Der Auftragseingang der Bito Schweiz wächst seit einigen Jahren kontinuierlich im zweistelligen Bereich. Sehr erfolgreich verlief auch das Jahr 2014. Wachstumstreiber ist laut Geschäftsführer Daniel Böhm (Bild) das zunehmende Online-Geschäft. Über den Online-Shop gewinne der Verkauf der Regal- und Behälterlösungen für Anwender immer mehr an Bedeutung. Böhm will diesen Direktvertrieb 2015 noch stärker vorantreiben. Eine wachsende Nachfrage stellt die Schweizer Bito-Tochtergesellschaft bei Grossprojekten in der Automatisierungstechnik fest. Hier liefert der Lagertechnik-Komplettanbieter als kompetenter Partner der Systemintegratoren für Shuttle- als auch für RBG-Anlagen die passende Regaltechnik. Der Anteil von Shuttle-Anlagen bei automatisierten Projekten hat sich bei der Bito-Gruppe insgesamt mittlerweile bei etwa 20 Prozent eingependelt. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Meisenheim (Rheinland-Pfalz) rechnet in den kommenden Jahren mit einer Steigerung auf etwa 25 bis 30 Prozent. «Unser dynamisches Wachstum verdanken wir unseren technisch hochwertigen Produkten und kundenspezifischen Lösungen», sagt Daniel Böhm. Angeboten werden Regale und Regalsysteme, Lager- und Kommissioniersysteme, Kästen und Behälter sowie Lagereinrichtungen und Zubehör für sämtliche Branchen.


Die BVS Verpackungs-Systeme AG vertritt in der Schweiz seit 2014 die italienischen Maschinenhersteller Gandus und Minipack-Torre.

Gandus

Das traditionelle Unternehmen Gandus Saldatrice S.r.l. feiert 2015 sein 125. Jubiläum. Es baut in Cornaredo bei Mailand Verpackungsmaschinen, welche Schüttgüter dosieren und Einzelprodukte mit verschiedensten Materialien umhüllen. Folgende drei Produktegruppen werden technologisch weiter entwickelt, produziert und vertrieben:

  • Schweissgeräte für Beutel und Tuben: Tischschweiss- und Standschweissmaschinen mit impulsbeheizten oder dauerbeheizten Schweisssystemen – in gespritzter Stahlblechausführung oder als INOX-Modelle – für verschiedenste schweissbare Materialien wie LDPE / HDPE / BOPP / OPP / Alu-Verbundfolien / kaschierte Verbundmaterialien, mit Schweissbreiten bis 1'000 mm oder Durchlaufsiegelmaschinen. Die Geräte sind geeignet für kleinste Beutel bis Säcke aller Art.
  • Schweissgeräte für die Medizinaltechnik und Dentalindustrie: Systeme, welche validiert werden können, im Reinraum einsetzbar sind und Produktinformationen «on demand» aufdrucken. Sie können alle Materialien inklusive Tyvek®, Medical Paper oder Pluriball verarbeiten.
  • Dosiersysteme und automatisierte Befüllungsanlagen: Die Maschinen dosieren, zählen und/oder wägen Kleinteile, technische Schüttgüter oder Lebensmittel wie Kaffee, Bohnenprodukte oder ähnliches mit Hilfe kompletter, auf die Produkte des Kunden zugeschnittenen Dosiereinheiten.

Minipack-Torre

Die 1975 in der Nähe von Bergamo gegründete Minipack-Torre ist auf Folienschrumpftechnologie spezialisiert. Die neu entwickelte Pratika-Maschinenlinie ist komplett mit SPS-programmierten Steuerungen ausrüstet, welche laut BVS-Geschäftsführer Livio Marchioni in punkto Anwenderfreundlichkeit und Reparaturanfälligkeit am Markt technologisch überlegen sind. Zusätzlich werde dem neuen Maschinentrend Servotechnologie statt Pneumatikelemente Rechnung getragen. Dies erhöhe die Standfestigkeit der Systeme und mache den Betrieb von automatischen Systemen lukrativ und reduziere interne Betriebs- und Energiekosten. Die vollautomatische Winkelschweissanlage SPEEDLinie Pratika, welche an der Pack&Move 2014 in Basel ausgestellt wurde, arbeitet mit automatischer Produktzuführung in Linie über Transportband. Sie bietet nach Angaben des Herstellers eine perfekte Synthese aus Zuverlässigkeit, hoher Leistung (bis 60 Takte/Min.), Vielseitigkeit und Sicherheit. Einmal mehr werde so die Konzeption von Verpackungsautomaten mit Schrumpffolie verändert. Die Anlage verarbeitet thermoplastische Halbschlauchfolien wie PE, PVC, Polyolefin, OPP und andere schweissfähige Halbschlauchfolien in einzelnen Produkten oder Aufreihungen. Die Folienspannung ist regulierbar, die Standardfunktionen werden sensorüberwacht.


Nachdem sich die European Pallet Association (EPAL) und der internationale Eisenbahnverband (UIC) im Dezember 2012 voneinander getrennt hatten, gaben sie nun die neue Vereinbarung des einheitlichen europäischen Palettenpools bekannt. Sie haben sich für die Fortführung der allgemeinen Tauschfähigkeit ausgesprochen. Die EPAL habe, wie die Organisation in einer Preseinformation schreibt, das Vertrauen der Hersteller, Reparateure und Verwender in den letzten zwei Jahren gewonnen. Die Produktion der EPAL-Paletten ist 2013 und 2014 mit rund 64 Mio. Stück stabil geblieben, trotz schwächelnder Absatzmärkte und des Versuchs der UIC, einen zweiten «weissen» Palettenpool zu etablieren. Darüber hinaus konnten neue Märkte für EPAL-Lizenzen gewonnen werden: Ungarn, die Tschechische Republik, Kroatien und Teile Österreichs. Die European Pallet Association e.V. habe sich ihrer Verantwortung für den Markt immer gestellt und auch in den vergangenen Jahren an der Weiterentwicklung der Ladungsträger und deren Qualitätssicherung gearbeitet. Dazu gehören innovative Lösungen, die die EPAL 2014 auf den Weg gebracht hat: die Produktion einer neuen Halbpalette, RFID-getagte Paletten und die Entwicklung einer Paletten-App (in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut). Dazu gehören auch die Kontrolle der Einhaltung des Markenrechts und deren Rechtsverfolgung als ein unverzichtbares Tool zur Sicherung eines stabilen, globalen Palettenpools. Die Eröffnung der EPAL-Academy im Juli 2014 wird als ein weiterer Meilenstein gesehen, um die Verwendung der EPAL-Palette sicher und rentabel zu gestalten. Die EPAL wurde 1991 als Dachverband der lizenzierten Hersteller und Reparateure von EPAL/EUR-Paletten und -Gitterboxen gegründet. Die Organisation ist weltweit verantwortlich für die gleichbleibende Qualität der EPAL-Ladungsträger und setzt dabei auf eine unabhängige externe Qualitätsprüfung. Seit dem 1. August 2013 lässt EPAL unter ausschliesslicher Lizenz Europaletten mit dem Einbrand «EPAL im Oval» auf vier Eckklötzen produzieren und reparieren. EPAL ist mit aktuell 14 Nationalkomitees in mehr als 30 Ländern vertreten. Das Bild zeigt Robert Holliger, Präsident der EPAL und Geschäftsführer der Holliger Paletten Logistik AG, Karl Kern, Vorsitzender der ARGE-Palettenpool (WKÖ) und Thomas Metlich, Vorsitzender der UIC-Arbeitsgruppe «Fragen der Palettierung» (v.l.n.r.).