Die Zeichen für die Zürcher Messen stehen gut

August 28, 202012

Die nationalen Leitmessen Empack 2020 und Logistics & Distribution 2020, die wegen der Covid-19-Prävention in den Herbst verschoben wurden, finden nun vom 18. bis 19. November in Zürich statt. Über Sicherheitskonzepte und aktuelle Massnahmen informieren Debora Holdener, Event Content Manager und Daniel Nussbaumer, Head of Events vom Messeveranstalter Easyfairs Switzerland GmbH in unserem Interview.

    Die Fragen beantworteten Debora Holdener und Daniel Nussbaumer (Bild: Markus Frutig, Inoveris).

 

Wie ist aktuell die Stimmung bei Ihnen im Team mit Blick auf den wichtigsten und einzigen Grossevent der Schweizer Verpackungs- und Logistikbranche?

D.N.: Die Vorfreude darauf, dass es bald wieder losgeht, ist jetzt bei uns allen spürbar. Denn eine Messe ist immer das Endprodukt einer langen Vorbereitungszeit und es ist wichtig, dass wir am Schluss einen erfolgreichen Event haben.

Wie stehen die Zeichen für die Durchführung der Messen im November?

D.H.: Die Zeichen stehen sehr gut. Die Messen in dem von uns geplanten Format gelten ja nicht als Grossveranstaltungen, deswegen obliegen sie nicht dem allgemeinen Veranstaltungsverbot. Wir werden natürlich alle erforderlichen Massnahmen zum Gesundheitsschutz umsetzen, damit sich alle Beteiligten sicher fühlen können. Insofern wird es in diesem Jahr sicherlich eine besondere Situation sein.

Wie wichtig sind die beiden Fachmessen für die Verpackungs- und Logistikbranche – auch mit Blick darauf, die Wirtschaft auf allen Ebenen zu unterstützen?

D.N.: Es ist aus unserer Sicht sehr wichtig, die Wirtschaft tatkräftig zu unterstützen. Messen können dazu beitragen, die Nachfrage zu stimulieren und die Branchen wieder zusammenzubringen. Das sind wichtige Bausteine für einen Schritt in die Zukunft.

Wie sehen die Schutzkonzepte aus und welche Vorsorge wird für den Gesundheitsschutz von Ausstellern und Messebesuchern getroffen?

D.H.: Selbstverständlich werden alle erforderlichen Hygienemassnahmen gemäss BAG umgesetzt. Wir werden Desinfektionsmittel für die Hygiene der Hände bereitstellen, auf Einhaltung der Distanzregeln achten ebenso wie auf die regelmässige Reinigung der Gemeinschaftsflächen in den Networking-Zonen, Café-Bars etc. Für Aussteller, Besucher und Mitarbeitende gilt Maskenpflicht. Während der Messen wird das Tragen von Handschuhen  empfohlen. Es wird eine kontaktlose Registrierung vor Ort umgesetzt. Um die maximale Besucherauslastung gewährleisten zu können, haben wir eine Zählanlage im Eingangs- und Ausgangsbereich installiert. Während der Veranstaltungen wird ein Einbahnstrassensystem in den Gängen den Mindestabstand gewährleisten. Den Ausstellern stellen wir ein Hygienepaket zur Verfügung, das Masken, Gel für die Hände, Einmalhandschuhe sowie ein Oberflächenspray beinhaltet. In Arbeit ist zudem eine Art Contact Tracing, bei dem wir darauf achten werden, dass die Besucher bei den Ausstellern unsere Smart Batch-Technologie verwenden: so werden wir nach der Veranstaltung im Falle eines Virusausbruchs mögliche Infizierte informieren können.

D.N.: Mit unseren Massnahmen gehen wir weiter, als es das BAG oder der Kanton vorschreiben. Die Maskenpflicht wäre eigentlich keine Bedingung für die Durchführung einer Messe. Easyfairs hat sich jedoch weltweit entschieden, mit gutem Beispiel voranzugehen und die Regeln enger zu definieren – zugunsten der Sicherheit aller.

Wie können angesichts der Corona-Massnahmen angemessen Business-Kontakte geknüpft werden?

D.H.: Generell können wir den Bereich «Connect» mit gezielter Vernetzung dieses Jahr auf der Messe leider nur begrenzt umsetzen. Es wird jedoch Networking Lounges im kleineren Rahmen geben. Und wir wollen die Jobs Corner installieren. Dort haben die Besucher die Möglichkeit, sich über offene Stellen zu informieren und sich gegebenenfalls direkt bewerben. Wir werden zudem unsere Aussteller und Besucher mit Getränken und Speisen während beider Messetage kostenlos verpflegen und so den Austausch fördern.

Welche Reaktionen erhalten Sie derzeit von Besuchern?

D.N.: Wir haben international unsere registrierten Besucher zu ihrer Einstellung gegenüber Messen befragt. Dabei konnten wir feststellen, dass auch in dieser Zeit ein grosses Bedürfnis nach Messen vorhanden ist. Die Menschen sehnen sich wieder nach persönlichem Austausch.

Was ist bei der Messevorbereitung anders als früher?

D.N.: Wir mussten uns diesmal mit vielen sicherheitstechnischen Fragen auseinandersetzen. Auch die Zusammenarbeit im Team war anders, weil wir alles vom Homeoffice aus organisiert haben. Insgesamt bin ich sehr positiv überrascht, wie gut das geklappt hat und wie schnell wir uns dank unserer IT-Lösungen einrichten konnten.

D.H.: Die umfangreichen Vorbereitungen werden wir mit verschiedenen Kommunikationsmassnahmen wie Webinaren und Online-Kampagnen begleiten.

Wie arbeitet Easyfairs in dieser besonderen Zeit generell mit Ausstellern, Kooperationspartnern und Verbänden zusammen?

D.N.: Die Rückmeldungen unserer Aussteller zum Messetermin im November sind durchweg positiv. Viele sind sehr erleichtert und auch dankbar, dass wir dieses Jahr eine Messe durchführen. Viele sehen die November-Veranstaltung als eine Chance, um etwaige finanzielle Einbussen wieder auszugleichen. Sehr positiv ist auch der Rückhalt der Kooperationspartner und Verbände. Wir werden hier u.a. vom GS1 Switzerland im Logistics- und Distributions-Bereich und vom Schweizerischen Verpackungsinstitut SVI im Empack-Bereich sehr gut unterstützt.

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