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Mit gezielten technologischen Weiterentwicklungen hat die KHS GmbH die Leistungsfähigkeit ihres Etikettierers Innoket Neo Flex verbessert. So hat der Dortmunder Systemanbieter auf der soeben stattgefundenen drinktec 2025 in München eine neue PSL-Station und ein umlaufendes integriertes HMI-Panel vorgeführt.

«Dynamische Märkte und immer neue Trends in der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie erfordern eine stetige technische Optimierung im Einklang mit den Marktanforderungen», erklärt Cornelius Adolf, Produktmanager Etikettiertechnik bei KHS (Foto links). Mit der aktuellen Ausbaustufe des modularen Etikettierers Innoket Neo Flex bietet der Maschinenbauer seinen Kunden erhöhte Flexibilität bei gleichzeitig hoher Prozesssicherheit.

Mehr Leistung mit einfacher Bedienung

So sind die neu integrierten Funktionen konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten: Eine optimierte Selbstklebestation, die Etiketten präzise auf verschiedenste Behälter appliziert, unabhängig davon, ob es sich um Glas, PET oder Dosen handelt. Ausserdem verfügt die Innoket Neo Flex über ein umlaufendes HMI-Bedienerpanel (Human Machine Interface), sodass Anwender die Maschine flexibel dort bedienen können, wo sie gerade arbeiten – ganz ohne Einschränkung durch einen festen Bedienpunkt. Darüber hinaus hat KHS die kamerabasierte Flaschenausrichtung – BOS (Bottle Orientation System) – optimiert. Gesteigerte Leistung und mehr Platz in der Maschine, zum Beispiel für Inspektionssysteme, sind Marktanforderungen, die laut Adolf nun mit dem weiterentwickelten, kompakteren BOS bedient werden können. Um die korrekte Applizierung der Etiketten, Mindesthaltbarkeitsdatum und weitere Instalationsschritte zuverlässig durchzuführen und zu überprüfen, haben Anwender die Möglichkeit, die KHS Innocheck Inspektionstechnik direkt in den modularen Etikettierer zu integrieren und komfortabel über das HMI zu bedienen.

Formatwechsel ohne Werkzeug

Müssen Etikettenformate gewechselt werden, ist dafür kein Werkzeug erforderlich: Dank werkzeuglosem Formatwechsel lässt sich die Maschine mit wenigen Handgriffen auf das gewünschte Format umrüsten – schnell, einfach und effizient. Damit zahlt die KHS Innoket Neo Flex Etikettiermaschine gezielt auf den ganzheitlichen Liniengedanken von KHS ein: Modular, vernetzt und abgestimmt auf durchgängig optimierte Prozesse – von der Ausrichtung bis zur Endkontrolle.

 

 


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Die Gewinner des Swiss Packaging Award 2025 wurden für ihre innovativen Verpackungslösungen auf dem Schiffrestaurant «Wilhelm Tell» in Luzern am 10. September mit dem renommierten Schweizer Verpackungspreis feierlich ausgezeichnet. Das Schweizerische Verpackungsinstitut hat den Wettbewerb zum 56. Mal durchgeführt. Insgesamt wurden 32 Verpackungslösungen von 24 verschiedenen Teilnehmern eingereicht. Die Kategorie Nachhaltigkeit war mit 20 Einreichungen wiederum besonders stark vertreten und spiegelt die Anforderungen der Zeit wider: Die Verpackungsunternehmen müssen rezyklierbare, wiederverwendbare und kreislauffähige Verpackungen entwickeln. Die Vielzahl der Einreichungen zeigt, dass die Schweizer Verpackungswirtschaft diese Herausforderungen mit wegweisenden Lösungen angeht.

Der von der Verpackungsmesse EMPACK gesponsorte Publikumspreis ging an die PAWI Packaging Schweiz AG mit der innovativen Verpackungslösung «Sprüngli-Haussortiment Pralinés / Truffes» für die Confiserie Sprüngli AG. SVI Geschäftsführer Andreas Zopfi verwies auf die hohe Innovationskraft der Schweizer Verpackungsindustrie und gratulierte der Branche zu einem fortschrittlichen und zielorientierten Weg zu nachhaltigen Verpackungslösungen. Unternehmen können ihre Verpackungslösungen jeweils in den Wettbewerbs-Kategorien Nachhaltigkeit, Convenience, Design, Marketing und Technik / Konstruktion / Maschinenlösungen einreichen. Pro Kategorie werden drei Verpackungsinnovationen nominiert. Von diesen wird eine zum Gewinner erkoren. Zum Wettbewerb sind Verpackungen aller Materialien zugelassen. Der Fokus liegt bei der Förderung und Auszeichnung ganzheitlicher Verpackungslösungen, unabhängig vom Packstoff.

 

Nachhaltigkeit: Sieger ist IML-S+ Doppelkammer Becher von Säntis Packaging AG. Der neue Zwei-Kammer-Becher wird im Spritzgussverfahren mit In-Mould-Labeling gefertigt – eine Herausforderung, insbesondere bei der Realisierung faltenfreier Oberflächen. Die Lösung spart nicht nur Material, sondern reduziert das Bechergewicht deutlich: von 12,8 g auf 8,8 g. Der Beitrag zur Nachhaltigkeit liegt dabei nicht nur im Material, sondern in der Kombination aus Leichtbau, Funktionalität und einer durchdachten, industriell umsetzbaren Konstruktion. Die Technik dieser Verpackungslösung zeigt Wirkung: weniger Ressourcenverbrauch bei gleichbleibender Leistung.

 

 

 

Marketing: Sieger ist Daily Dose Stickpack. Erfolgreiches Marketing orientiert sich an relevanten Kundenbedürfnissen. Im Rahmen von Medikamenteneinnahme stehen dabei Zuverlässigkeit und Sicherheit zur Kontrolle des Einnahme-Fortschritts weit oben auf der Liste. Diese übersichtliche Stickpack-Verpackung erleichtert die intuitive Entnahme von einzelnen Granulat-Portionen. Visuell klar strukturiert und sortiert ist sie ein echter Fortschritt für Medikament und Patient. Einsender und Hersteller ist Körber Pharma Packaging Materials AG.

 

 

Design: Musterkit SNAPFIX® / EDIZIO.liv. Die puristisch gestaltete, aufklappbare Verpackung aus brauner Wellpappe präsentiert das Befestigungssystem und Schalterdesign für die Zielgruppen in idealer Weise. Die stimmige Symbiose aus Markenidentität, Funktion und origineller Verpackung ergibt ein extravagantes Design und hebt die Produkte im offenen Zustand in den Fokus. Das minimalistische Wellpappendesign und die reduzierte Grafik bestechen durch ein ausgewogenes und stimmiges Gesamtbild. Die perfekt ausgeführten Verpackungsfunktionen und die ästhetische Gestaltung ergeben zusammen mit den Produkten eine neuartige Einheit, die als Design-Konzept vollumfänglich überzeugt. Einsender ist die Aroma AG, Hersteller Optipac GmbH.

 

 

Convenience: Siegerin ist eine benutzerfreundliche und nachhaltige Sterilverpackung. Verpackungen für chirurgische Implantate müssen bekanntlich garantieren, dass das Packgut bis zur Entnahme absolut steril bleibt. Das bedingt hochdichte, mehrschichtige Verpackungen, die in einem mehrstufigen Prozess geöffnet werden. Die neuartige Sterilverpackung für diverse Knochenschraubenhersteller bietet  eine Lösung, die nach Ansicht der Jury höchste Sicherheit mit hoher Convenience verbindet. Die Verpackung besteht aus drei ineinander geschachtelten Komponenten. Bei jeder Komponente ist eindeutig ersichtlich, wie diese zu öffnen ist. Dies ist jeweils einfach möglich. Die innerste Verpackungskomponente, die das Implantat enthält, stellt durch die Materialwahl TPU zudem sicher, dass auch scharfkantige Implantate, z.B. Knochenschrauben, keine Partikel aus der Verpackung lösen können. Einsender und Hersteller ist die Medipack AG.

 

 

Technik / Konstruktion / Maschinensysteme: Diese für die Bell Schweiz AG realisierte Verpackungslösung beeindruckte die Jury durch eine clevere, von der Natur inspirierte Idee mit grossem praktischem Nutzen. In der fleischverarbeitenden Industrie werden austretende Flüssigkeiten bislang mit Einlegern aufgesaugt. Das neue Design ersetzt diese vollständig – durch eine spezielle Bodenstruktur mit kapillarer Saugwirkung. Der Fleischsaft wird zuverlässig aufgenommen – ganz ohne zusätzliche Pads oder Kleber. Mit dieser innovativen Lösung wird nicht nur Material eingespart: Die Verpackung kommt mit 20 bis 30 Prozent weniger Kunststoff aus und wird gleichzeitig zu einer recyclingfähigen Mono-Verpackung. Anders als bei vielen anderen Innovationen wird hier die Produktion nicht komplexer, sondern einfacher: Statt zwei Herstellungsschritten braucht es nur noch einen. Das reduziert Aufwand sowie Ressourcen und eröffnet neue Einsatzmöglichkeiten – selbst bei anspruchsvollen Geometrien und in verschiedensten Bereichen der Lebensmittelindustrie. Hersteller und Entwickler ist die Bachmann Group.

 

 

 

 

 

 

 


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Rund 200 Aussteller präsentierten ihre Innovationen an drei Tagen Anfang September auf der SINDEX 2025 in Bern. Es kamen ca. 8’000 Besucher, darunter viele aus der Romandie. Sie interessierten sich hauptsächlich um Neuheiten auf den Gebieten Automation, Robotik, Sensorik und Elektrotechnik. Damit bestätigte die SINDEX auch in diesem Jahr ihre Rolle als führende Plattform für Austausch, Wissenstransfer und Vernetzung in einer anspruchsvollen Marktlage.

Wichtige Impulse

Neue Technologien, praxisorientierte Lösungen und zukunftsweisende Konzepte gaben auf der Messe wichtige Impulse und führten zu zahlreichen Diskussionen über die Zukunft der Industrie. Grosses Interesse zogen u.a. die Sonderzonen auf sich. In der Electronic City konnten die Besuchenden live erleben, wie aus einer Idee ein marktreifes elektronisches Produkt entsteht. Der SwissSensorMarket zeigte eindrucksvoll die neusten Entwicklungen in der Sensorik und deren Anwendungen, während am Gemeinschaftsstand von swissRobotics.net die Schweizer Robotik-Branche mit innovativen Projekten überzeugte. Eine überzeugend klare Erkenntnis für die Besucher war, wie vielfältig die Einsatzgebiete der vierbeinigen Assistenten sein können: von Polizeieinsätzen über Suchaktionen in gefährlichen Umgebungen bis hin zu präzisen GEO-Vermessungen. Damit wird deutlich, wie Robotik unseren Alltag immer sicherer, effizienter und innovativer gestalten kann.

Wissenstransfer und Dialog

Auf der SINDEX-Stage standen während der drei Messetage hochkarätige Keynotes, praxisorientierte Fachvorträge sowie Best-Practice-Beispiele von Ausstellenden im Mittelpunkt. Künstliche Intelligenz war eines der grossen Themen der Messe und stiess bei den Fachbesuchenden auf grosses Interesse. Einen strukturierten Überblick über aktuelle Branchenlösungen sowie einen direkten Austausch mit interessierten Expertinnen und Experten ermöglichten geführte Rundgänge. Entscheidungsträger vieler namhafter Firmen waren vor Ort und durchgehend gut beschäftigt. Besonderes Interesse weckte das Thema Maschinenverordnung, die ab Januar 2027 verpflichtend ist.

Innovation – wirksame Antwort auf Unsicherheit

René Brugger, Präsident von swissT.net, fasst die drei Messetage aus Verbandssicht zusammen: «Trotz angespannter Wirtschaftslage und Strafzöllen zeigt die Automationsmesse, dass Innovation eine der wirksamsten Antworten auf Unsicherheit ist.» Insgesamt bot die SINDEX 2025 den Fachbesuchenden aus der ganzen Schweiz eine wertvolle Gelegenheit für Wissensaustausch, Networking und neue Geschäftskontakte. Mit diesem starken Fundament blickt die Messe optimistisch in die Zukunft. Die nächste SINDEX findet vom 31.August bis 2. September auf dem BERNEXPO-Areal statt.


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Die BVS Packaging Group AG, zu der die Firmen BVS Verpackungs-Systeme AG, Urdorf, BVS-Verpackungs-Systeme GmbH an den Standorten in Erzingen (DE), Memmingerberg (DE) und Ansfelden (AT) sowie die Inpalo GmbH in Erzingen (DE) gehören, hat eine strategische Partnerschaft mit der Packaging Group AG mit Sitz in Zug geschlossen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurden rückwirkend zum 1. Januar 2025 wesentliche Aktienanteile der BVS an die Packaging Group übertragen.

Ziel der Partnerschaft ist es, eine nachhaltige Nachfolgelösung für die BVS-Gruppe im Sinne des Inhabers Livio Marchioni zu schaffen und die langfristige Weiterentwicklung des Unternehmens durch eine starke unternehmerische Allianz zu gewährleisten. Die Standorte in der Schweiz, Deutschland und Österreich bleiben unter der bisherigen Führung bestehen.

Livio Marchioni (links im Bild) wird auch weiterhin als CEO und Verwaltungsratspräsident tätig sein und bleibt auch in Zukunft als Aktionär an der Gruppe beteiligt. Er zieht zudem in den Verwaltungsrat der Packaging Group AG ein. Durch den Zusammenschluss mit den Tochtergesellschaften der Packaging Group AG – darunter Equisa AG, Carlo Volponi SA, Frima Pac AG und Finser Packaging SA – entsteht ein Netzwerk mit gemeinsamen Werten, klarer Kundenorientierung und hoher Fachkompetenz im Verpackungsmarkt. Diese Partnerschaft eröffnet vielfältige Synergiemöglichkeiten in den Bereichen Einkauf, Produktentwicklung, Logistik und Marktpräsenz. Durch die Bündelung von Know-how und Ressourcen wird die Position der Gruppe mit nun 160 Mitarbeitenden an 12 Standorten im DACH-Raum gestärkt. Zudem ist es möglich, den Kunden ein noch umfassenderes Leistungs- und Produktspektrum anzubieten.

Die zur Genico Family Office AG gehörende Packaging Group AG vereint nun sechs Unternehmen aus der Verpackungsbranche, darunter die Equisa AG, die Carlo Volponi SA, die Frima Pac AG, die Finser Packaging SA sowie die neu hinzugekommenen Tochtergesellschaften der BVS Packaging Group AG. CEO und Inhaber Andreas Georgiadis (rechts im Bild) zeigt sich höchst erfreut über den Beitritt der BVS-Gruppe, die nun den grössten Teil der Packaging Group AG ausmacht. Insgesamt sind somit 160 Mitarbeitende an 12 Standorten im DACH-Raum für die Gruppe im Einsatz. Andreas Georgiadis übernimmt zudem ein Mandat im Verwaltungsrat der BVS Packaging Group AG. Vorsitzender der Geschäftsführung bei Packaging Group GmbH ist ab Anfang Juni 2025 Wolfgang Buchkremer. Als neu ernannter CEO bringt er Erfahrung aus über 30 Jahren in der Verpackungsindustrie mit. Vor seinem Wechsel zur Packaging Group war er u.a. bei Elopak, KHS und SIG Combibloc in verschiedensten Positionen tätig. In seiner neuen Position als CEO verfolgt er nun das Ziel, die Wachstumsstrategie der Packaging Group umzusetzen und die Unternehmen FAWEMA, HDG und WOLF weiterhin als verlässliche Partner im globalen Verpackungsmarkt zu positionieren.

 


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Unter den 37 Gewinnern beim Deutschen Verpackungspreis 2025 findet man die gesamte Bandbreite der Materialien: Glas, Holz, starre und flexible Kunststoffe, Metall, Papier, Karton und Wellpappe. Ausgezeichnet wurde neben deutschen, österreichischen, iranischen und US-Entwicklungen auch eine Innovation aus der Schweiz. Die Siegerverpackung ist ein Monomaterial-PP-Standbodenbeutel von Hengstenberg GmbH & Co. KG. Die prämierte, speziell entwickelte Verbundfolie für Krautprodukte und Pasteurisation von sauren Füllgütern stellt die Firma Wipf AG her. Sie hat eine bemerkenswerte Produkthaltbarkeit von bis zu zwei Jahren.

Mit dem Standbodenbeutel für Sauerkraut wurde laut Jury eine zukunftsweisende Verpackungslösung prämiert, die Recyclingfähigkeit, Produktschutz und Verbraucherfreundlichkeit auf hohem technischen Niveau vereint. Der Beutel besteht aus einem Monomaterial-Verbund und ist dadurch hervorragend recyclingfähig – trotz der besonderen Anforderungen, die das saure Milieu von Sauerkraut und die notwendigen Prozesse in Befüllung und Haltbarmachung mit sich bringen. Die Verpackung hält selbst den hohen Temperaturen bei der Pasteurisation stand. Darüber hinaus ist der Beutel so gestaltet, dass er auch für die Erwärmung in der Mikrowelle geeignet ist – ein klares Plus in Sachen Komfort und Anwendungsvielfalt.

Die Jury überzeugte insbesondere die Verbindung von nachhaltigem Materialeinsatz mit den anspruchsvollen funktionalen Anforderungen eines sensiblen Lebensmittels. Diese Lösung zeigt beispielhaft, wie moderne Verpackungen ökologische Verantwortung und technische Leistungsfähigkeit miteinander vereinen können. 

 

 

 


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Seit  1977 bringt das Appenzeller Unternehmen Crowning’s AG die feine englische Teekultur in die Schweiz, indem es erlesene Mischungen aus allen Kontinenten auswählt und sie mit akribischer Präzision verpackt. Die bisherige Anlage war über 25 Jahre im Einsatz und hatte ihre Grenzen längst erreicht: Ungenaue Wiegungen und Produktrückstände auf den Förderbändern bremsten die Effizienz, während umständliche Wege und eine unergonomische Bedienerführung den Arbeitsalltag zusätzlich erschwerten. Die neue Linie hebt die Präzision nun auf ein völlig anderes Niveau. Ein entscheidender Fortschritt, der sich unmittelbar in weniger Ausschuss, höherer Sauberkeit und spürbar besseren Arbeitsbedingungen auswirkt.

Die ITECH AG entwickelte eine massgeschneiderte Linie, die folgende Komponenten umfasst:

  • Mehrkopfwaage Ishida SE3 mit 10 Köpfen (Bild rechts oben), für präzises Wiegen genauer als 0,8g im Mittelwert, auch bei voluminösen und klebrigen Produkten
  • Vakuumförderer mit einer externen Pumpe und flexiblen Schläuchen, wodurch Förderbänder und Produktverluste eliminiert werden. Ermöglicht eine schonende Verarbeitung. Zudem wurde eine spezielle Reinigungsposition eingerichtet: Da die Pumpenkomponenten sehr schwer und unhandlich sind, ermöglicht diese Lösung eine sichere und zugängliche Reinigung der Filter und der gesamten Anlage unabhängig von der physischen Stärke des Bedienpersonals
  • Staubschutzkabine mit spezieller Absaugung und Explosionsschutz, unerlässlich für staubige Mischungen wie Kamille und Minze
  • Vorparametrisierte Rezepte für schnellen und zuverlässigen Formatwechsel bei 25 verschiedenen Sorten
  • Die vertikale Verpackungsmaschine IMA Ilapak, Modell Vegatronic 500 (Bild rechts unten), ermöglicht es, in diesem Projekt mit einem besonders empfindlichen Packstoff zu arbeiten, der leicht reissen kann, wenn er nicht sorgfältig behandelt wird. Dank der präzisen Steuerung und Sensoren kann die Maschine den Packstoff schonend transportieren und versiegeln, ohne ihn zu beschädigen, wodurch höchste Qualität und Produktsicherheit gewährleistet werden kann
  • Ein ultra-hygienisches Förderband, speziell für Anwendungen in der Lebensmittelindustrie entwickelt, transportiert die Teebeutel von der Verpackungsmaschine bis zum Bediener. Dadurch wird der Verpackungsprozess effizienter gestaltet und der Bediener an der Maschine bei einem schnelleren und ergonomischeren Verpackungsablauf unterstützt
  • ITECH hat eine speziell konzipierte Plattform entwickelt, die das Tragen der Mehrkopfwaage ermöglicht. Dadurch kann sicher und direkt auf der Ebene der Mehrkopfwaage gearbeitet werden. Gleichzeitig wird der Platzbedarf der gesamten Anlage reduziert, was zu einem kompakten Design führt.

Der Mehrwert von ITECH AG

Der Crowning’s-Betriebsleiter Christof Stillhart berichtet, dass ITECH aufgrund vorheriger Erfahrungen mit anderen grossen Unternehmen aus der Snack-Branche ausgewählt wurde. «Wir waren begeistert vom ingenieurtechnischen Know-how von ITECH AG und ihrem schlüsselfertigen Ansatz: Sie kümmerten sich um alles, von der Projektplanung und Installation bis hin zur Schulung unserer Mitarbeiter.» Auch der Kundenservice nach der Installation überzeugte durch unkomplizierte und schnelle Unterstützung, sei es telefonisch oder vor Ort. «Heute produzieren wir dieselbe Menge viel effizienter und mit viel weniger Produktverlust», fasst Stillhart zusammen (zu sehen im Bild links, mit dem Endprodukt in der Hand).

Tatsachen, die bei Crowning’s eine neue Ära der Teeverpackung einläuteten:

  • Überfüllungen wurden nahezu eliminiert, mit direkter Einsparung an Rohstoffen
  • Produktverluste wurden drastisch reduziert. Die Reinigung ist einfacher
  • Schneller und unkomplizierter Service führten zu einer höheren Zuverlässigkeit
  • Die Linie wird einfach und intuitiv bedient
  • Die Layout-Optimierung führte zur Reduzierung der Laufwege.

 

 

 

 


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Für Gerhard Schubert GmbH stand die erste automatica-Teilnahme im Zeichen einer wegweisenden, selbst entwickelten Technologie: Der autonom arbeitende Cobot tog.519 veranschaulichte eindrucksvoll, wie sich hohe Flexibilität und Leistung dank vollintegriertem System vereinen lassen. Mit der präsentierten Maschine gelang Schubert eine technologisch bedeutsame Ingenieursleistung für Pick-and-Place-Anwendungen.

Der Cobot pickt mit bis zu 90 Takten pro Minute Produkte so schnell wie kein anderer. Das Konzept dieser Anwendung integriert Robotik und Bildverarbeitung nahtlos in ein Gesamtsystem. Die Beutel mit dem Snack wurden von der Maschine äusserst behutsam in die Schachteln gelegt. Gleich zwei Cobots des Typs tog.519 führten am Messestand mehrere Anwendungsszenarien für Lebensmittel und Kosmetik aus.

Selbst unsortierte Objekte konnte der Cobot aus der Unordnung picken und eindrucksvoll in bewegte Trays platzieren. Dank KI-basierter Bilderkennung «erkannte» er auf der Messe unterschiedliche Objekte. Beispielsweise das komplexe Aufrichten und Abstellen von leeren Flaschen in Pucks übernahm er dank durchdachter Vision-Technologie zuverlässig. Die Besucher des Schubert-Standes erkannten es: Das Kamerasystem und der Roboter «kennen sich» und harmonieren miteinander gut, da beide aus gleichem Haus stammen. Dank KI-gestütztem Vision-System entfällt die sonst sehr aufwendige Programmierung der Bilderkennung mittels Algorithmik.

Der tog.519 lässt sich in unterschiedlichen Branchen einsetzen: Ob Backwaren, Kosmetik, Tiernahrung oder technische Artikel wie Klebestifte, die Kameratechnologie ist in der Lage, innerhalb von kürzester Zeit selbständig ein völlig neues Produkt zu identifizieren und dessen Formate zu wechseln. «Test-willige» Besucher konnten ihre selbst mitgebrachte Artikel sogar gleich dem neuen Schubert-System zum Bearbeiten überlassen.


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Daniel Broglie, CO-CEO der Dielsdorfer Chromos Group AG (Foto), wurde an der Generalversammlung des Handels Schweiz vom 12. Juni 2025 zum neuen Verbandspräsidenten gewählt. Der Führungswechsel fand im Rahmen des Tags des Handels in Rüschlikon statt, wo sich Mitglieder jährlich zu einem Austausch treffen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen aktuelle Themen wie US-Zölle, künstliche Intelligenz in der Wirtschaft und nicht zuletzt die bilateralen Beziehungen zur Europäischen Union. Die Teilnehmer waren sich über die Bedeutung des Freihandelsabkommens und der reibungslosen Beziehungen zwischen EU und dem Schweizer Handel einig. Wenig Harmonie herrscht aufgrund grosser Unsicherheiten bei den US-Zöllen momentan freilich  im Handel zwischen den Kontinenten. Hier versuchte Professor Aymo Brunetti von der Universität Bern in seinem Referat einigermassen Ordnung aus der Sicht der Wissenschaft zu schaffen.

Das Bild zeigt (v.l.n.r.) die Teilnehmer der Podiumsdiskussion Daniel Broglie, neues Vorstandsmitglied Sabina Schumacher (CEO Tecalto AG), Kaspar Engeli, Direktor Handel Schweiz und Professor Aymo Brunetti.

Mit Broglie, der das Präsidium von Rudolf Schmid (ESIMAG IMMOBILIEN AG) übernahm, steht an der Spitze des Verbandes neu eine Persönlichkeit aus der Verpackungs- und Druckindustrie, die neben ihrem Fachgebiet auch über viel Erfahrung auf internationalen Märkten verfügt. Dem Dachverband sind insgesamt 34 Branchenverbände mit 3’500 Firmen angeschlossen, die in der Schweiz 700’000 Arbeitsplätze anbieten. Handel Schweiz unterstützt seine Mitgliedsunternehmen und fördert die liberale Grundordnung des Schweizer Handels. Er stärkt die Selbstverantwortung, bietet Dienstleistungen an und engagiert sich aktiv in der Bildung.

 


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Am Donnerstag, dem 12. Juni 2025 feiert die Zürcher Firma egolf verpackungs ag ein seltenes Jubiläum: Es ist ihr 150. Geburtstag. Nicht allzu oft behauptet sich ein Unternehmen aus der Schweiz 150 Jahre lang erfolgreich in ihrem Markt. Seit 1875 schützen Verpackungen der egolf verpackungs ag die Export-Hits der Schweizer Industrie auf ihrem Weg in die Ferne. Waren es früher Stoffe, sind es heute Maschinen, die in den Hallen des traditionellen Zürcher Unternehmens für den Export vorbereitet und verpackt werden.

Geschäftsführer Marco Deplazes (im Bild 2.von rechts) hat für den langjährigen Erfolg eine einfache Erklärung: «Genau zuhören, was die Kunden brauchen und dann genau das liefern. Wir sind erfolgreich, weil wir uns genauso an dieses Rezept halten wie unsere Vorgänger.» Das gilt auch für Deplazes› Vorgänger Robert Lehner, der sich vor einigen Jahren nach erfolgreicher Aufbau der Firma in den Ruhestand verabschiedete. Und das gilt uneingeschränkt für alle egolf-Mitarbeiter, welche die Firma 150 lange Jahre prägten. Weiter im Bild zu sehen sind Deplazes› Kader-Mitarbeiter Marc Weibel, Rolf Bodmer, Oscar Iglesias und Rainer Laucke zu sehen.

Verpackungsgut änderte von Textil zu Maschinen

Bei der Gründung 1875 beschäftigte egolf rund 10 Personen. Die Firma war auf «Kistenfabricationen, Emballeurs und Ballenbinderei» spezialisiert. Damit traf sie den Bedarf der damals wichtigen Zürcher Textilindustrie, deren Tuche, in Holzkisten oder in Ballen gebunden, an Kunden in der ganzen Welt gingen. Seit den 1930er Jahren richtete sich die Firma auf die Maschinenindustrie und lieferte unter anderem Exportverpackungen an den bekannten Zürcher Maschinenbauer Escher Wyss. Aus der Maschinenindustrie stammen heute noch die meisten Kunden.

Ganze Verpackungsabteilungen übernommen

Mit der Zeit verliessen die Egolf-Kunden das Stadtzentrum und mit ihnen auch Egolf selbst: Das Unternehmen zog 1957 in die Peripherie nach Zürich-Altstetten. Jakob Egolf, Firmeninhaber in 4. Generation, erwarb dort Land in unmittelbarer Bahnhofsnähe an der Vulkanstrasse und liess es mit neuen Betriebsgebäuden bebauen. Ab 1985 wurden zusätzlich verschiedene, weiter entfernte Standorte genutzt. Teilweise wurden dabei Verpackungsabteilungen grosser Kunden übernommen und in deren Betriebsgebäuden weitergeführt. Entscheidend dafür war nicht nur die grössere Nähe und gute Erreichbarkeit, sondern auch der wachsende Platzbedarf. So entwickelte sich das Sortiment für die egolf-Kunden von der früheren Exportkiste zu einem «Sorglos-Paket».

Drei Standorte

Heute hat die egolf verpackungs ag drei Standorte:

  • Am Hauptsitz in Zürich-Altstetten sind die Verpackungsaktivitäten konzentriert.
  • In Würenlos, der 2006 eröffnet wurde, sind die Verkaufs- und Handelsaktivitäten gebündelt.
  • Der dritte Standort befindet sich im ehemaligen ABB-Industriepark in Kleindöttingen und wurde 2012 bezogen. Dort hat die Firma grosse Hallenflächen gemietet, die vor allem für Lagerhaltung von Kundenprodukten genutzt werden.

«Wir haben uns zum Industrie- und Export-Verpacker entwickelt, für den das klassische Emballeur-Geschäft heute ein Standbein von mehreren ist», sagt Marco Deplazes. Vor allem ab den 1980er Jahren veränderte sich die Tätigkeit deutlich. In dieser Zeit expandierte die Firma unter anderem in das Geschäft mit Standardverpackungen, baute breites Know-how im Korrosionsschutz und in der Transportüberwachung auf. Zudem wurden vermehrt zusätzliche logistische Dienstleistungen angeboten, zum Beispiel in der Lagerhaltung und im Transport.

Standardverpackungen nach Mass

Heute steht das Geschäft mit Standardverpackungen gleichberechtigt neben dem mit den klassischen, individuell gefertigten Transportverpackungen. Wobei der Begriff Standardverpackungen zu kurz greift. Egolf liefert vielmehr Standardverpackungen nach Mass. Zur Herstellung sind hohe Hallen und starke Kräne (Bild rechts) unumgänglich. Mit den Kunden wird zunächst ermittelt, welche Verpackungen und Verpackungsmaterialien für den jeweiligen Transportzweck und Destination erforderlich sind. Ziel ist es, Überverpackung zu vermeiden und so Kosten und Umweltbelastungen zu minimieren. Das reicht von klassischen Holzkisten über Verpackungen aus Wellpappe bis zu Verpackungen mit komplexen Polstereinlagen. Egolf beschafft diese Verpackungen und Verpackungsmaterialien, hält sie für den jeweiligen Kunden und Verpackungszweck auf Lager und liefert auf Abruf. Kundenspezifische Standardverpackungen sind heute ein Haupt-Geschäftszweig. Marco Deplazes meint: «Wenn Kunden selbst Standardverpackungen einkaufen, resultiert häufig Überverpackung. Auch bei Standardverpackungen ist wichtig, dass diese optimal aufs Produkt und die Destination angepasst sind. Bei uns gehört diese Beratung zur Beschaffung von Standardverpackungen.»

Auch Korrosionsschutz und anderes

Zusätzliches Know-how baute Egolf im Korrosionsschutz, der Transport-Überwachung und bei Gefahrgut-Verpackungen in den 1980er Jahren. Im Korrosionsschutz wurde eine breite Range von VCI-Produkten aufgebaut. Verwendet werden  Produkte der marktführenden Produzentin Cortec. Je nach Packgut, Transportdauer und Destination kommen zwei weitere Schutz-Verfahren zum Einsatz: das Trockenmittel-Verfahren und das Schrumpfen.

Gut vorbereitet auf PPWR

Noch mehr Know-how-Bedarf brachte aktuell die europäische Verpackungsverordnung Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR). Diese ist seit 11. Februar 2025 in Kraft und wird am 12. August 2026 verbindlich. Ihr Ziel: weniger Ressourcenverbrauch, weniger Verpackungsabfälle, weniger negative Umweltauswirkungen von Verpackungen. Die Regeln sind komplex, Verstösse werden schnell teuer. Marco Deplazes hat eine beruhigende Botschaft: «Wir haben uns seit längerem auf die PPWR vorbereitet und können gewährleisten, dass unsere Verpackungen regelkonform sind.»



Über uns

Die Fachzeitschrift spi swisspack international mit Logistik-Praxis erscheint viermal jährlich in deutscher Sprache in einer Auflage von 4200 Exemplaren. Jede Ausgabe berichtet aktuell und lebendig über die verwandten Fachbereiche Verpackung und Logistik und verdeutlicht die Zusammenhänge zwischen ihnen.