01. September 2026

Zürcher Automatisierungs-Messeduo überzeugte

August 31, 2026

Am 26. und 27. August 2026 war Zürich die Schweizer Automatisierungshauptstadt. Mit 230 Ausstellern war die all about automation Zürich in diesem Jahr deutlich grösser als zuletzt. Im Jahr 2024 waren 186 Aussteller präsent. Die diesjährige Zürcher Automatisierungsmesse belegte erstmals drei Hallen am Messeplatz Zürich-Oerlikon, wobei parallel die maintenance Schweiz mit rund 60 Unternehmen stattfand. Die Besucher erlebten zwei Messetage voller intensiver Fachgespräche, konkreter Lösungsansätze und neuer Kontakte.

Arbeitsplattform für konkrete Automatisierungsprojekte

Der Anlass hat sich klar positiv weiterentwickelt: er zeichnete sich aus durch mehr Aussteller, mehr Fläche und ein deutlich ausgebautes Fachprogramm. Besonders interessant ist, dass die Veranstaltung bewusst als Arbeits- und Kontaktmesse positioniert wurde – mit konkreten Projekten und Gesprächen. Im Messeduo (all about Automation + maintenance Schweiz) meldeten die Veranstalter insgesamt 4’232 Fachbesucher. Damit wuchs die Besucheranzahl stark an (+33 Prozent). Mit insgesamt 290 Unternehmen zählte die Messe 15 Prozent mehr Aussteller als 2024 und entwickelte sich eindeutig zu einer Arbeitsplattform für konkrete Automatisierungsprojekte. Ein Merkmal beider Messetage war auch die Verschiebung von einzelnen Automatisierungskomponenten hin zur integrierten Lösungen.

Die Messe setzte auf KI, Machine Learning, Robotik, digitale Transformation und smarte Sensorik. KI ist 2026 in der industriellen Automation angekommen, aber noch überwiegend als Ergänzung bestehender Systeme; sie bot noch keinen vollständigen Ersatz klassischer Automatisierungsarchitekturen. Die Besucher suchten Antworten auf Fragen zu konkreten Problemlösungen mit Hilfe der KI und konnten eindeutig feststellen: Besonders interessant wird KI dort, wo sie einen konkreten industriellen Nutzen liefert. Bei der Robotik als wesentlichem Bestandteil der Messe interessierten weniger klassische Industrieroboter als die zunehmende Kombination aus Vision, Greifer, Safety, Software usw. Als wichtiger Trend war in Zürich auch die Automation für KMU deutlich erkennbar: Die all about automation positioniert sich bewusst regional und praxisorientiert. Wie die Gespräche mit Ausstellern bestätigten, brauchen diese keine riesige Industrie-4.0-Transformation, sondern eindeutig gezielte Lösungen für die Automatisierung einer manuellen Station, für das Nachrüsten mit einem Roboter, fürs Automatisieren von Prüfprozessen und Ähnliches.

Vier Bühnen mit Wissen, Praxis und neuen Dialogformaten

Das Vortragsprogramm wurde in diesem Jahr deutlich ausgebaut. Sowohl die all about automation als auch die maintenance Schweiz boten den Besuchern jeweils zwei Bühnen.

Ein wichtiger Partner bei der inhaltlichen Gestaltung der all about automation war erneut der Kompetenzpartner der all about automation – der Schweizer Branchenverband SwissT.net. Kuratiert vom SwissT.net wurden insbesondere Beiträge aus der anwendungsnahen Wissenschaft in das Vortragsprogramm integriert und so der Austausch zwischen Forschung, Technologieanbietern und industriellen Anwendern gestärkt. Für René Brugger, Präsident von SwissT. Net, war die all about Automation in Zürich eindeutig ein Erfolg. Er hebt vor: «Viele Ausstellende, viele Besucherinnen und Besucher und vor allem gute Gespräche. Das zeigt für mich einmal mehr, dass das Messeformat nichts von seiner Bedeutung verloren hat. Persönlicher Austausch, neue Impulse und ein starkes Netzwerk bleiben gerade für unsere Industrie zentral. Die all about automation bringt die richtigen Leute zusammen und leistet damit auch einen konkreten Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Werkplatzes Schweiz.» Die Sektion Robotik des SwissT.net war erstmals mit einem Gemeinschaftsstand vertreten. Ein weiterer Gemeinschaftsstand wurde von swiss mechatronics gestaltet.

Das Messeduo bestätigte seine Position als wichtiger Treffpunkt für die Schweizer Industrie. Die all about automation brachte Anwender und Anbieter aus den Bereichen Automation, Robotik und Digitalisierung zusammen. Die maintenance Schweiz ergänzte das Angebot mit Lösungen für industrielle Instandhaltung, Anlagenverfügbarkeit und effiziente Produktionsprozesse. Für die Besucher entstand so ein breites und zugleich kompaktes Informationsangebot entlang zentraler Herausforderungen der industriellen Produktion. Tanja Waglöhner, COO Easyfairs für die DACH-Region und Italien, resümiert: «Besonders erfreulich ist für uns neben der Tatsache dass mehr Fachbesuchende zur Messe gekommen sind, auch die hohe Qualität der Gespräche an den Ständen. Die Kombination aus Automation und Instandhaltung schafft wertvolle Synergien und hat sich erneut bewährt».

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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