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Undichte Verpackungen sind nach wie vor einer der Hauptgründe für die Rückgabe von Waren durch Einzelhändler. Während Fleischverarbeiter nach nachhaltigeren Verpackungsoptionen suchen, bleiben eine effektive Versiegelung der Schalen und die Lecksuche ein wichtiger Faktor für Unternehmen, die auf bewährte Schutzgasverpackungen (MAP) setzen. Tara O’Connor, Produktmanagerin für Schalenversiegelungsmaschinen (Tray Sealer) bei Ishida Europe (Bild rechts), erläuterte Massnahmen, mit denen sich die Ausfallrate von Verpackungen reduzieren lässt, auf der IFFA 2025 in Frankfurt a. M. In der Schweiz wird Ishida durch die ITECH AG vertreten.

Viele Einzelhandelsunternehmen verfolgen das Ziel, ihre Fleischwaren verstärkt in nachhaltigen Verpackungsmaterialien anzubieten. Monomaterial-Verpackungen lassen sich besser recyceln, und bei Vakuum-Skin-Verpackungen kommt man mit einer geringeren Kunststoffmenge aus, ohne die Haltbarkeit zu beeinträchtigen. Aktuell gilt aber das Verpacken unter Schutzgas (Modified Atmosphere Packaging/ MAP) weiterhin als die beste Option für viele Produkte, bei denen Frische und verlängerte Haltbarkeit wichtige und von Verbraucher gewünschte Eigenschaften sind. Die Gründe dafür sind offensichtlich. Im Vergleich zur Vakuum-Skin-Technologie kosten MAP-Verpackungen in der Regel weniger. Das ist vor allem bei preiswerteren Fleischwaren ein Faktor. Ausserdem wirkt die Produktpäsentation in schutzgasverpackten Einheiten attraktiver – zumal die Verbraucher es gewohnt sind, Fleischwaren in Trays mit Folienabdeckungen zu sehen.

Wirksam versiegeln

Welchen Weg sowohl die Fleischverarbeiter als auch die Einzelhändler einschlagen werden, ist zurzeit offen: Wird es einen höheren Anteil an Fleischprodukten in Skinverpackungen geben oder bleibt der Einzelhandel bei MAP? In jedem Fall müssen Fleischverarbeiter sicherstellen, dass ihre MAP-Verpackungen wirksam versiegelt sind und die Produkte nicht zu früh verderben. Tara O’Connor warnt: «Die Ablehnung der Ware durch den Einzelhandel hätte nicht nur finanzielle Einbussen, sondern auch Reputationsschäden zur Folge.»

Zukunftssichere Lösung mit neuen Traysealern

Vor diesem Hintergrund sollten sich die Entscheider in Fleischverarbeitungsbetrieben damit beschäftigen, wie sie die Leckagefreiheit bzw. Versiegelungsintegrität ihrer MAP-Verpackungen sicherstellen, ohne die Produktivität des Verarbeitungsprozesses zu beeinträchtigen. Diese Aufgabe stellt sich auch deshalb, weil neue Generationen von Traysealern ausserordentlich zuverlässig und hoch produktiv sind. Damit bieten sie eine sehr gute und zukunftssichere Lösung für die aktuellen und künftigen Herausforderungen in Bezug auf Kostensteigerungen, Leistung, Betriebseffizienz und Nachhaltigkeit. Der neueste Traysealer QX-800 von Ishida kann beispielsweise MAP-Verpackungen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 17 Zyklen pro Minute verarbeiten. Das ist ein hoher Durchsatz. Darüber hinaus verfügt er über ein sehr wirkungsvolles mechanisches Versiegelungssystem, das Versiegelungen in reproduzierbarer Qualität gewährleistet. Das patentierte Tray-Transfersystem minimiert das Risiko von Produktverlust beim Transport der Trays durch die Maschine. Aus Sicht der Fleischverarbeiter ist auch die Flexibilität der QX-800 ein grosser Vorteil: Sie kann unterschiedliche Formate verarbeiten und dabei von MAP- auf Skin-Verpackungen umstellen. Der Anwender kann also alternative Verpackungstechnologien einsetzen, ohne in neue Maschinen und Produktionsflächen investieren zu müssen.

Mikroleckagen vermeidbar

Ein weiterer Aspekt, der für die weitere Verwendung von MAP-Verpackungen spricht, ist eine praxisgerechte Technologie zur Beseitigung einer seit langem bekannten Schwachstelle. Durch mikroskopisch kleine, mit blossem Auge nicht zu entdeckenden Mikroleckagen in Folien und Verpackungen können die im MAP-Prozess verwendeten Gase entweichen und die Produktintegrität beeinträchtigen. Diese Undichtigkeiten sind so klein, dass die entsprechenden Verpackungen teilweise sogar einen Bersttest bestehen, bei dem sie hohem Luftdruck ausgesetzt werden, um Schwachstellen zu identifizieren. Die üblichen und bekannten Massnahmen zur besseren Erkennung der Mikrolecks sind einfach, aber auch fehleranfällig und personalintensiv. Ein Mitarbeiter kann die Verpackung zusammendrücken, um zu fühlen, ob Luft entweicht. Oder die Verpackungen werden manuell in ein Wasserbad getaucht und auf Gasblasen untersucht.

Präzise Leckageprüfungmit AirScan

Die Integration einer zuverlässigen In-line-Leckageerkennung für MAP-Anwendungen bietet eine echte und deutlich bessere Alternative zu den genannten Verfahren. Ein solches Verfahren hat Ishida mit dem AirScan-Leckagesystem entwickelt. Es kann bis zu 160 Verpackungen pro Minute prüfen und CO2-Leckagen aus Öffnungen von nur 0,5 mm erkennen. Das Konzept: Auf die Verpackung wird leichter Druck ausgeübt. Mit einem Lasersensor erkennt der AirScan austretendes CO2 als Bestandteil der Schutzatmosphäre und veranlasst das Ausschleusen der entsprechenden Verpackungen. So können Fleischverarbeiter ihren Durchsatz steigern und zugleich die Integrität der Verpackung einem 100-prozentigenTest unterziehen – ohne menschliches Eingreifen.

Wenn Anforderungen ändern

Die von Einzelhändlern vorangetriebene Forderung nach nachhaltiger Verpackung ist sicherlich richtig. Dabei können und werden MAP-Verpackungen weiterhin eine Rolle spielen. Denn Fleischverarbeiter können diese bewährte Best Practice-Technologie nutzen, indem sie das Verschliessen der Trays mit einer Inline-Leckageerkennung kombinieren. Die MAP-Ausfallraten sowie deren finanzielle und rufschädigende Auswirkungen werden so reduziert – und gleichzeitig Fleischprodukte mit langer Haltbarkeit in einer sicheren und optisch ansprechenden Verpackung hergestellt. Moderne Maschinen wie der AirScan und die QX-800 von Ishida können somit dazu beitragen, die Versiegelungsintegrität auch unter sich ändernden Wünschen und Anforderungen in Bezug auf Produktsicherheit, Nachhaltigkeit und regulatorische Bedingungen zu erfüllen.

 

 


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Der Verband Intralogistik Schweiz (ILS) zählt heute 176 Mitgliedsunternehmen. 20 von ihnen sind Neumitglieder im Jahr 2025: Das ist ein neuer Rekord. Laut Verbandspräsident Peter Spycher gewinnt die Intralogistik für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft massiv an Bedeutung. Viele Unternehmen haben in den letzten Jahren stark in die Optimierung ihrer Supply-Chain investiert, jedoch die internen Material- und Informationsflüsse häufig kaum hinterfragt. Hier liege ein enormes, bisher ungenutztes Potenzial: Bereits mit vergleichsweise kleinen Investitionen lassen sich deutliche Produktivitätssteigerungen erzielen.

Wenn man bedenkt, dass sich die weltweite Roboterproduktion jährlich verdoppelt, wird sichtbar, wie tiefgreifend die Veränderungen in den nächsten Jahren ausfallen werden. Der Fachkräftemangel sei zwar ein allgegenwärtiges Thema, dennoch sieht Spycher in vielen Unternehmen zu wenig langfristiges Denken: «In zehn Jahren wird unsere Arbeitswelt fundamental anders aussehen – und wir werden nicht nur in der Produktion und Logistik, sondern auch im Dienstleistungssektor in weit höherem Mass automatisieren müssen. Woher all die benötigten Ingenieure und Fachkräfte kommen sollen, ist bislang ungelöst und stellt ein gesellschaftliches Schlüsselproblem dar.» Künstliche Intelligenz wird uns laut Spycher bei dieser Transformation unterstützen und neue Lösungen ermöglichen, die wir uns heute kaum vorstellen können. Doch KI sei kein Allheilmittel. Entscheidend sei, dass Unternehmen schon heute beginnen, ihre Prozesse ganzheitlich zu hinterfragen und strategisch auf eine automatisierte Zukunft hinzuarbeiten.

Peter Spycher sieht die Schweiz im internationalen Vergleich gut positioniert. Unsere Stärke liege in der engen Verzahnung von Mechanik, Software und Robotik – ein Zusammenspiel, das in dieser Form kaum anderswo zu finden sei. «Mit Institutionen wie der ETH verfügen wir zudem über einen hochleistungsfähigen Technologiecluster.» Dieser treibe Roboterinnovationen in der Branche entscheidend voran.

Herausforderung Fachkräftemangel

Die eigentliche Herausforderung bestehe jedoch nicht allein in der Technologie, sondern im Fachkräftemangel. Der Nachwuchs in technischen Berufen nimmt ab und es ist absehbar, dass weniger junge Menschen in diese Felder nachrücken werden. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Dienstleistungen stark an. Branchen wie Pflege, Unterhaltung, Gastronomie und Hotellerie werden künftig verstärkt von einer älter werdenden, finanziell gut aufgestellten Bevölkerung nachgefragt. Das wachsende Vermögen ermöglicht vielen Menschen einen früheren Rückzug aus dem Erwerbsleben, was den Druck auf den Arbeitsmarkt zusätzlich erhöht.

Für die Intralogistik bedeutet das: Automatisierung und innovative Technologien sind unerlässlich, um die entstehende Arbeitskräftelücke zu schliessen und die hohe «made in Switzerland»-Qualität zu bewahren. Doch technologische Exzellenz allein genügt nicht. Wir müssen gleichzeitig sicherstellen, dass genügend Fachkräfte ausgebildet werden, um diese Systeme zu entwickeln, zu implementieren und zu betreiben. Nur die Kombination aus technologischer Innovationskraft und gezielter Talentförderung wird es der Schweiz ermöglichen, ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung und Automatisierung werden die Berufe im Logistikumfeld anspruchsvoller und dynamischer. Genau das macht sie für junge Talente besonders spannend – vorausgesetzt, wir zeigen ihnen die Entwicklungspfade auf und machen die Vielfalt dieser Berufswelt erlebbar. Sichtbarkeit ist der Schlüssel: Berufsmeisterschaften wie die «SwissSkills», aber auch Fachmessen und praxisnahe Ausbildungsformate tragen wesentlich dazu bei, Interesse zu wecken und Talente langfristig für die Intralogistik zu begeistern.

Nachwuchsförderung am ILS-Stand der Fachmesse «LOGISTICS & AUTOMATION» in Bern

Die Intralogistik-Branche zeigt bereits heute eine starke Geschlossenheit: Am gemeinsamen ILS-Stand an der Fachmesse «LOGISTICS & AUTOMATION» in Bern präsentieren sich im Januar 20 Firmen, die trotz teilweise direkter Konkurrenz gemeinsame Interessen verfolgen. Das Bild von Sara Barth (rechts) zeig, wie intensiv der Meinungsaustausch auf diesem Gemeinschaftsstand im Jahr 2023 war: Er zeigte diese Kooperation als einen Baustein der Nachwuchsförderung, die sichtbar macht, wie vielfältig, modern und zukunftsorientiert die Intralogistik ist. Peter Spycher betont: «Am ILS-Stand setzen wir in Bern gezielt zusätzliche Akzente. Mit dem Stand-up-Panel zur Studienfahrt bieten wir einen lebendigen Einblick in die Innovationskraft der Branche und in der Kommunikationsecke mit Kaffee entsteht ein Ort für Austausch zwischen Fachleuten, jungen Talenten und Ausbildungsbetrieben. Ein zentraler Punkt ist zudem, dass wir alle Mitglieder aktiv auffordern, sich klar als Ausbildungsbetriebe zu kennzeichnen. Dazu werden wir alle mit einem Flyer anschreiben. Nur wenn sichtbar wird, wo junge Menschen einsteigen können, erhöhen wir langfristig die Attraktivität der Branche und schaffen echte Orientierung für die nächste Generation.»

 


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Im Rahmen der jüngsten Aufsichtsratssitzung der KNAPP AG wurde der Vorsitz an die nächste Generation der Gründerfamilie übergeben. Dr. Herbert Knapp und Dr. Günter Knapp, die seit der Gründung des Aufsichtsrats im Jahr 2009 die Verantwortung für dessen Vorsitz bzw. die Stellvertretung im Aufsichtsrat getragen haben, übergeben diese Funktionen nun an die nächste Generation der Gründerfamilie. Beide bleiben dem Unternehmen weiterhin auch als Mitglieder des Aufsichtsrats verbunden.

Mit Mag. Tanja Knapp und Sigrid Hofmann übernehmen zwei Enkelinnen des Firmengründers Ing. Günter Knapp die Leitung des Aufsichtsrats. Beide sind Teil des Gremiums – Tanja Knapp seit 2012, Sigrid Hofmann seit 2015 – und haben sich über viele Jahre hinweg in ihre neuen Rollen hineinentwickelt. «Meine Familie ist nun bereits in der vierten Generation mit dem Unternehmen verbunden. Es ist also in einem gewissen Sinn über die Jahrzehnte Teil unserer Genetik geworden», so Sigrid Hofmann. Mit dem aktuellen Wechsel im Aufsichtsratsvorsitz bleibt die KNAPP AG ihrem Selbstverständnis treu: Ein aktives Familienunternehmen, das in Generationen denkt und handelt. Mag. Tanja Knapp ergänzt: «Wir übernehmen Verantwortung in einer Zeit, in der Verlässlichkeit und langfristiges Denken wichtiger sind denn je. Unser Ziel ist es, die Werte unserer Familie und gleichzeitig den Blick nach vorne zu bewahren.» Das Bild zeigt v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Günter Knapp, Sigrid Hofmann, HR Dr. Herbert Knapp, Mag. Tanja Knapp.

Familienunternehmen mit Weitblick und Stabilität

Die KNAPP AG wurde 1952 von Ing. Günter Knapp gegründet. Seine Söhne Herbert und Günter Knapp standen ihm stets beratend zur Seite und übernahmen nach seinem Ableben 1989 die Verantwortung für die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Seit 2009 firmiert das Unternehmen offiziell als Aktiengesellschaft. Im Jahr 2018 wurde die Beteiligung der japanischen Daifuku Co., Ltd. von den Familien Knapp und Bartenstein übernommen. Seither halten die Familie Knapp 71,6 Prozent und die Familie Bartenstein 28,4 Prozent der Unternehmensanteile – eine stabile Eigentümerstruktur, die das Fundament für langfristige Partnerschaft und strategische Kontinuität bildet. Die Eigentümerfamilien konzentrieren sich seither auf ihre Rolle als strategischer Impulsgeber und Wahrer der Unternehmenswerte. Mit der neuen Besetzung im Aufsichtsratsvorsitz setzt die KNAPP AG ein klares Zeichen: Die Verantwortung bleibt in Familienhand – mit einem starken Fundament aus Erfahrung, Vertrauen und dem Anspruch, auch in Zukunft Stabilität und Beständigkeit zu sichern.

Operative Führung mit Erfolg

Seit der Übergabe durch den Gründer im Jahr 2012 setzt die Familie auf ein externes, eingespieltes Managementteam zur operativen Führung – eine Entscheidung, die sich als zukunftsweisend erwiesen hat (v.l.n.r.): Bernhard Rottenbücher (Executive Vice President), COO Franz Mathi, Heimo Robosch (Executive Vice President), CFO Christian Grabner, CEO Gerald Hofer). Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Österreich bietet Gesamtlösungen zur Automatisierung und Digitalisierung von Produktion über Distribution bis zum Point-of-Sale. Die Schweizer Niederlassung KNAPP Logistiksysteme GmbH ist in Urtenen-Schönbühl ansässig. Mit  langfristiger Partnerschaft steht KNAPP hinter dem Erfolg seiner Kunden aus den Bereichen Healthcare, Retail, Food Retail, Fashion, Wholesale und Industry. Mit weltweit 3’877 Installationen und einer Exportquote von über 98 Prozent zählt die Unternehmensgruppe heute zu den international führenden Anbieterinnen von Intralogistiklösungen. Sie beschäftigt mittlerweile rund 8’300 Mitarbeitende – davon 4’300 in Österreich – und erzielte im Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatz von 1,98 Mrd. Euro.


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Friedrich PICARD GmbH & Co. KG investiert in die Zukunft seiner Intralogistik. Mit einer hochmodernen Automatisierungslösung von KNAPP Logistikysteme GmbH steigert das auf Wälzlager und Lineartechnik spezialisierte weltweit tätige Handelsunternehmen seine Lieferperformance und erweitert seinen Standort in Bochum um neue Logistik- und Bürogebäude. Die massgeschneiderte Automatisierungslösung von KNAPP ermöglicht effizientere Prozesse und bietet mehr Lagerkapazität. PICARD beliefert Kunden in über 100 Ländern. Die jüngsten Investitionen in Infrastruktur und innovative Technologien stärken den Wachstumskurs und die Marktposition des Unternehmens.

 «Gemeinsam mit unserem Partner KNAPP haben wir eine zukunftsweisende Lösung realisiert, die nicht nur exakt auf unsere Anforderungen zugeschnitten ist, sondern auch den Grundstein für unser Wachstum und unsere Leistungsfähigkeit in den kommenden Jahren legt», erklärt Markus Haeser, Head of Logistics bei PICARD. Neben der technischen Infrastruktur wurde auch in die Menschen hinter den Prozessen investiert: Neue Büroflächen, ein firmeneigenes Fitnessstudio und grosszügige Sozialräume schaffen ein modernes Arbeitsumfeld,

Automatisierung mit Weitblick

PICARD verfügte bereits vor der Einführung der neuen Automatisierungslösung über eine leistungsfähige Logistikstruktur, die sich über mehrere Hallen erstreckte und durch etablierte Prozesse geprägt war. Dennoch stellten die komplexe Lagerarchitektur und die teilweise noch nicht automatisierte Kommissionierung Herausforderungen dar – insbesondere in Bezug auf Laufwege und ergonomische Belastung. Um die bestehende Stärke weiter auszubauen und den gestiegenen Anforderungen im Versand und in der Kundenbelieferung noch flexibler begegnen zu können, entschied sich PICARD für eine gezielte Modernisierung: Prozesse sollten durch den Einsatz innovativer Technologien nachhaltig optimiert und zusätzliche Potenziale in Effizienz, Ergonomie und Skalierbarkeit erschlossen werden.

Neue Ware-zu-Person-Arbeitsplätze

Kernstück der neuen Anlage ist das KNAPP Evo Shuttle 1D – ein hochdichtes, automatisches Kleinteilelager mit 58‘000 Behälterstellplätzen auf 42 Ebenen (Bild links). Pro Regalebene und -gasse ist ein Shuttle im Einsatz und bedient die Stellplätze in diesem Bereich. Dies erlaubt schnellste Fulfillment-Zeiten und maximalen Durchsatz im Lager. Entsprechend der Auftragsdaten von PICARD stellt das Evo Shuttle die auftragsrelevanten Behälter automatisch an den fünf ergonomischen Pick-it-Easy Kommissionierstationen für eine effiziente und fehlerfreie Auftragsbearbeitung bereit (Bild rechts). Die Umstellung vom klassischen «Person-zu-Ware»-Prinzip hin zur neuen «Ware-zu-Person»-Arbeitsplätzen reduziert Laufwege, steigert die Pickleistung und verbessert die Arbeitsbedingungen spürbar. Der Automatisierungsgrad wurde von KNAPP exakt auf die Anforderungen von PICARD abgestimmt – mit dem Ziel, maximale Leistung bei minimaler Komplexität zu erreichen. Die intelligente Steuerung übernimmt die Logistiksoftware KiSoft One, die alle Prozesse, Technologien und Mitarbeitenden im Lager vernetzt. Ergänzt durch KiSoft SCADA und KiSoft Analytics entsteht ein durchgängiges System mit Echtzeit-Transparenz und maximaler Reaktionsfähigkeit – ein entscheidender Vorteil in einem Markt, der keine Verzögerungen verzeiht.

Partnerschaft auf Augenhöhe

Die Zusammenarbeit zwischen PICARD und KNAPP begann 2022 bei der deutschen Niederlassung der KNAPP AG in Heusenstamm. Durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit konnte ein optimal passendes Konzept identifiziert und erfolgreich umgesetzt werden. Mit der neuen Anlage setzt PICARD ein starkes Zeichen für Innovation, Effizienz und Kundennähe – und zeigt, wie Automatisierung zum Schlüssel für nachhaltigen Erfolg im technischen Handel werden kann.

 

 


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Von 15. bis 19. September 2025 war München Schauplatz für Innovationen und Zukunftsprojekte der internationalen Getränke- und Liquid-Food-Industrie. Die drinktec 2025 zählte während der fünf Messetage insgesamt 58’281 meist zufriedene Besucher aus 164 Ländern. Sie verliessen München mit wertvollen Impulsen für die zukünftigen Produktkonzepte, Geschäftsstrategien und technischen Lösungen.

Rund 30 Prozent der Besucher kamen aus Deutschland, 40 Prozent aus Europa und die restlichen 30 Prozent aus den weiteren Weltregionen. Auch in dieser Auflage der drinktec waren wieder Entscheider der Top-20 Getränkekonzerne weltweit vertreten. Diese grossen Player im Markt nutzten die drinktec einmal mehr als Gelegenheit, ihren Informationsbedarf zur Getränke- und Liquid-Food-Produktion der Zukunft mit zahlreichen Fachleuten zu decken. Daneben war die drinktec auch diesmal für die zahlreichen mittelständischen Hersteller aus der ganzen Welt die Basis für ihre Investitionsentscheidungen.

Internationale Aussteller präsent

1’117 Aussteller aus 68 Ländern präsentierten auf 74’000 m² Nettofläche ihre Lösungen zu der kompletten Wertschöpfungskette der Getränke- und Liquid-Food-Herstellung. Ganz besonders im Fokus standen Modernisierungsprojekte, Prozessoptimierungs- und Digitalisierungsaufgaben sowie die Strategien zur Entwicklung neuer Getränkekonzepte auf der Basis neuer Zutaten, Produktrezepturen und Herstellungsverfahren. Für zahlreiche Aussteller – darunter auch Schweizer Unternehmen – war die drinktec erneut die Bühne für die Vorstellung neuer Produktkonzepte. Mit dem Innovation Guide konnten die Besucher vor Ort die Zieladressen für Produktinnovation in den Hallen lokalisieren.

Networking Fläche Liquidrome stark frequentiert

Neu im Portfolio war die interaktive Networking- und Austauschfläche Liquidrome. Mit den zahlreichen Angeboten auf dieser Fläche startete die drinktec ein neues Dialogformat. Expertenvorträge, Diskussionsrunden und Keynote-Vorträge zu den Zukunftsthemen der Branche boten zahlreichen Besuchern neue Impulse. Das Interesse an den Zukunftsthemen der Getränkeindustrie war auf der Messe deutlich spürbar. Das Liquidrome mit seinem Vortragsprogramm und Diskussionen war eine stark frequentierte Plattform für den Austausch der Experten. Mit der weiter ausgebauten Startup-Fläche und insgesamt 20 nationalen und internationalen Startups zeigte sich auf dieser drinktec, dass die Getränke- und Liquid-Food-Branche ein gutes Pflaster für innovative Produkt- und Lösungsansätze ist.

Die nächste drinktec findet vom 11. bis 15. September 2028 in München statt.



Der Hebel für mehr Geschwindigkeit und Flexibilität in der Verpackungsindustrie sind leistungsstarke Maschinen mit modernen Automatisierungskomponenten. Die WOLF Verpackungsmaschinen GmbH hat ihre vertikalen Schlauchbeutelmaschinen mit Lösungen aus dem Automatisierungsbaukasten ctrlX AUTOMATION von Bosch Rexroth ausgestattet und profitiert von der einfachen Implementierung, der Lieferperformance des Anbieters sowie einer schnellen Time-to-Market.

Die WOLF Verpackungsmaschinen GmbH ist Hersteller vertikaler Schlauchbeutelmaschinen. Weltweit über 4’000 installierte Maschinen bieten Unternehmen Lösungen für die effiziente Verpackung von Produkten von 5 g bis 10 kg. Die Maschinen verpacken eine breite Palette von Produkten – von Nahrungsmitteln wie Chips bis hin zu chemischen und pharmazeutischen Produkten. Kunden von WOLF sind überwiegend mittlere und grosse Produzenten aus dem FMCG-Bereich.

«Unsere Aufträge sind oft mit einer harten Timeline versehen, da die Maschinen in der Regel nur in kurzen Zeitslots in die Linien integriert werden. Während der Corona-Pandemie kam es zu erheblichen Engpässen bei der Verfügbarkeit von Standardkomponenten. Das veranlasste uns dazu, einen neuen Anbieter zu suchen, der einerseits eine sehr hohe Lieferfähigkeit – auch unabhängig von globalen Lieferkettenproblemen – sicherstellen kann und andererseits den Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit unserer Maschinen bietet. Auf beides hatte Bosch Rexroth eine Antwort», erklärt Arno Wördemann, Sales bei WOLF Verpackungsmaschinen GmbH.

Moderne Automatisierung muss flexibel und skalierbar sein

Tobias Gerhard, Senior Business Development Manager Consumer Goods im Vertrieb Europa Mitte bei Bosch Rexroth erklärt, worauf es heute bei der Automatisierung ankommt: «Verpackungsmaschinen müssen immer mehr leisten und vor allem effizienter, aber auch anpassbar werden. Steigende Individualität bedeutet mehr Aufwand. Gefragt ist aber gleichzeitig eine immer höhere Produktivität. Der Schlüssel, um auf diese Anforderungen reagieren zu können, ist eine flexibel anpassbare, skalierbare Automatisierung. Der Automatisierungsbaukasten ctrlX AUTOMATION ist darauf ausgelegt, die nötige Agilität in der hochdynamischen Branche zu ermöglichen.»

ctrlX AUTOMATION umfasst alle benötigten Komponenten für komplette Automatisierungslösungen – von Steuerungen, I/Os, IPCs und HMIs über umfangreichste Software-Funktionalitäten bis hin zu Motion- und Antriebslösungen. Die Partnerwelt ctrlX World erweitert den Lösungsraum kontinuierlich um Hardware und insbesondere Apps. Das Fundament bildet das Linux-basierte Betriebssystem ctrlX OS und das damit verbundene Ökosystem. Endanwendern eröffnet sie eine umfassende Lösungsvielfalt, modular und skalierbar für verschiedenste Anwendungsfälle.

Automatisierungskomponenten in nur drei Wochen eingeführt

Zum Einsatz kommen bei WOLF die Industriesteuerung ctrlX CORE mit integrierter Bewegungssteuerung (ctrlX MOTION), die kompakten Servoregler ctrlX DRIVE, die ctrlX I/O Module mit Schnittstellenvielfalt zur Kommunikation sowie die Sicherheitssteuerung ctrlX SAFETY. Alle Komponenten wurden nahtlos in die bestehende Infrastruktur bei WOLF integriert.

«Die Implementierung der Lösung erfolgte im laufenden Betrieb und dauerte etwa drei Wochen. Aufgrund der Komplexität der Umstellung hatten wir bewusst einen grösseren Puffer eingeplant. Für die erfolgreiche Implementierung waren sowohl mechanische als auch programmiertechnische Voraussetzungen zu erfüllen. Die Lösung musste vollständig mit unserem Standardcode kompatibel sein und eine reibungslose Integration in unsere bestehenden mechanischen Systeme gewährleisten. All das hat hervorragend funktioniert», fasst Wördemann zusammen.

Kompakt und einfach – schnelle Time-to-Market

Die Modernisierung der vertikalen Schlauchbeutelmaschinen bringt für WOLF entscheidende Vorteile. Ein grosses Plus ist die Kompaktheit. Die Baugrösse der Servoantriebe ctrlX DRIVE fällt deutlich kleiner aus als die bis dato standardmässig eingesetzte Lösung.

Arno Wördemann erklärt: «Die Kompaktheit des ctrlX DRIVE reduziert den benötigten Schaltschrankplatz signifikant, während die Einkabelanschlusstechnik des MS2N-Servomotors den Verkabelungsaufwand minimiert. Zudem hat sich das webbasierte und wizzardgestützte Engineering der Steuerung ctrlX CORE mit integrierter Bewegungssteuerung denkbar einfach gestaltet. ctrlX MOTION ist einfach und intuitiv zu programmieren. Bosch Rexroth hat dabei unkompliziert Engineering-Support geleistet und uns dazu befähigt, die Maschine innerhalb kürzester Zeit zu realisieren.»

WOLF profitiert von einer schnellen Time-to-Market und der Lieferperformance von Bosch Rexroth: Die hohe Verfügbarkeit der Komponenten gewährleistet eine kontinuierliche Produktionsfähigkeit. «Dass wir Bosch Rexroth als Partner gefunden haben, ist für uns ein Segen. Denn dadurch konnten wir einen sehr wichtigen Auftrag sichern, der vermutlich sonst nicht realisierbar gewesen wäre», sagt Wördemann.

Bosch Rexroth bietet WOLF zudem einen umfangreichen Service – von der Unterstützung in der Planungsphase bis zur erfolgreichen Implementierung und darüber hinaus. Die schnelle und kompetente Unterstützung erleichterte die Einführung der neuen Lösung erheblich und trug zu einer reibungslosen Umsetzung bei.

Grundstein für (zukunfts)sichere Produktion

WOLF hat den Grundstein für eine zukunftssichere Produktion gelegt – und zwar in zweifacher Hinsicht. Zum einen ist das Linux-basierte Betriebssystem ctrlX OS der eingesetzten Steuerung ctrlX CORE «Secure-by-Design» und «Secure-by-Default« konzipiert und auf die Anforderungen des Cyber Resilience Act (CRA) vorbereitet. Zum anderen kann der Hersteller jetzt Verpackungsmaschinen anbieten, die seine Kunden dazu befähigen, Anforderungen an Individualisierung, Schnelligkeit und Flexibilität in der FMCG-Branche zu erfüllen. Damit gewinnt WOLF als mittelständisches Unternehmen einen echten Wettbewerbsvorteil. Erweiterungen der Automatisierungslösung sind bereits in Planung. Die Bosch Rexroth Schweiz AG hat ihren Sitz in Buttikon.


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Die BVS Packaging Group AG, zu der die Firmen BVS Verpackungs-Systeme AG, Urdorf, BVS-Verpackungs-Systeme GmbH an den Standorten in Erzingen (DE), Memmingerberg (DE) und Ansfelden (AT) sowie die Inpalo GmbH in Erzingen (DE) gehören, hat eine strategische Partnerschaft mit der Packaging Group AG mit Sitz in Zug geschlossen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurden rückwirkend zum 1. Januar 2025 wesentliche Aktienanteile der BVS an die Packaging Group übertragen.

Ziel der Partnerschaft ist es, eine nachhaltige Nachfolgelösung für die BVS-Gruppe im Sinne des Inhabers Livio Marchioni zu schaffen und die langfristige Weiterentwicklung des Unternehmens durch eine starke unternehmerische Allianz zu gewährleisten. Die Standorte in der Schweiz, Deutschland und Österreich bleiben unter der bisherigen Führung bestehen.

Livio Marchioni (links im Bild) wird auch weiterhin als CEO und Verwaltungsratspräsident tätig sein und bleibt auch in Zukunft als Aktionär an der Gruppe beteiligt. Er zieht zudem in den Verwaltungsrat der Packaging Group AG ein. Durch den Zusammenschluss mit den Tochtergesellschaften der Packaging Group AG – darunter Equisa AG, Carlo Volponi SA, Frima Pac AG und Finser Packaging SA – entsteht ein Netzwerk mit gemeinsamen Werten, klarer Kundenorientierung und hoher Fachkompetenz im Verpackungsmarkt. Diese Partnerschaft eröffnet vielfältige Synergiemöglichkeiten in den Bereichen Einkauf, Produktentwicklung, Logistik und Marktpräsenz. Durch die Bündelung von Know-how und Ressourcen wird die Position der Gruppe mit nun 160 Mitarbeitenden an 12 Standorten im DACH-Raum gestärkt. Zudem ist es möglich, den Kunden ein noch umfassenderes Leistungs- und Produktspektrum anzubieten.

Die zur Genico Family Office AG gehörende Packaging Group AG vereint nun sechs Unternehmen aus der Verpackungsbranche, darunter die Equisa AG, die Carlo Volponi SA, die Frima Pac AG, die Finser Packaging SA sowie die neu hinzugekommenen Tochtergesellschaften der BVS Packaging Group AG. CEO und Inhaber Andreas Georgiadis (rechts im Bild) zeigt sich höchst erfreut über den Beitritt der BVS-Gruppe, die nun den grössten Teil der Packaging Group AG ausmacht. Insgesamt sind somit 160 Mitarbeitende an 12 Standorten im DACH-Raum für die Gruppe im Einsatz. Andreas Georgiadis übernimmt zudem ein Mandat im Verwaltungsrat der BVS Packaging Group AG. Vorsitzender der Geschäftsführung bei Packaging Group GmbH ist ab Anfang Juni 2025 Wolfgang Buchkremer. Als neu ernannter CEO bringt er Erfahrung aus über 30 Jahren in der Verpackungsindustrie mit. Vor seinem Wechsel zur Packaging Group war er u.a. bei Elopak, KHS und SIG Combibloc in verschiedensten Positionen tätig. In seiner neuen Position als CEO verfolgt er nun das Ziel, die Wachstumsstrategie der Packaging Group umzusetzen und die Unternehmen FAWEMA, HDG und WOLF weiterhin als verlässliche Partner im globalen Verpackungsmarkt zu positionieren.

 


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Mit starken Anmeldezahlen zeigt sich die drinktec 2025 in guter Form. Über 1’000 Aussteller aus mehr als 50 Ländern werden vom 15. bis 19. September 2025 in München wieder die Trends für die Getränke- und Liquid-Food-Produktion präsentieren. Auf mehr als 73’000 m2 zeigen die Aussteller der kompletten Wertschöpfungskette ihre Kompetenz für alle Aufgaben und Herausforderungen der Branche. Rolf Keller, Geschäftsführer der Dachgesellschaft YONTEX (Foto rechts), betont die Bedeutung der drinktec im Weltmarkt der Getränke- und Liquid-Food-Branche: «Wir sind mit der drinktec ganz eng am Markt und richten diese Messe wieder ganz konsequent auf die Belange der Branche aus.» Das internationale Teilnehmerfeld ist dabei der Markenkern der drinktec. Wie bisher setzt es sich zu rund einem Drittel aus deutschen und zu zwei Dritteln aus internationalen Ausstellern. Mit Blick auf die Besucher heisst das, dass die drinktec für alle Getränke- und Liquid-Food-Hersteller weltweit als ein bevorzugter Messeplatz etabliert ist.

Liquidrome zeigt die Zukunft

Beim Rahmenprogramm gibt es eine Neukonzeption: Im neuen Format «Liquidrome» eine Fläche für Wissensaustausch, Ausstellerpräsentationen und den Austausch mit Wissenschaft und Forschung. Im Liquidrome entsteht die Basis für den Austausch der Zukunft.  Dieses Aktionsareal erweitert das Spektrum der Informationsgewinnung für die Besucher und eröffnet Perspektiven für neue Produktkreationen, die Anwendung innovativer Techniken und Marktstrategien. Das Messeteam sieht eine deutliche Entwicklung im Sektor Ingredients und neue Getränke. Die im Liquidrome integrierte Health Bar präsentiert Ansätze zu Getränken mit Gesundheitsnutzen – ein Getränkesegment, das gemäss den Marktforschern kontinuierlich Marktanteile gewinnt.

Leitthemen in Abstimmung mit VDMA

In enger Abstimmung mit dem ideellen Träger der drinktec, VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen, werden drei Leitthemen die Zukunftsperspektiven aufzeigen:

  • Circularity & Resource Management (Die Vorträge beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven, wie die weltweiten Anforderungen nach sparsamem Wasserverbrauch umgesetzt werden können)
  • Data2Value (Prozesstransparenz und Einbindung von Lösungen, die Machine-Learning- oder KI-Anwendungen integrieren)
  • Lifestyle & Health (u.a. Impulse zu Flavour-Lösungen für alkoholfreies oder alkoholarmes Bier sowie alkoholfreie Weine und fermentierte Getränke).

Internationale Märkte sind vorbereitet

Wie verlautet, absolvierte das Messeteam in Zusammenarbeit mit dem VDMA in den vergangenen Monaten  ein umfangreiches Besuchsprogramm in den internationalen Märkten. Die drinktec Roadshow ist ein bewährtes Format, um im Austausch mit den Multiplikatoren der Weltmärkte die aktuelle Marktsituation zu beleuchten. Mit Stationen in rund 20 Ländern weltweit deckte das drinktec-Team alle Kontinente ab.

 

 


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Die Leitmesse automatica zeigte an vier Tagen vom 24. bis 27. Juni 2025 in München eindrücklich, welche Lösungsansätze intelligente Automation und Robotik für die Herausforderungen der Zukunft bieten. Die Rekordzahl von rund 47’500 Besuchenden aus mehr als 90 Ländern bewunderte die Fortschritte, welche die Automatisierung heute erreicht. Ein breites Rahmenprogramm ergänzte die vielfältigen Exponate der rund 800 Aussteller aus 40 Ländern. Viele Besucher empfanden die vier hochsommerliche Messestage, in denen die durch Künstliche Intelligenz gestützte Robotik, Mittelstands-Automation, Healthtech-Lösungen, mobile Robotik und vernetzte Produktion im Mittelpunkt standen, eindeutig als einen Impulsgeber für eigene Fortschritte.

Mehr als ein Drittel der Besucher aus dem Ausland

Knapp 35 Prozent der Besucher reiste aus dem Ausland an. Zu den Top-Besucherländern nach Deutschland und den Nachbarländern Österreich, Polen und Tschechien gehörte auch die Schweiz. Die Mehrheit der Fachleute lobte die Präsenz der Marktführer und bezeichnete die Atmosphäre auf der Messe als gut bis sehr gut.

Schlüssel für starke Wettbewerbsfähigkeit

Aussteller aus unterschiedlichsten Bereichen zogen am Abschlusstag ein positives Fazit zur automatica 2025. Diese Tatsache zeigt eindrücklich, wie ausgedehnt die Automatisierung ist. Beeindruckend für die Besucher war unter anderem die unglaublich grosse Präsenz von 1’120 Robotern, die auf einer relativ geringen Ausstellungsfläche von sechs Messehallen pausenlos «arbeiteten». Eine positive Messebilanz zieht Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer VDMA Robotik + Automation. «Die automatica 2025 hat gezeigt: Robotik und Automation sind der Schlüssel für starke Wettbewerbsfähigkeit. Mit praxisnahen KI-Lösungen, Automation für den Mittelstand und vernetzter Produktion hat sie ihren globalen Führungsanspruch eindrucksvoll bestätigt: Sie ist der Ort, an dem Weltneuheiten und die Zukunft der Automation Premiere haben.»

Positiv äussert sich aucht Reinhold Gross, CEO der Robotersparte von KUKA. «In diesem Jahr erleben wir ein bemerkenswertes Interesse von Kunden, die bislang noch nicht automatisierten. Für uns war die automatica 2025 daher die ideale Bühne, um zu zeigen, dass ‘making automation easier‘ weit über einen einfachen und intuitiven Zugang zur Robotik hinausgeht.» Dass nicht zuletzt deshalb immer mehr mittelständische Unternehmen automatisieren, sieht auch Martin Bender, Geschäftsführer Bender+Wirth, aus der Perspektive des Anwenders. «Ich schätze den fachlichen Austausch mit den Ausstellern und spüre, dass ich als Vertreter eines KMU auf der automatica absolut richtig bin.» Die Messe inspiriere und motiviere ihn, neue Dinge auszuprobieren und mit der Automatisierung voranzuschreiten. Am Fanuc-Stand konnten Besucher zahlreiche praxisorientierte Automationslösungen sehen, welche mit diversen Partnern und Systemintegratoren entwickelt wurden. In dieser Umgebung zeigte z.B. die Firma Frei Fördertechnik aus Rubigen, wie präzise der Fanuc-Roboter direkt aus einem Behälter auf ein Förderband kommissioniert. Das ist eine Tatsache, die sich ideal in der Lebensmittelverarbeitung und pharmazeutischen Produktion bewährt – wie sich Standbesucher in der Vorführung überzeugt haben. Viel Interesse weckte auf der Messe die Vorstellug der neuen Generation seines Humanoiden durch Neura Robotics. David Reger, Gründer und CEO des Unterehmens, sagte: «Die Messe hat es uns ermöglicht, zehntausenden Menschen unsere Vision und Produkte zu präsentieren. Wir fühlen uns geehrt von der unglaublich positiven Resonanz an den mehr als 60 Robotern von Neura.»

 

 

 

 


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Für Gerhard Schubert GmbH stand die erste automatica-Teilnahme im Zeichen einer wegweisenden, selbst entwickelten Technologie: Der autonom arbeitende Cobot tog.519 veranschaulichte eindrucksvoll, wie sich hohe Flexibilität und Leistung dank vollintegriertem System vereinen lassen. Mit der präsentierten Maschine gelang Schubert eine technologisch bedeutsame Ingenieursleistung für Pick-and-Place-Anwendungen.

Der Cobot pickt mit bis zu 90 Takten pro Minute Produkte so schnell wie kein anderer. Das Konzept dieser Anwendung integriert Robotik und Bildverarbeitung nahtlos in ein Gesamtsystem. Die Beutel mit dem Snack wurden von der Maschine äusserst behutsam in die Schachteln gelegt. Gleich zwei Cobots des Typs tog.519 führten am Messestand mehrere Anwendungsszenarien für Lebensmittel und Kosmetik aus.

Selbst unsortierte Objekte konnte der Cobot aus der Unordnung picken und eindrucksvoll in bewegte Trays platzieren. Dank KI-basierter Bilderkennung «erkannte» er auf der Messe unterschiedliche Objekte. Beispielsweise das komplexe Aufrichten und Abstellen von leeren Flaschen in Pucks übernahm er dank durchdachter Vision-Technologie zuverlässig. Die Besucher des Schubert-Standes erkannten es: Das Kamerasystem und der Roboter «kennen sich» und harmonieren miteinander gut, da beide aus gleichem Haus stammen. Dank KI-gestütztem Vision-System entfällt die sonst sehr aufwendige Programmierung der Bilderkennung mittels Algorithmik.

Der tog.519 lässt sich in unterschiedlichen Branchen einsetzen: Ob Backwaren, Kosmetik, Tiernahrung oder technische Artikel wie Klebestifte, die Kameratechnologie ist in der Lage, innerhalb von kürzester Zeit selbständig ein völlig neues Produkt zu identifizieren und dessen Formate zu wechseln. «Test-willige» Besucher konnten ihre selbst mitgebrachte Artikel sogar gleich dem neuen Schubert-System zum Bearbeiten überlassen.



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