EgolfNach 38-jähriger Tätigkeit übergab Robert Lehner (rechts im Bild) per 1. Dezember 2015 die Geschäftsleitung der egolf verpackungs ag an seinen Nachfolger Marco Deplazes (links). Zusammen mit dem Inhaber Jürg Keller hat Lehner in dieser langen Zeit aus dem lokalen KMU ein schweizweit bekanntes und sehr erfolgreiches Verpackungsunternehmen entwickelt. Dabei betont er, dass die kontinuierlich positive Entwicklung nur dank der offenen, partnerschaftlichen und lösungsorientierten Zusammenarbeit mit Kunden, Partnern und Mitarbeitenden möglich war. In einem schwieriger werdenden Umfeld hat sich das traditionsreiche, 1875 gegründete Unternehmen dank Erfahrung und Innovationsgeist behaupten können. Das ausgeprägte Qualitätsbewusstsein, verbunden mit einer hohen Effizienz, führte zu einer nachhaltig positiven Entwicklung, so dass Lehner seinem Nachfolger ein bestens für die Zukunft gerüstetes Unternehmen übergeben kann. Marco Deplazes (44) fühlt sich dank seinen breit abgestützten Führungserfahrungen, seiner fundierter Ausbildung und einer knapp einjährigen Einarbeitungszeit bei egolf auf seine neue Aufgabe gut vorbereitet. Auch mit der Unternehmenskultur ist der Bündner bestens vertraut, so dass er mit dem bisherigen egolf-Team die Erfolgsgeschichte weiterschreiben kann. Zur Freude der Inhaberfamilie Keller hat sich Robert Lehner bereiterklärt, weiterhin im egolf-Verwaltungsrat zu verbleiben und dem Unternehmen mit seinen profunden Kenntnissen für Spezialprojekte zur Seite zu stehen.

 


 

Schubert Neubau

Nach nur 18 Monaten Bauzeit hat die Gerhard Schubert GmbH am 2. Oktober 2015 ihr neues Werksgebäude am Standort Crailsheim eröffnet. Mit der Inbetriebnahme dieser neuen Montagehalle für TLM-Verpackungsmaschinen steigert das Unternehmen seine Kapazitäten und trägt damit dem weltweiten Wachstumskurs Rechnung. Der neue Hallenkomplex (Investition: 16 Mio. Euro) bietet auf einer Fläche von 12’000 m² Platz für die Montage, den Versand und für 40 Büros. «Mit dem Neubau können wir nicht nur Montageengpässe beseitigen, wir sind jetzt in der Lage, auch die Serienproduktion weiter zu erhöhen», freut sich Co-Geschäftsführer Ralf Schubert. Insgesamt verfügt Schubert jetzt über drei Hallen mit einer Gesamtfläche von 32’000 m². Beim Bau setzte das Unternehmen auf neueste umweltfreundliche Technologien: Die Klimatisierung erfolgt über Geothermie, dazu wurden über 75 Bohrungen in rund 80 m Tiefe durchgeführt. Der Hersteller von Hochleistungs-Verpackungsmaschinen sieht sich bestens gerüstet, um zusätzliche Anteile in Wachstumsmärkten und in neuen Geschäftsfeldern wie z.B. der Pharmaindustrie zu gewinnen; ein jährliches Wachstum von 8-10 Prozent innerhalb der nächsten fünf Jahre wird für möglich gehalten. Um auch auf lange Sicht die notwendigen Fertigungskapazitäten zu sichern, soll 2020 eine vierte Montagehalle gebaut werden. Die Bilanz der kürzlich zu Ende gegangen Fachmessen FachPack in Nürnberg, PackExpo in Chicago und Agropodmash in Moskau stimmt positiv für die Zukunft; allein auf der FachPack 2015 konnte Schubert Aufträge in Höhe von 4 Mio. Euro generieren. Im Jahr 2014 erzielte die Unternehmensgruppe mit ihren 1’050 Mitarbeitern einen konsolidierten Umsatz von 228 Mio. Euro (+14 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

 


 

Fast 300 Verpackungshersteller aus aller Welt kamen Ende Juni nach Mex bei Lausanne, wo die Bobst SA in ihrem Competence Centre eine Reihe von Maschineninnovationen – darunter mehrere Weltpremieren – vorstellte. Die Hausmesse Competence 15 fand unter dem Motto «Inspiring Business Solutions» und bot den Besuchern Maschinenvorführungen in den Bereichen Folienverbrauch-Optimierung, Faltschachtelherstellung, Serialisierung u.a. Weitere Neuheiten in verschiedenen Segmenten der Verpackungsbranche wurden im Rahmen einer Fachausstellung von einigen Bobst-Partnerunternehmen wie z.B. Hunkeler, H. B. Fuller, Marbach, Henkel u.a. präsentiert.

Philippe Milliet, Leiter des Bobst-Geschäftsbereichs Sheet-fed, erklärte am Vortag der Competence 15 vor internationalen Pressevertretern, dass die Idee des Anlasses nicht bloss darin bestand, die Neuentwicklungen aus dem Hause Bobst zu präsentieren. Neben vorgeführten Entwicklungen, «mit denen unsere Kunden bestimmte Anforderungen des Marktes besser meistern können» wolle Bobst vielmehr auch die Perspektiven aufzeigen, wie diese Kunden die Herausforderungen der kommenden Jahre bewältigen können. Gleich mehrere selbst entwickelte Neuheiten feierten an der Bobst-Hausmesse ihre Weltpremieren: Das gilt zum einen für die neue Folienlösung Foil Unwinder+, die beträchtliche Einsparungen beim Folienverbrauch ermöglicht. Zum anderen wurde mit der Visioncut 106 LER eine neue, sehr produktive Stanze mit Nutzentrennung vorgestellt. Diese war zudem mit der neuen digitalen Serialisierungslösung Expertcode (Bild) ausgestattet, mit der Verpackungshersteller die stetig steigenden Anforderungen von Kunden in aller Welt an die Codierung, Individualisierung und Rückverfolgbarkeit von Verpackungen abdecken können. Ein weiteres Highlight der Veranstaltung war die Europapremiere der Novacut 106 ER, einer Stanze mit Nutzentrennung, die weltweit bereits vielen Kunden einen sehr kostengünstigen Einstieg in Inline-Nutzentrennung mit hoher Qualität ermöglichte. Diese Anlage wurde erstmals im vergangenen Jahr an der ExpoPrint in Brasilien gezeigt. Die grosse Anzahl von Premieren, welche an der Competence 15 zu sehen waren, bewies endrücklich die Innovationskraft des Lausanner Verpackungsmaschinenbauers. Und so ist es voll nachvollziehbar, wenn Emilio Corti, Verkaufsleiter des Bobst-Geschäftsbereichs Sheet-fed, mit Blick auf diese Markteinführungen - notabene ein knappes Jahr vor der nächsten drupa – auf die klare Verpflichtung seines Unternehmens zu kontinuierlicher Innovation hinwies.