Unterschiedliche Aspekte der Lebensmittelsicherheit

Die Lebensmittelsicherheit kann nur garantiert werden, wenn ganz unterschiedliche Aspekte in Bezug auf die Herstellung, Verpackung und Distribution eingehalten werden. Am Beispiel der Verschlüsse kann gezeigt werden, dass ein im Alltag wenig beachtetes «Detail» massgeblich dazu beiträgt, dass Nahrungsmittel und Getränke frisch und sicher bleiben. Die Verschlüsse müssen nicht nur sicher, einfach zu öffnen und zu schliessen sein, sondern konsumentengerecht auch alle individuellen Wünsche erfüllen. Betrachten wir z.B. Verschlüsse bei Tetra Pak, so würden wir über 40 verschiedene Lösungen entdecken, welche das Unternehmen gegenwärtig in seinem weltweiten Portfolio hat. Darunter gibt es u.a. Kartonverpackungsverschlüsse DreamCap™ 26, LightCap™ 30 und HeliCap™ 27 aus nachhaltig nachwachsenden Rohstoffen aus Zuckerrohr-Derivaten. Nestlé Brasilien bietet zwei seiner beliebten Milchmarken (Ninho und Molico) schon seit Sommer 2011 in Tetra Brik® Aseptic-Verpackungen mit grünem PE StreamCap™ 1000 an. Als erstes europäisches Unternehmen brachte 2013 die norwegische Molkerei TINE Produkte mit dem bio-basierten Verschluss auf den Markt. Das Erkennungsmerkmal dieser Verschlüsse ist ein Blatt-Logo auf ihrer Oberseite.


Beste Siegeleigenschaften, wenig Material

Multipeel auf Mono APET ergänzt die bewährte Multipeel-Familie von Südpack-Verpackungsgruppe. Die wiederverschliessbare Verpackung vereint beste Siegeleigenschaften, einfaches Öffnen und zuverlässiges Wiederschliessen mit hoher Transparenz und Glanz. Die Unterfolie der an der interpack 2014 vorgestellten Wiederverschlussverpackung besteht ausschliesslich aus APET. Um gegen Mono APET siegeln zu können, hat Südpack eine spezielle Siegelschicht in der Deckelfolie entwickelt. Das ist eine Neuerung gegenüber anderen Multipeel-Produkten, die PE in der Siegelschicht verwenden. Eine weitere Besonderheit: Multipeel auf Mono APET ist mit oder ohne Barriereeigenschaften erhältlich, wodurch die Packung flexibel an die Anforderungen des Packguts angepasst werden kann. Insbesondere bei Käseprodukten ist dadurch ein optimaler Gasaustausch möglich. Das Material ist auf allen gängigen Tiefziehmaschinen einsetzbar. Die äusserst reissfeste und stabile Verpackung lässt sich ohne Hilfsmittel öffnen und dank ihrer hohen Steifigkeit besonders zuverlässig wiederverschliessen. Die verpackten Lebensmittel – in den meisten Fällen Wurst- und Käseprodukte – kann der Konsument in der Packung servieren und bequem aufbewahren. Am Point-of-Sale zeichnet sich die Multipeel-Neuerung durch ihren aussergewöhnlichen Glanz aus. Zudem erlaubt die hohe Transparenz der Unterfolie eine ungetrübte Sicht auf das Produkt, was sowohl bei Food- wie auch bei Nonfoodprodukten zur Geltung kommt. Südpack bedruckt die Oberfolie sowohl im Flexo- als auch im Tiefdruckverfahren und ermöglicht so vielfältige Druckbilder. Diese sehr dünne Verpackungslösung eignet sich dank ihres geringen Materialeinsatzes besonders für nachhaltig orientierte Hersteller. Durch den Einsatz von Multipeel auf Mono APET lässt sich der Materialanteil der Gesamtverpackung um bis zu 20 Prozent reduzieren. Dies spart – bei gewohnt hohem Produktschutz – Gewicht, Lagerplatz und Transportwege. Das dünnere Material erfordert weniger Rollenwechsel und unterstützt so eine effiziente Produktion.

 


Öffnen im Handumdrehen

Auf die neue «Easy-to-open»-Verpackung für Wurst und ähnliche Produkte hat mancher Konsument schon sehnlichst gewartet. Die von der Multivac Export AG entwickelte Neuheit überzeugt durch die Neugestaltung von Siegelnaht in Schwalbenschwanzform, wodurch ein homogenes Öffnen der Verpackung gewährleistet ist. Die Jury, welche diese Entwicklung mit einem Swiss Star 2013 würdigte, hebt hier zudem die verbraucherfreundlich vergrösserte Aufrisslaschen und gut markierte Öffnungshilfen hervor. Zum Öffnen muss man die Folie bloss an den markierten Stellen greifen und aufziehen. Die Verpackungen lassen sich einfach und problemlos von Links- und Rechtshändern sowie von Menschen mit geringer Kraft in den Händen – Kindern, älteren Leuten, Menschen mit motorischen Einschränkungen – öffnen. Die neuen Öffnungen findet man auf den Wurst-Packungen der Bell Schweiz AG, welche die Convenience-Lösung zusammen mit Multivac entwickelte. Die «Easy-to-open» kann nach einem Umbau auch auf älteren Multivac-Verpackungsmaschinen produziert werden.

Keine Kraft nötig: «Easy-to-open».

Beat Mastai, Geschäftsführer der Multivac Export AG, Julian Stotz von Bell Schweiz AG und Moderatorin Katharina Deuber anlässlich der Preisverleihung in Pfäffikon.


Innovativer Verschluss für viele Anwendungen

Der Klettbandspezialist FASTECH entwickelte das neue Klettverschluss-System FAST Easy Coins, welches auf dem Prinzip der Mikrohakentechnologie HTH (= High Technology Hook) basiert. Die sehr schmalen Mikrohaken werden als Präzisionshaken mittels eines patentierten und kontinuierlichen Injektionsverfahrens hergestellt. Sie sind selbstklebend; eine Seite des Coins ist mit Hotmelt-Kleber und die darauf klebende Seite mit feinem Velours beschichtet. Die Mikro-Struktur des Produktes wird ersichtlich, wenn man bedenkt, dass 253 feine Haken einen einzigen Quadratzentimeter des FAST Easy Coins bedecken. Beide Seiten des Verschlusses sind so dünn, dass ihr gemeinsamer Durchmesser als Sandwich weniger als 1 mm beträgt und somit nicht störend auffällt. Die Anwendungsmöglichkeiten dieses neuartigen Systems sind vielfältig. Es kann für das Verschliessen von Verpackungen aus unterschiedlichen Materialien eingesetzt werden: z.B. von Kartonschachteln, Kunststoff- und Plastikmappen, Geschenk- und Werbemittelverpackungen, Pharma-, Kosmetik- oder technischen Verpackungen. Anwendungsbeispiele aus der Praxis sind u.a. die Befestigung einer CD- oder DVD-Hülle in einem Dossier, das Verschliessen von Präsentationsmappen oder diverse technische Applikationen. Erhältlich sind diese Verschlüsse in vielfältiger Gestaltung, kundenspezifischen Grössen und diversen Stanzformen. Da nur einer der beiden Verschlussteile befestigt werden muss, ist die Anwendung - auch dank der praktischen ovalen Form - für den Benutzer sehr schnell und mit exakter Ausrichtung möglich. Somit sind die FAST Easy Coins automationsfähig für automatische Prozesse.


Branchenübergreifende Klettverschluss-Systeme

Die FASTECH AG wurde 1991 als Aerospace Engineering (ASE) gegründet und konzentrierte sich damals vorwiegend auf den Handel und die Dienstleistungen in den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt und Industrie. Um eine bessere Identifikation des Firmennamens mit den branchenübergreifenden Kunden der Klettverschluss-Produkte zu erreichen, wurde die Firma im Jahre 2000 in FASTECH Europe AG umbenannt; 2006 wurde der Name in FASTECH AG gekürzt. Das Unternehmen engagiert sich in der Herstellung und dem Vertrieb von innovativen Klettverschluss-Systemen für unterschiedliche Industrien, u.a. Verpackung, Luftfahrt, Medizintechnik, Detailhandel. Diese werden aus schadstoffgeprüften Textilien hergestellt und entsprechen dem Öko-Tex Standard 100. Die Produkte werden von rund 4'500 Kunden unterschiedlichster Branchen in ganz Europa verwendet.

 


Versiegelung von Alu- und Weissblechdosen für kosmetische Cremes


Ballerstaedt stellte an der Fachpack 2004 in Nürnberg erstmalig ein System zur Versiegelung von Alu- und Weissblechdosen mit einer neu entwickelten Alu-Verbundfolie vor. Die neu entwickelte Siegelfolie ist auf den spezifizierten Doseninnenlack abgestimmt. Die einreissfeste Verbundfolie wird mittels induktiver Kontaktversiegelung auf die Metalldosen aufgesiegelt. Die Besonderheit dieses Siegelverfahrens liegt in ihrem produktschonenden Wärmehaushalt im Siegelrandbereich. Mit dieser Innovation konnte der seit langem gehegten Forderung des Marktes nach Originalität und absoluter Dichtigkeit Rechnung getragen werden. Denn vorher war es nicht möglich, heisssiegelbare Folien für kosmetische Produkte auf Blechdosen zu siegeln. Dies lag zum einen daran, dass alle bekannten, gegen lackierte Blechdosen siegelbare Thermoplaste, ungenügende Produktbeständigkeiten aufweisen. Die anfangs erzielte Siegelnahtfestigkeit liess schon nach kurzer Zeit derart nach, dass ein Einsatz nicht zu verantworten war. Zum anderen wurde die Creme im Siegelrandbereich derart erwärmt, dass eine Entmischung zu beobachten war.

 


Glas auf Glas


Immer mehr wird in Winzerkreisen über Verschlussalternativen zum traditionellen Naturkorken diskutiert. Wohl gilt dieser allgemein als optimaler Verschluss - weil er als Naturprodukt die Reifung des Weines unterstützt. Er steht für Tradition und ermöglicht das von den Weinliebhabern gepflegte Öffnungsritual. Doch seine Qualität ist oft unzureichend. Eine von Vetropack in Auftrag gegebene Expertenstudie rät nun auch in Sachen Verschluss zu mehr Differenzierung. Mit anderen Worten: Weinproduzenten sollten ihre abgefüllten Flaschen mit unterschiedlichen Verschlusssystemen anbieten. Neben Kunststoffzapfen, Drehverschluss und Kronenkorken wird auch der neuartige Glasverschluss beachtet. Der von Alcoa eingeführte Glasstopfen «Vino-Lok» bietet sich als eine interessante Alternative an. Sein perfekter Zuschliff und ein PVDC-Dichtring garantieren sicheren Halt in der Flaschenmündung sowie optimale Wiederverschliessbarkeit. Zur Originalitätssicherung dient eine formschöne Überkappe aus Aluminium. Das geruchs- und geschmacksneutrale, hygienische Naturprodukt Glas beeinflusst den Wein nicht. Zehn Millionen mit «Vino-Lok» verschlossene Weinflaschen, von Wiegand-Glas hergestellt, wurden im ersten Jahr nach der Markteinführung verkauft. Nun hat Vetropack Austria für diesen exklusiv anmutenden Stopfen ein eigenes Flaschenmündungssystem entwickelt. Ein ausgewähltes Sortiment an Weinflaschen mit der Glasverschlussmündung wird seit Anfang 2006 angeboten. Diese neue Vetropack-Mündung wurde so konzipiert, dass bei der Flaschenproduktion bereits bestehende Vor- und Fertigformen verwendet werden können. Dadurch kann das Flaschensortiment wirtschaftlich vernünftig und marktgerecht erweitert werden. Gemeinsam mit dem Vino-Lok-Hersteller Alcoa bietet Vetropack umfassende Beratung über die Details zum korrekten Verschliessen der Weinflaschen und begleitet auch die Erstabfüllung in den Weinbaubetrieben.

 


Aufreissdeckel mit flexibler Verbundfolie

Die Erstpräsentation des Compeel-Systems an der interpack 2005 fand ein sehr starkes Echo. An der teilweise zeitgleich verlaufenden Fachmesse Metpack wurde der Prototyp des Dosen-Verschliesssystems zudem mit dem Innovationspreis ausgezeichnet. In den folgenden Monaten wurde das Konzept von den beiden Entwicklungspartnern O. Kleiner AG und Soudronic AG perfektioniert. Die von Soudronic AG, dem Weltmarktführer für Metallverpackungs-Produktionsanlagen gebaute automatische Thermoverschliessmaschine Uniseal HS produziert heute 400 Deckel/Min. mit der Compeel-Verbundfolie ebenso tadellos wie mit der Aluminiumfolie. Compeel stellt eine neue Generation von leicht abziehbaren Dosendeckeln dar, die eine Verletzungsgefahr durch Deckel und Dose ausschliessen. Convenience und Funktionalität zeichnen diese Neuentwicklung aus: sie ist geeignet, jegliche Art von Blechdosen und -behältern mit einer druck- und reissfesten Kunststofffolie luftdicht zu verschliessen. Die Deckelfolie besteht aus einem Kunststoff/Alu-Verbund, wobei der mögliche Verbundaufbau eine hohe Flexibilität bietet. Die verfügbaren Materialstrukturen mit spezifisch abgestimmten Barrieren für Gase, Feuchtigkeit, UV und Aromen decken die Einsatzbereiche für trockene Lebensmittel und technische Produkte, für Heissabfüllungen wie auch für pastöse und flüssige Füllgüter ab. Speziell bei sterilisierten Produkten enthält der Verbund eine zusätzliche PP-Schicht. Die Folie ist sterilisierbar im Gegendruckautoklav bis 130°C. Wird die Verbundfolie mit Ventil versehen, ist der Verschluss auch für Bohnenkaffee anwendbar. Im Vergleich mit Abziehdeckeln aus Blech und aufreissbaren Verschlüssen aus Aluminium bringt Compeel klare Marketingvorteile. Die peelbare Verbundfolie ist im geschützten Zwischenlagendruck bedruckbar - wahlweise im Digital-, Flexo- oder Tiefdruck. Mit der beliebig bedruckbaren Deckelfolie wird die zur Verfügung stehende Werbefläche markant erhöht. Damit wird auch die steigende Nachfrage nach mehr Produktkommunikation am Verkaufspunkt erfüllt. Ein weiterer bedeutender Faktor ist die Tatsache, dass die Compeel-Aufreissdeckel eine höhere Durchstossfestigkeit als die bestehenden Systeme aufweisen. Dies wird sich insbesondere bei scharfkantigen und spitzen Füllgütern, wie z.B. bei Bonbons, sowie auch auf schwierigen Transportwegen bemerkbar machen. Das neue System kann ohne weitere Anpassungen in einen bestehenden Produktionsprozess integriert werden und verlangt im Abfüllbetrieb keine zusätzlichen Investitionen. Was die Folienkosten anbetrifft, so werden die möglichen Einsparungen gegenüber reinen Alufolien mit 10 bis 20 Prozent angegeben.