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Undichte Verpackungen sind nach wie vor einer der Hauptgründe für die Rückgabe von Waren durch Einzelhändler. Während Fleischverarbeiter nach nachhaltigeren Verpackungsoptionen suchen, bleiben eine effektive Versiegelung der Schalen und die Lecksuche ein wichtiger Faktor für Unternehmen, die auf bewährte Schutzgasverpackungen (MAP) setzen. Tara O’Connor, Produktmanagerin für Schalenversiegelungsmaschinen (Tray Sealer) bei Ishida Europe (Bild rechts), erläuterte Massnahmen, mit denen sich die Ausfallrate von Verpackungen reduzieren lässt, auf der IFFA 2025 in Frankfurt a. M. In der Schweiz wird Ishida durch die ITECH AG vertreten.

Viele Einzelhandelsunternehmen verfolgen das Ziel, ihre Fleischwaren verstärkt in nachhaltigen Verpackungsmaterialien anzubieten. Monomaterial-Verpackungen lassen sich besser recyceln, und bei Vakuum-Skin-Verpackungen kommt man mit einer geringeren Kunststoffmenge aus, ohne die Haltbarkeit zu beeinträchtigen. Aktuell gilt aber das Verpacken unter Schutzgas (Modified Atmosphere Packaging/ MAP) weiterhin als die beste Option für viele Produkte, bei denen Frische und verlängerte Haltbarkeit wichtige und von Verbraucher gewünschte Eigenschaften sind. Die Gründe dafür sind offensichtlich. Im Vergleich zur Vakuum-Skin-Technologie kosten MAP-Verpackungen in der Regel weniger. Das ist vor allem bei preiswerteren Fleischwaren ein Faktor. Ausserdem wirkt die Produktpäsentation in schutzgasverpackten Einheiten attraktiver – zumal die Verbraucher es gewohnt sind, Fleischwaren in Trays mit Folienabdeckungen zu sehen.

Wirksam versiegeln

Welchen Weg sowohl die Fleischverarbeiter als auch die Einzelhändler einschlagen werden, ist zurzeit offen: Wird es einen höheren Anteil an Fleischprodukten in Skinverpackungen geben oder bleibt der Einzelhandel bei MAP? In jedem Fall müssen Fleischverarbeiter sicherstellen, dass ihre MAP-Verpackungen wirksam versiegelt sind und die Produkte nicht zu früh verderben. Tara O’Connor warnt: «Die Ablehnung der Ware durch den Einzelhandel hätte nicht nur finanzielle Einbussen, sondern auch Reputationsschäden zur Folge.»

Zukunftssichere Lösung mit neuen Traysealern

Vor diesem Hintergrund sollten sich die Entscheider in Fleischverarbeitungsbetrieben damit beschäftigen, wie sie die Leckagefreiheit bzw. Versiegelungsintegrität ihrer MAP-Verpackungen sicherstellen, ohne die Produktivität des Verarbeitungsprozesses zu beeinträchtigen. Diese Aufgabe stellt sich auch deshalb, weil neue Generationen von Traysealern ausserordentlich zuverlässig und hoch produktiv sind. Damit bieten sie eine sehr gute und zukunftssichere Lösung für die aktuellen und künftigen Herausforderungen in Bezug auf Kostensteigerungen, Leistung, Betriebseffizienz und Nachhaltigkeit. Der neueste Traysealer QX-800 von Ishida kann beispielsweise MAP-Verpackungen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 17 Zyklen pro Minute verarbeiten. Das ist ein hoher Durchsatz. Darüber hinaus verfügt er über ein sehr wirkungsvolles mechanisches Versiegelungssystem, das Versiegelungen in reproduzierbarer Qualität gewährleistet. Das patentierte Tray-Transfersystem minimiert das Risiko von Produktverlust beim Transport der Trays durch die Maschine. Aus Sicht der Fleischverarbeiter ist auch die Flexibilität der QX-800 ein grosser Vorteil: Sie kann unterschiedliche Formate verarbeiten und dabei von MAP- auf Skin-Verpackungen umstellen. Der Anwender kann also alternative Verpackungstechnologien einsetzen, ohne in neue Maschinen und Produktionsflächen investieren zu müssen.

Mikroleckagen vermeidbar

Ein weiterer Aspekt, der für die weitere Verwendung von MAP-Verpackungen spricht, ist eine praxisgerechte Technologie zur Beseitigung einer seit langem bekannten Schwachstelle. Durch mikroskopisch kleine, mit blossem Auge nicht zu entdeckenden Mikroleckagen in Folien und Verpackungen können die im MAP-Prozess verwendeten Gase entweichen und die Produktintegrität beeinträchtigen. Diese Undichtigkeiten sind so klein, dass die entsprechenden Verpackungen teilweise sogar einen Bersttest bestehen, bei dem sie hohem Luftdruck ausgesetzt werden, um Schwachstellen zu identifizieren. Die üblichen und bekannten Massnahmen zur besseren Erkennung der Mikrolecks sind einfach, aber auch fehleranfällig und personalintensiv. Ein Mitarbeiter kann die Verpackung zusammendrücken, um zu fühlen, ob Luft entweicht. Oder die Verpackungen werden manuell in ein Wasserbad getaucht und auf Gasblasen untersucht.

Präzise Leckageprüfungmit AirScan

Die Integration einer zuverlässigen In-line-Leckageerkennung für MAP-Anwendungen bietet eine echte und deutlich bessere Alternative zu den genannten Verfahren. Ein solches Verfahren hat Ishida mit dem AirScan-Leckagesystem entwickelt. Es kann bis zu 160 Verpackungen pro Minute prüfen und CO2-Leckagen aus Öffnungen von nur 0,5 mm erkennen. Das Konzept: Auf die Verpackung wird leichter Druck ausgeübt. Mit einem Lasersensor erkennt der AirScan austretendes CO2 als Bestandteil der Schutzatmosphäre und veranlasst das Ausschleusen der entsprechenden Verpackungen. So können Fleischverarbeiter ihren Durchsatz steigern und zugleich die Integrität der Verpackung einem 100-prozentigenTest unterziehen – ohne menschliches Eingreifen.

Wenn Anforderungen ändern

Die von Einzelhändlern vorangetriebene Forderung nach nachhaltiger Verpackung ist sicherlich richtig. Dabei können und werden MAP-Verpackungen weiterhin eine Rolle spielen. Denn Fleischverarbeiter können diese bewährte Best Practice-Technologie nutzen, indem sie das Verschliessen der Trays mit einer Inline-Leckageerkennung kombinieren. Die MAP-Ausfallraten sowie deren finanzielle und rufschädigende Auswirkungen werden so reduziert – und gleichzeitig Fleischprodukte mit langer Haltbarkeit in einer sicheren und optisch ansprechenden Verpackung hergestellt. Moderne Maschinen wie der AirScan und die QX-800 von Ishida können somit dazu beitragen, die Versiegelungsintegrität auch unter sich ändernden Wünschen und Anforderungen in Bezug auf Produktsicherheit, Nachhaltigkeit und regulatorische Bedingungen zu erfüllen.

 

 


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Bei den International Bakery Awards 2025 konnte sich die MULTIVAC Group gleich zwei Auszeichnungen sichern: Neben PROGRESSA pastry von FRITSCH, deren hygienisches Design, kombiniert mit der unkomplizierten Zugänglichkeit, schnellen Reinigungszyklen und benutzerfreundlicher Handhabung sich in der Kategorie Bakery Machine of the Year durchsetzte, wurde die Lösung Cooling@Packing von MULTIVAC als Packaging Machine of the Year ausgezeichnet. Diese Technologie kühlt die Produkte direkt beim Verpacken und sorgt so für Frische, Effizienz und längere Haltbarkeit.

Beim Cooling@Packing-System handelt es sich um eine Vakuumtechnologie zur Kühlung von Backwaren, die den Abkühlprozess in eine Tiefziehverpackungsmaschine verlagert. Dadurch können Produkte unmittelbar nach dem Backen verpackt werden, was die Produkthaltbarkeit und Frische steigert. Durch den Einsatz von Cooling@Packing lassen sich Backwaren, wie Baguettes, Brote oder Kekse, direkt aus dem Ofen hygienegerecht mittels Einlegerobotern in die offenen Packungen der Beladestation einer Tiefziehverpackungsmaschine einsetzen. In der Maschine werden sie durch das Vakuumieren der Kammern innerhalb weniger Sekunden von etwa 95 °C auf rund 30 °C heruntergekühlt. Das spart Platz in der Produktion, senkt den Energieverbrauch bei der Kühlung und steigert dank kürzerer Backzeiten die Produktionskapazität. Die neue Lösung lässt sich in MULTIVAC Tiefziehverpackungsmaschinen für das Hochleistungssegment integrieren. In der Schweiz ist der Verpackungsmaschinen-Spezialist unter dem Namen MULTIVAC EXPORT AG bekannt.


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Alle zwei Jahre lädt die Robatech AG Klebstoffhersteller aus der Schweiz und Deutschland zum Wissenstransfer in den Hauptsitz des Internehmens nach Muri ein. Der fachliche Austausch bietet Klebstoff- und Technologieexperten eine wertvolle Plattform und kommt bei den teilnehmenden Spezialisten gut an.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung am 7. November stand die Präsentationen und Vorstellung der neusten Produkte. Die neue Schmelzgerätegeneration mit Alpha, Vision und Easy weckte bei Besuchern grosses Interesse. Ebenso überzeugte die Live-Vorführung des Kaltleimauftrags mit einem Roboter. Der Ausblick auf laufende Weiterentwicklungen bis 2030 machte deutlich, wohin sich die Technologie und Markt in den kommenden Jahren entwickeln werden. Insgesamt lobten die Gäste den gelungenen Mix aus Präsentationen und Live-Demonstrationen. Die Unternehmen, aus denen die Gäste stemmten, sind untereinander zwar Wettbewerber, empfanden den Anlass aber trotzdem als kollegial und lohnend  – ganz im Sinne des Gastgebers, der mit dem Anlass einen für alle gewinnbringenden und persönlichen Wissensaustausch fördert. Im informellen letzten Teil des Programms konnten die Teilnehmenden den Tag mit einem unterhaltsamen Curling-Turnier ausklingen lassen. Viele Besucher betonten, dass sie es sehr schätzten, ihre Ansprechpartner bei Robatech persönlich zu kennen. «Man weiss, wen man kontaktieren muss, wenn ein Projekt ansteht oder wenn Fragen auftauchen – und man bekommt Antworten, so die Rückmeldung. Diese Offenheit und Fairness im Umgang wurden mehrfach hervorgehoben. Mit dem Klebstoffherstellertag 2025 hat Robatech erneut gezeigt, wie wichtig der direkte Dialog mit Partnern und Lieferanten ist – für praxisnahe Innovationen und eine starke Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette im industriellen Klebstoffauftrag.

 

 


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Das nächste Schweizer Messeduo EMPACK + LOGISTICS & AUTOMATION findet am 28. und 29. Januar 2026 in Bern statt. Nach einem Jahr zieht die EASYFAIRS-Veranstaltung wie vorgesehen von Zürich in die Messehallen der Bernexpo um.

Die EMPACK zeigt Innovatives für Verpackungen in der kompletten Wertschöpfungskette: von Verpackungsmaterialien über -maschinen bis hin zu attraktiven Design- und PoS-Lösungen. Die Besucher sehen hier Innovationen aus dem gesamten Verpackungsteil der Wertschöpfungskette – von der kreativen Verpackungsentwicklungsphase bis hin zum technischen Verpackungs- und Abfüllprozess mit Verpackungsmaschinen. Die parallel zur EMPACK am gleichem Ort stattfindende LOGISTICS & AUTOMATION bewährt sich jährlich als etablierter Treffpunkt der Logistikindustrie in der Schweiz. Die beiden Fachmessen bilden zusammmen eine branchenübergreifende, zukunftsweisende Synergie aus Verpackungs- und Logistik-Know-how mit ergänzenden Ausstellungsbereichen. Im Januar 2025 wurde die Veranstaltung in Zürich durchgeführt, wo auf Ausstellerseite beider Messen zusammen über 200 Unternehmen und Partner vertreten waren. An beiden Messetagen fanden insgesamt mehr als 4’000 interessierte Fachleute den Weg ins Messekomplex in Zürich-Oerlikon. Wie in den früheren Jahren kann auch 2026 ein breites Spektrum an Verpackungs- und Logistikneuheiten erwartet werden. Die Besucher werden neben Bekanntem auch neuste Entwicklungen innovativer und nachhaltig wirtschaftender Unternehmen begutachten können. Bedeutende Impulse sind unter anderem in den zukunftsweisenden Sektoren KI und Ökologie zu erwarten.

 

 


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Der digitale Produktpass eröffnet Lebensmittelherstellern zahlreiche neue Möglichkeiten. Die Hersteller sollen durch ganzheitliche Beratung die für sie jeweils beste Lösung möglichst einfach umgesetzt werden können. Die MULTIVAC Group (CH: MULTIVAC Export AG) wird hierzu gemeinsam mit Partnern eine ganzheitliche Lösung auf der interpack 2026 (7.-13. Mai in Düsseldorf) vorstellen. Diese wird die Bedürfnisse aller Akteure der Supply Chain berücksichtigen. 

Produkt, Packstoff und Prozessdaten werden von der Verpackungslinie erfasst und der einzelnen Packung oder Charge zugeordnet. Ein packungs- bzw. chargenindividueller QR-Code mit GS1 Digital Link wird automatisch generiert und auf der jeweiligen Packung aufgebracht. Jeder Packung können somit beliebige zusätzliche Informationen mitgegeben werden, die für die verschiedenen Akteure der Supply Chain relevant sind. Zur Gesamtlösung gehört auch eine Website, auf die Verbraucher durch Scannen des QR-Codes gelangen. Diese kann spezifische Informationen bzgl. Produktherkunft, Verarbeitungsstationen oder auch Tipps für die Zubereitung der Produkte beinhalten. Hierdurch erhält der Konsument zusätzliche Transparenz sowie Informationen und der Produzent hat die Möglichkeit, stärker mit Kunden zu interagieren. Der gleiche Code enthält auch z.B. das Mindesthaltbarkeitsdatum. Dieses ist zwar bereits heute auf Verpackungen aufgedruckt, durch die Einbindung in den GS1 Code kann nun aber beim Scan an der Kasse genau zugeordnet werden, um welche Packung mit welchem Mindesthaltbarkeitsdatum es sich jeweils handelt. Dies erleichtert das Bestandsmanagement für den Handel enorm und reduziert den Verderb von Lebensmitteln erheblich. Produzenten erhalten zusätzliche Transparenz bezüglich des Verbleibs von Produkten einer bestimmten Produktionscharge. Für Recycling-Unternehmen wiederum können spezifische Informationen zur Packstoff-Materialzusammensatzung die Wiederverwertbarkeit erleichtern.

Auf der interpack 2026 können sich Interessenten am Hauptstand der MULTIVAC Group (Halle 5, Stand A23) zu den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten eines digitalen Produktpasses beraten lassen.

 


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Von 15. bis 19. September 2025 war München Schauplatz für Innovationen und Zukunftsprojekte der internationalen Getränke- und Liquid-Food-Industrie. Die drinktec 2025 zählte während der fünf Messetage insgesamt 58’281 meist zufriedene Besucher aus 164 Ländern. Sie verliessen München mit wertvollen Impulsen für die zukünftigen Produktkonzepte, Geschäftsstrategien und technischen Lösungen.

Rund 30 Prozent der Besucher kamen aus Deutschland, 40 Prozent aus Europa und die restlichen 30 Prozent aus den weiteren Weltregionen. Auch in dieser Auflage der drinktec waren wieder Entscheider der Top-20 Getränkekonzerne weltweit vertreten. Diese grossen Player im Markt nutzten die drinktec einmal mehr als Gelegenheit, ihren Informationsbedarf zur Getränke- und Liquid-Food-Produktion der Zukunft mit zahlreichen Fachleuten zu decken. Daneben war die drinktec auch diesmal für die zahlreichen mittelständischen Hersteller aus der ganzen Welt die Basis für ihre Investitionsentscheidungen.

Internationale Aussteller präsent

1’117 Aussteller aus 68 Ländern präsentierten auf 74’000 m² Nettofläche ihre Lösungen zu der kompletten Wertschöpfungskette der Getränke- und Liquid-Food-Herstellung. Ganz besonders im Fokus standen Modernisierungsprojekte, Prozessoptimierungs- und Digitalisierungsaufgaben sowie die Strategien zur Entwicklung neuer Getränkekonzepte auf der Basis neuer Zutaten, Produktrezepturen und Herstellungsverfahren. Für zahlreiche Aussteller – darunter auch Schweizer Unternehmen – war die drinktec erneut die Bühne für die Vorstellung neuer Produktkonzepte. Mit dem Innovation Guide konnten die Besucher vor Ort die Zieladressen für Produktinnovation in den Hallen lokalisieren.

Networking Fläche Liquidrome stark frequentiert

Neu im Portfolio war die interaktive Networking- und Austauschfläche Liquidrome. Mit den zahlreichen Angeboten auf dieser Fläche startete die drinktec ein neues Dialogformat. Expertenvorträge, Diskussionsrunden und Keynote-Vorträge zu den Zukunftsthemen der Branche boten zahlreichen Besuchern neue Impulse. Das Interesse an den Zukunftsthemen der Getränkeindustrie war auf der Messe deutlich spürbar. Das Liquidrome mit seinem Vortragsprogramm und Diskussionen war eine stark frequentierte Plattform für den Austausch der Experten. Mit der weiter ausgebauten Startup-Fläche und insgesamt 20 nationalen und internationalen Startups zeigte sich auf dieser drinktec, dass die Getränke- und Liquid-Food-Branche ein gutes Pflaster für innovative Produkt- und Lösungsansätze ist.

Die nächste drinktec findet vom 11. bis 15. September 2028 in München statt.


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Mit gezielten technologischen Weiterentwicklungen hat die KHS GmbH die Leistungsfähigkeit ihres Etikettierers Innoket Neo Flex verbessert. So hat der Dortmunder Systemanbieter auf der soeben stattgefundenen drinktec 2025 in München eine neue PSL-Station und ein umlaufendes integriertes HMI-Panel vorgeführt.

«Dynamische Märkte und immer neue Trends in der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie erfordern eine stetige technische Optimierung im Einklang mit den Marktanforderungen», erklärt Cornelius Adolf, Produktmanager Etikettiertechnik bei KHS (Foto links). Mit der aktuellen Ausbaustufe des modularen Etikettierers Innoket Neo Flex bietet der Maschinenbauer seinen Kunden erhöhte Flexibilität bei gleichzeitig hoher Prozesssicherheit.

Mehr Leistung mit einfacher Bedienung

So sind die neu integrierten Funktionen konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten: Eine optimierte Selbstklebestation, die Etiketten präzise auf verschiedenste Behälter appliziert, unabhängig davon, ob es sich um Glas, PET oder Dosen handelt. Ausserdem verfügt die Innoket Neo Flex über ein umlaufendes HMI-Bedienerpanel (Human Machine Interface), sodass Anwender die Maschine flexibel dort bedienen können, wo sie gerade arbeiten – ganz ohne Einschränkung durch einen festen Bedienpunkt. Darüber hinaus hat KHS die kamerabasierte Flaschenausrichtung – BOS (Bottle Orientation System) – optimiert. Gesteigerte Leistung und mehr Platz in der Maschine, zum Beispiel für Inspektionssysteme, sind Marktanforderungen, die laut Adolf nun mit dem weiterentwickelten, kompakteren BOS bedient werden können. Um die korrekte Applizierung der Etiketten, Mindesthaltbarkeitsdatum und weitere Instalationsschritte zuverlässig durchzuführen und zu überprüfen, haben Anwender die Möglichkeit, die KHS Innocheck Inspektionstechnik direkt in den modularen Etikettierer zu integrieren und komfortabel über das HMI zu bedienen.

Formatwechsel ohne Werkzeug

Müssen Etikettenformate gewechselt werden, ist dafür kein Werkzeug erforderlich: Dank werkzeuglosem Formatwechsel lässt sich die Maschine mit wenigen Handgriffen auf das gewünschte Format umrüsten – schnell, einfach und effizient. Damit zahlt die KHS Innoket Neo Flex Etikettiermaschine gezielt auf den ganzheitlichen Liniengedanken von KHS ein: Modular, vernetzt und abgestimmt auf durchgängig optimierte Prozesse – von der Ausrichtung bis zur Endkontrolle.

 

 



Der Hebel für mehr Geschwindigkeit und Flexibilität in der Verpackungsindustrie sind leistungsstarke Maschinen mit modernen Automatisierungskomponenten. Die WOLF Verpackungsmaschinen GmbH hat ihre vertikalen Schlauchbeutelmaschinen mit Lösungen aus dem Automatisierungsbaukasten ctrlX AUTOMATION von Bosch Rexroth ausgestattet und profitiert von der einfachen Implementierung, der Lieferperformance des Anbieters sowie einer schnellen Time-to-Market.

Die WOLF Verpackungsmaschinen GmbH ist Hersteller vertikaler Schlauchbeutelmaschinen. Weltweit über 4’000 installierte Maschinen bieten Unternehmen Lösungen für die effiziente Verpackung von Produkten von 5 g bis 10 kg. Die Maschinen verpacken eine breite Palette von Produkten – von Nahrungsmitteln wie Chips bis hin zu chemischen und pharmazeutischen Produkten. Kunden von WOLF sind überwiegend mittlere und grosse Produzenten aus dem FMCG-Bereich.

«Unsere Aufträge sind oft mit einer harten Timeline versehen, da die Maschinen in der Regel nur in kurzen Zeitslots in die Linien integriert werden. Während der Corona-Pandemie kam es zu erheblichen Engpässen bei der Verfügbarkeit von Standardkomponenten. Das veranlasste uns dazu, einen neuen Anbieter zu suchen, der einerseits eine sehr hohe Lieferfähigkeit – auch unabhängig von globalen Lieferkettenproblemen – sicherstellen kann und andererseits den Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit unserer Maschinen bietet. Auf beides hatte Bosch Rexroth eine Antwort», erklärt Arno Wördemann, Sales bei WOLF Verpackungsmaschinen GmbH.

Moderne Automatisierung muss flexibel und skalierbar sein

Tobias Gerhard, Senior Business Development Manager Consumer Goods im Vertrieb Europa Mitte bei Bosch Rexroth erklärt, worauf es heute bei der Automatisierung ankommt: «Verpackungsmaschinen müssen immer mehr leisten und vor allem effizienter, aber auch anpassbar werden. Steigende Individualität bedeutet mehr Aufwand. Gefragt ist aber gleichzeitig eine immer höhere Produktivität. Der Schlüssel, um auf diese Anforderungen reagieren zu können, ist eine flexibel anpassbare, skalierbare Automatisierung. Der Automatisierungsbaukasten ctrlX AUTOMATION ist darauf ausgelegt, die nötige Agilität in der hochdynamischen Branche zu ermöglichen.»

ctrlX AUTOMATION umfasst alle benötigten Komponenten für komplette Automatisierungslösungen – von Steuerungen, I/Os, IPCs und HMIs über umfangreichste Software-Funktionalitäten bis hin zu Motion- und Antriebslösungen. Die Partnerwelt ctrlX World erweitert den Lösungsraum kontinuierlich um Hardware und insbesondere Apps. Das Fundament bildet das Linux-basierte Betriebssystem ctrlX OS und das damit verbundene Ökosystem. Endanwendern eröffnet sie eine umfassende Lösungsvielfalt, modular und skalierbar für verschiedenste Anwendungsfälle.

Automatisierungskomponenten in nur drei Wochen eingeführt

Zum Einsatz kommen bei WOLF die Industriesteuerung ctrlX CORE mit integrierter Bewegungssteuerung (ctrlX MOTION), die kompakten Servoregler ctrlX DRIVE, die ctrlX I/O Module mit Schnittstellenvielfalt zur Kommunikation sowie die Sicherheitssteuerung ctrlX SAFETY. Alle Komponenten wurden nahtlos in die bestehende Infrastruktur bei WOLF integriert.

«Die Implementierung der Lösung erfolgte im laufenden Betrieb und dauerte etwa drei Wochen. Aufgrund der Komplexität der Umstellung hatten wir bewusst einen grösseren Puffer eingeplant. Für die erfolgreiche Implementierung waren sowohl mechanische als auch programmiertechnische Voraussetzungen zu erfüllen. Die Lösung musste vollständig mit unserem Standardcode kompatibel sein und eine reibungslose Integration in unsere bestehenden mechanischen Systeme gewährleisten. All das hat hervorragend funktioniert», fasst Wördemann zusammen.

Kompakt und einfach – schnelle Time-to-Market

Die Modernisierung der vertikalen Schlauchbeutelmaschinen bringt für WOLF entscheidende Vorteile. Ein grosses Plus ist die Kompaktheit. Die Baugrösse der Servoantriebe ctrlX DRIVE fällt deutlich kleiner aus als die bis dato standardmässig eingesetzte Lösung.

Arno Wördemann erklärt: «Die Kompaktheit des ctrlX DRIVE reduziert den benötigten Schaltschrankplatz signifikant, während die Einkabelanschlusstechnik des MS2N-Servomotors den Verkabelungsaufwand minimiert. Zudem hat sich das webbasierte und wizzardgestützte Engineering der Steuerung ctrlX CORE mit integrierter Bewegungssteuerung denkbar einfach gestaltet. ctrlX MOTION ist einfach und intuitiv zu programmieren. Bosch Rexroth hat dabei unkompliziert Engineering-Support geleistet und uns dazu befähigt, die Maschine innerhalb kürzester Zeit zu realisieren.»

WOLF profitiert von einer schnellen Time-to-Market und der Lieferperformance von Bosch Rexroth: Die hohe Verfügbarkeit der Komponenten gewährleistet eine kontinuierliche Produktionsfähigkeit. «Dass wir Bosch Rexroth als Partner gefunden haben, ist für uns ein Segen. Denn dadurch konnten wir einen sehr wichtigen Auftrag sichern, der vermutlich sonst nicht realisierbar gewesen wäre», sagt Wördemann.

Bosch Rexroth bietet WOLF zudem einen umfangreichen Service – von der Unterstützung in der Planungsphase bis zur erfolgreichen Implementierung und darüber hinaus. Die schnelle und kompetente Unterstützung erleichterte die Einführung der neuen Lösung erheblich und trug zu einer reibungslosen Umsetzung bei.

Grundstein für (zukunfts)sichere Produktion

WOLF hat den Grundstein für eine zukunftssichere Produktion gelegt – und zwar in zweifacher Hinsicht. Zum einen ist das Linux-basierte Betriebssystem ctrlX OS der eingesetzten Steuerung ctrlX CORE «Secure-by-Design» und «Secure-by-Default« konzipiert und auf die Anforderungen des Cyber Resilience Act (CRA) vorbereitet. Zum anderen kann der Hersteller jetzt Verpackungsmaschinen anbieten, die seine Kunden dazu befähigen, Anforderungen an Individualisierung, Schnelligkeit und Flexibilität in der FMCG-Branche zu erfüllen. Damit gewinnt WOLF als mittelständisches Unternehmen einen echten Wettbewerbsvorteil. Erweiterungen der Automatisierungslösung sind bereits in Planung. Die Bosch Rexroth Schweiz AG hat ihren Sitz in Buttikon.


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ADVERTORIAL

Sorgenfrei und sicher verkleben: Robatech auf der FACHPACK 2025

Mit dem neuen Schmelzgerät Alpha stellt Robatech auf der FACHPACK 2025 eine zukunftsweisende Innovation vor: In Halle 2, Stand 407 zeigt das Schweizer Unternehmen mit 50-jähriger Tradition, wie Klebstoffauftrag in der Verpackungsindustrie in Zukunft noch effizienter, sicherer und nachhaltiger werden kann.

Das neue Schmelzgerät Alpha überzeugt mit einer Schmelzleistung von bis zu 12,5 kg/h und zeichnet sich durch hohe Energieeffizienz und Systemverfügbarkeit aus – entscheidende Vorteile in einem wettbewerbsintensiven Umfeld. Dank des integrierten Robatech Control Systems (RCS) lässt sich Alpha intuitiv bedienen, einfach in bestehende Systeme integrieren und komfortabel überwachen.

Das Schmelzgerät Vision gehört ebenfalls zur Schmelzgerätereihe der neuen Generation. In Kombination mit dem Heizschlauch Performa und dem elektrischen Auftragskopf Volta bringt es Schweizer Zuverlässigkeit und Präzision in die Produktionslinie.

Auch das kleine Schmelzgerät Easy gehört zur Schmelzgerätereihe der neuen Generation mit modernem Bedienkomfort. Für einfache Anwendungen, die kein grosses Klebstoff-Auftragssystem erfordern, überzeugt Easy mit minimalistischen und praktischen Features zu einem herausragenden Preis-/Leistungsverhältnis.

Clever investieren lohnt sich in jeder Hinsicht

Die Ausrichtung auf zukunftsfähige Technologie ist einer der Gründe, warum viele Kundenbeziehungen seit Jahrzehnten bestehen. Wer einmal mit Robatech gearbeitet hat, bleibt oft dabei – nicht zuletzt, weil neue Produkte rückwärtskompatibel sind und bestehende Systeme einfach modernisiert werden können.

50 Jahre Robatech: Connecting the future

Im Jubiläumsjahr blickt Robatech auf eine Erfolgsgeschichte zurück, die 1975 im aargauischen Muri (Schweiz) begann. Heute ist das Unternehmen in über 80 Ländern aktiv und betreut Kunden weltweit persönlich und direkt. CEO Yves Ottiger betont: «Langjährige Beziehungen sind die Grundlage unseres Erfolgs.» Und Firmeninhaber Marcel Meyer ergänzt: «Wir gestalten die Zukunft nicht allein, sondern Seite an Seite mit unseren Kunden. Wir entwickeln gemeinsam Lösungen, die den Produktionsalltag einfacher, sicherer und effizienter machen.» Denn Robatech versteht sich nicht nur als Lieferant von Technik, sondern als Partner auf Augenhöhe.

Besuchen Sie Robatech vom 23. bis 25. September in Nürnberg und erleben Sie, wie moderne Klebstofftechnologie Ihre Produktion zukunftsfähig machen kann.

Robatech auf der FACHPACK 2025 – Halle 2, Stand 407
www.robatech.de/fachpack2025 – Mit 50 Jahren Erfahrung in die Zukunft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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Die BVS Packaging Group AG, zu der die Firmen BVS Verpackungs-Systeme AG, Urdorf, BVS-Verpackungs-Systeme GmbH an den Standorten in Erzingen (DE), Memmingerberg (DE) und Ansfelden (AT) sowie die Inpalo GmbH in Erzingen (DE) gehören, hat eine strategische Partnerschaft mit der Packaging Group AG mit Sitz in Zug geschlossen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurden rückwirkend zum 1. Januar 2025 wesentliche Aktienanteile der BVS an die Packaging Group übertragen.

Ziel der Partnerschaft ist es, eine nachhaltige Nachfolgelösung für die BVS-Gruppe im Sinne des Inhabers Livio Marchioni zu schaffen und die langfristige Weiterentwicklung des Unternehmens durch eine starke unternehmerische Allianz zu gewährleisten. Die Standorte in der Schweiz, Deutschland und Österreich bleiben unter der bisherigen Führung bestehen.

Livio Marchioni (links im Bild) wird auch weiterhin als CEO und Verwaltungsratspräsident tätig sein und bleibt auch in Zukunft als Aktionär an der Gruppe beteiligt. Er zieht zudem in den Verwaltungsrat der Packaging Group AG ein. Durch den Zusammenschluss mit den Tochtergesellschaften der Packaging Group AG – darunter Equisa AG, Carlo Volponi SA, Frima Pac AG und Finser Packaging SA – entsteht ein Netzwerk mit gemeinsamen Werten, klarer Kundenorientierung und hoher Fachkompetenz im Verpackungsmarkt. Diese Partnerschaft eröffnet vielfältige Synergiemöglichkeiten in den Bereichen Einkauf, Produktentwicklung, Logistik und Marktpräsenz. Durch die Bündelung von Know-how und Ressourcen wird die Position der Gruppe mit nun 160 Mitarbeitenden an 12 Standorten im DACH-Raum gestärkt. Zudem ist es möglich, den Kunden ein noch umfassenderes Leistungs- und Produktspektrum anzubieten.

Die zur Genico Family Office AG gehörende Packaging Group AG vereint nun sechs Unternehmen aus der Verpackungsbranche, darunter die Equisa AG, die Carlo Volponi SA, die Frima Pac AG, die Finser Packaging SA sowie die neu hinzugekommenen Tochtergesellschaften der BVS Packaging Group AG. CEO und Inhaber Andreas Georgiadis (rechts im Bild) zeigt sich höchst erfreut über den Beitritt der BVS-Gruppe, die nun den grössten Teil der Packaging Group AG ausmacht. Insgesamt sind somit 160 Mitarbeitende an 12 Standorten im DACH-Raum für die Gruppe im Einsatz. Andreas Georgiadis übernimmt zudem ein Mandat im Verwaltungsrat der BVS Packaging Group AG. Vorsitzender der Geschäftsführung bei Packaging Group GmbH ist ab Anfang Juni 2025 Wolfgang Buchkremer. Als neu ernannter CEO bringt er Erfahrung aus über 30 Jahren in der Verpackungsindustrie mit. Vor seinem Wechsel zur Packaging Group war er u.a. bei Elopak, KHS und SIG Combibloc in verschiedensten Positionen tätig. In seiner neuen Position als CEO verfolgt er nun das Ziel, die Wachstumsstrategie der Packaging Group umzusetzen und die Unternehmen FAWEMA, HDG und WOLF weiterhin als verlässliche Partner im globalen Verpackungsmarkt zu positionieren.

 



Über uns

Die Fachzeitschrift spi swisspack international mit Logistik-Praxis erscheint viermal jährlich in deutscher Sprache in einer Auflage von 4200 Exemplaren. Jede Ausgabe berichtet aktuell und lebendig über die verwandten Fachbereiche Verpackung und Logistik und verdeutlicht die Zusammenhänge zwischen ihnen.