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Die Erfolgsgeschichte des deutschen Umreifungsspezialisten MOSCA GmbH begann vor 55 Jahren mit der ersten Verschnürmaschine. Der heutige Hauptsitz in Waldbrunn, wo heute rund 500 Mitarbeitende tätig sind (Foto), bildet seit 1983 die Zentrale des weltweit agierenden Unternehmens mit 24 Niederlassungen in 17 Ländern.  Allein in den letzten drei Jahren wurden fünf Tochtergesellschaften gegründet: in Frankreich, Ungarn, Japan, Brasilien und Singapur. Für 2021 stehen weitere Gründungen auf dem Programm. Das 50-jährige Jubiläum vor fünf Jahren feierten 850 Mitarbeitende – heute sind es bereits 1’000. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum um rund 30 Prozent. Die internationale Zusammenarbeit wird seit Beginn dieses Jahres durch die neue Holdingstruktur gestärkt. Mithilfe von digitalen Anwendungen will das Unternehmen die Verfügbarkeit und Nutzung von Umreifungs­maschinen und -anlagen auch in Zukunft kontinuierlich optimieren. Dazu gehören automatisierte Nachbestellungen von Verbrauchsmaterialien genauso wie die ortsunabhängige Überwachung von Maschinen- und Anlagenparametern, um etwaige Probleme früh erkennen, bzw. mithilfe von Fernwartung vorbeugen zu können. In der Schweiz werden die MOSCA-Maschinen von der Tanner & Co. AG Verpackungstechnik vertrieben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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Metsä Board, ein führender Hersteller von Premium-Frischfaserkarton und Teil der finnischen Metsä Group, hat eine leichte, stabile und einfach zu recycelnde Verpackung für den neuen Chopin Organic Rye Vodka entworfen. Die Entwicklung fand im modernen Metsä Boards Excellence Centre in Äänekoski statt. Zu den Vorgaben des Produktherstellers gehörte, dass die Verpackung den ökologischen Charakter der Marke vermitteln soll.

Joanna Dolińczyk, Marketingkoordinatorin von Chopin Vodka, beschreibt den Anspruch der familiengeführten Brennerei JoPodlaska Wytwórnia Wódek «Polmos» S.A. wie folgt: «Uns war eine Verpackung wichtig, die den biologischen Herstellungsprozess des Produkts widerspiegelt.»

Drei Hauptziele

Die Entwickler sollten mit der organischen, hoch ökologischen Verpackung drei Hauptziele erfüllen: Reinheit, Weisse und Einfachheit. Die gewählte Lösung besteht aus einer schützenden F-Welle, in der alle Lagen aus dem leichtgewichtigen weissen Kraftliner MetsäBoard Natural WKL Bright hergestellt werden. Die komplett weiss litholaminierte Verpackung verfügt über eine leichtgewichtige und stabile Struktur mit Verschlusslaschen, die keinen Klebstoff benötigen. Zusammen mit dem minimalen Einsatz migrationsarmer Druckfarben und der Lackierung auf Wasserbasis präsentiert sich die Box – welche von Prost-Key Packaging in Polen hergestellt wird – sicher, stilvoll und leicht recycelbar. Sie kann über den Öffnungsmechanismus mehrmals mühelos geöffnet und wiederverschlossen werden. Gleichzeitig wird so die Flasche sicher fixiert. Die geschwungenen Doppelfalten bieten zusätzliche Stabilität und offenbaren seitlich die Flasche. Das weisse Design betont die Reinheit des Produkts, was durch die Prägung «organic» auf den Seiten unterstützt wird.

Nachhaltigkeit in jedem Bestandteil

Iiro Numminen, Structural Packaging Designer bei Metsä Board, kommentiert zufrieden: «Die Verpackung kommuniziert die Nachhaltigkeit in jedem einzelnen Bestandteil. Da wir die Kreislaufwirtschaft in den Vordergrund stellen wollten, war die einfache Wiederverwertbarkeit ein Schlüsselfaktor in unserem Konzept.» Das Excellence Centre von Metsä Board, wo die Verpackung entwickelt, designet und getestet wurde, bietet eine Kooperationsplattform für Kunden und Technologiepartner weltweit. Die Frischfasern der Chopin-Verpackung, die im Werk Metsä Board Husum hergestellt wird, stammen zu 100 Prozent aus nachhaltig bewirtschafteten nordeuropäischen Wäldern.

 

 


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Sleeves aus Karton oder Pappe werden häufig manuell um Schalen gelegt. Das bedeutet nicht nur viel Handarbeit, sondern auch unterschiedliche Platzierungen der Karton-Sleeves, die ohne zusätzlichen Leim auch noch verrutschen können. Bessere Alternative sind in vielen Fällen die Banderolen aus bis zu 250 g/m2 starkem Papier. 

Starke Papierbanderolen

Beim halb- oder vollautomatischem Banderolieren werden die Banderolen präzise und mit der gewünschten Spannung um die Primärverpackung gelegt und mit Ultraschall verschweisst. Zusätzlicher Leim ist dank der stufenlos verstellbaren Bandspannung nicht nötig. Banderolieren erhöht den Automatisierungsgrad und die Effizienz beim Verpackungsprozess deutlich. Sie sorgt für Flexibilität und Skalierbarkeit: Flexiblität, weil Banderoliermaschinen wahlweise Banderolen aus Papier oder Folie sowie unterschiedlich grosse Produkte verarbeiten können. Skalierbarkeit, weil der Banderolierprozess mit den steigenden Anforderungen nach Belieben automatisiert werden kann.

Beliebt bei Konsumenten

Banderolen können beidseitig mit bis zu 10 migrationsarmen Farben vorbedruckt und während des Banderolierens mittels Thermotransferdruck zusätzlich mit flexiblen Informationen wie Strichcodes, Produktions- oder Haltbarkeitsdaten ergänzt werden. Und weil Banderolen am Schweisspunkt immer von Hand und ohne Werkzeug geöffnet werden können, sind banderolierte Produkte auch bei Konsumenten äusserst beliebt. Die edle Haptik der Kartonhülle wird durch das starke Papier ebenfalls erreicht. Die Abbildng zeigt eine Lösung von Tanner & Co. AG Verpackungstechnik.

 

 


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Präzise Bildverarbeitung mit High-Dynamic-Range-Technologie

Die MAGIC-Kameras von NIT sind ausgestattet mit den einzigartigen patentierten CMOS-Pixeltechnologie-Sensoren, die einen hohen Dynamikbereich von 140 dB bieten. Die CMOS-Produkte sind bei Fabrimex Systems AG erhältlich. Sie decken den Spektralbereich von 0,4 bis 1μm ab und verarbeiten Bilder in Farbe oder schwarz/weiss. Die Magic Cam hat je nach Anwendungswunsch einen USB3.0-, CameraLink- oder GigE-Anschluss und wird mit einer proprietären Software oder mit kundenspezifischer Lösung angeboten. Dank dem robusten Aluminiumgehäuse und dem optimalen Verhältnis von Grösse, Gewicht und Stromverbrauch sind die NIT-Kameras eine geeignete Lösung für Bildverarbeitungs- oder Computer-Vision-Anwendungen. Die Magic-Kamera-Serie zeichnen sich aus besonders durch ihre Leistung bei reflexionsstarken, kontrastreichen und schnell wechselnden Beleuchtungsszenen.


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«Vision» heisst das neue energieeffiziente Schmelzgerät für den hochwertigen Klebstoffauftrag, welches Robatech AG an drei Tagen zwischen dem 17. und 23. März 2021 an einer Online-Weltpremiere vorstellte. Der Schweizer Hersteller entwickelte auf einer völlig neuen Plattform ein smartes Schmelzgerät mit platzsparendem Design und innovativen Features für die sichere Produktverklebung und einen günstigen Betrieb.

 

Vision schmelzt selbst anspruchsvolle thermoplastische Schmelzklebstoffe schonend auf, hält die Klebstoffviskosität konstant und fördert Hotmelt mit stabilem Druck zum Auftragskopf. Die Zuverlässigkeit im hochpräzisen Klebstoffauftrag, die vor allem bei der Verklebung von Primärverpackungen benötigt wird, erhöht sich damit signifikant. Im Vergleich zum Vorgängermodell Concept benötigt Vision 20 Prozent weniger Energie.

Erleichterte Bedienung

Aktuelle Betriebs- und Statusinformationen werden über eine LED-Leiste am Gerät in wechselnden Farben angezeigt. Der Vorteil: Auch aus der Distanz erkennt das Betriebspersonal, ob der Klebeprozess reibungslos läuft oder z.B. Klebstoff nachgefüllt werden muss. Die Anzeige des aktuellen Pumpendrucks, Statuscodes und vier Funktionstasten erleichtern die Bedienung und eine schnelle Intervention.

Flexibler Einbau, neuer Heizschlauch

Das Schmelzgerät lässt sich längs oder quer einbauen: die Bedienung erfolgt remote oder über das optionale Touch-Display, das vorne oder an der Seite montiert wird. Über die innovative 45-Grad-Anschlussfläche FlexPort können Heizschläuche platzsparend in unterschiedlichen Winkeln angeschlossen werden. Der Heizschlauch Performa – eine weitere Produktneuheit – eignet sich für Viskositäten von 100 bis 20 ́000 mPas und benötigt im Vergleich zu herkömmlichen Heizschläuchen, wie dem Enduro von Robatech, bis zu 45 Prozent weniger Energie.


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Am 24. Februar 2021 veranstaltete DS Smith in Deutschland (DS Smith Packaging Deutschland Stiftung & Co. KG) einen virtuellen Kundenevent mit rund 370 Teilnehmern von Marken und Einzelhändlern. Im Rahmen des Events präsentierten DS Smith und Ipsos, eines der weltweit führenden Marktforschungsunternehmen, eine neue europäische Studie, die zeigt, dass die Verbraucher – trotz der globalen Covid-19-Pandemie – Nachhaltigkeit weiterhin in den Fokus stellen. Unter anderem möchte eine grosse Mehrheit der Käufer Produkte kaufen, die so wenig Verpackung wie möglich verwenden, und fast ein Drittel der Konsumenten gab an, dass sie bestimmte Marken nicht mehr kauft, weil deren Verpackung nicht nachhaltig ist.

Wachstum im E-Commerce

Die Studie zeigt:

  •  Covid-19 führte zu neuen Einkaufsgewohnheiten – doch die Verbraucher legen weiterhin Wert auf nachhaltige Verpackungen
  • 85 Prozent der Menschen wollen Produkte kaufen, die so wenig Verpackung wie möglich verwenden
  • 29 Prozent der Konsumenten kaufen bestimmte Marken nicht mehr, weil deren Verpackung nicht nachhaltig ist.

Die unter 9’000 Befragten in 12 europäischen Ländern durchgeführte Analyse zeigt, dass sich die Einkaufsgewohnheiten zwar geändert haben, Nachhaltigkeit aber nach wie vor eine wichtige Rolle spielt. Die Pandemie hat dazu geführt, dass zwei Drittel der Verbraucher versuchen, so wenig Zeit wie möglich in Geschäften zu verbringen. Es resultierte ein beträchtliches Wachstum im E-Commerce. Daher ist es wichtig zu wissen, dass fast die Hälfte (48 Prozent) der Online-Käufer sagen, dass sie eine nicht nachhaltige Verpackung im E-Commerce erhalten haben und jeder Fünfte (22 Prozent) sagt, dass er bei einigen Online-Händlern nicht mehr gekauft hat, weil die Verpackung nicht nachhaltig war.

Neue Herausforderungen

Stefano Rossi, CEO von DS Smith Packaging, kommentierte: «Wir haben die letzten Monate damit verbracht, unseren Kunden dabei zu helfen, sich an einen seismischen Wandel im Verbraucherverhalten und an die sich ständig verändernden Herausforderungen anzupassen. Als eines der führenden Unternehmen für innovative Verpackungslösungen müssen wir verstehen, wie sich das Verbraucherverhalten ändert, um unsere Kunden und die Gesellschaft bestmöglich bedienen zu können. Diese Studie zeigt nicht nur, was sich aufgrund von Covid-19 verändert hat, sondern auch, welche Prioritäten geblieben sind und dass Nachhaltigkeit für die Verbraucher in ganz Europa immer noch an erster Stelle steht. Einzelhändler und Marken müssen sich in dieser wichtigen Zeit für nachhaltige Verpackungen entscheiden, um sicherzustellen, dass sie die Vorteile für die Umwelt und die Verbraucher nutzen.»

Wichtige Hygiene

Hygiene ist ein weiteres Anliegen der Verbraucher: Mehr als die Hälfte (57 Prozent) gibt an, sich nach dem Berühren von im E-Commerce verpackten Produkten gründlich die Hände zu waschen und 30 Prozent werfen Verpackungen schneller weg. Das unterstreicht den Bedarf an sichtbaren, unkomplizierten Informationen in Bezug auf die Entsorgung. 56 Prozent der Käufer machen sich inzwischen Gedanken darüber, wie viele Personen Produkte im Laden angefasst haben (78 Prozent in Portugal, 68 Prozent in Spanien und 65 Prozent in Grossbritannien). Infolgedessen wählen einige Kunden Artikel aus dem hinteren Teil des Regals aus, bei denen die Wahrscheinlichkeit geringer ist, dass sie von anderen Personen angefasst wurden. Einer von drei (33 Prozent) wäscht oder desinfiziert auch alle losen Artikel wie Obst und Gemüse und 12 Prozent vermeiden es jetzt, lose unverpackte Waren zu kaufen (22 Prozent in Finnland und 19 Prozent in Grossbritannien). Als Reaktion darauf hat DS Smith eine Reihe neuer, innovativer Verpackungsdesigns entwickelt, wie z.B. Wellpappverpackungen für Obst und Gemüse und Wellpapp-Handlinglösungen für Flaschen und Milchprodukte.

Bedarf an nachhaltigen Verpackungen steigt

DS Smith geht davon aus, dass der Bedarf an neuen, nachhaltigen Verpackungslösungen in den kommenden Monaten steigen wird. Das Unternehmen wendet weiterhin seine Kreislauf-Design-Prinzipien an – die in Zusammenarbeit mit der Ellen MacArthur Foundation entwickelt wurden – um leistungsstarke, kreislauffähige Verpackungslösungen zu entwerfen, die den sich ändernden Herausforderungen des Marktes gerecht werden.

 

 


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Die Corona-Pandemie hat die Herausforderungen in der Pharmalogistik offengelegt. Weltweit mussten schon mehrere Tausend Dosen des COVID-19-Impfstoffes entsorgt werden, weil die Temperaturabweichungen beim Transport zu gross waren. Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz kommt es immer wieder zu entsprechenden Verdachtsfällen, denen die Behörden und beteiligten Unternehmen aufwendig nachgehen müssen. Ein Schlüssel für die sichere Lieferung sind die Kühlcontainer, in denen die Medikamente transportiert werden. Doch bislang gab es keine Untersuchung, die ihre Qualität wissenschaftlich zuverlässig verglichen hat. Mit der Studie «Performance ausgewählter Pharma-Luftfrachtbehälter im Vergleich» liegt eine wissenschaftliche Analyse zu Kühlcontainern als einem wichtigen Schlüssel im Medikamententransport nun erstmals vor.


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Nachhaltiger Luxus aus recycelten Fasern

WINTER WRUP-CYCLING verwandelt recycelte Materialien in hochwertige Überzugsmaterialien: Mit SUEDEL® LUXE RECYCLED stellt Winter & Company AG ein nachhaltiges Veloursleder vor. Das Imitat wird neu aus recycelter Baumwolle und recycelten Papierfasern hergestellt. Der dafür verwendete Baumwollflock wird aus industriellen Produktionsabfällen gewonnen. Einmal auf die Papierbasis WIBALIN® RECYCLED aufgetragen, lässt es sich vielseitig im Verpackungs- und Schreibwarenbereich oder auch in der Buchbinderei einsetzen. SUEDEL® LUXE RECYCLED inspiriert auf den ersten Blick und steht für nachhaltigen Luxus.

Früher Deponie – jetzt Rohstoff

Die von der Natur inspirierte Papierlinie WIBALIN® RECYCLED wird zu 100 Prozent aus recycelten Papierfasern hergestellt. Rund 40 Prozent davon stammen von Post-Verbraucherabfällen aus dem Büro- und Schreibwarensektor und die restlichen 60 Prozent aus der Produktion von Kaffeebechern aus Pappe. Was früher auf Deponien entsorgt wurde, wird jetzt als post-industrieller Abfall verwendet. WIBALIN® RECYCLED ist das nachhaltige Überzugsmaterial für Bücher und Verpackungen. Es ist in 16 von der Natur inspirierten Farben weltweit ab Lager erhältlich.

Luxus  zunehmend mit Vegan

Die Produktion – auch für die Modeindustrie – greift zunehmend auf «veganes Leder» zurück. Kosmetikmarken verzichten auf tierische Inhaltsstoffe und prominente Designermarken ziehen nach. Bei der Herstellung zahlreicher Überzugsmaterialien wie SUEDEL® LUXE und NABUKA® verzichtet Winter & Company komplett auf tierische Inhaltsstoffe. Die Produkte werden in einer breiten Auswahl angeboten. Zum Beispiel das abgebildete SUEDEL® LUXE RECYCLED ist in einer Auswahl von fünf klassischen Farben weltweit ab Lager lieferbar.


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Beladen der Schachteln durch integrierte Delta-Roboter

Die Syntegon Packaging Systems AG erweitert ihr Portfolio für Zweitverpackungen: Der neue Sigpack TTMD kombiniert Kernkomponenten der TTM-Plattform mit einer oder mehreren nahtlos integrierten Delta-Roboterzellen. Das kamerabasierte Vision-Kontrollsystem der Robotiklösung erkennt die Produkte auf dem Förderband. Die Delta-Roboter greifen einzelne oder mehrere Produkte, die in ungeordneter Reihenfolge zugeführt werden können. Entsprechend der Vorgaben werden sie in Schachteln, Trays oder andere Behältnisse platziert. Für flexiblere Befüllung kann der neue Topload-Kartonierer zudem unterschiedliche Produkte aus mehreren Vorprozessen gleichzeitig verpacken. Zum Einsatz kommt das bewährte werkzeuglose Formatwechselkonzept der TTM-Plattform. Nach jedem Formatwechsel ist ein vertikaler Neustart möglich. Nach Auskunft von Syntegon wurde den erste Sigpack TTMD bereits verkauft und weitere Anfragen sind in Bearbeitung.

«Seit dem Launch vor zehn Jahren hat sich die TTM-Plattform für integrierte Topload Kartonierer bei Herstellern weltweit bewährt und wurde kontinuierlich weiterentwickelt. Besonders die hohe Zuverlässigkeit und Flexibilität kommen bei unseren Kunden sehr gut an. Dank der integrierten Delta-Roboter sind jetzt noch mehr Produkt- und Packstilvarianten möglich», erklärt Michael Haas, Produktmanager für Zweitverpackung bei Syntegon.

Modulare Integration von Delta-Roboterzellen

Jede Anlage kann mit einer oder mehreren Delta-Roboterzellen ausgerüstet werden. Ein kamerabasiertes Vision-System erkennt die Ausrichtung und Position der einzelnen Produkte auf dem Zuführband. Jeder Delta-Roboter greift dabei zwischen 60 und 90 Produkte pro Minute auf. Die maximale Leistung beträgt 150 Schachteln pro Minute. Nach dem Single- oder Multi-Pick-Verfahren greifen die Roboterarme die Produkte vom Band und platzieren diese entweder liegend oder stehend in die Schachteln. Der Prozess ist nach dem Counterflow-Prinzip organisiert: Die Schachteln fahren dem Produkt entgegengerichtet. Das reduziert die Ausschussrate und stellt sicher, dass jede Schachtel korrekt befüllt wird. Die Delta Roboter können mit dem Zuführband und dem Schachteltransport mitlaufen, so dass die Produkte im kontinuierlichen Betrieb in die Schachteln geladen werden. Eine weitere Kerntechnologie der TTM-Plattform ist die durchgängige Schachtelkontrolle, die hier ebenfalls zum Einsatz kommt.

Liegende oder stehende Präsentation

Um die Präsentationsmöglichkeiten am POS zu erhöhen, bietet der neue Kartonierer die Möglichkeit, die Produkte entweder liegend oder stehend in die Schachtel einzubringen. Da Produkte aus mehreren Vorprozessen dem TTMD zugeführt werden können, ist es möglich, eine Auswahl an unterschiedlichen Produkten, wie zum Beispiel kleine Beutel mit verschiedenen Snacks, in einer Schachtel zu verpacken.

Schnelle Formatwechsel

Der Sigpack TTMD verwendet das von Syntegon patentierte Prinzip des werkzeuglosen Formatwechsels. Dank voreingestellter Formatstangen sind die Einstellungen eindeutig und Fehlerquellen können minimiert werden. Ein Bediener ist damit in der Lage, Formatwechsel selbständig durchzuführen und die Maschine innerhalb kürzester Zeit, ohne Nachjustierung der Formatteile, neu zu starten.

 


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Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein

Die Themen rund um Lieferketten bestimmten neben der Pandemie die Nachrichten des Jahres 2020. Das abgelaufene Jahr hat uns dabei vor Augen geführt, dass der Klimawandel keine COVID 19-Pause macht. Epson beschrieb denn in einem Pressegespräch zu Beginn des neuen Jahres die Massnahmen im Kampf gegen den Klimawandel als eine seiner Hauptstrategien. Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein seien ununterbrochen im Gespräch, die Fachhandelspartner sollen in die Lage versetzt werden, mit nachhaltigen Lösungen Geld zu verdienen. «Als globaler Hersteller werden wir uns stets der Nachhaltigkeitsdebatte stellen», erklärte Henning Ohlsson, Geschäftsführer Epson Deutschland GmbH, welche die Vertriebsgebiete Deutschland, Österreich und die Schweiz verantwortet. Dazu «können, wollen und müssen wir Antworten liefern», ergänzte er.

Robotic Solutions

Volker Spanier, Head of Robotic Solutions bei Epson EMEA, beschrieb die Erwartungen an das Jahr 2021 als «durchweg positiv, denn wir setzten darauf, dass die Fertigungsindustrie wieder an Fahrt aufnimmt.» Hochentwickelte Technologie, Automatisierung und digitale Werkzeuge hätten uns als Gesellschaft in der Krisensituation auf nicht zu unterschätzende Weise geholfen. Er erinnerte daran, wie uns die heutige moderne Technologie hilft, selbst über grosse Distanzen einander nah zu sein. Wie wir wissen, können dank ihr Produktions- und Lieferketten in kürzester Zeit reorganisiert und optimiert werden. Online-Portale für die Bestellung einer Pizza oder eines Bauteils für die Produktion mit nachgeschalteter Logistik halten uns und unsere Wirtschaft am Leben.



Über uns

Die Fachzeitschrift spi swisspack international mit Logistik-Praxis erscheint viermal jährlich in deutscher Sprache in einer Auflage von 4200 Exemplaren. Jede Ausgabe berichtet aktuell und lebendig über die verwandten Fachbereiche Verpackung und Logistik und verdeutlicht die Zusammenhänge zwischen ihnen.