Die erste Schweizer AutoStore-Anlage, von welcher Daniel Hauser, Geschäftsleiter der Swisslog Warehouse & Distributions Solutions Schweiz, im Mai 2011 in einem Interview mit der Fachzeitschrift spi swisspack international sprach, nahm ein halbes Jahr später bei Antalis in Lupfig den Betrieb auf. Das hochflexible und platzsparende System dient der Lagerung und Kommissionierung von Kleinteilen in 18’000 Kunststoffbehältern, welche die Georg Utz AG in Bremgarten für Antalis produzierte. «AutoStore überzeugte uns im Auswahlverfahren bezüglich Flexibilität, Produktivitätssteigerung, Ausbaumöglichkeiten bei laufendem Betrieb, Einfachheit der Technologie und Sicherheit», erklärt Jürg Pletscher, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Antalis, und präzisiert: «Wir können die Pickleistung mit diesem System signifikant (250 bis 500 Zugriffe pro Stunde) erhöhen, benötigen weniger Lagerplatz und auch viel weniger Flurförderfahrzeuge.» Dank AutoStore würden zudem der Wareneingang, das Verpacken und Verdichten sowie die Versandvorbereitung vereinfacht. Da es sich bei dieser Lager- und Logistiklösung nicht um ein Standardprodukt handelt, hat Antalis mit dem Lieferanten Swisslog im Vorfeld eng zusammengearbeitet. Das System wurde durch Swisslog auf die Bedürfnisse von Antalis angepasst. Unternehmen des Service Public, Banken oder auch Autohändler lagern in Lupfig ihre Informationsmaterialien, Give-aways, Ersatz- und Produktionsteile. Die Filialen dieser Unternehmen bestellen die gewünschte Ware dann direkt bei Antalis, welche sie an jeden Standort in der Schweiz innert kürzester Zeit liefert.

 


Passend zur erfolgreich im Markt etablierten Etikettiermaschine Pagomat 6/2 lancierte Pago an der Pack&Move 2010 in Basel die neuen Module zur fortlaufenden Trägerbandabführung und Etikettenzuführung. In Kombination resultiert eine hundertprozentige Nonstop-Etikettierlösung für höchste Linieneffizienz. Die Entwicklung einer Endlosabführvorrichtung für das Trägerband (Liner-Outfeeder) ist eine absolute Neuheit, denn auf dem Markt waren bisher ausschliesslich Maschinen mit Aufrollvorrichtungen für das Trägerband. Hier muss die Trägerbandrolle bei jedem Etikettenwechsel vom Aufroller entfernt und das nachfolgende Trägerband erneut richtig am Aufroller angesetzt werden. Der Liner-Outfeeder hingegen befördert das bei der Etikettierung anfallende Trägerband fortlaufend aus dem Pagomat 6/2 z.B. in einen Behälter. Dadurch reduziert sich der Zeitaufwand beim Etikettenrollenwechsel um die Hälfte. Zum Pagomat 6/2 ist neu auch ein Modul für die Endloszuführung des Etikettenbandes erhältlich. Das sogenannte Label-Infeed-System führt die Etiketten nicht ab Rollen, sondern ab Zick-Zack-Stapel über eine flache Schulter in die Maschine. Daraus resultieren entscheidende Vorteile: Der zeitraubende Rollenwechsel entfällt und der Etikettennachschub kann schon während des Etikettiervorgangs vorbereitet werden: eine wichtige Voraussetzungen für die Nonstop-Etikettierung! Zudem eignet sich das Label-Infeed-Modul dank der flachen und geradlinigen Führung des Etikettenbandes insbesondere für die automatische Verarbeitung von komplexen Etikettenkonstruktionen. Durch das Ausbleiben von Umlenkrollen für das Etikettenband lassen sich selbst dicke, starre, unebene oder mehrlagige Etiketten mit eingepackten Gimmicks mit höchster Prozesssicherheit automatisch auf Produkte applizieren. Bestehende Maschinen Pagomat 6/2 lassen sich einfach und direkt beim Kunden vor Ort mit einem Nachrüst-Satz zu einem Nonstop-Etikettierautomaten upgraden.


 

Die NST Diener GmbH, Schweizer Vertretung des deutschen Verpackungsmaschinenherstellers Gerhard Schubert GmbH, veranstaltete Mitte November 2010 in Balsthal eine TLM-Tagung, an der die zahlreich erschienenen Kunden und Interessenten viel Nützliches erfahren konnten. Die TLM (Top Loading Machines) von Schubert stehen seit ihrer Einführung im Jahre 2002 weltweit in vielen Industriebetrieben beim Verpacken stückiger Produkte im täglichen Einsatz. Auch in der Schweiz verpacken sie erfolgreich verschiedenste Food- und Nonfood-Produkte. Dank Ueli Diener, der das Unternehmen Schubert seit 37 Jahren vertritt, sind Schweizer Anwender mit den Verpackungsmaschinen aus Crailsheim bestens vertraut. Und wie die November-Tagung bewies, bleiben sie mit ihrem Wissen nicht stehen, sondern werden laufend mit den neusten Informationen versorgt. Im Bild oben ist Ueli Diener (Mitte) im Gespräch mit Ralf Schubert, Bereichsleiter Technik (links) zu sehen. Da die TLM-Verpackungsmaschinen sehr flexibel sind, kommen sie in verschiedensten Bereichen zum Einsatz. Dirk Andrich, der die Schweizer Kunden zusammen mit Diener betreut, hat an der Tagung diverse Anwendungsbeispiele gezeigt – von der Verpackung der Pralinen von Chocolat Frey, der Biskuits von Wernli und der Bonbons von Ricola bis zu den Kosmetika von Mibelle und Uhren von Swatch. Die Aufzählung könnte mit Produkten von Nestlé, Hug, Roche, Cilag und vielen weiteren ergänzt werden. Anwesend in Balsthal war neben TLM-Fachleuten auch die ganze Geschäftsleitung der Gerhard Schubert GmbH, so dass die Schweizer Industrievertreter aus erster Hand das Aktuellste aus der Welt des Verpackungsmaschinenbaus erfahren konnten. Vorgestellt wurden dabei nicht nur realisierte Anwendungen, sondern auch neue Entwicklungsprojekte. Wie die interpack 2011 bestätigte, hat Schubert die TLM-Technologie einen weiteren grossen Schritt weiterentwickelt. Vorgestellt wurden in Düsseldorf u.a. neue Roboter-Werkzeuge und der automatische Werkzeugwechsel, neue Übergabe-Aggregate und ein Transmodul. Darüber himaus konnte man auch etwas über die Entwicklungsarbeit erfahren, die bereits auf die Zeit nach der interpack zielt: 2012 plant das Unternehmen eine neue, bedeutend leistungsfähigere Generation seiner Verpackungsmaschinensteuerung VMS einzuführen.