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Am 24. Februar 2021 veranstaltete DS Smith in Deutschland (DS Smith Packaging Deutschland Stiftung & Co. KG) einen virtuellen Kundenevent mit rund 370 Teilnehmern von Marken und Einzelhändlern. Im Rahmen des Events präsentierten DS Smith und Ipsos, eines der weltweit führenden Marktforschungsunternehmen, eine neue europäische Studie, die zeigt, dass die Verbraucher – trotz der globalen Covid-19-Pandemie – Nachhaltigkeit weiterhin in den Fokus stellen. Unter anderem möchte eine grosse Mehrheit der Käufer Produkte kaufen, die so wenig Verpackung wie möglich verwenden, und fast ein Drittel der Konsumenten gab an, dass sie bestimmte Marken nicht mehr kauft, weil deren Verpackung nicht nachhaltig ist.

Wachstum im E-Commerce

Die Studie zeigt:

  •  Covid-19 führte zu neuen Einkaufsgewohnheiten – doch die Verbraucher legen weiterhin Wert auf nachhaltige Verpackungen
  • 85 Prozent der Menschen wollen Produkte kaufen, die so wenig Verpackung wie möglich verwenden
  • 29 Prozent der Konsumenten kaufen bestimmte Marken nicht mehr, weil deren Verpackung nicht nachhaltig ist.

Die unter 9’000 Befragten in 12 europäischen Ländern durchgeführte Analyse zeigt, dass sich die Einkaufsgewohnheiten zwar geändert haben, Nachhaltigkeit aber nach wie vor eine wichtige Rolle spielt. Die Pandemie hat dazu geführt, dass zwei Drittel der Verbraucher versuchen, so wenig Zeit wie möglich in Geschäften zu verbringen. Es resultierte ein beträchtliches Wachstum im E-Commerce. Daher ist es wichtig zu wissen, dass fast die Hälfte (48 Prozent) der Online-Käufer sagen, dass sie eine nicht nachhaltige Verpackung im E-Commerce erhalten haben und jeder Fünfte (22 Prozent) sagt, dass er bei einigen Online-Händlern nicht mehr gekauft hat, weil die Verpackung nicht nachhaltig war.

Neue Herausforderungen

Stefano Rossi, CEO von DS Smith Packaging, kommentierte: «Wir haben die letzten Monate damit verbracht, unseren Kunden dabei zu helfen, sich an einen seismischen Wandel im Verbraucherverhalten und an die sich ständig verändernden Herausforderungen anzupassen. Als eines der führenden Unternehmen für innovative Verpackungslösungen müssen wir verstehen, wie sich das Verbraucherverhalten ändert, um unsere Kunden und die Gesellschaft bestmöglich bedienen zu können. Diese Studie zeigt nicht nur, was sich aufgrund von Covid-19 verändert hat, sondern auch, welche Prioritäten geblieben sind und dass Nachhaltigkeit für die Verbraucher in ganz Europa immer noch an erster Stelle steht. Einzelhändler und Marken müssen sich in dieser wichtigen Zeit für nachhaltige Verpackungen entscheiden, um sicherzustellen, dass sie die Vorteile für die Umwelt und die Verbraucher nutzen.»

Wichtige Hygiene

Hygiene ist ein weiteres Anliegen der Verbraucher: Mehr als die Hälfte (57 Prozent) gibt an, sich nach dem Berühren von im E-Commerce verpackten Produkten gründlich die Hände zu waschen und 30 Prozent werfen Verpackungen schneller weg. Das unterstreicht den Bedarf an sichtbaren, unkomplizierten Informationen in Bezug auf die Entsorgung. 56 Prozent der Käufer machen sich inzwischen Gedanken darüber, wie viele Personen Produkte im Laden angefasst haben (78 Prozent in Portugal, 68 Prozent in Spanien und 65 Prozent in Grossbritannien). Infolgedessen wählen einige Kunden Artikel aus dem hinteren Teil des Regals aus, bei denen die Wahrscheinlichkeit geringer ist, dass sie von anderen Personen angefasst wurden. Einer von drei (33 Prozent) wäscht oder desinfiziert auch alle losen Artikel wie Obst und Gemüse und 12 Prozent vermeiden es jetzt, lose unverpackte Waren zu kaufen (22 Prozent in Finnland und 19 Prozent in Grossbritannien). Als Reaktion darauf hat DS Smith eine Reihe neuer, innovativer Verpackungsdesigns entwickelt, wie z.B. Wellpappverpackungen für Obst und Gemüse und Wellpapp-Handlinglösungen für Flaschen und Milchprodukte.

Bedarf an nachhaltigen Verpackungen steigt

DS Smith geht davon aus, dass der Bedarf an neuen, nachhaltigen Verpackungslösungen in den kommenden Monaten steigen wird. Das Unternehmen wendet weiterhin seine Kreislauf-Design-Prinzipien an – die in Zusammenarbeit mit der Ellen MacArthur Foundation entwickelt wurden – um leistungsstarke, kreislauffähige Verpackungslösungen zu entwerfen, die den sich ändernden Herausforderungen des Marktes gerecht werden.

 

 


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Nachhaltiger Luxus aus recycelten Fasern

WINTER WRUP-CYCLING verwandelt recycelte Materialien in hochwertige Überzugsmaterialien: Mit SUEDEL® LUXE RECYCLED stellt Winter & Company AG ein nachhaltiges Veloursleder vor. Das Imitat wird neu aus recycelter Baumwolle und recycelten Papierfasern hergestellt. Der dafür verwendete Baumwollflock wird aus industriellen Produktionsabfällen gewonnen. Einmal auf die Papierbasis WIBALIN® RECYCLED aufgetragen, lässt es sich vielseitig im Verpackungs- und Schreibwarenbereich oder auch in der Buchbinderei einsetzen. SUEDEL® LUXE RECYCLED inspiriert auf den ersten Blick und steht für nachhaltigen Luxus.

Früher Deponie – jetzt Rohstoff

Die von der Natur inspirierte Papierlinie WIBALIN® RECYCLED wird zu 100 Prozent aus recycelten Papierfasern hergestellt. Rund 40 Prozent davon stammen von Post-Verbraucherabfällen aus dem Büro- und Schreibwarensektor und die restlichen 60 Prozent aus der Produktion von Kaffeebechern aus Pappe. Was früher auf Deponien entsorgt wurde, wird jetzt als post-industrieller Abfall verwendet. WIBALIN® RECYCLED ist das nachhaltige Überzugsmaterial für Bücher und Verpackungen. Es ist in 16 von der Natur inspirierten Farben weltweit ab Lager erhältlich.

Luxus  zunehmend mit Vegan

Die Produktion – auch für die Modeindustrie – greift zunehmend auf «veganes Leder» zurück. Kosmetikmarken verzichten auf tierische Inhaltsstoffe und prominente Designermarken ziehen nach. Bei der Herstellung zahlreicher Überzugsmaterialien wie SUEDEL® LUXE und NABUKA® verzichtet Winter & Company komplett auf tierische Inhaltsstoffe. Die Produkte werden in einer breiten Auswahl angeboten. Zum Beispiel das abgebildete SUEDEL® LUXE RECYCLED ist in einer Auswahl von fünf klassischen Farben weltweit ab Lager lieferbar.


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Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein

Die Themen rund um Lieferketten bestimmten neben der Pandemie die Nachrichten des Jahres 2020. Das abgelaufene Jahr hat uns dabei vor Augen geführt, dass der Klimawandel keine COVID 19-Pause macht. Epson beschrieb denn in einem Pressegespräch zu Beginn des neuen Jahres die Massnahmen im Kampf gegen den Klimawandel als eine seiner Hauptstrategien. Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein seien ununterbrochen im Gespräch, die Fachhandelspartner sollen in die Lage versetzt werden, mit nachhaltigen Lösungen Geld zu verdienen. «Als globaler Hersteller werden wir uns stets der Nachhaltigkeitsdebatte stellen», erklärte Henning Ohlsson, Geschäftsführer Epson Deutschland GmbH, welche die Vertriebsgebiete Deutschland, Österreich und die Schweiz verantwortet. Dazu «können, wollen und müssen wir Antworten liefern», ergänzte er.

Robotic Solutions

Volker Spanier, Head of Robotic Solutions bei Epson EMEA, beschrieb die Erwartungen an das Jahr 2021 als «durchweg positiv, denn wir setzten darauf, dass die Fertigungsindustrie wieder an Fahrt aufnimmt.» Hochentwickelte Technologie, Automatisierung und digitale Werkzeuge hätten uns als Gesellschaft in der Krisensituation auf nicht zu unterschätzende Weise geholfen. Er erinnerte daran, wie uns die heutige moderne Technologie hilft, selbst über grosse Distanzen einander nah zu sein. Wie wir wissen, können dank ihr Produktions- und Lieferketten in kürzester Zeit reorganisiert und optimiert werden. Online-Portale für die Bestellung einer Pizza oder eines Bauteils für die Produktion mit nachgeschalteter Logistik halten uns und unsere Wirtschaft am Leben.


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Saropack AG meldet die vollständige Klimaneutralität aller Standorte. Im Rahmen der SAROGREEN Strategie wird ab 1. September 2020 der komplette «Corporate Carbon Footprint» in Klimaschutzprojekten von myclimate (www.myclimate.org) kompensiert. Dabei wurden durch myclimate sämtliche CO2-relevanten Aktivitäten und Verbräuche aus den Bereichen Energie, Transport, Geschäftsverkehr, Mitarbeitermobilität, Betriebsmaterialien, Verpflegung und Abfälle von Saropack erfasst und berechnet. Bereits 2013 hat myclimate für Saropack die CO2-Emissionen für Verpackungsfolien auch auf Produktebene berechnet. Seither werden die relevanten CO2-Emissionen von spezifischen Folien- und Kundenaufträgen berechnet und auf Kundenwunsch über die gewünschten Klimaschutzprojekte kompensiert, so dass die bezeichneten Produkte als «klimaneutral» gelten dürfen. Saropack will als verantwortungsvolles Unternehmen nebst den Produkt- und Servicewerten verstärkt auch Nachhaltigkeitswerte mit Kunden besprechen und dadurch optimale Folienverpackungslösungen in einem nachhaltigen Kontext anbieten. Durch das freiwillige Engagement von Saropack sollen auch die Kunden und Partner zu einem verstärkten Klimaschutz motiviert werden. Alle Massnahmen sollen in Klimaschutzprojekten der Stiftung myclimate investiert werden, welche höchste Standards erfüllen und neben der Reduktion von Treibhausgasen nachweislich lokal und regional einen positiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.

 

 

 

 


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Für das Trennen von Papier und Karton hat die Alpabern AG, ein Unternehmen der Barec-Gruppe, eine automatisch arbeitende Sortieranlage erstellt. Die Grossanlage wurde von Hunkeler Systeme AG geliefert. Als Generalunternehmung war sie von der Projektierung bis zur Inbetriebnahme verantwortlich. Neben der Konzeption der mechanisch-technischen Komponenten entwickelte Hunkeler Systeme die Software für die zentrale Anlagensteuerung.


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Eine von Tetra Pak alle zwei Jahre durchgeführte Umweltstudie zeigt, dass sich sowohl Konsumenten als auch Branchenakteure verstärkt erneuerbaren Materialien zuwenden. Dieser Trend wird durch die Entwicklung neuer Technologien verstärkt. Der Einsatz von bio-basierten Materialien ist für die Fachleute einer der wichtigsten Umwelttrends mit nachhaltigem Einfluss auf die Zukunft von Getränkeverpackungen.


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Tetra Pak hat Anfang 2015 die erste Getränkekartonverpackung eingeführt, die vollständig aus pflanzlichen und damit nachwachsenden Rohstoffen besteht. Der Karton Tetra Rex ist mit bio-basierter LDPE-Folie (Polyethylen niedriger Dichte) beschichtet und verfügt über einen Verschluss aus bio-basiertem HDPE (Polyethylen hoher Dichte). Ausgangsmaterial für beide Biokunststoffe ist Zuckerrohr.


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Mit seinem an der interpack 2014 als Weltneuheit lancierten Bioventil für Kaffeeverpackung setzt das 100-jährige Familienunternehmen Wipf AG voll auf die Zukunft und zunehmende Nachfrage nach Bioverpackungen. Das speziell für die Kaffeeindustrie entwickelte «Wicovalve® W606E» lässt sich in Kombination mit bioabbaubaren Verbundmaterialien nach dem industriellen Standard EN 13432 kompostieren. Kaffeeröster können somit in Kombination mit biokompostierbaren Verbundmaterialien zukünftig eine Verpackung anbieten, die den Bohnenkaffee optimal gegen Aromaverlust schützt und zudem vollständig abbaubar ist. 



Über uns

Die Fachzeitschrift spi swisspack international mit Logistik-Praxis erscheint viermal jährlich in deutscher Sprache in einer Auflage von 4200 Exemplaren. Jede Ausgabe berichtet aktuell und lebendig über die verwandten Fachbereiche Verpackung und Logistik und verdeutlicht die Zusammenhänge zwischen ihnen.