Röntgeninspektion mit hoher Auflösung

Der Einsatz von Röntgeninspektionssystemen ermöglicht eine umfassende Kontrolle der verpackten Produkte, denn die Röntgenstrahlen detektieren verschiedenste Materialien. Wenn sie beim Durchlaufen der Verpackung auf einen Fremdkörper stossen, verändert sich ihre Intensität und damit das Bild, das auf dem Bildschirm erscheint. Trifft der Strahl auf einen Fremdkörper, der eine höhere Dichte als der Packungsinhalt aufweist, erkennt man auf dem Bild eine dunkle Stelle. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn sich in einer Lebensmittelverpackung Metall, Glas, Knochen, Steine, Keramik oder dichte Kunststoffe befinden. Lufteinschlüsse, Risse oder Leerstellen dagegen werden als helle Areale auf dem Bildschirm sichtbar. Deshalb lässt sich mithilfe der Röntgeninspektion auch feststellen, ob in einer Verpackung einzelne Stücke beschädigt sind oder fehlen. Mit dem Baseline I 100 rundet Multivac sein Portfolio von Röntgeninspektionssystemen mit einem kostengünstigen Einsteigergerät ab. Das für die Kontrolle von Primär- und Sekundärverpackungen bis zu einer mittleren Grösse geeignete Kompaktmodell wurde an der Anuga FoodTec 2015 in Köln erstmalig vorgestellt. Röntgeninspektionssysteme können in den Verpackungen sowohl Fremdkörper aufspüren als auch fehlende oder beschädigte Produkte detektieren. Das neue Multivac-Gerät arbeitet mit einer langlebigen Diodenzeile, die mit einer Auflösung von 0,4 mm eine hohe Detektiergenauigkeit gewährleistet und selbst kleinste Fremdkörper in einer Verpackung aufspüren kann. Sichtbar gemacht werden diese auf einem 15 Zoll grossen Farb-Touchscreen, der auch der Steuerung dient. Das System speichert in der Standardversion die Parameter von bis zu 100 Produkten; eine Erweiterung ist möglich. Mit den Programmen aus dem umfangreichen Softwarepaket lassen sich nicht nur Fremdkörper sichtbar machen, sondern auch Zähl-, Vollständigkeits- und Füllstandskontrollen auswerten. Das kompakte Modell im hygieneoptimierten Design lässt sich in bestehende Produktionslinien integrieren. Abgeschrägte Flächen und die Balkonbauweise vereinfachen die Reinigung, zudem erfüllt die Edelstahlkonstruktion die Anforderungen der Schutzklasse IP65. Da die auftretenden Strahlungswerte sehr niedrig sind, unterliegen die derart geprüften Lebensmittel keiner Kennzeichnungspflicht.


Faltkisten mit Null-Fehler-Qualität

Ende November 2014 präsentierte Bobst auf seiner Hausmesse Competence 14 in Mex – die von mehr als 150 Unternehmen aus aller Welt besucht wurde – eine brandneue Faltschachtel-Klebemaschine. Die als «Expertfold 145» und «Expertfold 165» in verschiedenen Varianten verfügbaren Maschinen wurden speziell für die Anforderungen von Herstellern von Faltkisten aus Wellpappen entwickelt – egal, ob es sich hierbei um Verarbeiter oder integrierte Wellpappenwerke handelt. Dank der Vielzahl neuer Leistungsmerkmale und technischer Innovationen ermöglicht die neue Anlage eine verbesserte Kontrolle über den Falt- und Klebevorgang.

Ein Leistungsmerkmal der Expertfold-Modelle ist der Einleger «Accufeed», der mittels integrierter Zuschnittausrichtung eine exakte Faltung in der gesamten Maschine sicherstellt. Weitere Merkmale sind unter anderem ein sehr präziser Vorbrecher, der in Abfüllanlagen mit maschineller Aufrichtung höchste Leistung garantiert, und ein Faltvorgang, der Fishtailing und GAP minimiert. Letzterer wird von einer besonders langen Faltstation unterstützt, die für ein gleichmässigeres Falten sorgt. In Kombination mit motorisierten Kalibrierrollen am Auslauf der Faltstation wird die hohe Faltqualität sichergestellt, die Hersteller heute benötigen. Die sehr robust konzipierten Maschinen falten und kleben N- bis A-Welle einschliesslich Doppelwelle und kaschierte Wellpappe. Zuschnitte können bis zu einer Grösse von 1’700 x 1’100 mm und einer Dicke bis 25 mm im gefalteten Zustand verarbeitet werden. Dank der Flexibilität dieser Modelle lassen sich darüber hinaus Zuschnitte bis zu einem minimalen Format von 296 x 60 mm verarbeiten. Zu den vielfältigen Möglichkeiten der Konfiguration und Optionen zählen ein Modul für die Herstellung von Faltbodenschachteln und eine 4/6-Punkt-Vorrichtung mit motorisierter oder wahlweise automatischer Einstellung für eine Geschwindigkeit von 25’000 Schachteln pro Stunde. Angesichts der hohen Laufgeschwindigkeit von 250 m/Min. kann es ohne automatische Verpackungsanlagen am Ausgang der Maschine zu Engpässen kommen. Aus diesem Grund bietet Bobst Lösungen des kanadischen Partnerunternehmens Impack für das automatische Verpacken von Längsnaht-, Faltboden- und 4/6-Punkt-Kisten an. Mit «Accucheck XL» feierte auf der Competence 14 zudem das weltweit erste Inline-Qualitätskontrollsystem Premiere, das bei Faltschachtel-Klebemaschinen eine Null-Fehler-Qualität nun auch für Wellpappe ermöglicht. Als Konzeptstudie inline präsentiert, verwendet es eine Hochgeschwindigkeitskamera und neueste Bildbearbeitungs-Software, um jede einzelne Faltkiste auf Farbabweichungen und andere Defekte hin zu überprüfen. In Kombination mit der neuen Accueject-Auswurfstation stellt dieses Konzept ein Qualitätssicherungssystem dar, mit dem Faltkistenhersteller die Anforderungen an eine fehlerfreie Verpackungsproduktion bei gleichzeitig hohen Produktionsgeschwindigkeiten erfüllen können.


Tiefdruckverfahren für kleine Aufträge

Während seiner Open-House-Veranstaltung Ende Oktober 2014 im italienischen San Giorgio Monferrato, an welcher 150 Fachleute teilgenommen haben, präsentierte Bobst die neuesten Trends bei Barrieretechnologien und Tiefdruckverfahren für kleine Aufträge. Im Fokus der Expertenpräsentationen von Bobst und führender internationaler Hersteller flexibler Verpackungen standen die Herausforderungen und Chancen der neuen Materialien, Systeme und Produktionsmittel für die Wachstumsstrategien von Druckereien und Weiterverarbeitungsunternehmen.

Neue Generation transparenter Hochbarrierefolien


Barrieretechnologien erleben eine rasante Entwicklung. Derzeit steht eine neue Generation transparenter Folien und Beschichtungen im Wettbewerb zu herkömmlichen Barriereverpackungen. Experten von Bobst Manchester und Reifenhäuser informierten detailliert über die Technik der Fertigung und physikalische Eigenschaften dieser neuen Materialien. Gesucht werden neue Wege, um künftig die Bedruckbarkeit weiter zu verbessern und einen Barriereverlust während der Verarbeitung zu verhindern. Vorgestellt wurden u.a. aktuelle Entwicklungen von Hochbarrieretechnologien bei Blasfolien und Folienextrusion, die den Trend hin zu leichteren Verpackungsgewichten mit höheren Leistungen widerspiegeln. Das gilt insbesondere für Folien aus 9 bis 11 Schichten. Dieser wichtige Trend hat mehrere aktuelle Projekte für Maschinen generiert, die mehr und mehr komplexe Mehrschichtstrukturen mit weniger Material produzieren. Giovanni Caprioglio von Bobst Italia stellte das umfassende Portfolio der Bobst-Tiefdruckmaschinen für flexible Materialien vor – mit Fokus auf der Ausschussminimierung mit der Rotomec MW 60 / 80. Für kleine Druckaufträge entwickelt, vereint die Rotomec MW 80 alle wichtigen Voraussetzungen für einen rentablen Einsatz, was insbesondere für den minimierten Material- und Energieverbrauch sowie den geringen Platzbedarf gilt. Mit besonderem Interesse verfolgten die Teilnehmer den aufschlussreichen Vortrag von Philippe Roulet von Nestlé; er sprach über die Voraussetzungen, welche künftige Verpackungen erfüllen müssen, um den neuen und vielfältigen Anforderungen von Verbrauchern besser zu entsprechen. Regeln durchbrechen, Werte für den Verbraucher schaffen, Materialstrukturen wo immer möglich rationalisieren und standardisieren, neue Technologien in die Prozesse integrieren, sind nur einige der genannten Punkte.

Druckauftrag auf Tiefdruckmaschine Rotomec MW 80

Im nahe gelegenen Technology Center von Bobst Italia konnten die Gäste auf einer vom Boden aus bedienbaren Tiefdruckmaschine Rotomec MW 80 für Bahnbreiten von 850 mm die Abwicklung eines Druckauftrags auf einer 12 Mikrometer dünnen PET-Trägerfolie mit AIOx-Beschichtung erleben (die Abbildung wurde während dieser Vorführung gemacht). Die Bedruckung der AlOx-beschichteten Folie stellt im Gegensatz zu konventionellen Folien eine besondere Herausforderung für die Druck- und Weiterverarbeitungsmaschinen dar. Eine Demonstration der Bobst CL 850D bestätigte die Qualität, Effizienz und Flexibilität der Kaschiermaschine. Die Maschine mit Flexo-Beschichtungssystem verband eine 12 Mikrometer-PET-Folie mit einer 7 Mikrometer dicken Aluminium-Trägerfolie. Das Bobst-System zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass bereits ein sehr dünner Auftrag des lösungsmittelbasierten Klebstoffs eine hervorragende Haftfestigkeit garantiert. Die Maschine produzierte eine hochwertige zweifach kaschierte Struktur in einer Geschwindigkeit von 430 m/min.


Verpackungseffizienz bei Hochgeschwindigkeitsanlagen gesteigert

Mit dem bedienerfreundlichen Linienvereiniger PowerPick ergänzt GEA Food Solutions das Programm rund um Thermoformer. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Linienkompetenz. Die Anforderungen der Kunden werden noch besser bedient, da sie ihre Verpackungseffizienz weiter steigern können. Konzipiert für Produktionslinien mit sehr hohen Ausstossgeschwindigkeiten, ist der neue Linienvereiniger vollständig in die Steuerung des PowerPakSpeed-Thermoformers eingebunden. Schnell in das Anlagenkonzept integriert, steigert er dauerhaft und sicher den Durchsatz der Hochgeschwindigkeits-Verpackungsanlage. Der PowerPick erkennt sofort alle Packungsformate. Wenn sie nicht den Anforderungen entsprechen – weil beispielsweise das Etikett oder das Produkt fehlen –, werden sie ausgeschleust. Zum Prüfen der Qualität können dagegen einzelne Packungen optional ausgeschleust werden. Eine separate Bestätigung sorgt dafür, dass eine jederzeit nachvollziehbare Produktionsüberwachung stattfindet. Ein Alarm «Behälter voll» stellt sicher, dass der Sammelbereich überwacht wird. Ein Einzel- oder (für noch höhere Geschwindigkeiten) ein Doppelauslauf stehen als Konfigurationsmöglichkeit zur Verfügung. Das integrierte Anlagensteuerungskonzept verhindert Probleme beim Anlagenstopp. Die präzise Linienvereinigung minimiert den Arbeitsaufwand und sorgt für reibungslose Folgeprozesse. Dazu kommt die einheitliche Produktpositionierung am Ende der Linie. Dadurch reduzieren sich irrtümliche Fehlprodukt-Diagnosen durch das Qualitätskontrollsystem.


Neues Power-Handumreifungsgerät von Masterline

Das Masterline-Maschinensortiment, welches europaweit exklusiv durch die Antalis-Gruppe angeboten wird, umfasst derzeit sieben Modelle aus den Bereichen Umreifen, Stretchen und Einschrumpfen. Es wird laufend um weitere Geräte aus verschiedenen Bereichen der Verpackungstechnik erweitert. Zuletzt kam das Power-Handumreifungsgerät 480 P hinzu. Ergänzend zum bisherigen Modell 480 mit einer Spannkraft von 2'300 Newton ist mit dem 480 P eine Spannkraft von 4'500 Newton verfügbar. Damit eignet sich das neue Modell für besonders schwere Güter und kann dementsprechend mit PET-Kunststoff-Umreifungsband Stahlband-Anwendungen ersetzen. Dadurch ergeben sich für den Anwender u.a. folgende Vorteile: PET ist kostengünstiger als Stahl und verursacht keinen Rost; das Rollengewicht ist leichter und vereinfacht dadurch das Handling. Ein zweiter Lithium-Ionen Akku und das dazu passende Ladegerät sind im Lieferumfang enthalten. Das umfassende Verpackungssortiment des Unternehmens beinhaltet ergänzend auch alle handelsüblichen Produkte im Bereich Transport- und Ladungssicherung, wie z.B. Kantenschutz, Palettenzwischenlagen, Indikatoren und Stausäcke.


Verpackungs- und Schweisstechnik

TISSA Verpackungstechnik verfügt über langjährige, technisch fundierte Erfahrung in der allgemeinen Verpackungs-und Schweisstechnik. Die Kompetenz reicht von der Unterbreitung eines möglichen Lösungsvorschlages über die Herstellung, Inbetriebnahme und Service von zuverlässigen Schweissbacken und -einrichtungen bis hin zu komplexen Verpackungsgeräten und -maschinen. Beispiele aus dem Lieferprogramm: Universal-Schweisspresse mit Pneumatikunterstützung, Handstempel-Schweissgerät für Palettenverpackung, Platzdruck-Prüfgerät (Qualitätskontrolle), Leerbeutel-Herstellgerät mit Thermotransferdrucker, Folienschweissgerät, Siegelzange, Handschweissmaschine, Schweissstempel, Ringschweisswerkzeug, Backensatz mit Stechmesser für gekrümmte Nähte, Laborschweissgerät. Die TISSA Verpackungstechnik arbeitet mit namhaften Partnerunternehmen zusammen:

  • Genpack (Twistgeräte)
  • Gandus (Folienverpackungsgeräte)
  • Norpack (Beutel-Aufblasgeräte)
  • Ciemme (Kartonverpackungsmaschinen)
  • TOSS (Verpackungssysteme, Industrieprodukte, Pneumatik)
  • Teco (Steigenaufrichter)
  • Schib (Horizontal-Schlauchbeutelmaschinen)
  • Sleeve Technology (Folien-Sleevemaschinen).

Schalensiegelmaschine für kleinere Verpackungsaufkommen

Die an der Anuga FoodTec 2012 erstmals präsentierte Schalensiegelmaschine VC999 TS500 eignet sich für kleinere bis mittelgrosse Verpackungsaufkommen. Das Verpackungsgut wird in vorgefertigte Schalen eingelegt. Die befüllten Schalen werden manuell in die Schublade eingelegt und anschliessend in der Maschine mit einer Deckfolie versiegelt. Dazwischen kann wahlweise ein Austausch der Atmosphäre (MAP) stattfinden. Es können bis zu vier Packungen gleichzeitig transportiert bzw. versiegelt werden. Als Betriebsarten stehen Siegeln, Vakuum-Gas (MAP) oder Gasspülen zur Verfügung. Der Werkzeugwechsel erfolgt schnell, ohne zusätzliche Hilfsmittel. Ebenso lässt sich die Folie rasch wechseln. Die von der VC999 Verpackungssysteme AG hergestellte Maschine besteht aus rostfreien Materialien und schrägen Flächen mit Zugang von allen Seiten, was die Reinigung und den Service erleichtert. Sie verfügt über ein Farbdisplay mit Auflösung von 640 x 480 Pixeln und einer Bildschirmdiagonale von 5,7”. Alle Funktionen werden mit Bedienerführung über ein Touchscreen-Display mit einem grossen Betrachtungswinkel gesteuert. Die Speicherung und die Auswahl von Programmen erfolgt über Scrollfenster. Die Programme können individuell auf das zu verpackende Produkt angepasst werden. Eine Umschaltung in unterschiedliche Sprachen ist möglich.


Tiefziehverpackungen und Traysealer für unterschiedliche Bereiche

Multivac, welches 2011 sein 50-jähriges Bestehen feierte, präsentierte an der interpack ein breites Spektrum an wegweisenden Produkt- und Technologieinnovationen. Der Verpackungsspezialist hatte sein Portfolio u.a. bei Tiefziehverpackungsmaschinen und Traysealern durch eine Reihe neuer Produkte erweitert und zeigte neue Lösungen für alle Leistungsanforderungen – sowohl was die Verarbeitung besonders kleiner als auch sehr grosser Chargen angeht. «Kundennähe und Innovationskraft sind zwei der Gründe, warum Multivac in den vergangenen 50 Jahren so erfolgreich war», sagte Hans-Joachim Boekstegers, Sprecher der Geschäftsführung, an der interpack-Pressekonferenz. Er kündigte einen weiteren Ausbau der Vertriebs- und Serviceorganisation an: «Wir werden unsere Kunden auf ihrem Weg in den globalisierten Markt begleiten.» Bei den Tiefziehverpackungsmaschinen stellte das Unternehmen mit der R 095 das derzeit kleinste Modell in dieser Produktreihe vor (die Rahmenlänge beträgt nur 2,1 Meter). Auf der für die Herstellung von Vakuum- und MAP-Verpackungen aus Weichfolie konzipierten Maschine kann Aufschnittware über ein spezielles Zuführband automatisch von einem Bizerba-Slicer eingelegt werden. Produziert werden hochwertige Frischeverpackungen für Aufschnittware in kleinen Losgrössen, wie sie üblicherweise an der Frischetheke im Supermarkt oder in Metzgereien eingesetzt werden. Innovative Weiterentwicklungen wurden auch im Bereich der HPP-Technologie präsentiert. Die Hochdruckbehandlung (High Pressure Processing, HPP) gilt weltweit als eine der vielversprechendsten technologischen Alternativen, um schädliche Keime in Fleisch-, Geflügelprodukten und anderen Lebensmitteln zu beseitigen. Mit einigen zum Patent angemeldeten Entwicklungen ist es Multivac jetzt gelungen, die Hochdruckbehandlung in automatisierte Verpackungslinien zu integrieren und die HPP-Behandlung erstmalig auch für MAP-verpackte Lebensmittel einsetzbar zu machen. Das Traysealer-Portfolio wurde sowohl im halbautomatischen Bereich für Kleinverarbeiter als auch im automatischen Bereich für industrielle Verarbeiter erweitert. Das neue Einstiegsmodell T 100 ist das kleinste seiner Leistungsklasse und für das halbautomatische Verpacken von sehr kleinen Chargen ausgelegt. Es dürfte speziell Supermärkte und Metzgereien sowie Imbiss- und Catering-Firmen ansprechen, die häufig Fleisch-, Wurstwa-ren oder Fertiggerichte in sehr kleinen Losgrössen verpacken. Mit dem T 300 wird die Palette der automatischen Traysealer um ein Modell in der niedrigen Leistungsklasse erweitert. Er versiegelt ca. 20 Packungen pro Minute, während die grössere, zweispurige Maschine T 850 (welche auf dem Bild zu sehen ist) zwischen 80 und 100 Trays pro Minute schafft.


Maschineninnovationen für Pharma- und Lebensmittelverpackung

«Hygiene und Automation» war das Thema der Inhouse Show 2009, zu der Sigpack Systems AG nach Beringen geladen hatte. Rund 150 Kunden aus 18 Ländern nutzten die Gelegenheit, um sich bei den Unternehmen der Bosch Packaging Technology über ihre Highlights aus erster Hand zu informierten. Unter den in der Sigpack-Montagehalle ausgestellten Maschinen waren auch drei absolute Neuheiten des Heim-Unternehmens: eine neue Delta-Roboter-Plattform, die Auftragestation für Riegel, Tiefkühlkost und Pharmazeutika sowie die produktschonende Siegeltechnik.


Neue Blistermaschine für Pharma

Die Blistermaschine blimatic T/S 500 pharma ist das jüngste Kind aus dem Hause blipack. Das erste Exemplar der neuen Tiefzieh- und Siegelmaschine für die Pharmaindustrie wurde im Mai 2009 an die deutsche Firma GP Grenzach Produktions GmbH ausgeliefert. Die blimatic T/S 500 pharma ist mit einem Druckbehälter, Drucküberwachung, Chargenprotokollschreiber und einer überwachten Werkzeugkühlung ausgerüstet. Sämtliche Parameter wie Vakuum, Siegeldruck, Heiztemperatur sowie Tiefzieh- und Siegelzeit können aufgezeichnet und mit dem Chargenprotokollschreiber individuell ausgewertet werden. Es können sämtliche tiefziehfähige Folien, beschichtete Medizinalpapiere, Aluminium- sowie Kartonzuschnitte usw. verarbeitet werden. Die Maschine wurde nach den neuesten, ab Januar 2010 geltenden Sicherheits- und Maschinenrichtlinien nach DIN EN ISO 13849.1 gebaut.


Thermoformer mit Etikettierkonzept ohne Stillstandszeiten

CFS zeigte auf der Anuga FoodTec 2009 den Thermoformer für mittlere Produktionskapazitäten PowerPakRT sowie das Etikettierkonzept TiroLabelNT. Der PowerPakRT ist erhältlich in Folienbreiten von 320, 360, 420, 430, 520 und 560 mm, Ziehtiefen bis zu 130 mm, Vorzugslängen bis zu 650 mm und stellt bis zu 150 Verpackungen pro Minute her. TiroLabel bietet Nonstop-Leistung. Als erster Querbahnetikettierer ermöglicht die Maschine das Wechseln von Etikettenrollen während des laufenden Betriebs. Der fundamentale Vorteil dabei ist die Trennung von Etikettenspender und Absetzeinheit in zwei separate Module. Durch die geschmeidige Servomotortechnik wird das Einreissen des Etikettenbandes minimiert. Die Abwickeleinheit kann Etikettenrollen mit einem Durchmesser von bis zu 500 mm aufnehmen. Beide Faktoren tragen zu einer höheren Leistung der Linie bei. Der Etikettierer ist auf dem Thermoformer montiert und kann dank seiner modularen Konstruktion von einem Basismodell bis hin zu einer Hochleistungslösung aufgerüstet werden. Neu in Punkto Sicherheit ist zum einen das bequeme Einfahren der Etiketten ausserhalb der Schutzeinrichtungen, zum anderen die einfache Reinigung, da das Spendemodul von der Maschine abgekoppelt und die Absetzeinheit in den Reinigungsprozess integriert werden kann.


«Diamond»: präzise und energiesparend

Die Robatech AG entwickelte seinen bewährten SX-Auftragskopf weiter. Die Weltneuheit «Diamond» spricht für Präzision, Dauerhaftigkeit und Langlebigkeit. Mehr als 50 Millionen Schaltungen sind mit dem neuen Auftragskopf möglich. In Übereinstimmung mit der Firmenphilosophie und dem markanten grünen Logo zeigte Robatech auf der interpack 2008, wie unsere Umwelt mit energieoptimierten Klebstoffauftragssystemen geschont werden kann: denn mit einer Halbierung des Energieverlustes wird das Hotmelt-Auftragen beim «Diamond» im Vergleich zu den meistverwendeten Auftragsköpfen anderer Marken wirklich grün. Die Neuentwicklung stellt den weltweit ersten voll isolierten Auftragskopf für Heissleim dar. Diese Isolierung bietet grosse Vorteile: Der Heissleim kühlt auf dem Weg durch den Auftragskopf bis zur Düse nämlich nicht ab. Dadurch bleibt die optimale Viskosität bis zum Auftragen auf das Substrat konstant. Auch die Zugluft, die bei sehr schnell laufenden Maschinen entstehen kann, kühlt den Kleber nicht mehr ab. Folglich bleibt die ideale Verarbeitungsviskosität konstant und der Leimauftrag erfolgt fadenfrei mit höchster Präzision. Der zweite Vorteil, der durch die Isolierung erzielt wird, ist die Energieersparnis: Die Reduktion des Energieverbrauchs des neuen Auftragskopfes gegenüber herkömmlichen Köpfen von bis zu 50 Prozent führte zur Idee, Messreihen ganzer Anlagen zu erstellen. Robatech stellte auf der interpack einen kompletten Endverpackungsprozess unter dem Motto Energie- und Kosteneffizienz aus. Dieser zeigte, dass mit der Installation einer energieoptimierten Anlage der Energieverbrauch der Verpackungsanlagen drastisch reduziert werden kann. Die Ersparnis wird durch die Miniaturisierung und optimale Isolation erreicht. Naheliegend ist, dass die Vollisolierung auch Personenschutz bei der Reparatur, beim Service und bei den Umstellungsarbeiten bietet: Da sich die Temperatur nicht im vollen Masse überträgt und die Aussentemperatur des Kopfes relativ tief bleibt, wird sie für die Techniker nicht gefährlich. Die Auftragsköpfe der Serie «Diamond» können an sämtlichen Robatech-Auftragsystemen angebaut werden, auch im Nachhinein. Die optimierten Spritzelemente und ein eigens entwickeltes neues Pneumatikventil sorgen bei diesen Geräten in Kombination mit der Vollisolierung für höchste Auftragspräzision.