann bis zu 10'000 Gebinde mit den frischen Delikatessen aufnehmen. Die Lagerzone ist gekühlt zwischen 0° und 4°C. Von der Mechanik, Steuerung und dem Lagermanagement bis zur Betreuung durch den Kundendienst hatte Le Patron einen Ansprechpartner für das ganze Lager- und Transportsystem. Ein anderes führendes Handelsunternehmen für Lebensmittel ist die Firma Pistor, die Nummer Eins auf dem Schweizermarkt in Sachen Bäcker-Konditor-Confiserie und ein Grosshändler im Gastronomiebereich. Ein automatisches Leerbehältersystem handelt die Rückführung, Sortierung und Säuberung der Behälter. Weiter wurde eine Rollbehälterförderanlage mit Zwischenpuffer und eine Palettenförderanlage installiert. Der Schweizer Grossverteiler Coop gehört ebenfalls zum Kundenstamm der Gilgen Logistics. Die Coop Verteilzentrale Basel beabsichtigt den innerbetrieblichen Ablauf des Leergutes zu automatisieren. Eine Gebindeförderanlage mit einer Leergutzentrale und einem Pufferungssystem übernehmen heute den Materialfluss im Hause Coop. Das Leergut (Rollbehälter und Gebinde) wird zwischengepuffert und just in time an die entsprechenden Produktionsbereiche ausgeliefert.