Bizerba investiert in Digitalisierung und zusätzlichen Standort

Dezember 15, 202049

Kurz vor dem Jahreswechsel informierte Bizerba über die Vorhaben für 2021. Die Investitionen in Standorte, Strukturen, Digitalisierung und Organisation werden auch in Krisenzeiten konsequent weitergeführt. Neue Produkte und Lösungen kommen schon 2021 auf den Markt und bieten den Kunden des Unternehmens neue Möglichkeiten. Digitalisierung ist ein Thema, das weiter getrieben wird – in Prozessen und Systemen, aber auch konsequent in den Lösungen.

Jüngste Erweiterungen

Im Bau befindet sich derzeit das globale Logistikzentrum am Hauptsitz im süddeutschen Balingen (Bild links). Die Bürobereiche wurden im vergangenen Jahr nach aktuellen Erkenntnissen aus dem New-Work-Bereich modernisiert. In Messkirch – dem Produktionsstandort für Schneidemaschinen – investierte Bizerba erhebliche Mittel in Gebäude, Infrastruktur und Produktionsanlagen. In Bochum modernisierte das Unternehmen die Etikettendruckerei in den Bereichen Druckmaschinen und Anlagen. In Hildesheim wurden die Produktionskapazitäten der Kontrollwaagen nahezu verdoppelt. Die Schweizer Tochtergeselschaft Bizerba Busch AG, die 2019 hundertjährig wurde, verfügt über eine hohe Fertigungstiefe und zählt zu den führenden Unternehmen bei der industriellen Wägetechnik sowie Industrieautomation. Ein Schwerpunkt besteht im Bau massgeschneiderter Abfüllanlagen für Flüssiggüter.

Investition in digitale Transformation und Softwarekompetenz

Neben der Erweiterung der Produktionskapazitäten bleibt die digitale Transformation für Bizerba ein strategisch wichtiges Thema. Das Unternehmen investiert weiter in die konsequente Digitalisierung von Prozessen und in die Modernisierung der IT Infrastruktur, um die Zusammenarbeit über die internationalen Standorte hinweg zu sichern. Schon heute sind Tools zur internationalen Zusammenarbeit im Einsatz, die während der Lockdowns zur Coronazeit enorm dazu beitrugen, dass sich das Geschäft des Unternehmens positiv entwickelt hat. Die bewährten Lösungen beinhalten seit langem neben der Hardware auch Software. «Unsere Kompetenz ist einzigartig am Markt, die Möglichkeiten unserer Software in Verbindung mit unseren Geräten sind enorm vielfältig», sagt Vorstandsvorsitzender, CEO und Gesellschafter Andreas W. Kraut (Bild rechts). Gegenwärtig wird unter dem Namen «Bizerba Software Solutions» ein eigener Software-Bereich aufgebaut.

Neuer Standort in Osteuropa geplant

Aufgrund der positiven Entwicklung und des anhaltenden Wachstums stossen die Produktionskapazitäten an den deutschen Standorten an ihre Grenze. Gleichzeitig kristallisierten sich in den letzten Jahren neue Regionen als klare Wachstumsmärkte heraus. «Osteuropa entfaltet starke Dynamik und ist damit für Bizerba ein strategisch wichtiger Markt», erklärt Kraut. Der zusätzliche Standort werde es Bizerba ermöglichen, auf Handelsrestriktionen zwischen den USA und China flexibler zu reagieren und so zu einer grösseren Unabhängigkeit beim Waren- und Geldfluss beizutragen. Deshalb errichtet das Unternehmen in Osteuropa einen neuen Standort und erweitert so seine Produktionskapazitäten. Die finale Auswahl des Standortes ist für Anfang 2021 geplant, die Produktion im dort neu gebauten Werk soll Ende 2022 beginnen.

 

 

 

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