Die Peyer Graphic AG übernahm per 1. April 2015 den Geschäftsbereich Etikettiertechnik der CCL Label AG (vormals Bandfix AG). Peyer Graphic hat sich laut CEO Oliver Schibli in letzter Zeit intensiv bemüht, die gute Marktstellung im Bereich Warenkennzeichnung und Codierung mit qualitativ hochwertigen und in der Branche führenden Systemen zu optimieren. «Mit der Übernahme der Gerätesparte von CCL Label können wir unser Sortiment optimal ergänzen und gleichzeitig das umfangreiche Know-how der Mitarbeiter in unsere Geschäftsprozesse integrieren», erklärt er. Auch die Vertretungen (Etikettiermaschinen von Herma sowie Drucksysteme von CAB, TEC und Kiaro!, etc.) gehen an Peyer über. Der Entscheid basiert auf der strategischen Neuausrichtung der CCL Label AG, wonach die Herstellung und der Vertrieb von Etikettiersystemen, Etikettendruckern und Etikettenspendegeräten nicht zum Kerngeschäft des Unternehmens gehören.


Noch nie nahm das Datenwachstum so rasant zu wie heute. Alle Unternehmen – KMU und internationale Konzerne – kämpfen mit der ständigen Datenflut. Die Masse von E-Mails, die überlaufenden Server, Datenträger und Clouds werden zu einer immer grösser werdenden Herausforderung. Die Fähigkeit, Daten gezielt zu verwalten und bei Bedarf zu löschen, wird immer mehr zu einem zentralen Kostenfaktor. Doch nebst Kosten müssen auch juristische Anforderungen beachtet werden. Nicht alles, was gelöscht werden kann, darf auch gelöscht werden. Daten bzw. Informationen werden je länger je mehr auch strategisch genutzt und können für den entscheidenden Wettbewerbsvorteil sorgen. Wie reagiert man auf diese Herausforderung richtig? Wer soll sich dieser Fragen überhaupt annehmen? Das Kompetenzzentrum Records Management (KRM) hat sich zum Ziel gesetzt, die Unternehmen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu unterstützen. Die Untersuchungen zeigen, dass die Fragen heute viel früher geklärt werden müssen – nämlich bevor die Daten das Unternehmen überhaupt betreten. Der gesteuerte und kontrollierte Umgang mit Daten wird auch «Information Governance» genannt. Dieses setzt sich aus vielen Aspekten zusammen. Grundsätzlich gilt jedoch: wer Daten entsorgen kann, der beherrscht auch die Lebenszyklen und damit auch die Information. Die Datenkontrolle erlaubt schliesslich einen entscheidenden Vorsprung gegenüber der Konkurrenz. Das neue, von KRM herausgebrachte «Leitfaden Information Governance» unterstützt die Leser beim optimalen Umgang mit Daten. Das gut strukturierte und übersichtliche Buch von Bruno Wildhaber und weiteren Co-Autoren enthält viele praktische Erkenntnisse und Projekterfahrungen.


Zum Jahresauftakt 2015 hat die Leitung des Schweizerischen Verpackungsinstituts SVI anlässlich eines Pressegesprächs eine Standortbestimmung vorgenommen. Traditionell wird bei diesem Anlass ein Unternehmen der Verpackungswirtschaft vorgestellt; diesmal traf man sich bei Model AG in Weinfelden. Da das Treffen nur wenige Tage nach der Aufhebung der Untergrenze des Franken/Euro-Wechselkurses stattfand, war es nicht verwunderlich, dass das Gesprächsthema zu einem grossen Teil von den Auswirkugen dieses Entscheides dominiert war. Die wirtschaftliche Lage für die schweizerische Verpackungsindustrie bleibt aufgrund verschärfter Bedingungen schwierig. Obwohl die Produktion zu Beginn des neuen Jahres sehr gut ausgelastet ist, kämpft die Industrie mit sinkenden Margen. Da die schweizerische Verpackungswirtschaft stark vom europäischen Markt abhängig ist, reagiert sie sehr volatil auf die wirtschaftlichen Entwicklungen in diesen Ländern und auf die Wechselkurse. Darüber hinaus erhöht sich der Preisdruck auch von Seiten der schweizerischen Kunden. Die Unternehmen müssen sich immer mehr der ausländischen Konkurrenz stellen. «Die schweizerische Verpackungswirtschaft sieht sich diversen Herausforderungen gegenüber – von aussen wie von innen. Aber durch ihre hohe Investitionstätigkeit, ihre Innovationskraft sowie durch die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen ist sie für den weltweiten Markt sehr gut gerüstet», sagte SVI-Präsident Philippe Dubois. Ein gutes Beispiel für die Innovationskraft der einheimischen Verpackungsindustrie gab ein Rundgang durch den hochautomatisierten Betrieb Model AG – das älteste und grösste Wellkartonwerk der Model-Gruppe. Erfahrene Mitarbeitende, eine produktive Wellkartonmaschine und Verarbeitungsmaschinen neuster Generation, ein vollautomatisches Hochregallager mit 10'000 Palettenplätzen und ein eigener Lastwagenpark machen das Unternehmen zu einem der leistungsfähigsten und innovativsten Betriebe der Verpackungsindustrie. Auf zwei Papiermaschinen werden in Weinfelden Wellkarton-Papiere auf Recyclingbasis gefertigt, die sowohl für den Eigenbedarf der Gruppe als auch für externe Kunden bestimmt sind. Die Wettbewerbsbedingungen für die Papierproduktion in der Schweiz erschweren sich nach der Wechselkursfreigabe sehr, erklärte CEO Dr. Daniel Model. In der gesamten Wirtschaft müsse man mit dramatischen Auswirkungen rechnen. SVI-Präsident Philippe Dubois und Geschäftsstellenleiter Andreas Zopfi gaben zu verstehen, dass das SVI weiterhin bestrebt bleibt, die Interessen der Verpackungsindustrie aktiv zu vertreten und so einen Anteil zur positiven Entwicklung der Branche beizutragen. Weiteren Schwerpunkt des Jahres 2015 bilden die Projekte der Joint Industry Group for Packaging on Food Contact (JIG). Hier geht es um zwei Projekte zur Barrierebeschichtungen bei Lebensmittelverpackungen, von denen im Laufe dieses Jahres erste Resultate erwartet werden: ein Projekt zu Innenbeutel, eines zu Recyclingkarton. Das Jahresthema – und somit auch das Thema des Tags der Verpackung am 19. Juni 2015 – steht unter dem Motto «Die Verpackung spricht – Information, Identifikation, Kommunikation». Auf dem Bild sind zu sehen (v.l.n.r.): Philippe Dubois (Präsident SVI), Elisabeth Model (CEO Region West Model-Gruppe), Dr. Daniel Model (CEO und Verwaltungsratspräsident Model-Gruppe), Andreas Zopfi (Leiter Geschäftsstelle SVI).