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Der Verband Intralogistik Schweiz (ILS) zählt heute 176 Mitgliedsunternehmen. 20 von ihnen sind Neumitglieder im Jahr 2025: Das ist ein neuer Rekord. Laut Verbandspräsident Peter Spycher gewinnt die Intralogistik für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft massiv an Bedeutung. Viele Unternehmen haben in den letzten Jahren stark in die Optimierung ihrer Supply-Chain investiert, jedoch die internen Material- und Informationsflüsse häufig kaum hinterfragt. Hier liege ein enormes, bisher ungenutztes Potenzial: Bereits mit vergleichsweise kleinen Investitionen lassen sich deutliche Produktivitätssteigerungen erzielen.

Wenn man bedenkt, dass sich die weltweite Roboterproduktion jährlich verdoppelt, wird sichtbar, wie tiefgreifend die Veränderungen in den nächsten Jahren ausfallen werden. Der Fachkräftemangel sei zwar ein allgegenwärtiges Thema, dennoch sieht Spycher in vielen Unternehmen zu wenig langfristiges Denken: «In zehn Jahren wird unsere Arbeitswelt fundamental anders aussehen – und wir werden nicht nur in der Produktion und Logistik, sondern auch im Dienstleistungssektor in weit höherem Mass automatisieren müssen. Woher all die benötigten Ingenieure und Fachkräfte kommen sollen, ist bislang ungelöst und stellt ein gesellschaftliches Schlüsselproblem dar.» Künstliche Intelligenz wird uns laut Spycher bei dieser Transformation unterstützen und neue Lösungen ermöglichen, die wir uns heute kaum vorstellen können. Doch KI sei kein Allheilmittel. Entscheidend sei, dass Unternehmen schon heute beginnen, ihre Prozesse ganzheitlich zu hinterfragen und strategisch auf eine automatisierte Zukunft hinzuarbeiten.

Peter Spycher sieht die Schweiz im internationalen Vergleich gut positioniert. Unsere Stärke liege in der engen Verzahnung von Mechanik, Software und Robotik – ein Zusammenspiel, das in dieser Form kaum anderswo zu finden sei. «Mit Institutionen wie der ETH verfügen wir zudem über einen hochleistungsfähigen Technologiecluster.» Dieser treibe Roboterinnovationen in der Branche entscheidend voran.

Herausforderung Fachkräftemangel

Die eigentliche Herausforderung bestehe jedoch nicht allein in der Technologie, sondern im Fachkräftemangel. Der Nachwuchs in technischen Berufen nimmt ab und es ist absehbar, dass weniger junge Menschen in diese Felder nachrücken werden. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Dienstleistungen stark an. Branchen wie Pflege, Unterhaltung, Gastronomie und Hotellerie werden künftig verstärkt von einer älter werdenden, finanziell gut aufgestellten Bevölkerung nachgefragt. Das wachsende Vermögen ermöglicht vielen Menschen einen früheren Rückzug aus dem Erwerbsleben, was den Druck auf den Arbeitsmarkt zusätzlich erhöht.

Für die Intralogistik bedeutet das: Automatisierung und innovative Technologien sind unerlässlich, um die entstehende Arbeitskräftelücke zu schliessen und die hohe «made in Switzerland»-Qualität zu bewahren. Doch technologische Exzellenz allein genügt nicht. Wir müssen gleichzeitig sicherstellen, dass genügend Fachkräfte ausgebildet werden, um diese Systeme zu entwickeln, zu implementieren und zu betreiben. Nur die Kombination aus technologischer Innovationskraft und gezielter Talentförderung wird es der Schweiz ermöglichen, ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung und Automatisierung werden die Berufe im Logistikumfeld anspruchsvoller und dynamischer. Genau das macht sie für junge Talente besonders spannend – vorausgesetzt, wir zeigen ihnen die Entwicklungspfade auf und machen die Vielfalt dieser Berufswelt erlebbar. Sichtbarkeit ist der Schlüssel: Berufsmeisterschaften wie die «SwissSkills», aber auch Fachmessen und praxisnahe Ausbildungsformate tragen wesentlich dazu bei, Interesse zu wecken und Talente langfristig für die Intralogistik zu begeistern.

Nachwuchsförderung am ILS-Stand der Fachmesse «LOGISTICS & AUTOMATION» in Bern

Die Intralogistik-Branche zeigt bereits heute eine starke Geschlossenheit: Am gemeinsamen ILS-Stand an der Fachmesse «LOGISTICS & AUTOMATION» in Bern präsentieren sich im Januar 20 Firmen, die trotz teilweise direkter Konkurrenz gemeinsame Interessen verfolgen. Das Bild von Sara Barth (rechts) zeig, wie intensiv der Meinungsaustausch auf diesem Gemeinschaftsstand im Jahr 2023 war: Er zeigte diese Kooperation als einen Baustein der Nachwuchsförderung, die sichtbar macht, wie vielfältig, modern und zukunftsorientiert die Intralogistik ist. Peter Spycher betont: «Am ILS-Stand setzen wir in Bern gezielt zusätzliche Akzente. Mit dem Stand-up-Panel zur Studienfahrt bieten wir einen lebendigen Einblick in die Innovationskraft der Branche und in der Kommunikationsecke mit Kaffee entsteht ein Ort für Austausch zwischen Fachleuten, jungen Talenten und Ausbildungsbetrieben. Ein zentraler Punkt ist zudem, dass wir alle Mitglieder aktiv auffordern, sich klar als Ausbildungsbetriebe zu kennzeichnen. Dazu werden wir alle mit einem Flyer anschreiben. Nur wenn sichtbar wird, wo junge Menschen einsteigen können, erhöhen wir langfristig die Attraktivität der Branche und schaffen echte Orientierung für die nächste Generation.»

 


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Bei den International Bakery Awards 2025 konnte sich die MULTIVAC Group gleich zwei Auszeichnungen sichern: Neben PROGRESSA pastry von FRITSCH, deren hygienisches Design, kombiniert mit der unkomplizierten Zugänglichkeit, schnellen Reinigungszyklen und benutzerfreundlicher Handhabung sich in der Kategorie Bakery Machine of the Year durchsetzte, wurde die Lösung Cooling@Packing von MULTIVAC als Packaging Machine of the Year ausgezeichnet. Diese Technologie kühlt die Produkte direkt beim Verpacken und sorgt so für Frische, Effizienz und längere Haltbarkeit.

Beim Cooling@Packing-System handelt es sich um eine Vakuumtechnologie zur Kühlung von Backwaren, die den Abkühlprozess in eine Tiefziehverpackungsmaschine verlagert. Dadurch können Produkte unmittelbar nach dem Backen verpackt werden, was die Produkthaltbarkeit und Frische steigert. Durch den Einsatz von Cooling@Packing lassen sich Backwaren, wie Baguettes, Brote oder Kekse, direkt aus dem Ofen hygienegerecht mittels Einlegerobotern in die offenen Packungen der Beladestation einer Tiefziehverpackungsmaschine einsetzen. In der Maschine werden sie durch das Vakuumieren der Kammern innerhalb weniger Sekunden von etwa 95 °C auf rund 30 °C heruntergekühlt. Das spart Platz in der Produktion, senkt den Energieverbrauch bei der Kühlung und steigert dank kürzerer Backzeiten die Produktionskapazität. Die neue Lösung lässt sich in MULTIVAC Tiefziehverpackungsmaschinen für das Hochleistungssegment integrieren. In der Schweiz ist der Verpackungsmaschinen-Spezialist unter dem Namen MULTIVAC EXPORT AG bekannt.


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Alle zwei Jahre lädt die Robatech AG Klebstoffhersteller aus der Schweiz und Deutschland zum Wissenstransfer in den Hauptsitz des Internehmens nach Muri ein. Der fachliche Austausch bietet Klebstoff- und Technologieexperten eine wertvolle Plattform und kommt bei den teilnehmenden Spezialisten gut an.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung am 7. November stand die Präsentationen und Vorstellung der neusten Produkte. Die neue Schmelzgerätegeneration mit Alpha, Vision und Easy weckte bei Besuchern grosses Interesse. Ebenso überzeugte die Live-Vorführung des Kaltleimauftrags mit einem Roboter. Der Ausblick auf laufende Weiterentwicklungen bis 2030 machte deutlich, wohin sich die Technologie und Markt in den kommenden Jahren entwickeln werden. Insgesamt lobten die Gäste den gelungenen Mix aus Präsentationen und Live-Demonstrationen. Die Unternehmen, aus denen die Gäste stemmten, sind untereinander zwar Wettbewerber, empfanden den Anlass aber trotzdem als kollegial und lohnend  – ganz im Sinne des Gastgebers, der mit dem Anlass einen für alle gewinnbringenden und persönlichen Wissensaustausch fördert. Im informellen letzten Teil des Programms konnten die Teilnehmenden den Tag mit einem unterhaltsamen Curling-Turnier ausklingen lassen. Viele Besucher betonten, dass sie es sehr schätzten, ihre Ansprechpartner bei Robatech persönlich zu kennen. «Man weiss, wen man kontaktieren muss, wenn ein Projekt ansteht oder wenn Fragen auftauchen – und man bekommt Antworten, so die Rückmeldung. Diese Offenheit und Fairness im Umgang wurden mehrfach hervorgehoben. Mit dem Klebstoffherstellertag 2025 hat Robatech erneut gezeigt, wie wichtig der direkte Dialog mit Partnern und Lieferanten ist – für praxisnahe Innovationen und eine starke Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette im industriellen Klebstoffauftrag.

 

 


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Der global agierende Verpackungsspezialist Schütz GmbH & Co. KGaA wurde mit dem Nachhaltigkeitspreis «Grüne Welle 2025» ausgezeichnet. Der international führende Hersteller von hochwertigen Industrieverpackungen (Intermediate Bulk Container IBC, Kunststoff- und Stahlfässer sowie Kanister) überzeugt mit seinem Engagement für Ressourcenschonung und regionale Wertschöpfung.

Vorreiter der Kreislaufwirtschaft für Industrieverpackungen

Das im Recyclingcenter gewonnene Kunststoffmaterial wird vollständig wiederverwertet. Der aufbereitete Recyclingkunststoff fliesst zu 100 Prozent in Verpackungskomponenten und in die Produktserie Green Layer ein. Durch den Einsatz des hochwertigen Rezyklats werden weitere 35‘000 Tonnen CO₂ pro Jahr vermieden. Der Preisträger ist mit dem Rücknahmesystem «Schütz Ticket Service» ein Vorreiter in der Kreislaufwirtschaft für Industrieverpackungen.

Schnelle Abholung und Rekonditionierung

SCHÜTZ verfügt weltweit über 70 Produktions- und Servicestandorte mit mehr als 7‘000 Mitarbeitern. Die vier Geschäftsbereiche PACKAGING SYSTEMS, ENERGY SYSTEMS, INDUSTRIAL SERVICES und COMPOSITES nehmen jeweils führende Positionen in ihren Märkten ein. Der Umsatz der Gruppe belief sich im Jahr 2024 auf 2,5 Mrd. Euro. Das Unternehmen bietet seinen Kunden ein vollständig kreislauffähiges Produkt- und Serviceangebot. Im Einklang mit seiner Nachhaltigkeitsphilosophie arbeitet der SCHÜTZ TICKET SERVICE in einem geschlossenen Kreislaufsystem, das die schnelle Abholung und Rekonditionierung entleerter Industrieverpackungen in allen wichtigen Industrienationen der Welt gewährleistet.

 

 

 

 

 

 

 

 


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Der digitale Produktpass eröffnet Lebensmittelherstellern zahlreiche neue Möglichkeiten. Die Hersteller sollen durch ganzheitliche Beratung die für sie jeweils beste Lösung möglichst einfach umgesetzt werden können. Die MULTIVAC Group (CH: MULTIVAC Export AG) wird hierzu gemeinsam mit Partnern eine ganzheitliche Lösung auf der interpack 2026 (7.-13. Mai in Düsseldorf) vorstellen. Diese wird die Bedürfnisse aller Akteure der Supply Chain berücksichtigen. 

Produkt, Packstoff und Prozessdaten werden von der Verpackungslinie erfasst und der einzelnen Packung oder Charge zugeordnet. Ein packungs- bzw. chargenindividueller QR-Code mit GS1 Digital Link wird automatisch generiert und auf der jeweiligen Packung aufgebracht. Jeder Packung können somit beliebige zusätzliche Informationen mitgegeben werden, die für die verschiedenen Akteure der Supply Chain relevant sind. Zur Gesamtlösung gehört auch eine Website, auf die Verbraucher durch Scannen des QR-Codes gelangen. Diese kann spezifische Informationen bzgl. Produktherkunft, Verarbeitungsstationen oder auch Tipps für die Zubereitung der Produkte beinhalten. Hierdurch erhält der Konsument zusätzliche Transparenz sowie Informationen und der Produzent hat die Möglichkeit, stärker mit Kunden zu interagieren. Der gleiche Code enthält auch z.B. das Mindesthaltbarkeitsdatum. Dieses ist zwar bereits heute auf Verpackungen aufgedruckt, durch die Einbindung in den GS1 Code kann nun aber beim Scan an der Kasse genau zugeordnet werden, um welche Packung mit welchem Mindesthaltbarkeitsdatum es sich jeweils handelt. Dies erleichtert das Bestandsmanagement für den Handel enorm und reduziert den Verderb von Lebensmitteln erheblich. Produzenten erhalten zusätzliche Transparenz bezüglich des Verbleibs von Produkten einer bestimmten Produktionscharge. Für Recycling-Unternehmen wiederum können spezifische Informationen zur Packstoff-Materialzusammensatzung die Wiederverwertbarkeit erleichtern.

Auf der interpack 2026 können sich Interessenten am Hauptstand der MULTIVAC Group (Halle 5, Stand A23) zu den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten eines digitalen Produktpasses beraten lassen.

 


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Im Rahmen der jüngsten Aufsichtsratssitzung der KNAPP AG wurde der Vorsitz an die nächste Generation der Gründerfamilie übergeben. Dr. Herbert Knapp und Dr. Günter Knapp, die seit der Gründung des Aufsichtsrats im Jahr 2009 die Verantwortung für dessen Vorsitz bzw. die Stellvertretung im Aufsichtsrat getragen haben, übergeben diese Funktionen nun an die nächste Generation der Gründerfamilie. Beide bleiben dem Unternehmen weiterhin auch als Mitglieder des Aufsichtsrats verbunden.

Mit Mag. Tanja Knapp und Sigrid Hofmann übernehmen zwei Enkelinnen des Firmengründers Ing. Günter Knapp die Leitung des Aufsichtsrats. Beide sind Teil des Gremiums – Tanja Knapp seit 2012, Sigrid Hofmann seit 2015 – und haben sich über viele Jahre hinweg in ihre neuen Rollen hineinentwickelt. «Meine Familie ist nun bereits in der vierten Generation mit dem Unternehmen verbunden. Es ist also in einem gewissen Sinn über die Jahrzehnte Teil unserer Genetik geworden», so Sigrid Hofmann. Mit dem aktuellen Wechsel im Aufsichtsratsvorsitz bleibt die KNAPP AG ihrem Selbstverständnis treu: Ein aktives Familienunternehmen, das in Generationen denkt und handelt. Mag. Tanja Knapp ergänzt: «Wir übernehmen Verantwortung in einer Zeit, in der Verlässlichkeit und langfristiges Denken wichtiger sind denn je. Unser Ziel ist es, die Werte unserer Familie und gleichzeitig den Blick nach vorne zu bewahren.» Das Bild zeigt v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Günter Knapp, Sigrid Hofmann, HR Dr. Herbert Knapp, Mag. Tanja Knapp.

Familienunternehmen mit Weitblick und Stabilität

Die KNAPP AG wurde 1952 von Ing. Günter Knapp gegründet. Seine Söhne Herbert und Günter Knapp standen ihm stets beratend zur Seite und übernahmen nach seinem Ableben 1989 die Verantwortung für die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Seit 2009 firmiert das Unternehmen offiziell als Aktiengesellschaft. Im Jahr 2018 wurde die Beteiligung der japanischen Daifuku Co., Ltd. von den Familien Knapp und Bartenstein übernommen. Seither halten die Familie Knapp 71,6 Prozent und die Familie Bartenstein 28,4 Prozent der Unternehmensanteile – eine stabile Eigentümerstruktur, die das Fundament für langfristige Partnerschaft und strategische Kontinuität bildet. Die Eigentümerfamilien konzentrieren sich seither auf ihre Rolle als strategischer Impulsgeber und Wahrer der Unternehmenswerte. Mit der neuen Besetzung im Aufsichtsratsvorsitz setzt die KNAPP AG ein klares Zeichen: Die Verantwortung bleibt in Familienhand – mit einem starken Fundament aus Erfahrung, Vertrauen und dem Anspruch, auch in Zukunft Stabilität und Beständigkeit zu sichern.

Operative Führung mit Erfolg

Seit der Übergabe durch den Gründer im Jahr 2012 setzt die Familie auf ein externes, eingespieltes Managementteam zur operativen Führung – eine Entscheidung, die sich als zukunftsweisend erwiesen hat (v.l.n.r.): Bernhard Rottenbücher (Executive Vice President), COO Franz Mathi, Heimo Robosch (Executive Vice President), CFO Christian Grabner, CEO Gerald Hofer). Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Österreich bietet Gesamtlösungen zur Automatisierung und Digitalisierung von Produktion über Distribution bis zum Point-of-Sale. Die Schweizer Niederlassung KNAPP Logistiksysteme GmbH ist in Urtenen-Schönbühl ansässig. Mit  langfristiger Partnerschaft steht KNAPP hinter dem Erfolg seiner Kunden aus den Bereichen Healthcare, Retail, Food Retail, Fashion, Wholesale und Industry. Mit weltweit 3’877 Installationen und einer Exportquote von über 98 Prozent zählt die Unternehmensgruppe heute zu den international führenden Anbieterinnen von Intralogistiklösungen. Sie beschäftigt mittlerweile rund 8’300 Mitarbeitende – davon 4’300 in Österreich – und erzielte im Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatz von 1,98 Mrd. Euro.


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Friedrich PICARD GmbH & Co. KG investiert in die Zukunft seiner Intralogistik. Mit einer hochmodernen Automatisierungslösung von KNAPP Logistikysteme GmbH steigert das auf Wälzlager und Lineartechnik spezialisierte weltweit tätige Handelsunternehmen seine Lieferperformance und erweitert seinen Standort in Bochum um neue Logistik- und Bürogebäude. Die massgeschneiderte Automatisierungslösung von KNAPP ermöglicht effizientere Prozesse und bietet mehr Lagerkapazität. PICARD beliefert Kunden in über 100 Ländern. Die jüngsten Investitionen in Infrastruktur und innovative Technologien stärken den Wachstumskurs und die Marktposition des Unternehmens.

 «Gemeinsam mit unserem Partner KNAPP haben wir eine zukunftsweisende Lösung realisiert, die nicht nur exakt auf unsere Anforderungen zugeschnitten ist, sondern auch den Grundstein für unser Wachstum und unsere Leistungsfähigkeit in den kommenden Jahren legt», erklärt Markus Haeser, Head of Logistics bei PICARD. Neben der technischen Infrastruktur wurde auch in die Menschen hinter den Prozessen investiert: Neue Büroflächen, ein firmeneigenes Fitnessstudio und grosszügige Sozialräume schaffen ein modernes Arbeitsumfeld,

Automatisierung mit Weitblick

PICARD verfügte bereits vor der Einführung der neuen Automatisierungslösung über eine leistungsfähige Logistikstruktur, die sich über mehrere Hallen erstreckte und durch etablierte Prozesse geprägt war. Dennoch stellten die komplexe Lagerarchitektur und die teilweise noch nicht automatisierte Kommissionierung Herausforderungen dar – insbesondere in Bezug auf Laufwege und ergonomische Belastung. Um die bestehende Stärke weiter auszubauen und den gestiegenen Anforderungen im Versand und in der Kundenbelieferung noch flexibler begegnen zu können, entschied sich PICARD für eine gezielte Modernisierung: Prozesse sollten durch den Einsatz innovativer Technologien nachhaltig optimiert und zusätzliche Potenziale in Effizienz, Ergonomie und Skalierbarkeit erschlossen werden.

Neue Ware-zu-Person-Arbeitsplätze

Kernstück der neuen Anlage ist das KNAPP Evo Shuttle 1D – ein hochdichtes, automatisches Kleinteilelager mit 58‘000 Behälterstellplätzen auf 42 Ebenen (Bild links). Pro Regalebene und -gasse ist ein Shuttle im Einsatz und bedient die Stellplätze in diesem Bereich. Dies erlaubt schnellste Fulfillment-Zeiten und maximalen Durchsatz im Lager. Entsprechend der Auftragsdaten von PICARD stellt das Evo Shuttle die auftragsrelevanten Behälter automatisch an den fünf ergonomischen Pick-it-Easy Kommissionierstationen für eine effiziente und fehlerfreie Auftragsbearbeitung bereit (Bild rechts). Die Umstellung vom klassischen «Person-zu-Ware»-Prinzip hin zur neuen «Ware-zu-Person»-Arbeitsplätzen reduziert Laufwege, steigert die Pickleistung und verbessert die Arbeitsbedingungen spürbar. Der Automatisierungsgrad wurde von KNAPP exakt auf die Anforderungen von PICARD abgestimmt – mit dem Ziel, maximale Leistung bei minimaler Komplexität zu erreichen. Die intelligente Steuerung übernimmt die Logistiksoftware KiSoft One, die alle Prozesse, Technologien und Mitarbeitenden im Lager vernetzt. Ergänzt durch KiSoft SCADA und KiSoft Analytics entsteht ein durchgängiges System mit Echtzeit-Transparenz und maximaler Reaktionsfähigkeit – ein entscheidender Vorteil in einem Markt, der keine Verzögerungen verzeiht.

Partnerschaft auf Augenhöhe

Die Zusammenarbeit zwischen PICARD und KNAPP begann 2022 bei der deutschen Niederlassung der KNAPP AG in Heusenstamm. Durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit konnte ein optimal passendes Konzept identifiziert und erfolgreich umgesetzt werden. Mit der neuen Anlage setzt PICARD ein starkes Zeichen für Innovation, Effizienz und Kundennähe – und zeigt, wie Automatisierung zum Schlüssel für nachhaltigen Erfolg im technischen Handel werden kann.

 

 


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Auch 2025 bot die FACHPACK ein umfangreiches Angebot an Lösungen und Innovationen zu den Themen Verpackungen, Verpackungstechnik und –prozesse. Das Nürnberger Verpackungstreff der Fachleute schloss am 25. September nach drei erfolgreichen Tagen ihre Tore. 37‘000 Fachbesucher, davon jeder dritte aus dem Ausland, informierten sich an den Messeständen der 1‘455 Aussteller über neueste Trends und Innovationen. In den Fachgesprächen mit internationalen Verpackungsexperten war das Leitthema der Messe «Transition in Packaging» klar spürbar.

Die ausländische Besucher der FACHPACK reisten nach Nürnberg überwiegend aus europäischen Ländern. Die Top-10 waren: Österreich, Schweiz, Italien, Tschechien, Polen, die Niederlande, Frankreich, Spanien, die Türkei und Ungarn. Die Branche, die sie vertraten, waren neben Logistik und Verpackung vor allem Lebensmittel, Pharma. Medizin, Chemie, Kosmetik, Elektronik und Nonfood.

Impulsgeber der europäischen Verpackungsindustrie

Die FACHPACK als Impulsgeber der europäischen Verpackungsindustrie zeigte einmal mehr, dass sich das Verpackungswesen im Wandel befindet. Es wird in nächster Zeit viele Herausforderungen erfüllen müssen. Die FACHPACK bewies dabei auch diesmal, dass die Branche die erwarteten Anforderungen bewältigen kann. Neue Regularien müssen ständig umgesetzt werden. Hohe Erwartungen an Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft wollen erfüllt werden. Zugleich stellt der demographische Wandel die Industrie vor Herausforderungen. Und dazu gibt es noch Themen rund um Energieversorgung, Lieferketten, Digitalisierung und künstliche Intelligenz. «Wir haben in Nürnberg nun drei Tage lang live erlebt, wie innovativ, lösungsorientiert und optimistisch die Branche diesen Herausforderungen begegnet und den Wandel mitgestaltet», fasst Heike Slotta, Executive Director Exhibitions bei NürnbergMesse (Bild rechts), die Stimmung in den Messehallen zusammen.

Zum Beispiel Kartonverpackung

Die Karton- und Transportverpackung war in Nürnberg ein wichtiges Thema. Zum Beispiel die kleine Kartonverpackungsmaschine Flap’it, welche am Stand der BVS Verpackungs-Systeme AG ausgestellt war: Die Ranpak-Maschine passt sich perfekt an kleine Produkte wie Bücher, Elektronikartikel oder Ersatzteile an. Die Verpackungshöhe ergibt sich beim Verpacken automatisch – damit werden kompakte Pakete erzeugt. Mit einer Leistung von bis zu neun Stück pro Minute ohne Hohlraum arbeitet Flap’it bis zu fünfmal schneller als das manuelle Verpacken. Dank der automatischen Höhenreduzierung wird das Verpackungsmaterial gespart. Das reduziert das Versandvolumen und senkt die Kosten spürbar. Das benutzerfreundliche Bedienkonzept – eigentlich ein Plug-&-Play – macht die Integration denkbar einfach. Damit eignet sich die smarte Maschinenlösung ideal für bestehende Verpackungsprozesse.

Gewinner im Deutschen Verpackungspreis wurden ausgestellt

Auf der FACHPACK hat das Deutsche Verpackungsinstitut e. V. (dvi) die Gewinner der Gold-Awards beim diesjährigen Deutschen Verpackungspreis bekannt gegeben. Unter den 37 Gewinnern findet man die gesamte Bandbreite der Materialien: Glas, Holz, starre und flexible Kunststoffe, Metall, Papier, Karton und Wellpappe. Ausgezeichnet wurde neben deutschen, österreichischen, iranischen und US-Entwicklungen auch eine Innovation aus der Schweiz. Die Siegerverpackung ist ein Monomaterial-PP-Standbodenbeutel von Hengstenberg GmbH & Co. KG. Die prämierte, speziell entwickelte Verbundfolie für Krautprodukte und Pasteurisation von sauren Füllgütern stellt die Firma Wipf AG her. Sie hat eine bemerkenswerte Produkthaltbarkeit von bis zu zwei Jahren.

Mit dem Standbodenbeutel für Sauerkraut wurde laut Jury eine zukunftsweisende Verpackungslösung prämiert, die Recyclingfähigkeit, Produktschutz und Verbraucherfreundlichkeit auf hohem technischen Niveau vereint. Der Beutel besteht aus einem Monomaterial-Verbund und ist dadurch hervorragend recyclingfähig – trotz der besonderen Anforderungen, die das saure Milieu von Sauerkraut und die notwendigen Prozesse in Befüllung und Haltbarmachung mit sich bringen. Die Verpackung hält selbst den hohen Temperaturen bei der Pasteurisation stand. Darüber hinaus ist der Beutel so gestaltet, dass er auch für die Erwärmung in der Mikrowelle geeignet ist – ein klares Plus in Sachen Komfort und Anwendungsvielfalt. Die Jury überzeugte insbesondere die Verbindung von nachhaltigem Materialeinsatz mit den anspruchsvollen funktionalen Anforderungen eines sensiblen Lebensmittels. Diese Lösung zeigt beispielhaft, wie moderne Verpackungen ökologische Verantwortung und technische Leistungsfähigkeit miteinander vereinen können. 

 

 

 

 

 

 

 

Die nächste FACHPACK findet zusammen mit der POWTECH TECHNOPHARM vom 23. bis 25. September 2025 im Messezentrum Nürnberg statt.

 


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Nach zwei Jahren hat die BVS Verpackungs-Systeme AG am Freitag, den 19. September 2025 wieder mal zu einem Open Day nach Urdorf geladen. Es kamen zahlreiche Interessierte, die ihre Neugier mit vielen Fragen zu den im Showroom ausgestellten Verpackungssystemen stillen konnten. Das BVS Open Day 2025 war, so wie die früheren, wieder ein voller Erfolg. Die Besucher haben dabei wertvolles Know-how mitgenommen, welches ihnen in Ihrer Tätigkeit gute Dienste leisten wird. Geschätzt wurden neben innovativen Verpackungssystemen «zum Anfassen»auch die persönlichen Gespräche, welche manchem Gast den Blick in seine (Verpackungs-) Fachwelt erweitern konnten. Die BVS-Fachleute liessen wiederum durchblicken, dass das inspirierende Feedback auch ihnen helfen wird, ihre Mission weiter voranzutreiben und Verpackungen in Zukuft noch intelligenter, nachhaltiger und effizienter zu machen.

 

 

 

 

 

 

 



Über uns

Die Fachzeitschrift spi swisspack international mit Logistik-Praxis erscheint viermal jährlich in deutscher Sprache in einer Auflage von 4200 Exemplaren. Jede Ausgabe berichtet aktuell und lebendig über die verwandten Fachbereiche Verpackung und Logistik und verdeutlicht die Zusammenhänge zwischen ihnen.