Die Identifizierung und Erschliessung neuer Märkte spielt für Transport- und Logistikunternehmen aus Einkaufs-, Umschlags- oder Absatzüberlegungen eine wichtige Rolle. In einer immer globaler agierenden Weltwirtschaft müssen zum Teil spezifische Besonderheiten berücksichtigt werden. Das zeigte auch die transport logistic 2017, die vom 9. bis 12. Mai 2017 in München stattfand.

Um neue Märkte zu erschliessen, braucht es Partnerschaften von Industrie, Handel und Logistikdienstleistern. Denn gerade die Logistikdienstleister haben oft Tochtergesellschaften, Beteiligungen, Netzwerkpartner oder eigene Partner vor Ort, von denen ihre Auftraggeber in Auslandsmärkten gezielt profitieren können. Die Logistik muss sich dabei laufend an veränderte Gegebenheiten im Markt anpassen. Denken wir beispielsweise an den klassischen Einkauf, so können wir mit der Digitalisierung eindeutig die Entwicklung weg vom stationären hin zum Onlinehandel beobachten. Die 16. Ausgabe der internationalen Leitmesse für Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management konnte am Abschlusstag eine Rekordbeteiligung vermelden: 2’162 Aussteller aus 62 Ländern bedeuteten eine Steigerung um 5,4 Prozent. Die Anzahl der Besucher, die aus 120 Ländern angereist waren, stieg um 9 Prozent auf über 60’000. Die Messe wuchs auf 115’000 m2 an, die neun Messehallen waren voll ausgebucht. Das Gesprächsthema Nummer 1 war die digitale Revolution und mit ihr verbundene Zukunftstechnologien. Es zeigte eindeutig, dass die Bedeutung der Logistik weiter zunimmt. Kritisch diskutiert wurden nationale Protektionismus-Tendenzen, die ein Risiko für den internationalen Handel sind. Der internationale Austausch von Waren, Wissen und Ideen ist laut Stefan Rummel, Geschäftsführer Messe München, ein essenzieller Wohlstandsfaktor. Die nächste transport logistic München findet von 4. bis 7. Juni 2019 statt.