23. Juli 2018

Weiterer Technologiesprung in München

Juni 24, 201877

Die automatica 2018 schloss am 22. Juni nach 4-tägiger Dauer ihre Tore mit je 7-prozentigem Zuwachs sowohl bei den Ausstellern wie bei den Besuchern: Die teilnehmenden 890 Aussteller und 46’000 Besucher zeigten, dass die Messe auf globaler Ebene immer wichtiger wird (das Bild unten zeigt den Besucherandrang beim Messeeingang Ost). Die Entwicklung zeigt, dass die Digitalisierung leichtere Bedienung und mehr Flexibilität in der Produktion ermöglicht – mit dem Ziel, neue Anwendungsgebiete zu erschliessen. Kollaborative Robotik erobert den Markt in rasantem Tempo und eröffnet nahezu unbegrenzte Automatisierungsmöglichkeiten. Vom Sensor über den Cobot bis hin zur kompletten Anlage: Die direkte Interaktion zwischen Mensch und Maschine setzt sich immer mehr durch. Die technologischen Entwicklungen sind der engen Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie zu verdanken. Dafür ist München der internationale Treffpunkt. Oussama Khatib von der Stanford University erklärt: «Die automatica öffnet ein breites Fenster zu den aufkommenden Anwendungen in der Robotik. Kollaborative Roboter werden für reale Anwendungen gebaut: Das ist ein Beweis für die fruchtbare Zusammenarbeit und den Technologietransfer zwischen Forschung und Industrie.» Die Frage über die Messe hinweg: Wie werden Menschen in Zukunft arbeiten? Mit der Sonderschau «Der Mensch in der Smart Factory» machte der Fachverband VDMA Robotik + Automation die Arbeitswelt 4.0 greifbar: Digitale Assistenzsysteme als Unterstützer in der Handmontage, Augmented Reality, Gestensteuerung, Exoskelette und Wearables, die die Interaktion zwischen Mensch und Maschine vereinfachen. Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des Fachverbandes VDMA Robotik + Automation, erklärt dazu: «Arbeitsplätze werden attraktiver und ergonomischer. Die jeweiligen Stärken von Mensch und Maschine sind komplementär! Das eröffnet eine grosse Chance für eine bessere Arbeitsplatzgestaltung. Dieses Thema prägt die automatica wie kaum eine andere Messe.» Der nächste Technologiesprung ist die Künstliche Intelligenz (KI). Mit zahlreichen Vorträgen zu diesem Thema hat die automatica relevantes Fachwissen vermittelt. KI-basierte Datenanalysen können der Industrie einen enormen Wachstumsschub bescheren. Der interdisziplinäre Dialog ist hier entscheidend. Die nächste automatica findet vom 16. bis 19. Juni 2020 in München statt.

 

 

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