Die Stagra Holding AG firmiert ab 1. September 2016 unter der neuen Marke Ansorix. Die Holding und ihre Unternehmen wurden umbenannt und heissen jetzt Ansorix Systems AG (bisher: Graber AG), Ansorix Automation AG (bisher: Indumont AG), Ansorix Engineering AG (bisher: Orion Engineering AG) und Ansorix Germany GmbH (bisher: FörSt-Intralogistik GmbH). Die Firmen bleiben rechtlich wie bisher eigenständig. Mit dem gemeinsamen Markenauftritt will der breit abgestützte Komplettanbieter für Intralogistik und Automatisierung seine Stärke und mehr Transparenz vermitteln: Die Marke Ansorix soll laut Hauptaktionär Josef Stadelmann Zusammengehörigkeit, fachübergreifendes Know-how und Leidenschaft für innovative Gesamtlösungen signalisieren. Die Ansorix-Unternehmen liefern massgeschneiderte Systeme mit intelligenter Software, raffiniertem Engineering, kompetenten Beratungs- und Planungsdienstleistungen sowie Services. «Damit werden neue unternehmerische Zukunftsperspektiven eröffnet», erklärt Stadelmann. Diese Vision soll auch der neue Claim «Zukunft mit System» zum Ausdruck bringen. Die Ansorix Holding AG ist an drei Standorten in der Schweiz (Fahrwangen, Pieterlen und Risch-Rotkreuz) und einem in Deutschland (Stuttgart) aktiv. Sie beschäftigt insgesamt 102 Mitarbeitende (2015 waren es noch 81).

Verpackungen enthalten verschiedene Stoffe, die in den abgepackten Lebensmitteln nichts zu suchen haben. Im Vordergrund stehen vor allem Mineralöle, doch es gibt auch zahlreiche andere Substanzen, die weder bekannt noch toxikologisch abgesichert sind. Speziell bei Recyclingkarton ist eine Migration kaum zu verhindern, so dass dort Schutzbarrieren eingesetzt werden müssen – z.B. Kunststoff-Innenbeutel mit einer Sperrschicht. Die Joint Industry Group for Packaging on Food Contact (JIG) des Schweizerischen Verpackungsinstituts SVI hat der Presse am 17. Februar 2016 eine Guideline für sicherere Lebensmittelverpackungen aus Recyclingkarton vorgestellt.

Wie Projektleiter Raymond Schelker an der Pressekonferenz in Zürich darlegte, testete die JIG-Arbeitsgruppe verschiedene Folien und entwickelte eine Methode zur Messbarkeit der Barrierenwirksamkeit. Die in der «SVI-Guideline 2015.01_Innenbeutel» zusammengefassten Ergebnisse sollen das Vertrauen der Verpackungshersteller und der Lebensmittelindustrie in die Barrierenwirksamkeit von Innenbeuteln bei Verpackungen aus Recyclingkarton stärken und so zur Gewährleistung der Sicherheit von Lebensmittelverpackungen für Konsumentinnen und Konsumenten beitragen. Die neue Guideline stellt einen Branchenstandard dar, der über die Landesgrenzen der Schweiz Bedeutung hat. Sie definiert die minimal erforderliche Barrierenwirksamkeit von Innenbeuteln, um Stoffübergänge aus Recyclingkarton in die Lebensmittel so weit zu reduzieren, dass der Übergang der noch unbekannten und toxikologisch nicht abgesicherten Stoffe als gesundheitlich unbedenklich gelten kann. Sie setzt einen Benchmark bezüglich eines Bewertungskriteriums, das die Barrierenwirksamkeit spezifiziert, eines entsprechend zugeordneten Wertes und einer Messmethode. Die Guideline bezieht sich auf Anwendungen mit folgenden Charakteristiken:

  • im Detailhandel üblicherweise verwendete Faltschachteln
  • vorwiegend aus wiederaufbereiteten Fasern hergestellter Recyclingkarton
  • trockene Lebensmittel
  • längerfristige Lagerung bei Raumtemperatur.

Die Ergebnisse dieser Messmethode weisen nach, dass zahlreiche Kunststoffe dem definierten Benchmark genügen. Das Teilprojekt «Barrieren für Innenbeutel», das hinter dieser Guideline steht, wurde 2013 gestartet. Die Versuche wurden im Zeitraum vom Herbst 2014 bis Frühjahr 2015 vom Kantonalen Labor Zürich durchgeführt. Folgende acht Unternehmen haben sich beteiligt: BASF SE, Chocolat Bernrain AG, Hug AG, Jindal Films Europe S.àr.l., Midor AG, PetroplastVinora AG, Transparent Paper Ltd. und Treofan Germany GmbH. Es wurden fast 30 Testfolien eingereicht und 20 Resultate in der Guideline veröffentlicht.


Zum 1. Oktober 2015 wurden die Tochterunternehmen Schubert Packaging Automation und Schubert Packaging Systems in den USA bzw. Kanada unter dem Namen Schubert North America zusammengefasst. Zum 1. Januar 2016 hat Schubert nun zwei Tochterunternehmen in Deutschland umbenannt. «Mit der Umfirmierungen tragen wir unserer positiven Unternehmensentwicklung Rechnung. Sie unterstreicht das Bewusstsein der Marke Schubert und die internationale Stärke, mit der wir nicht nur als einer der führenden Maschinenbauer, sondern als gesamte Unternehmensgruppe weltweit am Markt agieren», erklärt Co-Geschäftsführer Gerald Schubert.

Engineering-Dienstleister

Die IPS International Packaging Systems in Crailsheim heisst neu Schubert Packaging Systems. Die 100-prozentige Tochter der Gerhard Schubert GmbH steht seit über 40 Jahren für massgeschneiderte, lieferantenunabhängige Maschinenlösungen im Endverpackungsbereich. Durch ganzheitliche Betrachtung der Engineering-Prozesse entstehen für die Kunden entscheidende Mehrwerte. Am Standort Crailsheim werden 55 Mitarbeiter beschäftigt. 2014 wurde ein Umsatz von 54,2 Mio. Euro erzielt. «Wir sind ein Unternehmen der Schubert-Gruppe und wollen dies in Zukunft noch deutlicher als bisher zeigen», erläutert Geschäftsführer Olaf Horrenberger.

Einzelteile und Kleinserien aus Metall und Kunststoff

Die Schubert + Edelmann GmbH, die bereits seit 1977 zur Schubert-Gruppe gehört, tritt neu unter dem Namen Schubert Fertigungstechnik GmbH auf. 2014 konnte das Unternehmen mit 78 Mitarbeitern 7,7 Mio. Euro zum Umsatz der Gruppe beitragen. Im Werk Bartholomä werden Einzelteile und Kleinserien aus Metall und Kunststoff für unterschiedlichste Branchen wie Vorrichtungsbau, Augenoptik und Luftfahrt gefertigt. Hauptabnehmer ist mit ca. 1 Mio. Teilen im Jahr die Gerhard Schubert GmbH. In den vergangenen Jahren wurde konsequent in neue Gebäude und leistungsfähige Bearbeitungsmaschinen investiert. So ging 2013 eine rund 1’000 m² grosse Produktionshalle in Betrieb. «Die Marke Schubert steht für Innovationskraft und hochwertige Fertigung. Wir sind stolz darauf, als Teil einer schlagfertigen Gruppe die Entwicklungen in unterschiedlichen Branchen mit voranzubringen. Diese Zugehörigkeit und das Qualitätsversprechen an unsere Kunden verdeutlichen wir mit dem Namen Schubert Fertigungstechnik», erklärt Geschäftsführer und Mitgesellschafter Manfred Grieser.