Die LogiMAT, welche jedes Jahr im ersten Quartal auf dem Stuttgarter Messegelände stattfindet, hat die Intralogistik-Welt auch diesmal überzeugt: Die Veranstaltung schloss ihre Tore am 16. März mit Rekordzahlen bei Ausstellern und Besuchern sowie bei der Ausstellungsfläche. Damit erzielte sie das beste Ergebnis ihrer 15-jährigen Geschichte. .

Nach der Steigerung um fast 25 Prozent bei den Besucherzahlen war ein weiteres so deutliches Wachstum im zweistelligen Prozentbereich nicht unbedingt zu erwarten», erklärt Messeleiter Peter Kazander. An den drei Messetagen kamen 50’187 Fachbesucher (+15,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr) nach Stuttgart. Knapp 20 Prozent von ihnen reisten aus dem Ausland an. Die Besucher nutzten die Messe als Informationsplattform, zum Anbietervergleich und für Geschäftsanbahnungen. Von den 1’384 diesjährigen Ausstellern (+8,1 Prozent) kam fast jedes vierte Unternehmen aus dem Ausland. Mit 102’100 m2 (+7,0 Prozent) wurde in diesem Jahr erstmals mehr als 100’000 m2 Ausstellungsfläche belegt. Kazander hebt dabei insbesondere die hohe Internationalität hervor: «Angesichts der zahlreichen internationalen Verwicklungen und Unsicherheiten für Handel und Wirtschaft, die wir gegenwärtig miterleben, ist die Präsenz von Ausstellern aus 36 Ländern – vier mehr als 2016 – längst nicht selbstverständlich.» Bereits die LogiMAT 2016 konnte als erste Gastveranstaltung das komplette Stuttgarter Messegelände belegen. Das kontinuierlich wachsende Ausstellerinteresse verlangte in diesem Jahr die Einrichtung zusätzlicher Ausstellungsflächen von 3’000 m2 im Eingang Ost und auf der Galerie im Übergang von Halle 1 zu Halle 3. Im kommenden Jahr wird die neue Halle 10 weitere rund 15’000 m2 bieten. Diese werden laut Kazander angesichts der hohen Nachfrage mühelos belegt werden können, «ohne dass die Kennzeichen der LogiMAT als Messe der kurzen Wege aufgeweicht werden». Auf weiter gestiegenen Zuspruch von Ausstellern und Fachpublikum kann auch die Kompetenz-Plattform TradeWorld verweisen, die zum vierten Mal im Rahmen der LogiMAT veranstaltet wurde. Sie fokussiert die gesamte Prozesskette des Handels und bündelt das Know-how rund um zukunftsweisende Abläufe im Bereich des digitalen Handels. Auf der Ausstellungsfläche rund um das TradeWorld-Fachforum sowie auf mehreren Ständen in den Messehallen präsentierten insgesamt 173 Aussteller (+29,1 Prozent) ihr Produkt- und Leistungsangebot für vernetzte Prozesse im Onlinehandel. «Im Zeichen von Konvergenz und Digitalisierung verschmelzen die Technologien für effiziente Prozesse in der gesamten Supply Chain. Viele LogiMAT-Aussteller positionieren sich mittlerweile als Komplettanbieter für umfassende Lösungen, die über die Unternehmensgrenzen hinweg reichen», resümiert Kazander. Mit dem jährlich verliehenen Preis «Bestes Produkt» wurden folgende drei Innovationen ausgezeichnet: der Kommissionierroboter «Pick-it-Easy Robot» von KNAPP AG (Bild), die Softwarelösung «Condition Monitoring» von Swisslog AG und «LoRa™/BLE Hybrid-TAG» von conbee GmbH. 2018 findet die LogiMAT vom 13. bis 15. März in Stuttgart statt.


Eigentlich wirkte die neue Fachmesse «all4pack» auf die Besucher ganz vertraut. Der traditionelle Novembertermin, an dem sich Verpackungs- und Logistikfachleute alle zwei Jahre auf dem Messegelände Paris Nord Villepinte treffen, wurde 2016 durch die neue Veranstaltung wahrgenommen. Schon die Fachmessen Emballage und Manutention, welche seit 2010 am gleichen Ort gemeinsam ausgerichtet wurden, brachten die Verknüpfung innerhalb der Produktionskette zunehmend zum Ausdruck. Auf der jetzt erstmals stattgefundenen «all4pack», zu der sich die beiden früheren Messen konsequenterweise verbunden haben, konnte man die ungetrennte Fachwelt unverfälscht erleben. 

Es nahmen 1'500 Aussteller teil, die Hälfte davon internationale Unternehmen. Ob unter zwei getrennten Namen oder als eine Einheit – an den vier Messetagen erwies sich wieder, dass die Parallelität sowohl für Verpackung als auch für Handling und Intralogistik nützliche Synergieeffekte hervorbringt. Das komplementäre Angebot der einzelnen Bereiche bedeutete für viele der Besucher einen Mehrwert, der nun unter dem neuen Namen verdeutlicht wurde. Gezählt wurden insgesamt 87'815 Verpackungs- und und Intralogistikfachleute, darunter Topeinkäufer und andere Entscheidungs- und Projektträger aus 100 Ländern. Der Anteil internationaler Besucher ist gegebüber der Vorveranstaltung von 35 auf 40 Prozent gestiegen. Die Business Meetings – ein neuer, von der Messe angebotener Service, haben sich bewährt und wurden u.a. von Teilnehmern aus Afrika rege genutzt; es konnten rund 500 Termine individuell organisiert werden. Die Dienstleistung entspricht laut Messeleiterin Véronique Sestrières den Einkäufer-Anforderungen und soll 2018 weiter ausgebaut werden. Wie der Veranstalter Comexposium betont, soll aus der strategischen Neuausrichtung ein globaler Marktplatz für Verpackung, Verarbeitung, Druck und Handling in der EMEA-Region entstehen. Die Erwartungen gehen davon aus, dass sich die Einkaufspolitik für alle Bereiche der Produktionskette zunehmend global ausrichten wird. Dazu gehören Verpackungs-, Verarbeitungs- und Drucksysteme ebenso wie Intralogistiklösungen. Neben zum Teil ausgefallenen Produktpräsentationen ist der Messeplatz Paris traditionell stark für seine grosse Auswahl an Maschinenlösungen in allen Verpackungssegmenten. Der Akzent diesjähriger Veranstaltung zielte auf Kreativität. Ein Begleitprogramm mit zahlreichen Vorträgen und Workshops hatte die Förderung von Innovationen zum Ziel. Unter dem Motto «Let’s be creative» wurden interessierten Messebesuchern verschiedene, auf die Branchenkreativität fokussierte Innovationen «serviert». Ausgewählte und topaktuelle Neuheiten wurden während der gesamten Messedauer im Forum «Pack Innovation» ausgestellt und die besten von ihnen von der Fachjury «Pack Experts» mit dem Innovation Award ausgezeichnet. Am Event «Best Pack 4.0» wurden Visionen der Zukunft kreativ diskutiert. Designstudenten präsentierten dort einen frischen und zukunftsorientierten Blick auf den Branchenwandel, der vom technischen Fortschritt beeinflusst wird.

Die nächste all4pack findet vom 12. bis 15. November 2018 in Paris statt.

Die internationale Fachmesse AUTOMATICA, welche vom 21. bis 24. Juni in München stattfand, übertraf die Erwartungen: mit rund 45’000 Besuchern verzeichnete sie gegenüber der letzten Durchführung vor zwei Jahren ein Plus von 30 Prozent. Deutlich angestiegen – auf rund 15'000 Personen – ist dabei die Anzahl der Fachleute, die aus dem Ausland angereist sind. Merklich gewachsen ist auch die Anzahl der Aussteller: teilgenommen haben 839 Unternehmen aus 47 Ländern – das bedeutet einen Zuwachs um 16 Prozent. Die Messe, die seit 2004 im zweijährigen Rhythmus stattfindet, gab sich unter ihrem Motto «Optimize Your Production» das Ziel, eine schnellere und gleichzeitig günstigere Herstellung qualitativ besserer Produkte zu ermöglichen. Die Entwicklung in den meisten Bereichen der Wirtschaft zeigt, dass bei gegenwärtig hohem Kostendruck automatisierte Produktionslösungen immer wichtiger werden. Das ist die grosse Chance für eine erfolgreiche Zukunft mit der Industrie 4.0.

Die Veranstaltung fokussiert auf die Darstellung kompletter Wertschöpfungskette und vereint alle Segmente der Bereiche Robotik + Automation sowie Industrielle Bildverarbeitung unter einem Dach. Es kommt deutlich zum Ausdruck, dass sich die Automatisierungsbranche weiterhin auf Wachstumskurs befindet. Im Zuge der vierten industriellen Revolution werden die Mensch-Maschinen-Kollaboration und die mobile Robotik kontinuierlich weiterentwickelt. Die Arbeit 4.0 war denn ein zentrales Thema auf der AUTOMATICA. Es wird immer mehr deutlich, wie Mensch und Maschine als Team zusammenarbeiten werden. Dabei steht der Mensch mit seiner emotionalen Intelligenz im Mittelpunkt, während der Roboter assistiert. In vielen Gesprächen wurden die Fortschritte der Digitalisierung und der professionellen Servicerobotik thematisiert – welche zum Beispiel als fahrerlose Transportsysteme oder als Menschenhelfer faszinierende Einblicke in den Alltag von morgen gab. Die Energie und die Dynamik, welche aus der Automatisierung und der Robotik ausgeht, war an den vier Messetagen in München klar spürbar. Das kam auch in Gesprächen mit Ausstellern zum Ausdruck. KUKA zum Beispiel lag laut Wilfried Eberhardt, Chief Marketing Officer, mit ihren Schwerpunkten Smart Factory, Advanced Robotics und Vernetzung in der Cloud «goldrichtig». Der Roboter-Spezialist öffnete an seinem stark besuchten Messestand Stück weit die Tür in die Zukunft 4.0. Die hauseigenen, auf Industrie 4.0 ausgelegten Produkte wurden hier zu einem intelligenten Zusammenspiel hochautomatisierter, robotergestützter und digital vernetzter Zukunftstechnologien vernetzt. Reges Interesse fand am KUKA-Stand auch das CycloneCarrier von Swisslog. Dieses Kleinteilelager kommt zur Anwendung in den Bereichen, in denen Behälter oder Kartons mit hoher Durschsatzleistung zu lagern bzw. zu puffern sind. Auch Christof Zollitsch, Geschäftsführer der STEMMER IMAGING, stellt der Messe ein gutes Zeugnis aus, wenn er sagt, dass sich viele seiner interessanten Gespräche bereits auf konkrete Projekte bezogen hätten. Für ihn stellt die AUTOMATICA durch ihre enge thematische Verzahnung von Robotik, Handhabungstechnik und Bildverarbeitung eine einzigartige Messeplattform dar, «die sich für uns als Anbieter von Bildverarbeitungstechnologien sehr bewährt hat.» Die nächste AUTOMATICA findet vom 19. bis 22. Juni 2018 in München statt.