Im Juli 2012 wurde das neue automatische Kleinteilelager im Wareneingang der Claas Selbstfahrenden Erntemaschinen GmbH in Harsewinkel einweiht. Der zwischen September 2011 und Februar 2012 erstellte Neubau macht es möglich, die steigende Anzahl verschiedener Teile vorzuhalten, was mit den Lagerplätzen der manuellen Fachbodenanlage nicht mehr zu leisten war. Integrator des Systems und Lieferant der Warehouse Management Software viad@t ist die viastore systems GmbH. Die neue Umschlagsmaschine hat zwei Regalgassen, die 55 m lang, bis zu 8 m hoch und mit je einem automatischen Regalbediengerät bestückt sind. Die Anlage wurde auf der Fläche des manuell bedienten Vorgängers errichtet. Dabei ist es gelungen, die Lagerplatzkapazität etwa zu verdoppeln und die Umschlagsgeschwindigkeit deutlich zu erhöhen. Die gesamte Lagerkapazität beträgt jetzt 12’544 Lagerfächer und hat damit Platz für ca. 32’000 Behälter verschiedener Grössen. Die beiden automatischen Regalbediengeräte vom Typ viaspeed XL fahren bis 140 Mal pro Stunde durch die Regalgassen, setzen Behälter mit frisch angelieferten Teilen ab und holen die in der Produktion benötigten ab. Die Anlage ist auf 5’000 Behälterbewegungen pro Tag ausgelegt. Die Geräte fahren dann Geschwindigkeiten von bis zu 5 m pro Sekunde mit Ladungseinheiten, die zusammen bis zu 60 kg schwer sind. Die beiden Arbeitsplätze in der Ein- und Auslagerung sind mit Scannern, Monitoren und Etikettendruckern ausgestattet. Die Mitarbeiter werden durch eine optische Führung unterstützt. Das sorgt für eine nahezu fehlerfreie Kommissionierung.


 

Der Einsatz von Mehrwegbehältern ist aus der modernen Distributionslogistik nicht mehr wegzudenken. Die Filialbelieferung wird erst dann wirtschaftlich, wenn die Gebinde im befüllten Zustand viel nutzbaren Raum bieten und bei der Rücknahme kompakt zusammengefaltet, geklappt oder ineinander geschachtelt werden können. Trotzdem müssen die Gebinde robust, langlebig, leicht zu handhaben und sicher verschliessbar sein.

Um all diesen Anforderungen gerecht zu werden, bringt Georg Utz AG eine neue Klappbox 600 x 400 x 355 mm auf den Markt. Die grössere Version dieses Behälters in Abmessungen 800 x 600 x 465 mm hat der Kunststoff-Verpackungsspezialist vor rund eineinhalb Jahren lanciert. Zusammen mit dem passenden Utz-Transportroller bilden die Klappboxen clevere Utz KlappboxTransporteinheiten für individuelle Filialbelieferung. So erübrigt sich in kleinen Filiallagern oder zwischen den Verkaufsregalen der Einsatz von sperrigen Handhubwagen.

Ergonomie im Vordergrund

Bei der Entwicklung der neuen Klappbox-Ausführung stand das möglichst einfache Handling im Vordergrund. Dieses beginnt schon beim Aufklappen. Jede Wand bleibt nach dem Aufstellen sicher stehen, ein ungewolltes Zuklappen wird verhindert. Dadurch kann die Box in kürzerer Zeit zur Befüllung bereitgestellt werden. Über den ergonomischen Grifflöchern an den Kurzseiten ist der neue Entriegelungsmechanismus angebracht. Mit einem einfachen Druck auf die spezielle Entriegelungstaste am oberen Rand der Box werden die Seitenwände entriegelt. Das geht schnell und leicht vonstatten, da die Hand in der Trageposition belassen werden kann. Dies ist ein Vorteil gegenüber anderen Klapp- oder Faltboxen, bei denen der Entriegelungsmechanismus auf der Innenseite des Behälters oder auf der Längswand der Box platziert ist. Für Lieferdokumente oder Erkennungspapiere kann auf allen vier Seitenwänden ein passender Etikettenrahmen angebracht werden.

Hoher Schutz für den Inhalt

Um unerwünschten Zugriffen in die Box entgegenzuwirken, wurden die beiden längsseitig anscharnierten Deckelhälften so ausgeführt, dass sie sich beim Verschliessen sicher verzahnen. Ist der Deckel geöffnet, liegen die beiden seitlich heruntergeklappten Deckelhälften plan an der Längswand an. So stehen sie nicht über die Box vor und das Grundmass wird nicht verändert. Selbstverständlich können die Deckelhälften mit einer Plombe zusätzlich gesichert werden. Die Box zeichnet sich generellUtzklappbox Manor durch hohe Robustheit aus, die dem Inhalt auch vor Schlägen von aussen genügend Schutz bietet. Utz ist es damit gelungen, einen starken Behälter zu entwickeln, der gleichzeitig nicht übermässig schwer ist. Die neue Klappbox erweist sich als ein Mehrweggebinde, welches für die Verteillogistik im Detailhandel (Kosmetikprodukte, Elektrokleingeräte, Textilien etc.), bei Grossverteilern (Food- sowie Nonfood-Produkte) oder für den harten Einsatz bei Umzugsunternehmen perfekt passt. Sie ist in den Versionen mit und ohne Deckel sowie mit verripptem Boden ab Lager erhältlich. Für extrem hohe Belastung wird eine Ausführung mit einem äusserst verwindungssteifen Doppelboden und einer zusätzlichen Höhe von 400 mm angeboten. Das Bild zeigt die neuen Mehrwegbehälter im praktischen Einsatz bei Manor in Möhlin. SPI


 

Logistik: strategisches Instrument der Unternehmensführung


Die Logistik beeinflusst heute massgeblich sowohl die Struktur als auch die Handlungsmöglichkeiten von Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Global vernetzte Wirtschaftsstrukturen erfordern hochverfügbare und effiziente Logistiksysteme. Diese gewährleisten die physische und informatorische Verbindung

  • im einzelnen Unternehmen
  • zwischen dem Unternehmen und seinen Kunden
  • zwischen dem Unternehmen und seinen Lieferanten.

In diesem Zusammenhang ist die Logistik strategisches Instrument der Unternehmensführung. Entwicklungen im Logistikbereich haben daher häufig weitreichende Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Dabei können durch die richtige Umsetzung ganzheitlicher Logistik-Strategien Wettbewerbsvorteile auf- oder ausgebaut sowie nachhaltig gesichert werden. Eine funktionierende Logistik braucht heute eine Vielzahl von verschiedensten Komponenten und Teilsystemen. In der Fachzeitschrift swisspack international berichtet der Fachteil «Logistik aktuell» über die neusten Entwicklungen in diesem Bereich.


In automatisierten Kommissionierprozessen dient das Behälter- und Stückgutfördersystem dazu, die verschiedenen Kommissionierbereiche zu erschliessen. Über Heber, C-Förderer und horizontale Transporttechnik werden die Gebinde in die nötigen Kommissionierzonen transportiert. Nachdem die letzte Kommissionierposition dem Auftragsgebinde zugeführt worden ist, werden diese in die Versandzone transportiert. Über dynamische Puffer kann die richtige Reihenfolge der Gebinde erstellt werden. Die modular aufgebauten Systeme von Gilgen Logistics können den Kundenanforderungen entsprechend optimal konfiguriert werden. Das international tätige Unternehmen ist führender Anbieter von Gesamtsystemen für die Inhouse-Logistik. Die Kernkompetenzen umfassen Förder-, Lager- und Verladesysteme, Automatisierung, IT-Lösungen, Spezialgeräte und den Kundendienst. Das breite Produkt- und Leistungssortiment fesselte auch die Besucher der LogiMAT 2011, wo der Logistikspezialist komplette Lösungen mit Eigenprodukten für die Realisierung von einfachen bis komplexen Gesamtsystemen für die Dienstleistung, Handel und Industrie vorstellte.

 

 

 


 

TGW stellt ein neues, vollautomatisches und modular aufgebautes Kommissioniersystem für Verteilzentren des Lebensmittelhandels vor. Das PerfectPick-System setzt auf das effiziente, direkte Handling unterschiedlichster Kolli im Verteilzentrum ohne zusätzliche Ladungsträger. Im neueröffneten TGW Technology Centre wurde die PerfectPick-Lösung voll funktionsfähig installiert. Kunden können die Lösung dort mit eigenen Produkten testen. Tausende unterschiedliche Produkte laufen durch die Distributionszentren des Handels, vom kleinen 10-er-Pack Kaugummi bis zu voluminösen, schweren Waschmittelpackungen. In vielen dieser Verteilzentren lagern die Produkte nach wie vor nur auf Paletten. Die dadurch erforderliche manuelle Kommissionierung ist meist wenig ergonomisch und die Mitarbeitenden müssen bis zu 15 Tonnen täglich händisch bewegen. Mit der PerfectPick-Lösung stellt TGW nun ein neues, modulares und automatisiertes Kommissionierkonzept vor. Im Gegensatz zu anderen Lösungen wird hier jedes Kolli ohne zusätzlichen Ladungsträger transportiert und gelagert. Dadurch wird der Materialfluss im Verteilzentrum deutlich vereinfacht und es kann auf die gesamte Leergutmanipulation verzichtet werden. Darüber hinaus kann der Kunde, entsprechend seiner individuellen Prozessanforderungen, zwischen unterschiedlichen Automatisierungsgraden wählen, weil das System aus Modulen besteht, die wiederum auf standardisierten Komponenten beruhen. Diese Lösung ist für alle Temperaturbereiche geeignet, die im Lebensmittelhandel vorherrschen, sogar für den Tiefkühlbereich.